Münchhausen-Syndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
F68 Andere Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F68.1 Artifizielle Störung (absichtliches Erzeugen oder Vortäuschen von körperlichen oder psychischen Symptomen oder Behinderungen)
Münchhausen-Syndrom
Hospital-hopper-Syndrom (Krankenhausspringer)
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Das Münchhausen-Syndrom (auch als „artifizielle Störung“ bezeichnet, von französisch artificiel, deutsch ‚künstlich‘, auch Koryphäen-Killer-Syndrom, englisch factitious disorder) ist eine psychische Störung, bei der die Betroffenen körperliche Beschwerden erfinden bzw. selbst hervorrufen und meist plausibel und dramatisch präsentieren.

Die Bezeichnung prägte 1951 der Londoner Psychiater Sir Richard Asher (1912–1969) nach dem Baron Münchhausen, dem „Lügenbaron“.[1] In englischen Veröffentlichungen wird meist der Name „Munchausen“ verwendet.

Krankheitsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich zu Patienten mit ähnlichen Störungen wie Konversionssyndrome, Somatisierung und Hypochondrie sind Patienten mit einem Münchhausen-Syndrom selten und wesentlich schwieriger zu erkennen. Es handelt sich vorwiegend um Männer mittleren Alters. Neuere Langzeitstudien ergaben, dass aber auch Frauen im Klimakterium häufiger am Münchhausen-Syndrom leiden. Weiterhin tritt das Syndrom vermehrt bei Menschen mit ausgeprägten Identitätsstörungen oder Selbstwertdefiziten bei Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-, narzisstischen oder dissozialen Typ auf.[2][3][4]

Typisch ist der Besuch zahlreicher Ärzte und Krankenhäuser mit wechselnden, beliebigen, aber ausgeprägten Symptomen (z. B. Bauchschmerzen, neurologische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bewusstseinsverlust und „Anfälle“; Lungen- und Magen-„bluten“), eine hohe Frequenz an aufwendigen apparativen Untersuchungen und Operationen sowie meist schnelle Arzt- und Krankenhauswechsel, sobald dem Behandlungswunsch nicht entsprochen oder seitens eines Behandlers Verdacht geschöpft wird („Hospital-Hopper-Syndrom“).[2][5][6]

Der Krankheitsgewinn ist die Erlangung medizinischer Zuwendung (ärztliche Untersuchungen, Aufnahme ins Krankenhaus, diagnostische und therapeutische Prozeduren bis hin zu unnötigen operativen Eingriffen). Die Betroffenen neigen zu Selbstverletzungen oder -vergiftung, um ihre Erkrankung zu belegen, und sie fordern oft schwerwiegende medizinische Untersuchungen und Eingriffe, welche das simulierte Krankheitsbild hervorrufen oder verschlimmern können.[5][6] Hierbei laufen Ärzte Gefahr, zu „Mittätern“ von Selbstbeschädigern zu werden und hinterher für ihre fahrlässige Mithilfe auf Schadenersatz verklagt zu werden.

Ziel und Motiv der Betroffenen ist es häufig, Zuwendung und Mitleid durch Ärzte, Pflegepersonal, Familienangehörige oder über Internet zu bekommen.[5][7][8][9][10][11] Weitere mögliche Motive, siehe unten.[12] Gewöhnlich wechseln die Patienten sofort den Arzt, sobald die Möglichkeit einer psychischen Erkrankung angesprochen wird; psychiatrischen Überweisungen und Untersuchungen entziehen sie sich. Die Patienten entziehen sich in der Regel auch einer psychotherapeutischen Behandlung.[2][5]

Klassifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patienten mit dem Münchhausen-Syndrom leiden überzufällig häufig auch an anderen psychischen Störungen wie Selbstverletzung, Borderline-Persönlichkeitsstörungen oder aggressiver Persönlichkeitsstörung.[2][3][6] Entsprechend der Fachliteratur (Eckhardt[13]) wird die artifizielle Störung (das Münchhausen-Syndrom) als Form selbstverletzenden oder selbstschädigenden Verhaltens im Rahmen der Borderline-Persönlichkeitsstörung aufgefasst.[3][5] Meist liegen bei den Patienten auch ausgeprägte Identitätsstörungen oder Selbstwertdefizite vor.[2][3] Das Münchhausen-Syndrom ähnelt der historischen Diagnose Pseudologia phantastica (Anton Delbrück, 1891).

Als Ursache der Störung werden – wie bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung – ungünstige psychosoziale Aufwuchsbedingungen (evtl. auch echte Traumatisierungen) in Kindheit und Jugend diskutiert (ausführliche Darstellung bei Eckhardt[13]).

