Wiehre

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Wappen Freiburg
Wappen
Wiehre
Freiburg im Breisgau
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (FR)
Baden-Württemberg, Deutschland
Lage im Stadtkreis Freiburg
Basisdaten
Stadtteil von Freiburg
Stadtteilnummer: 42
Gliederung: 4 Bezirke:
421 Oberwiehre
422 Mittelwiehre
423 Unterwiehre-Nord
424 Unterwiehre-Süd.
eingemeindet seit: 1826
Geografische Lage: 47° 59′ 6″ N, 7° 51′ 7″ O47.9848888888897.8519444444444280Koordinaten: 47° 59′ 6″ N, 7° 51′ 7″ O
Höhe: 280 m ü. NN
Fläche: 5,96 km²
Einwohner: 24.010 (31. Dezember 2013)
Bevölkerungsdichte: 3785 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79100, 79102
Vorwahl: 0761

Die Wiehre ist ein Wohnbezirk der äußeren Innenstadt Freiburgs, auf der der Stadt gegenüberliegenden Seite der Dreisam, südlich des Zentrums.

Die Wiehre ist heute ein sehr beliebtes Wohngebiet, vor allem wegen ihres reichen Altbaubestandes, der vergleichsweise ruhigen Straßen und der attraktiven Lage zwischen dem Stadtzentrum und grünen Stadtrandgebieten.

Die Wiehre wird nach Westen durch die Rheintalbahn KarlsruheBasel, nach Norden durch die Dreisam, nach Osten durch den Stadtteil Waldsee und im Süden durch den Sternwald am Bromberg und die Ausläufer des ebenfalls zu Freiburg gehörigen Dorfes Günterstal begrenzt. Die Günterstalstraße, die alte Landstraße nach Günterstal, die an der Kaiserbrücke über die Dreisam beginnt, durchschneidet die Wiehre.

Der Stadtteil Wiehre besteht aus den vier Stadtbezirken 421 Oberwiehre, 422 Mittelwiehre, 423 Unterwiehre-Nord und 424 Unterwiehre-Süd.

Die Grenze zwischen den Bezirken Ober- und Mittelwiehre bilden Hilda- und Quäkerstraße, zwischen Mittel- und Unterwiehre die Günterstalstraße mit der Straßenbahnlinie 2. Die beiden Bezirke der Unterwiehre werden (von Ost nach West) durch Loretto-, Christoph-Mang- und Basler Straße abgegrenzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittel- und Unterwiehre mit Johanneskirche (Bildmitte)

Der Name Wiehre kommt von „Wehre“, mit denen auf dem Gebiet der heutigen Oberwiehre die Dreisam aufgestaut wurde, um trockenes Land zu gewinnen. Die Wiehre wurde als Flurbezeichnung im Jahr 1008 erstmals in einer Urkunde des Deutschen Königs Heinrich II. für den Basler Bischof erwähnt. Auf ihr lag das Dorf Adelhausen, das jedoch aufgrund seiner exponierten Lage vor den Stadtmauern Freiburgs bei jedem der zahlreichen Angriffe auf die Stadt geplündert und völlig zerstört wurde. Das dort gelegene Frauenkloster wurde deshalb unter Beibehaltung des Namens in die südlich der Freiburger Altstadt gelegene Schneckenvorstadt verlegt.

Mit dem zunehmenden Wachstum der Stadt Freiburg wurde die Wiehre bereits 1825 ins Stadtgebiet eingemeindet und zunächst zögerlich bebaut. Neben landwirtschaftlichen Gebäuden entstand entlang der Dreisam ein kleines Gewerbegebiet mit Handwerksbetrieben und einer kleinen Brauerei. Erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im Großherzogtums Baden Mitte des 19. Jahrhunderts, als in Freiburg Bedarf an Baugrund für mittlere Stadtvillen und gehobene Stadthäuser einer neu entstehenden Bürgerschicht entstand, plante man auf dem Gebiet der Wiehre ein großbürgerliches Wohnviertel. Zu den Bauherren gehörten viele Rentner aus Nordbaden und dem Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet wurde damals öfter von Choleraepidemien heimgesucht. Wohlhabende suchten sich in Freiburg einen Zweitwohnsitz. Durch die Lage war die Trinkwasserversorgung in Freiburg vor Seuchen relativ sicher.[1][2] Ihrer Bequemlichkeit und ihrem Einfluss ist es zu verdanken, dass die Wiehre einen Bahnhof an der Höllentalbahn erhielt, die damals am Südrand der Bebauung verlief. Der Bahnhof wurde auch von der Brauerei Ganter genutzt, die um 1888 das Gelände einer alten Ölmühle an der Dreisam bezog und durch mehrfache Erweiterungen zur größten Brauerei Südbadens wurde. Die brauereieigenen Eisenbahnwagen wurden im Bahnhof Freiburg-Wiehre auf Lastwagen umgesetzt und dann zur Brauerei gefahren.

