Lidköpings Mekaniska Verkstad

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Lidköpings Mekaniska Verkstad war einer der ältesten schwedischen Lok- und Fahrzeughersteller.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lidköpings Mekaniska Verkstad AB (LMV) begann 1875 mit der Produktion von Außenleuchten, Parkbänken, Pflügen, Dampfschleppern und anderen landwirtschaftlichen Maschinen. Der Maschinenbau begann 1902 und wurde 1908 verstärkt, als die Firma einer der ersten Zulieferer der 1907 gegründeten Svenska Kullagerfabriken (SKF) wurde. UVA stellte Gleitlager sowie Getriebe her, unter anderem für Eisenbahnen. 1929 wurde LMV in SKF integriert.[1]

Lokomotivbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Bau der Skara–Kinnekulle–Wenerns järnväg (SKWJ) erhielt Lidköpings Mekaniska Verkstad den Auftrag, alle Fahrzeuge zu liefern, einschließlich der Lokomotiven. So entstanden 1887 und 1888 je eine Dampflokomotive mit der Achsfolge C und der Spurweite 891 mm.[2][3]

Bootsbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1879 lieferte Lidköpings Mekaniska Verkstad das Dampfschiff Munter für den Åsunden, das heute noch als Museumsdampfschiff betriebsfähig vorhanden ist. Im Sommer 1889 folgte das Dampfschiff ISA für den Lygnern, wo es 1890 den Linienverkehr aufnahm. Das Schiffe wurde in den 1940er-Jahren ausgemustert, heute ist ein Nachbau vorhanden.[4] Später lieferte LMV weitere Schiffe für den militärischen Einsatz.

Autobau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 begann Lidköpings Mekaniska Verkstad AB mit der Produktion von Automobilen.[5][6] Der Markenname lautete Lidköping.[5][6] Im gleichen Jahr endete die Produktion bereits wieder, als das Unternehmen übernommen wurde.[5] Insgesamt entstanden drei Exemplare.[5][6]

Das einzige Modell war ein Kleinwagen.[6] Die Karosserie bot Platz für drei[6] bis vier[5] Personen. Für den Antrieb sorgte ein wassergekühlter[5] Vierzylindermotor[5][6] von CIME[5][6] mit 20 PS[5] Leistung. Das Getriebe verfügte über drei Gänge.[5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lidköpings Mekaniska Verkstads AB. lmv.se (schwedisch)
  2. Erik Sundström & Rolf Sten: Ånglok tillverkade av Lidköping. Abgerufen am 8. April 2013 (schwedisch).
  3. Lokomotivbyggandet i Sverige. In: Theodor Westrin (Hrsg.): Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi. 2. Auflage. Band 16: Lee–Luvua. Nordisk familjeboks förlag, Stockholm 1912, Sp. 1027 (schwedisch, runeberg.org).
  4. ISA af Lygnern. Abgerufen am 8. April 2013 (schwedisch).
  5. a b c d e f g h i j Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  6. a b c d e f g h George Nick Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile, Volume 2 G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1 (englisch)