Blumenthal (Bremen)

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Stadtteil von Bremen
Blumenthal
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Über dieses Bild
Basisdaten  Rang 
Fläche: 22,672 km² 5/23
Einwohner: 30.690 9/23
Bevölkerungsdichte: 1.354 Einwohner je km² 16/23
Ausländeranteil: 11,2 % 12/23
Arbeitslosenquote: 16.6 % 3/23
(Stand der Angaben: 31. Dez. 2008)
Koordinaten: 53° 12′ N, 8° 34′ OKoordinaten: 53° 11′ 40″ N, 8° 34′ 0″ O
Ortsteile: Blumenthal
Lüssum-Bockhorn
Rönnebeck
Farge
Rekum
Postleitzahlen: 28777, 28779
Stadtbezirk: Nord
Ortsamt: Blumenthal
Website: Ortsamt Blumenthal

Blumenthal (Niederdeutsch Blomendal) ist ein Stadtteil von Bremen innerhalb des Stadtbezirks Nord.

Geographie und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus wurde in den Jahren 1908–1910 gebaut und steht seit 1994 unter Denkmalschutz

Blumenthal ist Bremens nördlichster Stadtteil und liegt an der Weser im äußersten Nordwesten der Stadt. Er grenzt im Südosten an den Stadtteil Vegesack und im Norden an die niedersächsische Gemeinde Schwanewede. Am gegenüberliegenden Weserufer liegt die Gemeinde Berne.

Zum Stadtteil Blumenthal gehören die Ortsteile: Blumenthal, Lüssum-Bockhorn, Rönnebeck, Farge und Rekum.

Der Stadtteil ist rund 8,5 km lang und 1,5 bis 4 km breit.

Blumenthal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fläche: 4,05 km², 9600 Einwohner[1]

Geschichte, Sehenswürdigkeiten und öffentliche Einrichtungen

Angaben für den Ortsteil Blumenthal stehen auf dieser Seite bei den Kapiteln Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten und Öffentliche Einrichtungen des Stadtteils Blumenthal.

Rekum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Rekum

Fläche: 5,59 km², 2403 Einwohner[1]

Rekum ist Bremens nördlichster Ortsteil. Hier befindet sich der U-Boot-Bunker Valentin. Rekum ist durch die Rekumer Geest im Osten, die relativ steil zum Marschland an der Weser abfällt, landschaftlich geprägt. Die Straßennamen Reeker Barg und Unterm Berg bezeichnen diese Struktur. Die Besiedlung orientiert sich am Geestrand in Nord-Süd-Richtung. Die Marschflächen südlich vom Bunker Valentin tragen Busch- und Baumbestand. Nördlich davon befindet sich landwirtschaftlich genutztes Grünland. Große Flächen auf der Geest werden für den Ackerbau genutzt. Die sogenannte Ölumschlaganlage Farge liegt an der Weser im Süden Rekums. Sie ist über Pipelines mit dem Tanklager Farge (siehe Abschnitt Wirtschaft) verbunden.

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekum wurde schon im 12. Jahrhundert erwähnt. Es war Sitz einer Ministerialenfamilie. Der Erzbischof Gebhard II. ließ hier (bei Rekum / bei Farge) 1220 auf einem Hügel an der Weser die Witteborg errichten, die nur wenige Jahre bestand. Um 1400 gab es eine Mühle am Weserübergang.

Rekum gehörte zum Kirchspiel Neuenkirchen, ab 1604 zum Kirchspiel Blomendal. 1956 wurde die Evangelisch-reformierte Kirche in Rekum errichtet. Bis 1980 gehörte die Rekumer Gemeinde zur gemeinsamen Kirchengemeinde Neuenkirchen-Rekum, seither ist die ev.-ref. Gemeinde in Rekum eine selbständige Kirchengemeinde. Sie gehört nach wie vor zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer und ist damit die einzige evangelische Gemeinde in Bremen, die nicht der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) angehört.

In Rekum waren von 1943 bis 1945 Zwangsarbeiter für den Bau des Bunkers Valentin und des Marine-Tanklagers in der Schwaneweder und Neuenkirchener Heide in einem Arbeitserziehungslager und einem Lager für sowjetische Kriegsgefangene sowie Wachpersonal im Marinegemeinschaftslager I untergebracht.

Rekum war eine Gemeinde im Landkreis Blumenthal, der 1932 im Landkreis Osterholz aufging.

Farge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraftwerk Farge
Kirche von Rönnebeck-Farge
Siehe auch: Farge

Fläche: 5,46 km², 2937 Einwohner[1]

Der Ortsteil ist neben Wohnbebauung durch Infrastrukturanlagen (Tanklager, Kraftwerk Farge, Klärwerk) sowie Industrie und Gewerbe geprägt (siehe Abschnitt Wirtschaft).

