Lise-Meitner-Gymnasium (Hamburg)

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Lise-Meitner-Gymnasium
Lise-Meitner-Gymnasium Hamburg.
Schulform Gymnasium
Gründung 1970
Adresse

Knabeweg 3

Ort Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 34′ 25″ N, 9° 51′ 21″ OKoordinaten: 53° 34′ 25″ N, 9° 51′ 21″ O
Schüler ca. 816
Lehrkräfte 72
Website www.lmg-hamburg.de

Das Lise-Meitner-Gymnasium ist ein Gymnasium in Hamburg-Osdorf. Es trug bis zum 1. Januar 2007 den Namen Gymnasium Osdorf, bis es offiziell den Namen der österreichisch-schwedischen Kernphysikerin Lise Meitner annahm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Gymnasiums erfolgte am 1. April 1970. Damals fand der Unterricht noch nicht in den heutigen Klassenräumen statt, sondern in denen der heutigen Realschule Goosacker. Zum Schuljahr 1971/1972 blieben nur drei Klassen am Goosacker, die sechs anderen zogen in die Räume am Hemmingstedter Weg, wo sich heute das ZSU (Zentrum für Schulbiologie und Umweltbildung) befindet. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Schule ohne festen Stützpunkt bereits 216 Schüler. Der Neubau am Knabeweg, wo sich heute die Schule befindet, wurde am 5. Februar 1973 eingeweiht. Zu Beginn des neuen Schuljahres herrschte aber wieder Platzmangel auf dem Gelände, das nur aus einem H-Gebäude bestand, in dem noch heute der Großteil der Schüler untergebracht ist. Aufgrund der Enge mussten einige Klassen wieder ins ZSU ziehen. Der Platzmangel wurde 1974 behoben, als ein Gebäude für die Schüler der Oberstufe (Dezember), sowie ein Fachraumgebäude (April) fertiggestellt wurden.

Der Bau des Verwaltungsgebäudes der Schule wurde im Mai 1976 vollendet.

Seit 1976 fahren auch jährlich Mitglieder der 10. Klasse zur Sprachschulung für ca. anderthalb Wochen nach Margate.

1981 wurde eine große Sporthalle fertiggestellt, die häufig auch von Vereinen übers Wochenende für Turniere gemietet wird. Da die Sporthalle größtenteils durch Photovoltaik betrieben wird und die Umwelt AG auf die Sauberkeit und auf den Umweltschutz auf dem Gelände achtet, bekam die Schule mehrmals die Auszeichnung Umweltschule in Europa verliehen. Die Halle kann in drei Hälften eingeteilt werden und damit können drei Klassen gleichzeitig in einer Schulstunde Sport treiben.

1995 beging die Schulleitung gemeinsam mit Vertretern der Partnerschulen das 25-jährige Jubiläum. 1998, 1999, 2001 und 2003 unternahm die Schule jeweils kurz vor den Sommerferien Schulausfahrten. Für 2006 ist erneut eine geplant. Im Jahr 2001 begann die Aktion des Aulalaufs. Durch den Lauf sollten Spenden gesammelt werden, damit die Schule mit dem Bau einer Aula beginnen konnte, da die Pausenhalle für offizielle Anlässe inzwischen zu klein geworden war. 2004/2005 stand die Schule kurz vor ihrem Ende: Ein Plan der Hamburger Bildungsbehörde sah vor das Gymnasium Osdorf, die Realschule Goosacker und die Grundschule Wesperloh als Schulverbund Hamburg-West zusammenzulegen. Die Umwandlung zur Gesamtschule konnte nur durch starken Protest von Schülern, Schulleitung und Eltern abgewendet werden. Allerdings sind seit dem Schuljahr 2005/2006 mehrere Schulklassen vom Goosacker am Gymnasium untergebracht und die Schulleitung wurde teilweise zusammengelegt. Das Projekt des Aulabaus wurde 2006 eingestellt, durch ein Arrangement mit der Bildungsbehörde bekommt die Schule durch Zuschüsse das restliche Geld für den Bau. Am 1. Januar 2007 fand die endgültige Umbenennung des Gymnasiums Osdorf in Lise-Meitner-Gymnasium statt. Der Schulname ist Programm, das Gymnasium vertieft ein mathematisch-naturwissenschaftliches Profil.

Schulprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachprofil
Ab der 5. Klasse erhalten die Schüler Unterricht in Englisch. In der 6. Klasse ist Latein, Französisch oder Spanisch als zweite Fremdsprache wählbar.
Kulturprofil
Durchgängig bis Klasse 8 wird Kunst unterrichtet, ebenfalls Musik. Später sind dies Wahlkurse. Für die Schüler der Klassen 9 und 10 findet einmal im Jahr der Fachtag der Künste statt, wo die Schüler sich auch anders künstlerisch betätigen können (zum Beispiel Graffiti oder Filme machen).

Sonstiges zur Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Schulradio wird von Schülern betrieben und spielt in Pausen Musik. Die meiste Zeit geschieht dies unregelmäßig, ein fester Termin ist die zweite große Pause am Freitag. Das Schulradio weckte auch schon einige Male den Unmut einiger Anwohner, doch dieser Protest blieb stets ohne Folgen.
  • Die Schülerzeitung erscheint erst seit kurzem wieder, in den 1990er Jahren war die Zeitung namens Na Und ?! eine feste Größe. Nachdem einige Jahre keine Zeitung erschienen war, weil die Betreiber der Zeitung aufgrund des Schulabschlusses die Schule verlassen hatten, erschien im Dezember 2006 erstmals das neue Blatt Osd Site Stories. Seit dem Jahr 2015 wird die Schülerzeitung Lise Live veröffentlicht.
  • Jeder Abiturjahrgang hat sich mit einem bestimmten Symbol auf dem Gelände verewigt, zum Beispiel mit Betongüssen, einem Fahnenmast, einer Litfaßsäule oder den Buchstaben ABI’99 am Oberstufenhaus.

Schulpartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am besten gepflegte Partnerschaft ist aktuell die mit der Lyakirimu Secondary School. Seit 1991 gibt es zwischen beiden Schulen einen regen Austausch. Das Lise-Meitner-Gymnasium unterstützt die Schule in dem ostafrikanischen Staat tatkräftig durch Spendengelder, von dem die Schule unter anderem einen LKW kaufte. Zudem veranstaltet das Gymnasium alle zwei Jahre einen Basar, dessen Erlös an die Partnerschule geht.

Bekannte Schulangehörige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]