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Liste der Universitäten in Belgien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Im Föderalstaat Belgien liegt die gesetzgebende Gewalt über Hochschulen und Universitäten in Händen der Gemeinschaften. Die Universitäten in Belgien werden somit von der Flämischen, der Französischen oder Deutschsprachigen Gemeinschaft anerkannt. Die Gemeinschaften bestimmen ebenso, welche Diplome die Institute vergeben dürfen. Die meisten Universitäten sind französisch- oder niederländischsprachig. Deutschsprachige Volluniversitäten sind nicht existent, wohl aber seit 2005 die Autonome Hochschule Ostbelgien mit Bachelor-Studiengängen in den Fachbereichen Krankenpflege, Grundschullehramt und Lehramt Kindergarten sowie ein duales Studium in Finanz- und Verwaltungswissenschaften.

In Belgien gibt es für die wissenschaftliche Ausbildung zuständige Universitäten und Hochschulen, die wissenschaftlich fundierte angewandte Kenntnisse vermitteln. Des Weiteren bestehen andere Institute, die über das Abitur hinausgehende Studien anbieten, z. B. die Kunsthochschulen und die Hochschule für Seefahrt.

An Belgiens Universitäten gibt es drei Studienzyklen. Vor dem Bologna-Prozess endete der erste Studienabschnitt nach zwei bis drei Jahren mit dem akademischen Grad des Kandidaten (französisch candidat, niederländisch kandidaat), der auf dem ersten Abschluss aufbauende zweite Zyklus dauerte circa zwei bis vier Jahre und ist eine fachliche Vertiefung mit dem Abschluss als Lizenziat (französisch licencié, licentiaat) oder Ingenieur (französisch ingénieur civil, niederländisch burgerlijk ingenieur). Im Zuge des Bologna-Prozess werden diese Grade seit dem akademischen Jahr 2005/2006 jeweils Bachelor und Master genannt und die Studiendauer auf drei Jahre für den Bachelor und ein bis zwei für den Master harmonisiert. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, kann zum Doktor promovieren. In der Regel betrug die Promotionszeit vor Bologna vier bis sechs Jahre. Seit Bologna dauert ein Doktorat mindestens drei Jahre.[1]

Niederländischsprachige Universitäten

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Die niederlandophonen Universitäten sind:[2]

Logo Sigle Name der Universität Stadt Trägerschaft Gründung Studenten Erhebungsdetails
K.U.Leuven Katholieke Universiteit Leuven Löwen, Aalst, Antwerpen, Brügge, Brüssel, Diepenbeek, Geel, Gent, Kortrijk, Ostende, Sint-Katelijne-Waver[3] frei, katholisch 1425 56.870 Stand 10. Juni 2016[4]
UA Universiteit Antwerpen Antwerpen frei, konfessionslos 2003 20.350 Stand 10/06/2016[5]
UGent Universiteit Gent Gent staatlich 1817 41.000 Stand 10/06/2016[6]
UHasselt Universiteit Hasselt
– Transnationale Universiteit Limburg
– Limburgs Universitair Centrum
Hasselt frei, konfessionslos 1971 06.042 Stand 10/06/2016[7]
VUB Vrije Universiteit Brussel Brüssel frei, konfessionslos 1834 14.000 Stand 10/06/2016[8]

Die Universitäten und Hochschulen der Flämischen Gemeinschaft haben sich zu Zusammenarbeitsverbänden (niederländisch associaties) zusammengeschlossen. Dazu zählen:

  • die Associatie KU Leuven, die im Jahr 2002 gegründet wurde und 13 in der Regel katholische Universitäten und Hochschulen Flanderns umfasst.
  • die Associatie van Universiteit en Hogescholen Antwerpen (AUHA), die die vier Hochschulen dieser Stadt zusammenschließt.
  • die Associatie Universiteit Gent (AUGent), die Universitäten und Hochschulen in den Provinzen West- und Ostflandern vereint.
  • die Associatie Universiteit Hasselt, die sich auf Hochschulen in der Provinz Limburg beschränkt.
  • die Universitaire Associatie Brussel, die sich aus der Vrije Universiteit Brussel und der Erasmushogeschool Brussel zusammensetzt.

Französischsprachige Universitäten

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Die frankophonen Universitäten sind:[9]

Logo Sigle Name der Universität Stadt Trägerschaft Gründung Studenten Erhebungsdetails
ULiège Université de Liège Lüttich, Gembloux, Arlon staatlich 1817 25.000 Stand 10/06/2016[10]
UCLouvain Université catholique de Louvain Louvain-la-Neuve, Brüssel, Mons, Charleroi, Namur, Tournai frei, katholisch 1425 34.300 Stand 10/06/2016[11]
ULB Université libre de Bruxelles Brüssel, Charleroi frei, konfessionslos 1834 24.000 Stand 10/06/2016[12]
UMons Université de Mons Mons, Charleroi frei, konfessionslos 2007 07.000 Stand 10/06/2016[13]
UNamur Université de Namur Namur frei, katholisch 1831 06.200 Stand 10/06/2016[14]
(USL-B) Université Saint-Louis – Bruxelles Brüssel frei, katholisch 1858 04.100 Stand 10/06/2016[15]

Die Universitäten der Französischen Gemeinschaft haben sich zudem zu drei sogenannten Akademien (französisch académies) zusammengeschlossen:

Andere anerkannte akademische Institute

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Deutschsprachige Hochschule

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Einzelfakultäten

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Postuniversitär

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Grenzüberschreitende Universität

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Einzelnachweise

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  1. http://www.highereducation.be, Higher Education in Flanders
  2. Onderwijs aanbod Hoger onderwijs Universiteiten
  3. http://www.kuleuven.be/studentenvoorzieningen
  4. Academiejaar 2015–2016, website kuleuven.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  5. Jaarverslag 2015@1@2Vorlage:Toter Link/www.uantwerpen.be (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2022. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., website uantwerpen.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  6. Feiten en cijfers – Universiteit Gent (Memento des Originals vom 25. September 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ugent.be, website ugent.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  7. Onderwijs in cijfers, website uhasselt.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  8. Over de universiteit, website vub.ac.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  9. Les Établissements d’Enseignement supérieur
  10. Chiffres clés (Memento des Originals vom 1. April 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ulg.ac.be, website ulg.ac.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  11. chiffres provisoires 2012-2013 (Memento des Originals vom 12. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uclouvain.be, website uclouvain.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  12. chiffres provisoires 2012-2013, website ulb.ac.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  13. 01Guide de l’étudiant 2015-2016 – UMONS (Memento des Originals vom 11. Juni 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/en.calameo.com, website umons.ac.be (zuletzt abgerufen: 11.06.2016)
  14. UNamur / Institution / Historique, website unamur.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  15. Informations générales – L’Université Saint-Louis – Bruxelles, website usaintlouis.be (zuletzt abgerufen: 11. Juni 2016)
  16. Décret de la Communauté française du 28 novembre 2008 portant intégration de la Faculté universitaire des sciences agronomiques de Gembloux au sein de l’Université de Liège, création de l’Université de Mons par fusion de l’Université de Mons-Hainaut et de la Faculté polytechnique de Mons, restructurant des habilitations universitaires et refinançant les Universités; einsehbar auf der Webseite des FÖD Justiz.