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist Farge ein bedeutender Industriestandort. 1853 wurde die Steingutfabrik Witteburg gegründet. 1867 entstand deshalb der Farger Consumverein, der bis 1944 bestand. 1877 wurde an der Rekumer Straße eine Schule gebaut, die um 1925 sechs Klassen hatte (heute Grundschule). 1902 entstand die Freiwillige Feuerwehr, die sich seit 1924 zur Freiwilligen Feuerwehr Farge-Rekum zusammenschloss und sich 1929 wieder neu gründete. Farge war von 1911 bis 1931 (Personenverkehr) bzw. 1938 (Güterverkehr) Umsteige- und Umschlagsbahnhof zwischen der Bahnstrecke Bremen-Farge–Bremen-Vegesack (Farge-Vegesacker Eisenbahn) und der Niederweserbahn, der Kleinbahnstrecke nach Wulsdorf. Das WiFo-Tanklager wurde 1935 bis 1943 gebaut.

Farge gehörte zum Amt Blomenthal und war dann eine Gemeinde im Landkreis Blumenthal, der 1932 im Landkreis Osterholz aufging.

Die evangelisch-reformierte Kirche Rönnebeck-Farge wurde 1904/05 nach Plänen der Architekten August Abbehusen und Otto Blendermann gebaut.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1821: 188 Einwohner
  • 1905: 1.004 Einwohner

Lüssum-Bockhorn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Lüssum

Fläche: 5,08 km², 12.094 Einwohner[1]

Lüssum und Bockhorn waren ursprünglich zwei Gemeinden im Kreis Blumenthal. Die Gemeinde Lüssum wurde 1907 und die Gemeinde Bockhorn wurde 1908 in die Gemeinde Blumenthal eingegliedert.[2]

Lüssum-Bockhorn ist ein Wohngebiet. In Bockhorn befindet sich zudem ein Teil des Golfplatzes „Bremer Schweiz“.[3]

Die Kirchgemeinde der Johann-Heinrich-Wichern-Kirche in Lüssum-Bockhorn entstand 1961 nach Abtrennung von der lutherischen Kirchgemeinde Blumenthal. 1959 wurde die Kirche Am Himmelskamp geweiht. Die Kirchgemeinde Lüssum entstand 1977 als Abspaltung, das Gemeindehaus am Neuenkirchner Weg wurde bereits 1973 eingeweiht.

Die Schule am Pürschweg entstand 1951 mit Erweiterungen von 1957 und 1961. Sie war ursprünglich eine Grund- und Hauptschule und ist heute nur noch eine Grundschule. Mittelstufenzentren sind das SZ Lehmhorster Straße (diese Schule gibt es seit 1963) und das SZ „Sandwehen“. Für die Oberstufe gibt es das SZ an der Eggestedter Straße (1970 als Gymnasium Blumenthal errichtet).

Seit 1904 gibt es den Bürgerverein Lüßum e. V.[4]

Die Lüssumer Heide hat eine Bevölkerung mit einem hohen Anteil Migrationshintergrund und wird deshalb seit den 1990er Jahren als so genanntes WiN-Gebiet (Wohnen in Nachbarschaft) gefördert. Das Haus der Zukunft e.V. an der Lüssumer Heide 6 ist in einem von den Architekten Helmut Rabien und Ulrich Helpertz geplanten Gebäude untergebracht, das 1998 den BDA-Preis (Bund Deutscher Architekten) erhielt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1821: 214 Einwohner
  • 1858: 384 Einwohner
  • 1905: 3.721 Einwohner
  • 1995: 14.128 Einwohner

Rönnebeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christ-Koenig-Kirche in Rönnebeck
Siehe auch: Rönnebeck

Fläche: 2,43 km², 4511 Einwohner[1]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rönnebeck entstand auf dem Gebiet von Lüssum. Es war lange Zeit ein Teil des Amtes Blomendal bzw. seit 1885 eine Gemeinde des Landkreises Blumenthal. Es gehörte zum Bistum Bremen und dann von 1648 bis 1714 zum schwedisch regierten Herzogtum Bremen, danach bis 1866 zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg bzw. zum Königreich Hannover und bis 1939 zur preußischen Provinz Hannover. Zum 1. November 1939 wurde Rönnebeck bremisch und ist seit 1946 ein Ortsteil des Bremer Stadtteils Blumenthal.

Rönnebeck gehörte zum Kirchspiel Lüssum und ab 1905 zur neugebildeten Kirchengemeinde Rönnebeck-Farge.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1813: 480 Einwohner
  • 1885: 694 Einwohner
  • 1905: 1.690 Einwohner
  • 1975: 4.671 Einwohner
  • 1995: 4.705 Einwohner

Politik, Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beirat Blumenthal tagt regelmäßig jeden zweiten Montag im Monat öffentlich. Der Beirat setzt sich aus den auf Stadtteilebene direkt gewählten Vertretern zusammen. Die Beiratswahlen finden alle 4 Jahre statt, zeitgleich mit den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft. Der Beirat diskutiert über alle Belange des Stadtteils, die von öffentlichem Interesse sind, und fasst hierzu Beschlüsse, die an die Verwaltung, die Landesregierung und die Stadtbürgerschaft weitergeleitet werden. Auch interessierte Bürger können mündliche Anträge stellen. Für seine Arbeit bildet der Beirat Fachausschüsse, denen auch sachkundige Bürger angehören können.

Ortsamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsamt Blumenthal (Landrat-Christians-Straße 99a)[5] ist seit 1946 eine örtliche Verwaltungsbehörde. Es unterstützt den Beirat bei seiner politischen Arbeit. Es soll bei allen örtlichen Aufgaben, die von öffentlichem Interesse sind, mitwirken. Es wird von einem vom Beirat vorgeschlagenen und vom Senat bestätigten Ortsamtsleiter geführt.

Ortsamtsleiter ist Jörg-Peter Nowack.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Blumenthal

Die frühere Gemeinde Blumenthal führte ein durch die Bezirksregierung Stade der Provinz Hannover verliehenes Wappen seit den 1920er Jahren bis zu seiner Eingemeindung nach Bremen am 1. November 1939.

Blasonierung:„In Rot unter einem überstiegenen silbernen (weißen) Schildhaupt im 15-zackigen Spitzenschnitt (Kammbalken), belegt mit fünf achtspeichigen blauen Kammrädern; über gewelltem blau-silbernen (weißen) Schildfuß, ein dreimastiger silberner (weißer) Koggen mit geblähten Segeln, silbernen (weißen) Flaggen an Masten und Heck sowie silbernen (weißen) Wimpeln an Vorder- und Hauptmast.“

Die Kogge sowie der Wellenschildfuß stehen für die traditionelle Seefahrt und die Lage der Gemeinde an der Unterweser. Der Kammbalken steht für die ehemalige Wollkämmerei. Die Kammräder stehen einerseits für Blumenthal als Industriestandort und andererseits für die Ortsteile Rekum, Farge, Rönnebeck, Lüssum-Bockhorn und Blumenthal selbst.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Blumenthal im 17. Jahrhundert

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blumenthal bedeutet Tal der Blumen in dem Auetal. Es hieß 1305 Blomendal, 1380 Blomendale, 1450 Blomendall und 1638 Blomenthall.
  • Bockhorn hieß 1032 Borchhorn und 1302 Bochorne. Borch kann als Burg gedeutet werden. Horn(e) stammt von dem niederdeutschen Begriff für Spitze oder Sporn.
  • Lüssum hieß 1492 Lusen dann Lüszen und 1542 Lussen. Die Deutung des Namens aus der urkundlichen Bezeichnung villa Liusci ist nicht gewährleistet.
  • Rekum hieß um 1300 Reken(e) und 1405 Reeken.

Lüßum und Haus Blomendal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Blomendal

Die älteste historische Siedlung im heutigen Stadtteil Blumenthal war das Dorf Lüßum. Unsicher ist die Deutung, dass nach einer angeblich gefälschten Urkunde der villa Liusci 832 Ludwig dem Frommen die Fischereirechte an der Weser bestätigt haben soll. Die erste gesicherte Erwähnung von Lüssen als Lussen erfolgte 1492.

Die ursprüngliche Besiedlung folgte der Weser am hohen Geestrücken. Schiffbauer, Kahnschiffer und Fischer siedelten an der Weser.

Im 13. Jahrhundert bauten die Ritter von Oumünde die erste Burg Blomendal auf dem Burgberg oberhalb des Auetals. 1305 war die erste urkundliche Erwähnung von Blomendal, als auf Grund des Friedensdiktats des Bremer Erzbischofs Giselbert mit den Rittern die Burg wieder abgerissen werden musste. 1354 wurde das zweite Haus Blomendal als Wasserburg von den Rittern von Oumünde und Steding erbaut.

Der zur ersten Burg gehörende Sattelhof wurde als „Vorborch tho Blomendale“ bereits 1304 erwähnt.[7]

Haus Blomendal war von 1866 bis 1932 Sitz des preußischen Landratsamtes. Im Zweiten Weltkrieg diente es als Kriegsgefangenenlager und danach für Flüchtlingswohnungen. Ab 1972 wurde darin der Blumenthaler Heimatverein untergebracht.

1907 erfolgte auf Betreiben der Gemeinde und des Gemeindevorstehers Lüder Bömermann der Anschluss von Lüssum an Blumenthal.

Bremer Landbesitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumenthal um 1600

Der Bremer Rat kaufte 1436 für 1400 Rheinische Gulden von den Rittern von Borch die Burg Blomendal mit der Vogtei und dem Gericht Blomendal, die danach zu einem Verwaltungsamt wurde und als Ruhesitz der Bremer Bürgermeister diente. 1469 erwarb Bremen das nördlich angrenzende Gericht Neuenkirchen und schlug es dem Amt Blomendal zu.

