Landwasser (Freiburg im Breisgau)

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Wappen Freiburg
Wappen
Landwasser
Freiburg im Breisgau
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (FR)
Baden-Württemberg, Deutschland
Lage im Stadtkreis Freiburg
Basisdaten
Stadtteil von Freiburg
Stadtteilnummer: 54 (Bezirk: 540)
Geografische Lage: 48° 1′ 26″ N, 7° 48′ 32″ OKoordinaten: 48° 1′ 26″ N, 7° 48′ 32″ O
Höhe: 232 m ü. NN
Fläche: 1,25 km²
Einwohner: 7.033 (31.12.2013)
Bevölkerungsdichte: 5594 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79110
Vorwahl: 0761
Internetauftritt: www.freiburg.de
Roter Otto von Eberhard Rau

Landwasser ist ein westlicher Stadtteil von Freiburg im Breisgau, der 1964–66[1] entstanden ist. Er wurde, wie auch die Stadtteile Weingarten und Rieselfeld, als Großwohnsiedlung angelegt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwasser ist umgeben von den Freiburger Stadtteilen Hochdorf im Norden, Brühl im Nordosten, Mooswald im Südosten und Lehen im Westen. Es ist weitgehend vom Mooswald umgeben, im Westen grenzt es an die Autobahn A 5. Nordöstlich wird er begrenzt durch die Bahnstrecke der Breisgau-S-Bahn Freiburg-Breisach, im Westen durch die leichte Anhöhe „Lehener Bergle“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. April 1964 beschloss der Freiburger Gemeinderat den Bebauungsplan für einen ganz neuen Stadtteil im Westen der Stadt, für das Gebiet „Landwassermatten“, ein sumpfiges Waldgebiet. Im Frühjahr 1965 begann mit dem ersten Spatenstich die Bautätigkeit und im Juni 1966 konnten die ersten Bewohner einziehen. Bereits im Februar 1968 wurde die tausendste Wohnung bezogen. Die Bebauung war eine geplante Mischung von Hochhäusern und großen Wohnblocks einerseits, andererseits von Bungalows und Einfamilienhäusern am südwestlichen Rand des Wohngebiets. Bewohner waren vorwiegend junge Familien, die hier relativ preisgünstigen Wohnraum fanden. Einen weiteren Bevölkerungszuwachs bewirkte 1972 der Bezug des Komplexes Landwasser-Nord an der Wirthstraße, jenseits der Elsässer Straße – ein stark verdichteter Hochhauskomplex mit vielen Sozialwohnungen im Stil jener Jahre. Nach Fertigstellung der neuen Wirthstraße wurde der linke Hochhauskomplex liebevoll „Max“ (bis 16 Stockwerke) und die rechte Seite „Moritz“ (bis 6 Stockwerke) genannt. Markant waren die orangefarbenen und damit weit sichtbaren Fensterrahmen. Die höchste Einwohnerzahl wurde 1975 mit 9423 Einwohnern erreicht.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum des Stadtteils wurden die Infrastruktureinrichtungen geplant: Kirchen der beiden großen Konfessionen – die katholische Petrus-Canisius-Kirche und die evangelische Zachäuskirche, Kindergärten, das Schulzentrum der Albert-Schweitzer-Schulen mit Grundschule, Hauptschule und einer Förderschule für lernbehinderte Kinder und Jugendliche, das „Haus der Begegnung“ als Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum, ein Marktplatz und ein Einkaufszentrum.

Weitere Einrichtungen kamen im Laufe der Jahre hinzu: das Krankenhaus der evangelischen Diakonie sowie eine private Praxisklinik, ein Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt und ein Ausbildungszentrum der Handwerkskammer. Ein Heizwerk, das Gas aus einer nahe liegenden, stillgelegten Mülldeponie nutzt, versorgt einen Teil der Wohnungen mit Fernwärme. Am Westrand des Stadtteils, fernab der Wohnbebauung an der Autobahn, befindet sich das Tierhygienische Institut Freiburg (Chemische Landesuntersuchungsanstalt).

Wahrzeichen des Stadtteils ist der Rote Otto eine zwölf Meter hohe rote Figurengruppe aus Polyester und Beton, die 1973 an herausgehobener Stelle aufgestellt wurde. Die formal stark reduzierten Figuren von Mann und Frau, sowie das kleine Quadratgesicht welches nach Erklärung des Künstlers Eberhard Rau einen dämonischen Faun symbolisiert, können sich im oberen Bereich der Plastik je nach Luftbewegung drehen.[2] Seit 2013 gilt der Rote Otto als Kulturdenkmal und wurde 2015 restauriert.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Landwasser ist durch die Stadtbahnlinie 1 (Landwasser-Littenweiler), welche an den Haltestellen Moosgrund, Diakoniekrankenhaus und der Endhaltestelle Moosweiher hält, an das lokale Verbundnetz angeschlossen. Von der Endhaltestelle Moosweiher aus existieren verschiedene Verbindungsmöglichkeiten in Richtung March, Kaiserstuhl, die Stadtteile Hochdorf, Mooswald und in das Industriegebiet Nord. Es existieren vier Bushaltestellen in Landwasser: CVUA, Moosweiher, Wirthstraße und Diakoniekrankenhaus. Weiterhin besteht der Haltepunkt Freiburg-West der Breisgau-S-Bahn (Freiburg-Breisach), welcher sich in der Wirthstraße im östlichen Teil Landwassers befindet.

Ein gut ausgebautes Radwegenetz schafft Verbindungen in die anderen Teile der Stadt Freiburg. Hauptzufahrtsstraße für den motorisierten Verkehr ist die Elsässerstraße, die – auch über die Kreuzung mit der Westtangente – den Stadtteil mit dem Freiburger Straßennetz verbindet.

An der Haltestelle Moosweiher gibt es einen Park and Ride Parkplatz.

Freizeit und Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwasser ist parkähnlich angelegt und liegt mitten im Grünen, umgeben von Wald, der für Spaziergänge und sportliche Aktivitäten genutzt werden kann. Der Moosweiher, eine ehemalige Kiesgrube und heutige Wasserfläche am Nordwestrand der Bebauung, lädt ebenfalls zur Erholung und zu Freizeitaktivitäten ein. Für Skateboarder und Inliner existiert zur Freizeitgestaltung eine Halfpipe an der Nordseite des Gewässers.

Wappen Landwasser (Pflastermosaik)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Landwasser ist viergeteilt. Im linken oberen und rechten unteren Feld ist das Georgskreuz der Stadt Freiburg plastisch abgebildet, in den beiden anderen Feldern steht jeweils ein goldener Frosch auf blauem Grund, Hinweis auf die wasserreiche Lage des Stadtteils und seinen Namen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bz: Freiburg: Übersicht: Diese Stadtteile wurden in Freiburg neu gebaut. Badische Zeitung, ; abgerufen am 14. September 2016.
  2. http://fudder.de/artikel/2007/06/22/kunst-die-rumsteht-5-der-rote-otto/
  3. Freiburg: Frisch gestrichen: Der rote Otto in Landwasser ist saniert - badische-zeitung.de. Abgerufen am 7. August 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landwasser (Freiburg im Breisgau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien