Bundesstraße 265

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Bundesstraße 265 in Deutschland
Bundesstraße 265
Karte
Verlauf der B 265
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 120 km

Bundesland:

Die Bundesstraße 265 (Abkürzung: B 265) verläuft durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Sie führt von den Kölner Ringen über die Luxemburger Straße in südwestlicher bis südlicher Richtung durch die Eifel bis nach Prüm.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 265 beginnt am Kölner Barbarossaplatz und führt als Luxemburger Straße in südwestlicher Richtung stadtauswärts. Sie kreuzt am Stadtrand die Militärringstraße und kurz darauf die A 4 (Anschlussstelle Köln-Klettenberg). Durch Hürth verläuft sie weiter unter demselben Namen nach Südwesten. Am 10. November 2015 war der Baubeginn für eine Umgehungsstraße (B 265n) um den Stadtteil Hermülheim.[1] Um die Erftstädter Stadtteile Liblar, Lechenich und Erp wird die Straße als vierspurige Umgehungsstraße nördlich beziehungsweise südlich vorbeigeführt. Hinter Liblar quert die B 265 die in diesem Bereich gemeinsam von A 1 und A 61 genutzte Trasse. Auf Zülpicher Stadtgebiet führt sie durch Weiler in der Ebene, hier ist eine Umgehung östlich des Ortes in Planung[2], und kreuzt im weiteren Verlauf die Bundesstraßen 56 und 477. Die B 56n ist dabei in Richtung Euskirchen als Autobahnzubringer zur A 1 ausgebaut.

Im weiteren Verlauf steigt sie langsam zur Eifel hinauf, dabei werden im Bereich der Stadt Schleiden die B 266 und die B 258 gekreuzt. Weiter geht es durch Hellenthal. Auf dem weiten Gebiet dieser Gemeinde steigt die B 265 bald merklich der Höhe der Schnee-Eifel entgegen, wobei sie entlang der deutsch-belgischen Grenze verläuft. Beim Hellenthaler Ortsteil Losheim zweigt die B 421 nach Osten hin ab. Ab hier führt die B 265 in südlicher Richtung.

Erst an der Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz trennt sich die Straße wieder von der deutsch-belgischen Staatsgrenze. Die Bundesstraße überwindet nun eine letzte Steigung am Rande des Schneifelrückens und fällt dann im Verlauf der letzten zehn Kilometer bis zur Stadt Prüm wieder ab.

Verkehrsführung ab Prüm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Prüm stößt die B 265 auf die B 51, die von Köln über Euskirchen und Prüm durch die Eifel verläuft. Diese führt den Verkehr zusammen mit der neuen Bundesautobahn 60 weiter über Bitburg bis Trier und Saarbrücken. Die B 410 führt von Prüm ins nördliche Luxemburg. Sie ist es, die der B 265 die Berechtigung, Luxemburger Straße genannt zu werden, belässt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße folgt im ersten Abschnitt Köln-Zülpich der fast 2000 Jahre alten Trasse der Römerstraße von Trier nach Köln, dem alten Colonia Claudia Ara Agrippinensium, die seit dem Projekt Regionale 2010 Agrippa-Straße Köln-Trier genannt wird.

Die Römerstraße ist an ihrem meist gradlinigen Verlauf erkennbar. Durch Ortsumgehungen, Straßenverlegungen im Rahmen des Braunkohleabbaus im südlichen Rheinischen Braunkohlerevier im Bereich der Ville und durch Anbindungen wichtiger Orte, wie (Erftstadt)-Lechenich, weicht die heutige Trasse ab. Bis in die Zeit Preußens hieß dieser Abschnitt meist Zülpicher Straße, oft auch in Abschnitten Trierer Straße.

Bereits in der Franzosenzeit sollte die Departement-Straße ausgebaut werden. Aber erst nach einem königlich preußischen Erlass vom 4. Februar 1850 wurde die Straße von Köln (mit Umweg über Lechenich) über Zülpich bis nach Vianden zur Cöln-Luxemburger Bezirksstraße erklärt und der Ausbau aus Regierungsmitteln finanziert. Die Arbeiten wurden 1852–1856 durchgeführt, Eröffnung mit dem Kölner Geheimen Regierungs- und Baurat Ernst Friedrich Zwirner war am 28. Mai 1856.[3]

Der Abschnitt zwischen Losheimergraben und Prüm war ursprünglich als B 411 benannt. Heute bezeichnet die B 411 einen Straßenabschnitt in der Nähe von Koblenz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 265 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. B265: Baubeginn für Ortsumgehung bei Hürth. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, 10. November 2015, abgerufen am 12. November 2015.
  2. Kölner Stadt-Anzeiger: Osttangente wird bevorzugt. 9. Dezember 2010, abgerufen am 4. Dezember 2017.
  3. Peter Simons: Entwicklung des Verkehrswesens in der Euskirchener Gegend in Unsere Heimat, Beilage zum Euskirchener Volksblatt 7. Jahrgang 1930