Die Reformation der Blumenthaler Kirchengemeinde erfolgte 1522. Von der alten Dorfkirche ist nur der Turm von 1604 erhalten geblieben. Um 1600 wurde Haus Blomendal Sitz von zwei Amtmännern, welche die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit ausübten.

Schweden, Dänemark, Frankreich und Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ersten Bremisch-Schwedischen Krieg kam Blumenthal 1654 zum neu geschaffenen Herzogtum Bremen unter schwedischer landesrechtlicher Oberhoheit. Einige Gerichts- und Verwaltungsrechte verblieben jedoch bei Bremen.

1712 gelangte Blumenthal kurzzeitig an Dänemark. Es wurde 1715 als Teil des Herzogtums Bremen an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg verkauft, das später als das Kurfürstentum Hannover bezeichnet wurde. 1741 verlor Bremen die noch vorhandenen Verwaltungsrechte über das Amt Blumenthal.

Von 1806 bis 1813 stand die Region unter französischer Herrschaft. Zur Mairie Blumenthal gehörten noch Lobbendorf, Lüssum, Rönnebeck, Farge, Flethe, Hammersbeck und Rekum. Von 1811 bis 1814 war die Region Teil des Kantons Vegesack im französischen Département des Bouches du Weser.

1814 wurde durch den Wiener Kongress aus dem Kurfürstentum das Königreich Hannover.

Blumenthal 1818/1819

1821 gehörten zum Amt Blumenthal das Kirchspiel Blumenthal mit den Dörfern Bockhorn, Farge, Fähr, Hammersbeck, Lüssum, Rönnebeck und Schwankenforth und das Kirchspiel Lesum mit den Dörfern Aumund, Beckedorf, Hünertshagen, Lobbendorf und Löhnhorst.

1862 wurde das Dorf Flethe nach Blumenthal eingemeindet.

1866 annektierte Preußen das Königreich Hannover und damit auch Blumenthal, das Sitz eines preußischen Landkreises wurde. Die Mitgliedschaft im Deutschen Zollverein begünstigte die wirtschaftliche Entwicklung Blumenthals. Die Bremer Woll-Kämmerei wurde wegen der günstigen und direkten Anlieferung von Rohwolle 1884 gegründet. Sie hatte 1898 rund 2.300 Beschäftigte.

1878, 1890 und wieder 1975 erfolgte die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr mit den Feuerwehren von Blumenthal, Lüssum, Neurönnebeck und Rönnebeck. Von 1939 bis 1951 gab es eine Berufsfeuerwehr.

1888 wurde der Ort mit der Bahnstrecke Bremen-Farge–Bremen-Vegesack an das Bahnnetz angeschlossen.

Die Werft Bremer Vulkan wurde 1893 an der Grenze des Landkreises Blumenthal zu Vegesack errichtet.[8]

1900 bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polizei- und Gerichtsgefängnis Blumenthal

1904 erfolgte der Bau des Elektrizitätswerks und 1912 der eines Gaswerkes.

Lüssum, Rönnebeck und Bockhorn wurden 1907/08 und Neurönnebeck 1923 in die Gemeinde Blumenthal eingemeindet.

1908 fand die Einweihung des Kreiskrankenhauses Blumenthal statt, aus dem das Klinikum Bremen-Nord hervorgegangen ist.

1910 wurden das neue Rathaus, das heutige Ortsamtsgebäude, eingeweiht.

Die erste Buslinie nach Vegesack wurde 1925 eingerichtet. Der Bau der Blumenthaler Abwasserkanalisation, des Wasserwerkes und des Wasserturmes erfolgten von 1925 bis 1927.

1932 wurde der Landkreis Blumenthal mit dem Landkreis Osterholz zusammengelegt, damit verlor Blumenthal den Status als Kreissitz.

Blumenthal und Farge/Rekum wurden infolge der Vierten Verordnung über den Neuaufbau des Reichs zum 1. November 1939 zusammen mit den übrigen heute nordbremischen Gebieten nördlich der Lesum (außer der Stadt Vegesack, die bereits bremisch war) im Tausch gegen Bremerhaven nach Bremen eingemeindet.[9]

1943 bis 1945 wurde der U-Boot-Bunker Valentin in Rekum gebaut. Dafür wurden Tausende von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangene und Häftlingen eingesetzt. Ein Nebenlager des Konzentrationslagers Neuengamme wurde auf der Bahrsplate eingerichtet.

Entwicklung nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende erhielt Blumenthal 1946 im Zuge des Neuaufbaus der Verwaltung im Lande Bremen den Status eines Ortsamtsbereiches.

