Langendorf (Zülpich)

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Koordinaten: 50° 40′ 30″ N, 6° 36′ 57″ O

Langendorf
Stadt Zülpich
Höhe: 199 m
Fläche: 3,72 km²
Einwohner: 299 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53909
Vorwahl: 02252
Langendorf (Zülpich), rechts Burg Langendorf, Luftaufnahme (2016)
Burg Langendorf
Chlodwig-Stele von Ulrich Rückriem
Denkmal von Ulrich Rückriem, Luftaufnahme (2016)

Langendorf ist ein Stadtteil von Zülpich im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen. Ortsvorsteher ist Paul Trimborn.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langendorf liegt in der Zülpicher Börde. Nachbarorte sind Juntersdorf, Hoven, Merzenich und Eppenich. Mitten durch das Straßendorf führt die Bundesstraße 265.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

893 wird Langendorf erstmals als Besitz der Abtei Prüm erwähnt. Der Ortsname leitet sich von “zum langen Dorf” ab, welche die örtliche Anlage eines Straßendorfes widerspiegelt. Im Prümer Urbar hieß der Ort Langendorpht

Als selbstständige Gemeinde gehörte Langendorf in der französischen Besatzungszeit zum Kanton Zülpich, später zum Amt Sinzenich. Am 1. Juli 1969 wurde Langendorf nach Zülpich eingemeindet.[1]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kapelle hat früher als Gutskapelle des Prümer Frohnhofes bestanden. Sie unterstand von 1124 bis 1800 der Siegburger Propstei Zülpich. Aus dieser Kapelle entstand die heutige Kirche. Sie steht unter dem Patrozinium des Hl. Cyriakus.

Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grafen von Jülich waren seit dem 12. Jahrhundert diejenigen, die das Herrschaftsrecht in Langendorf ausübten. Sie bauten zur Ausübung dieses Rechtes am Ostrand des Ortes eine Wasserburg. Heute befindet sich die Burg Langendorf im Privatbesitz des Kunstmäzen und Unternehmers Manfred Vetter. Er ließ unweit der Burg in der Feldgemarkung in Richtung Wollersheim ein Denkmal von Ulrich Rückriem aufstellen. Es weist auf den möglichen Ort der Schlacht von Zülpich hin und trägt den Namen Chlodwig-Stele. Weitere Rückriem-Kunstwerke befinden sich im Burggelände sowie in Düren (Rückriem-Stelen).

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Schule ist in Langendorf seit 1844 nachgewiesen. Das Schulgebäude wurde 1877 erbaut. 1967 wurde der Schulbetrieb eingestellt und das Haus wurde an Privatleute vermietet. Nachdem die Schule 1977 wieder frei wurde, wurde sie zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort fahren Busse der Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein, Linie 233.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 88.