Im Osten der Stadt ließ der Knopffabrikant Jeremias Risler 1868 die erste geschlossene Arbeitersiedlung Badens errichten, die heute noch bestehenden Knopfhäusle. Zur seelsorgerlichen und sozialen Betreuung der Arbeiter wurde 1885 bis 1889 die Kapelle Maria Hilf erbaut, der eine Schwesternstation angegliedert war (heute als Maria Schutz Gottesdienstraum für verschiedene orthodoxe Kirchengemeinden). Die rasche Ausdehnung der Wiehre nach Osten in die Obere Wiehre durch Ansiedlung von bürgerlichen Bewohnern bewirkte, dass diese Kapelle bald zu klein wurde. Deshalb wurde nicht weit davon 1927–1929 die neue Kirche Maria Hilf erbaut. Zuvor schon waren dort 1905–1907 das „großherzoglich badische Lehrerseminar“, das heutige Lycée Turenne, und 1915 die Volksschule Oberwiehre, seit 1920 Emil-Thoma-Schule, entstanden.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden zwei stadtbildprägende Kirchen für die rasch wachsende Bevölkerung errichtet. Die katholische Johanneskirche, vereinzelt wegen seiner städtebaulichen Wirkung „Wiehredom“ genannt, wurde auf dem Gelände des bis dahin dort stehenden Gaswerks am östlichen Rand der Unterwiehre Ecke Güntertal-/Baslerstraße erbaut. Die nach der Ludwigskirche zweite evangelische Kirche Freiburgs, die Christuskirche wurde nicht weit davon in der Mittelwiehre für die durch den Zuzug aus Nordbaden gewachsene evangelische Gemeinde errichtet. Ebenfalls um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wurde der in die Wiehre hineinragende Lorettoberg mit prachtvollen Villen bebaut. Auch das katholische Loretto-Krankenhaus ließ sich dort nieder.

Bis in die 1920er Jahre wurden die Straßen Richtung Süden verlängert und wuchs die Wiehre weiter. Die Trasse der Höllentalbahn erwies sich dabei immer mehr als Hindernis, weswegen sie 1933–1934 in den Süden verlegt wurde und nun die südliche Grenze der Wiehre bildet. Die alte Trasse ist im Stadtbild bis heute zu erkennen, da man in den 1950er-Jahren dort eine vierspurige Autoschnellstraße erbauen wollte.[3] Das ehemalige Empfangsgebäude des alten Bahnhofs existiert ebenfalls noch und ist heute ein kleines Kulturzentrum (Kommunales Kino Freiburg und Literaturbüro). Auch zwei Bahnwärterhäuschen sind noch erhalten.[3]

Während des Dritten Reiches war die Wiehre das Zentrum des (geringen) Widerstands in Freiburg. Die Widerstandsgruppe traf sich in einem Bürgerhaus nahe der Christuskirche, um dort Pläne für ein Deutschland nach Hitler zu schmieden.

Vom Zweiten Weltkrieg blieb die Wiehre weitgehend verschont, lediglich in Innenstadtnähe wurden einige Häuser beschädigt.

Nach dem Krieg wurden weitere kleinere Baugebiete am südlichen Rand des Stadtteils erschlossen und bebaut; westlich der Merzhauser Straße wurden zahlreiche Wohnungen für die Angehörigen der französischen Streitkräfte, die als Besatzungstruppen in der nahegelegenen Vauban-Kaserne stationiert waren, errichtet. Von Bausünden blieb das Viertel glücklicherweise weitgehend verschont.