Die Bremer Woll-Kämmerei (BWK) war in den 1950er Jahren mit bis zu 5.000 Mitarbeitern in Blumenthal ein Großbetrieb. Die nahe gelegene Mühlenstraße entwickelte sich zu einer sehr belebten Einkaufsstraße mit vielen Gaststätten. Nachdem die BWK ihren Betrieb am Standort Blumenthal seit den 1980er Jahren stark umstellte und reduzierte und 2009 endgültig schloss, verlor auch die Mühlenstraße zunehmend ihre besondere Bedeutung.

Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke von Vegesack nach Farge über Blumenthal wurde 1961 für fast ein halbes Jahrhundert eingestellt.

Ab 1967 entstand das Gymnasium und dann Schulzentrum Blumenthal an der Eggestedter Straße.

Die Werftenkrise von 1975 führte zu Kurzarbeit und ersten Entlassungen bei der Werft Bremer Vulkan. Der Konkurs des Bremer Vulkan von 1996/97 hatte erhebliche Auswirkungen auf den Stadtteil Blumenthal.

Mit dem Programm Wohnen in Nachbarschaften (WiN) in Lüssum sollen seit 1999 Verbesserungen ebenso erreicht werden wie mit dem Haus der Zukunft Bremen.

2002 begann der Bau eines Einkaufszentrums im Bereich des Müllerlochs.

Im Dezember 2007 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Vegesack - Farge unter Betriebsführung der NordWestBahn wieder aufgenommen. Die Strecke wurde im Dezember 2011 in das Netz der im Dezember 2010 in Betrieb genommenen Bremer S-Bahn einbezogen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1830 stieg die Einwohnerzahl Blumenthals erheblich, weil sich Schiffbauer und Kahnschiffer zum Transport der Waren zwischen Bremerhaven und Bremen ansiedeln.

Mit der Ansiedelung der Wollkämmerei und anderer Industriebetriebe kam es zu einer starken Bevölkerungszunahme, vor allen durch polnische Zuwanderer aus den preußischen Ostprovinzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl Blumenthals in kurzer Zeit, zunächst vor allem durch den Zuzug von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten, später auch von Gastarbeitern aus Südeuropa und der Türkei. Zur Unterbringung der Neubürger wurden neue Wohnsiedlungen, insbesondere in Lüssum, errichtet. Im letzten Vierteljahrhundert gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren, vor allem auf der teilweise in Blumenthal und teils im benachbarten Vegesack gelegenen Werft Bremer Vulkan, aber auch bei der Bremer Wollkämmerei. Damit verbunden sank auch die Einwohnerzahl wieder. Dazu die Entwicklung des Stadtteils und Ortsteils Blumenthal in Einwohnerzahlen:

Orts-/Stadtteil 1821 1885 1905 1975 1995 2007 2014
Blumenthal 282 1.644 10.670 10.103 9.612 9.552
Rönnebeck 480 694 1.690 4.671 4.705 4.565 4.264
Lüssum-Bockhorn 214 3.721 15.647 14.128 12.333 11.782
Farge 188 1.004 3.654 3.377 2.982 2.820
Rekum 484 819 1.103 1.867 2.474 2.430 2.272
Stadtteil 9.315 36.507 34.786 31.922 30.690

Rönnebeck und Rekum: Angaben bei 1821 aus 1813

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ev.-ref. Kirche in Blumenthal
Martin-Luther-Kirche in Blumenthal
Alter Turm der ev.-ref. Kirche
Wätjens Schloss

