Larrieden

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Larrieden
Wappen von Larrieden
Koordinaten: 49° 8′ 7″ N, 10° 16′ 58″ O
Höhe: 443 m ü. NHN
Einwohner: 187 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91555
Vorwahl: 09857
Michaeliskirche in Larrieden

Larrieden ist ein Ortsteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfarrdorf liegt an der Wörnitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1801 gab es im Ort 29 Haushalte, von denen zehn dem Ansbachischen Kameralamt Feuchtwangen und 19 anderen Grundherren untertan waren.[2]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Larrieden zur politisch selbstständigen Gemeinde, zu der die Orte Heiligenkreuz, Oberhinterhof und Unterhinterhof gehörten.[3] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 8,642 km².[4] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern (1. Januar 1972) wurde diese nach Feuchtwangen eingemeindet.[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Michael, Chorturmkirche, Turm 1760-70, Langhausneubau und Einrichtung 1910; mit Ausstattung; Friedhof, Anlage wohl des 18./19. Jahrhundert, mit Grabsteinen; Friedhofsmauer, Quadermauer, 18./19. Jahrhundert, 1910 wohl verändert.
  • Steinkreuz, mittelalterlich; am Ortseingang Richtung Tribur.
  • Haus Nr. 20: Pfarrhaus, zweigeschossiger giebelständiger Satteldachbau, 1849.
  • Haus Nr. 25: Lehrerhaus, zweigeschossiger traufständiger Satteldachbau, mit Ecklisenen und Geschossgliederung, 1849.
  • Steinweiherfeld: Steinkreuz, mittelalterlich; ca. 1200 m außerhalb des Ortes Richtung Tribur.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Larrieden

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 345 388 406 393 391 398 414 416 412 399 395 370 373 374 385 377 384 351 337 426 407 384 321 310
Häuser[7] 71 65 75 79 76 72 73 73
Quelle [8] [9] [10] [10] [11] [10] [12] [10] [10] [13] [10] [10] [14] [10] [10] [10] [15] [10] [10] [10] [16] [10] [4] [17]

Ortsteil Larrieden

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 231 257 250 273 281 249 264 290 210 209 187
Häuser[7] 43 41 52 50 47 48 48 53
Quelle [8] [9] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [4] [17] [1]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Landjugend (ELJ)
Freiwillige Feuerwehr
Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr
Posaunenchor
Kriegerverein
Schützenverein
Lange Rute (Fischereiverein)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstraße AN 5 führt zur AN 40 bei Tribur bzw. zur AN 42 bei Schopfloch. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Heiligenkreuz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Larrieden. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 279 (Digitalisat).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 86–87.
  • Gottfried Stieber: Larrieden. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 545 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Larrieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 327 (Digitalisat).
  2. J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 279.
  3. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 36 (Digitalisat).
  4. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 776 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 461.
  6. Baudenkmäler in Feuchtwangen (PDF; 166 kB)
  7. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  8. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 52 (Digitalisat). Für die Gemeinde Larrieden zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Althinterhof (S. 5), Heiligenkreuz (S. 38) und Neuhinterhof (S. 63).
  9. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 111 (Digitalisat).
  10. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  11. a b Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1021, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1186, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1117 (Digitalisat).
  14. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1184 (Digitalisat).
  15. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1222 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1057 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 169 (Digitalisat).