In der Nachkriegszeit wuchs vor allem der Straßenverkehr, die Dreisamuferstraßen wurden zu doppelspurigen Durchgangsstraßen als Fortsetzung des Autobahnzubringers Freiburg-Mitte ausgebaut.

Leben in der Wiehre[Bearbeiten]

Eine typische Häuserfront in der Wiehre

Schon aufgrund der hohen Miet- und Grundstückspreise ist die Wiehre primär ein Wohngebiet der Akademiker und der oberen Mittelschicht. Die Bebauung besteht zum großen Teil aus Villen, Stadthäusern und großen Mietshäusern mit großzügigen Wohnungen. Innerhalb der Wiehre gibt es einige kleine Läden, häufig aus dem ökologisch-alternativen Bereich, Geschäfte und ein paar Kneipen. Das historische Subzentrum um den alten Bahnhof Freiburg-Wiehre existiert bis heute, dort findet auch ein Wochenmarkt statt. Die Haupteinkaufsstraße ist die relativ stark befahrene Günterstalstraße, die die Stadt Freiburg über Günterstal mit dem Schauinsland verbindet. Der Straßenverkehr ist durch die Einrichtung einer Reihe von Einbahnstraßen in den letzten Jahren zusätzlich beruhigt worden.

Viele Studentenverbindungen unterhalten ihre oft traditionsreichen Häuser in der Wiehre. Insbesondere der alte, geschlossene Baubestand, die Nähe zum Stadtrand und gleichzeitig zur Innenstadt sowie die relative Ruhe sind klare Vorzüge der Wiehre. Diese Charakterisierung trifft für große Teile der Wiehre zu; allerdings gibt es auch Gebiete, die diesem Eindruck nicht entsprechen. Zwischen dem erwähnten Wohngebiet für die französischen Militärangehörigen und der Vauban-Kaserne am südlichen Stadtrand entstand ein kleines Gewerbegebiet. Am Kronemühlenbach besteht ebenfalls ein solches Gewerbegebiet; nicht weit davon, in der Freiau gab es eine Arbeitersiedlung, deren größerer Teil Opfer der Verkehrsplanung der 1960er/1970er Jahre wurde.

Zwei Bürgervereine auf dem Gebiet der Wiehre kümmern sich um die Belange der Bevölkerung: der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee e. V. für den östlichen Teil der Wiehre und die benachbarten Stadtteile Waldsee und Oberau und der Bürgerverein Mittel-Unterwiehre e. V. für die westliche Wiehre.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Ehemaliges Empfangsgebäude des alten Bahnhofs Freiburg-Wiehre, heute „Alter Wiehrebahnhof“
Das Empfangsgebäude des neuen Bahnhofs Freiburg-Wiehre an der Höllentalbahn von 1934

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Freiburg-Wiehre an der Höllentalbahn (Freiburg (Breisgau) HbfTitiseeNeustadt (Schwarzw)Donaueschingen) verbindet den Stadtteil im Halbstundentakt (tagsüber) mit dem Schwarzwald und dem Freiburger Hauptbahnhof, wo Anschlüsse an die Breisgau-S-Bahn und den Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn besteht.

Drei Straßenbahnlinien 2, 3 und 5 der Freiburger Verkehrs AG (VAG) verbinden die Wiehre mit der Innenstadt, Günterstal und Zähringen sowie den Neubaugebieten Vauban und Rieselfeld. Außerdem tangiert die Buslinie 11 die Unterwiehre.

Obwohl spezielle Fahrradwege mit Ausnahme der Dreisamufer-Radweg am nördlichen Rand des Stadtteils weitgehend nicht vorhanden sind, wird das Fahrrad als Verkehrsmittel besonders häufig genutzt.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Die Wiehre ist gut mit Kindergärten versorgt. Auch öffentliche Grundschulen stehen wohnortnah ausreichend zur Verfügung: in der Oberwiehre die Emil-Thoma-Grundschule, in der Mittelwiehre die Turnseeschule (mit Hauptschule), in der Unterwiehre die Lorettoschule. Realschulen sind die Emil-Thoma- und die Lessing-Realschule. Im Gebäude der Lessingschule ist auch eine Förderschule untergebracht.