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Burg Blomendal, als Wasserburg 1354 ff. erbaut und nach diversen Umbauten und Nutzungswechseln in den 1970er Jahren restauriert, wird für kulturelle Zwecke genutzt (Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, alle zwei Jahre Burgfest); aus der Zeit der Renaissance sind Deckenmalereien erhalten.
  • Die evangelisch-reformierte Kirche mit Pfarrhaus an der Landrat-Christians-Straße, neugotischer Backsteinbau, errichtet nach Plänen von Johannes Vollmer von 1877 bis 1879 als Ersatzbau für die abgebrochene alte Blumenthaler Dorfkirche.
  • Der Turm der alten Kirche, ein Renaissance-Bau von 1604, wird seit 1933 als Gefallenen-Gedenkstätte genutzt.
  • Die evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche, ein neugotischer Backsteinbau, wurde 1901/02 nach Plänen von Karl Mohrmann erbaut.
  • Die Katholische St.-Marien-Kirche wurde als neugotischer Backsteinbau ab 1858 in mehreren Abschnitten errichtet.
  • Das Rathaus Blumenthal von 1910 wurde nach Plänen der Architekten August Abbehusen und Otto Blendermann gebaut.
  • Der Wasserturm Blumenthal an der Mühlenstraße entstand nach Plänen von Michael Fischer 1927/28 als Backsteinbau in schlichten backsteinexpressionistischen Formen. Seine Flügelbauten werden als Kindertagesstätte genutzt.
  • Wätjens Schloss, erbaut von 1858 bis 1864 nach Plänen des Architekten Heinrich Müller im neugotischen Stil als Landsitz für den Bremer Reeder Christian Heinrich Wätjen; der gleichzeitig angelegte Landschaftspark nach Plänen von Isaak Altmann wird seit 2005 unter gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten rekonstruiert.
  • Der Uferpark Bahrsplate an der Weser mit einer Gedenkstätte für das hier im Zweiten Weltkrieg bestehende Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme.
  • Der U-Boot-Bunker Valentin im Ortsteil Rekum, erbaut von 1942 bis 1945 nach Plänen von Agatz und Bock.
  • Die Windmühle im Ortsteil Rekum, Typ Erdholländer, erbaut 1872.
  • Das Wohnhaus des Kapitäns Eduard Dallmann von ca. 1850, Kapitän-Dallmann-Straße 84.
  • Das Amtsgericht Blumenthal an der Landrat-Christians-Straße wurde von 1896 bis 1899 gebaut und 1913/1914 erweitert. Das Gebäude nahm neue Reformtendenzen der Architektur auf, mit einer Rückbesinnung auf lokale Bautraditionen.
  • Die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche im Ortsteil Rönnebeck, Lichtblickstraße 7, wurde 1955 nach Plänen von Ernst Becker- Sassenhof gebaut.[10]
  • Die evangelische Kirche Bockhorn, Himmelskamp 21 von Architekt Jan Noltenius wurde 1959 gebaut.[11]
  • Die geschwungene Wohnbebauung Rönnebecker Hafen von 1993 nach Plänen der Architektengemeinschaft Rosengart und Partner liegt am Hafen von Rönnebeck.[12]

Denkmale, Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Park- und Grünanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Dillener Park im Ortsteil Rönnebeck ist 1 Hektar groß.
  • Der Uferpark Bahrsplate im Ortsteil Blumenthal an der Weser gelegen ist 6 Hektar groß.
  • Die weiträumige Anlage Wätjens Park liegt auf dem Geestrücken zwischen Vegesack und Blumenthal im Südosten des Ortsteils Blumenthal. Unmittelbar nördlich davon erstreckt sich der „Forst Löh“.
  • Das etwa 35,4 Hektar große Naturschutzgebiet Eispohl, Sandwehen und Heideweiher liegt in den Ortsteilen Lüssum-Bockhorn und Farge. Ein Teil des Naturschutzgebietes ist Bestandteil des FFH-Gebietes Heide und Heideweiher auf der Rekumer Geest.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsgericht Blumenthal 1899
Freiwillige Feuerwehr Blumenthal
Freiwillige Feuerwehr Farge
  • Das Ortsamt befindet sich im Rathaus Blumenthal von 1910 an der Landrat-Christians-Straße.
  • Die Stadtbibliothek Blumenthal von 1998 an der Lüder-Clüver-Straße wird von einem Förderverein betrieben.
  • Das Polizeirevier Blumenthal am Schillerplatz mit den Polizeistationen Farge und Lüssum.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Blumenthal, Heidbleek 8 beim Schillerplatz, wird von einem Förderverein unterstützt.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Farge von 1902, Farger Straße 134
  • Das Amtsgericht Bremen-Blumenthal, Landrat-Christians-Straße 65 bis 69, ist für den Bremer Stadtbezirk Nord zuständig. Das Amtsgericht ist in einem Gebäude von 1899, das Grundbuchamt ist im Nebengebäude Haus C untergebracht.
  • Das Klinikum Bremen-Nord an der Hammersbecker Straße hat um die 500 Betten und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter.
  • Das DOKU Blumenthal, Heidbleek 10, im ehemaligen Schulhaus am Schillerplatz, ist seit 1988 ein Dokumentationszentrum für Geschichte und Gegenwart sowie ein Haus der Begegnung.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Förderzentrum Reepschlägerstraße ist zuständig für sonderpädagogische Förderungen.
  • Die Schule an der Wigmodistraße ist eine Grundschule in Blumenthal.
  • Die Tami-Oelfken-Schule am Lüssumer Ring ist eine Grundschule als Ganztagsschule.
  • Die Schule am Pürschweg ist eine Grundschule in Lüssum-Bockhorn.
  • Die Schule Farge ist eine Grundschule mit zwei Standorten in Farge und Rekum.
  • Die Schule Rönnebeck ist eine Grundschule an der Helgenstraße.
  • Das Schulzentrum an der Lehmhorster Straße ist ein Schulzentrum der Sekundarstufe I als Ganztagsschule mit ca. 720 Schülern in Lüssum-Bockhorn.
  • Die Oberschule In den Sandwehen ist ein Schulzentrum der Sekundarstufe I als Ganztagsschule mit ca. 980 Schülern in Lüssum-Bockhorn.
  • Das Schulzentrum des Sekundarbereichs II Blumenthal mit den Abteilungen Gymnasium und Berufliche Schulen für Hauswirtschaft und Sozialpädagogik liegt an der Eggestedter Straße.
  • Die Freie Waldorfschule Bremen-Nord in Blumenthal.

Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Sport in Bremen

Anlagen

Vereine

Bootshaus des Wassersportverein Blumenthal (WVBl)
  • Blumenthaler Sportverein (BSV); Burgwall 1
  • Blumenthaler Turnverein von 1862 (BTV), Heidbleek 10
  • Freie Turner Blumenthal von 1907 (FTB), Heidbleek 10
  • Lüssumer Sportverein (LSV), Bockhorner Weg 10
  • Neurönnebecker TV von 1880 (NTV), Turnerstraße 111
  • Turn- und Sportverein Farge-Rekum von 1890 (TSV), Rekumer Straße 2
  • Wassersportverein Blumenthal (WVBl), Bootshaus Blumenthal
  • Golf-Club Bremer Schweiz
  • Kanu-Club Rönnebeck(KCR), Taklerstr. 64
  • Leichtathletik Gemeinschaft Bremen-Nord (LG Bremen Nord)

Kirchen, Religionsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ev.-Reformierte Kirche Rekum
Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Kirche
Kath. Kirche St. Marien

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moscheen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Muslime verfügen in Blumenthal über zwei Moscheen

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Klinikum Bremen-Nord an der Grenze von Vegesack und Blumenthal ist ein Krankenhaus der Stadt Bremen mit ca. 488 Betten und rund 1.000 Beschäftigten.
  • Größter Arbeitgeber im industriellen Bereich ist die Maschinenfabrik ThyssenKrupp Krause GmbH - Standort Johann A. Krause in Farge mit um die 1.000 Beschäftigten.
  • Die Bremer Woll-Kämmerei (BWK) hatte bis 2009 ihren Sitz in Blumenthal. Bis zu 5.000 Mitarbeiter waren in den 1950er Jahren bei der BWK beschäftigt. Zwei Tochtergesellschaften betrieben eine Verdampfungs- und Verbrennungsanlage. Die erhaltenen Firmen Brewa GmbH und Heizkraftwerk Blumenthal GmbH führen die Betriebe zur Wärmegewinnung weiter.
  • Das Kraftwerk Farge ist ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 345 MW. Es versorgt das niedersächsische Umland.
  • Die TanQuid Betriebsführungsgesellschaft mbH hat das Tanklager Bremen-Farge mit einer Gesamtkapazität von 319.500 m3 bis zur Stilllegung Mitte 2014 betrieben.[22] [23]
  • Die Geo. Gleistein & Sohn GmbH ist eine führende deutsche Tauwerkfabrik mit Hauptsitz in Rönnebeck.
  • Die Spinnbau GmbH in Farge stellt Textilmaschinen her.
  • Die EGERLAND Car Terminal GmbH & Co. KG betreibt an der Blumenthaler Westpier ein PKW-Verladezentrum. 2008 wurden von hier aus 800.000 Fahrzeuge verschifft.[24]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenverlauf der Bahnstrecke Bremen-Farge–Bremen-Vegesack mit der Station „Bremen-Blumenthal“

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Eisenbahn ist der Ortsteil seit Dezember 2007 wieder über die eingleisige Strecke Vegesack – Farge mit den Haltepunkten Vegesack, Aumund, Klinikum Bremen-Nord/Beckedorf, Blumenthal, Mühlenstraße, Kreinsloger, Turnerstraße und Farge erreichbar. Die Strecke wurde nach Einstellung des Personenverkehrs 1961 über 46 Jahre lang nur für den Güterverkehr genutzt. Unter Betriebsführung der NordWestBahn wird sie nunmehr mit modernen Elektrotriebwagen im Rahmen des neuen S-Bahn-Konzeptes der Region Bremen täglich im Halbstunden-Takt bedient. Die Bahn legt die Strecke Vegesack–Farge in 18 Minuten zurück.

Teile der Marinebahn Farge–Schwanewede werden noch von der Bundeswehr und der Stadtgemeinde Bremen betrieben.

