Mönchaltorf

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Mönchaltorf
Wappen von Mönchaltorf
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Uster
BFS-Nr.: 0196i1f3f4
Postleitzahl: 8617
Koordinaten: 697055 / 240881Koordinaten: 47° 18′ 42″ N, 8° 43′ 20″ O; CH1903: 697055 / 240881
Höhe: 442 m ü. M.
Fläche: 7,62 km²
Einwohner: 3670 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 433 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
15,2 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.moenchaltorf.ch
Dorfkirche in Mönchaltorf, 902 erwähnt

Dorfkirche in Mönchaltorf, 902 erwähnt

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Mönchaltorf, früher Mönch-Altorff, ist eine politische Gemeinde im Bezirk Uster des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt eingebettet zwischen dem Bezirkshauptort Uster und den Nachbarorten Gossau, Esslingen, Egg und dem Greifensee am Fusse des Pfannenstiels in einem ehemaligen Sumpfgebiet. Durch den Ort fliessen zwei Bäche, die sich im Dorfzentrum vereinigen. Zu Mönchaltorf gehört der Weiler Heusberg, der bis 1770 der Kirchgemeinde Uster zugehörig war. Heusberg ist eine von zwei Exklaven im Kanton Zürich (Die andere Exklave betrifft die Gemeinde Glattfelden im Bezirk Bülach mit der Exklave Neuhaus, ein Einzelhof in der Rheinaue)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptmannshof, 17. Jahrhundert

Der Ort ist im Jahre 741 erstmals urkundlich als alemannische Herrschaftshof-Siedlung «Villa Altorf» nachgewiesen. Als er 744 vom Kloster St. Gallen übernommen wurde erhielt er den Namen «Altorf monarchorum» (Mönch-Altorf).

Im Weiler Burg befand sich die ehemalige Burg Liebenberg in Brand. Sie war im frühen 13. Jahrhundert Sitz der Ministerialen von Liebenberg. Von 1293 bis 1391 war sie St. Galler Lehen der Giel von Glattburg (von Liebenberg) und ging dann durch Kauf an die habsburg-österreichischen Dienstleute Gessler, die sie 1408 der Stadt Zürich verpfändeten, wo sie bis zur Zerstörung im Alten Zürichkrieg im Jahre 1440 blieb. Eine zweite Burg unter dem Namen Liebenberg befand sich östlich von Kollbrunn über dem Tösstal.

1909 wurde die elektrische Strassenbahn Uster-Mönchaltorf-Oetwil in Betrieb genommen, die 1949 den Betrieb aufgab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Silber ein schwarzgekleideter Benediktiner, ein goldenes Buch in der Rechten haltend.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1771 695
1850 1148
1860 1189
1900 804
1941 706
1950 837
1960 1023
1970 1604
1980 2863
1990 3494
2000 3180
2010 3431

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsidentin ist Annemarie Beglinger-Vögeli (FDP, Stand 2014). Bisherige Gemeindepräsidenten waren Gustav Stehli (SVP), Felix Hess (SVP) und bis 2006 Ruedi Lerch (FDP).[3]

Mitglieder des Mönchaltorfer Gemeinderats (2014–2018)
Name Amtsantritt Funktion Partei
Graf Urs 2014 Tiefbau / Werke parteilos
Beglinger-Vögeli Annemarie 2002 / 2006 Gemeindepräsidentin / Präsidiales / Planung / Entwicklung FDP
Kaderli Bernhard 2014 Finanzen / Wirtschaft FDP
Ackermann Thomas 2010 Gesellschaft SVP
Galliker Hans-Rudolf 2010 Bildung FDP
Fürst Rudolf 2004 Sicherheit SVP
Larry-Hug Andrea 2014 Hochbau / Liegenschaften / Kultur SP

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existiert folgende Buslinie, die durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) bedient wird:

Daneben gibt es die Anlagestelle Aaspitz/Mönchaltorf am Greifensee, wo im Sommer Kursschiffe anlegen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahre 902 erstmals erwähnte Kirche erhielt ihre heutige Gestalt durch bauliche Veränderungen im 14. und 15. Jahrhundert. 1522 schuf Meister Ulrich Schmid die prachtvoll geschnitzte Holzdecke, die heute unter Denkmalschutz steht. Der Mönchaltorfer Untervogt und Hauptmann Felix Keller (1664–1724) liess im Jahre 1709 den sogenannten Hauptmannshof bauen. Es gehört seit 1982 der Stiftung des Zürcher Heimatschutzes.

Die Naturstation Silberweide liegt in oberen Greifensee, in der Mitte des Greifensee-Naturschutzgebiets. Die Naturstation, seit August 2005 im Betrieb, bietet zahlreiche Aktivitäten im Bereich Umweltbildung.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kirche finden verschiedene kulturelle Anlässe statt. Ein Treffpunkt ist der im Jahr 1990 eröffnete «Mönchhof», ein Dorfzentrum mit Gemeinschaftsräumen und Geschäften. Im Herbst findet alljährlich der Chilbi-Märt statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Bürger von Mönchaltorf waren Alt-Bundesrat Leon Schlumpf und ist dessen Tochter, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Hier geboren wurde 1927 der Schriftsteller Walter Matthias Diggelmann.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler: Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66 "Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1978 ISBN 3-7643-0991-1 S. 677–693.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mönchaltorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Eveline-Widmer-I-kume-us-Moenchaltorf/story/21341772