Das Rotteck-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium, das Walter-Eucken-Gymnasium ermöglicht einen kaufmännisch orientierten gymnasialen Bildungsgang. Auch die St. Ursula Schulen in der Hildastraße mit ernährungswissenschaftlichem und sozialwissenschaftlichem Gymnasium und die Angell Akademie an der Kronenbrücke mit Wirtschaftsgymnasium, sozialwissenschaftlichem Gymnasium und kaufmännischen Berufskollegs bieten beruflich orientierte Bildung. Im denkmalgeschützten Schulgebäude an der Kirchstraße sind Teile der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule untergebracht.

Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg

Die Lessing-Förderschule ergänzt das Bildungsangebot. Außerdem gibt es einige Privatschulen, von denen das Montessori-Zentrum Angell und die Waldorfschule das breiteste Bildungsangebot machen. Die Schule des Jugendhilfswerks (JHW) bietet Grund- und Realschulbildung.

Am südlichen Rand des Stadtteils, am Sternwaldeck, befindet sich das renommierte Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, nicht weit davon das Deutsche Volksliedarchiv und das Corpus Vitrearum Deutschland, ein Forschungszentrum für mittelalterliche Glasmalerei. Außerdem ist in der Wiehre die Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe untergebracht. Im Südwesten der Unterwiehre befindet sich an der Merzhauser Straße das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg mit eigenen Weinbergen am dortigen Schlierberg, dem Westhang des Lorettoberges.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Unterwiehre befinden sich zwei kleinere Gewerbegebiete, und zwar die Kronenmatten zwischen der Kronenstraße und der Heinrich-von-Stephan-Straße und – weiter südlich – im Bereich Oltmannsstraße der Büropark Merzhauser Straße. In der Nähe, in der Wippertstraße 47.9766657.829304 befindet sich das Technologiezentrum Freiburg Georg Salvamoser (TZF) für Existenzgründer, unter der Federführung der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG.

Behörden und Institutionen[Bearbeiten]

Der Bürgerservice der Stadt Freiburg ist in einem Gebäude an der Johanneskirche untergebracht. An der Heinrich-von-Stephan-Straße liegen die Polizeidirektion Freiburg und das Regionalzentrum der Deutschen Rentenversicherung.

Sonstiges[Bearbeiten]

Am Fuß des Lorettobergs steht eine der größten Kliniken der Stadt, das katholische Loretto-Krankenhaus. Daneben liegt das Lorettobad, ein altes Freischwimmbad mit einem heute noch beliebten „Damenbad“.

Mit der Bebauung des alten Messegeländes wurde der östliche Teil der Wiehre um 180 Wohneinheiten und ein Einkaufszentrum erweitert.[4] Das 2004 eröffnete Einkaufszentrum ZO (Zentrum Oberwiehre) beherbergt eine Vielzahl an Geschäften, Dienstleistern und gastronomischen Betrieben. In und um das Einkaufszentrum finden ein Wochenmarkt und regelmäßig Veranstaltungen wie Floh- und Künstlermärkte statt.[5]

Im „Alten Wiehrebahnhof“ befindet sich ein kleines Kulturzentrum, in dem das Kommunale Kino untergebracht ist, das wegen seines Programms schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Seit 2003 ist auch das Literatur-Forum Südwest hier untergebracht. Zweimal wöchentlich wird um den „Alten Wiehrebahnhof“ ein Markt abgehalten; sonst wird der Platz gerne von Boule-Spielern als Spielgelände genutzt.

Grabmal Dortu
Wasserschlössle
An den Deicheleweihern

Wissenswert[Bearbeiten]

Am 31. Juli 1849 richtete auf dem Wiehre-Friedhof ein preußisches Erschießungskommando Johann Maximilian Dortu hin, einen Teilnehmer der Badischen Revolution aus Potsdam, und wenig später die Revolutionäre Friedrich Neff aus Rümmingen und Gebhard Kromer aus Bombach. Das Dortu-Grabmal auf dem ehemaligen Friedhof, der ansonsten jetzt als Kinderspielplatz genutzt wird, erinnert bis heute daran. Seit 2004 findet dort jedes Jahr am 31. Juli eine Gedenkfeier statt.

Der Gerwigplatz vor dem neuen Bahnhof Freiburg-Wiehre ist Robert Gerwig gewidmet – dem Erbauer der Höllentalbahn.