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumenthal wird von den Buslinien 90 bis 92, 94 bis 97, 677, N7, N61 und N94 erschlossen und mit benachbarten Ortsteilen und Umlandgemeinden verbunden.[25]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumenthal ist über die Bundesautobahn 270 an die A 27 von Bremen nach Bremerhaven angebunden.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rad- und Wanderwege führen

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anleger Blumenthal der Fähre Blumenthal–Motzen
  • Zwischen Blumenthal und Motzen sowie Farge und Berne bestehen Fährverbindungen.
  • In der Sommerperiode verkehren Ausflugsschiffe der Hal över Reederei auf der Unterweser zwischen Bremen-Martinianleger und Bremerhaven-Seebäderkaje, die auch in Blumenthal und Farge anlegen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Bellmer (1895–1950), Lehrer und Schriftsteller
  • Eduard Dallmann (1830 in Flehte – 1896 in Blumenthal), Kapitän und Expeditionsleiter
  • Hinrich Dewers (1856–1941), Unternehmer (Schiffsbedarf, Armaturen) und Gemeindevorsteher von 1889 bis 1908 in Rönnebeck (Hinrich-Dewers-Straße).
  • Leo Drabent (1899–1944), Maschinenschlosser, Kommunist und Widerstandskämpfer
  • Magdalene Ehlers (* 1923), plattdeutsche Dichterin und Schriftstellerin
  • Ulf Fiedler (* 1930), Heimatkundler, Schriftsteller und Maler
  • Harald Genzmer (1909–2007), Komponist
  • Jan von Harten, auch Johann Nikolaus von Harten (1867 in Neurönnebeck–1926 in Lobbendorf), Pädagoge, Heimatforscher und Sammler von bremischen und niedersächsischen Sagen und Geschichten, (Jan-von-Harten-Straße)
  • Albert Häusler (1899–1977), Politiker (KPD) und 1946 Senator von Bremen
  • Hansgünter Matuschak (* 1927), Manager und Unternehmensleiter
  • Tami Oelfken (1888–1957), Schriftstellerin und Reformpädagogin
  • Diedrich Schierholz (1846 in Farge – 1917 in Farge), Landmann und von 1884 bis 1916 Gemeindevorsteher von Farge (Diedrich-Schierholz-Straße)
  • Norbert Schwontkowski (1949–2013), Maler und Hochschullehrer
  • Johannes Trüper (1855 in Rekum–1921), Pädagoge und Mitbegründer der Heilpädagogik (Johannes-Trüper-Straße).
  • Willi Vogel (1909–1987), Maler der 2. Worpsweder Generation, Impressionist[26], Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande[27]

Weitere Persönlichkeiten, die in Blumenthal gelebt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alphabetisch geordnet

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Telschow (1876–1945) am 20. August 1933. Die Ehrenbürgerschaft der damals unabhängigen Gemeinde Blumenthal erlosch am 1. November 1939 durch die Eingemeindung Blumenthals in Bremen.[28][29][30]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blumenthal (Bremen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Statistisches Jahrbuch 2009. Statistisches Landesamt Bremen, S. 9–11, abgerufen am 15. Juni 2010 (PDF; 4,0 MB).
  2. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 22. Mai 2011.
  3. Golf-Club Bremer Schweiz e.V. - Golfclub - Golfplatz - Golfkurse - Bremen.
  4. Bürgerverein Lüßum.
  5. Ortsamt Blumenthal - Blumenthal - Bremens Spitze - Ortsamt. ortsamt-blumenthal.bremen.d.
  6. Stadtteilportrait Blumenthal. Abgerufen am 28. März 2015.
  7. Der Sattelhof – Burgwall. 19. Juli 2010.
  8. Die Werft wurde im heutigen Vegesacker Ortsteil Fähr-Lobbendorf gebaut und erreichte erst durch Erweiterungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Blumenthal.
  9. webmaster@verfassungen.de: Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz 1933).
  10. Architekturführer Bremen: Evangelisch-lutherische Paul-Gerhardt-Kirche
  11. Architekturführer Bremen: Evangelisch-lutherische Kirche Bockhorn und Gemeinderäume
  12. Architekturführer Bremen: Wohnbebauung „Rönnebecker Hafen“
  13. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, Seite 216
  14. Die Norddeutsche vom 15. Oktober 2008
  15. Lüssumer Volksbühne.
  16. http://www.blumenthal.de/info/geschichte_html
  17. swosh-media: architekturführer-bremen.
  18. swosh-media: architekturführer-bremen.
  19. Gemeinde St. Marien Bremen-Blumenthal: Aktuelles: Katholische Pfarrgemeinde St. Marien Bremen-Blumenthal.
  20. Christusgemeinde Blumenthal.
  21. Transzendentale Meditation in der Ilse-Eickhoff-Akademie, Bremen.
  22. TanQuid - Deutscher Marktführer im Tanklagergeschäft.
  23. Osterholz: Tanklager Farge wird stillgelegt - Landkreis Osterholz.
  24. +egerland+ - Karte.
  25. http://www.bsag.de/pdf/Web_BSAG_Bremen-Nord_Final.pdf
  26. http://www.willivogel.de.vu/
  27. http://www.vogel-stelling.de/willi_vogel.htm/
  28. Biographie im Prignitzlexikon (Memento vom 29. Juni 2009 im Internet Archive)
  29. Auskunft Staatsarchiv Bremen
  30. Lokale Wochenzeitung Das BLV vom 26. Februar 2014.