Wasserschlössle[Bearbeiten]

Hauptartikel: Freiburger Wasserschlössle

Oberhalb der Wiehre, auf dem Bromberg, gibt es einen als „Schlössle“ getarnten Wasserhochbehälter mit Ausblick auf die Stadt. Die Architektur des 1896 vollendeten Wasserschlössle ist einer Variante des Freiburger Stadtsiegel nachempfunden, das in dieser Form auch die Kanaldeckel schmückt. Dass der Bromberg bereits davor zur Wasserversorgung genutzt wurde, offenbart auch sein Name, der sich auf Bronnen bezieht, einen veralteten Begriff für Brunnen.[6]

Deicheleweiher[Bearbeiten]

Eine lange Geschichte haben die „Deicheleweiher“, zwei höhenversetzt nebeneinander liegende Weiher; hier wurden seit dem Mittelalter Nadelholzstämme im Wasser gelagert, die zu Deicheln aufgebohrt werden sollten; auch die Deicheln selbst wurden bis zu ihrer Verwendung als Wasserleitung dort im Wasser gelagert. Das Wasserleitungsnetz aus hölzernen Wasserrohren war bis ins 19. Jahrhundert in Freiburg in Betrieb. Nach einer Sage soll der Freiburger Klapperstorch die Säuglinge aus dem „Deicheleweiher“ fischen [7].

Mit der Wiehre verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hermann Aubin (1885–1969), Historiker, wohnte nach dem Zweiten Weltkrieg in der Beethovenstraße 6 im dritten Geschoss
  • Walter-Herwig Schuchhardt, Archäologe, wohnte nach dem Zweiten Weltkrieg in der Beethovenstraße 6 im ersten Geschoss
  • Georg von Below (1858–1927), Historiker, wohnte in der Johann-von-Weerth-Straße 6
  • Engelbert Zaschka (1895-1955), Erfinder und Hubschrauber-Pionier, wohnte nach dem Zweiten Weltkrieg in der Türkenlouisstraße 47
  • Josef Fleckenstein (1919-2004), Mediävist, wohnte in den 1950er Jahren in der Lorettostraße 27
  • Hermann Heimpel (1901–1988), Historiker, wohnte in der Erwinstraße 66
  • Alfred Nißle (1874-1965), Mediziner, wohnte in der Erwinstraße 95
  • Christian Nußbaum (1888–1939), SPD-Landtagsabgeordneter, wohnte in der Sternwaldstraße 1 und später in der Landsknechtstraße 9
  • Edmund Husserl (1859–1938), Philosoph, wohnte in der Lorettostraße 40
  • Reinhold Schneider (1903–1958), Schriftsteller, wohnte in der Mercystraße 2
  • Friedrich Richard Krauel (1848-1918), Diplomat, wohnte in der Mercystraße 8
  • Friedrich Stegmüller (1902-1981), kath. Theologe, wohnte in den 1950er und 1960er Jahren in der Sternwaldstraße 21

Literatur[Bearbeiten]

  • 1000 Jahre Wiehre. Ein Almanach 1008-2008. hrsg v. den Bürgervereinen der Wiehre. Promo Verlag Freiburg 2007.
  • Die Wiehre. Ein Almanach. hrsg v. Bürgerverein Oberwiehre Waldsee und Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre. Freiburg 1999.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rüdig, Andreas Geschichte der Stadtwerke Essen
  2. Lange, Joerg [1] Zur Geschichte des Gewässerschutzes am Ober- und Hochrhein - Eine Fallstudie zur Umwelt- und Biologiegeschichte, August 2002
  3. a b Joachim Scheck: Freiburg Süd: Geschichte der Höllentalbahn: Mit Volldampf durch die Wiehre, Badische Zeitung vom 25. Mai 2010, Zugriff am 16. Dezember 2010
  4. Alter Messplatz – Projekte. Website Melder & Binkert. Abgerufen am 06. Mai 2015.
  5. Mitten im Leben – Aktionen. Website Zentrum Oberwiehre. Abgerufen am 06. Mai 2015.
  6. Brunnen. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 4, Leipzig 1733, Spalte 1604–1607.
  7. Astrid Fritz und Bernhard Till: Unbekanntes Freiburg, Rombach, Freiburg 2005, S. 104