Münchhausen-Stellvertretersyndrom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine besondere Form ist das Münchhausen-Stellvertretersyndrom, auch Münchhausen by Proxy Syndrom oder erweitertes Münchhausen-Syndrom (englisch Munchausen by proxy syndrome (MbPS), factitious disorder imposed on another). Es liegt vor, wenn Menschen (weit überwiegend Frauen, Mütter[14][15]) einem nahen Angehörigen (= Proxy), meist einem Kind,[2] aber auch z. B. dem Partner, einer kranken oder pflegebedürftigen Person, artizifiell Krankheitssymptome oder körperliche Verletzungen zufügen, sie medizinisch schädigen (z. B. durch Fehl- oder Polymedikation, Vergiftung mit Medikamenten, Drogen, toxischen Substanzen, Vorenthalten notwendiger Medikamente oder medizinischer Maßnahmen, Mangelernährung), bestehende Krankheiten aggravieren und/oder deren Gesundung verhindern, um die Opfer („Symptomträger“) scheinbar liebe- und aufopferungsvoll zu betreuen und zu pflegen und sie unnötigen, gefährlichen und/oder schädigenden medizinischen Prozeduren (Diagnostik und/oder Therapien (durch Ärzte und/oder Täter selbst)) auszusetzen.[5][14][16][17][18][19] Als mögliche Motive werden u. a. Aufmerksamkeit, zwischenmenschliche und gesellschaftliche Anerkennung (durch Partner, Ärzte und Klinikpersonal, soziales Umfeld, Medien), emotionale und materielle Zuwendung und Unterstützung, Aufwertung in der Pflege-Rolle, Kompensation von Selbstwertdefiziten, Helfersyndrom, Abhängigkeit des Opfers, Macht und Kontrolle, „symbiotische Beziehung“, Emotionskontrolle, Kompensation innerer Leere und Spannungszustände und verdecktes Ausagieren von Wut und aggressiven Impulsen diskutiert.[12]

Bei der „klassischen“ Form des Münchhausen-Stellvertretersyndroms handelt es sich „um eine Kombination körperlicher und emotionaler Misshandlung und medizinischer Vernachlässigung,[20][21][22] bei der ein Elternteil (statistisch fast nur Mutter) Kinder schädigt [und Krankheitssymptome vortäuscht, künstlich erzeugt oder übersteigert[2]],[23][24] indem er sie unnötigen, gefährlichen und/oder schädigenden medizinischen Prozeduren (Diagnostik und/oder Therapien) aussetzt.“[14][25][7][26] Sie stellt eine subtile Form der Kindesmisshandlung dar, die bis zum Tod des Opfers führen kann.[8][27][28]

Bei der noch selteneren Form des Münchhausen by Adult Proxy Syndroms geschieht grundsätzlich das Gleiche wie zwischen Mutter und Kind, nur zwischen zwei Erwachsenen, was als noch schwerer diagnostizierbar gilt.[5][29] Zum Beispiel könnte eine Partnerin die Rolle einer aufopferungsvoll pflegenden Frau gegenüber Partner und Außenwelt spielen und dafür sorgen, dass ihr Partner nicht gesund wird, auf sie angewiesen und abhängig (in einem hilflosen, „kindlichen“ Abhängigkeitsverhältnis) bleibt (zu möglichen Motiven, s. o.).[5][6][16][29][30][31][32]

Diese Diagnose ist relativ selten[33][34] und wird derzeit nach ICD-10 noch unter artifizielle Störungen, Subtyp „nicht näher bezeichnete vorgetäuschte Störung“ (F 68.1) und körperlicher Missbrauch (T 74.1) klassifiziert. Allerdings werden vorgetäuschte Störungen als solche als „wahrscheinlich das häufigste nicht erkannte psychische Leiden“ beschrieben.[35] Die diagnostische Konzeptualisierung des Münchhausen-Stellvertretersyndroms (Münchhausen by Proxy-Syndrom und Münchhausen by Adult Proxy-Syndrom) für die Aufnahme der Diagnose in die künftige ICD-11 wird derzeit noch diskutiert.[5][6][36]

In einigen Fällen werden auch Haustiere als „Proxys“ (englisch: proxies) beschrieben.[37][38] Thomas Mann beschreibt in seiner Novelle Tobias Mindernickel einen derartigen Fall.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henrik Uwe Peters: Wörterbuch der Psychiatrie und medizinischen Psychologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Urban und Schwarzenberg, München u. a. 1984, ISBN 3-541-04963-4.
  • Ralph-Martin Schulte (Hrsg.): Intrakorporale Fremdkörper und Münchhausen Syndrom. Spielarten, Motivation und Komplikationen von Selbstbeschädigungen. W. Zuckschwerdt, München u. a. 1988, ISBN 3-88603-231-0.
  • Annegret Eckhardt: Das Münchhausen-Syndrom. Formen der selbstmanipulierten Krankheit. Urban und Schwarzenberg, München u. a. 1989, ISBN 3-541-11821-0 (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 1987).
  • Annegret Eckhardt: Artifizielle Störungen. In: Deutsches Ärzteblatt. Bd. 93, Nr. 24, 1996, S. 1622–1626, (Digitalisat (PDF; 201,2 KB)).
  • Reinhard Plaßmann: Artifizielle Krankheiten und Münchhausen-Syndrome. In: Mathias Hirsch (Hrsg.): Der eigene Körper als Objekt. Zur Psychodynamik selbstdestruktiven Körperagierens. Unveränderter Nachdruck. Psychosozial-Verlag, Gießen 1998, ISBN 3-932133-33-1, S. 118–154.
  • Marc D. Feldman: Munchausen by Internet. Detecting Factitious Illness and Crisis on the Internet. In: Southern Medical Journal. Bd. 93, Nr. 7, 2000, ISSN 0038-4348, S. 669–672, doi:10.1097/00007611-200093070-00006, PMID 10923952.
  • Markus Reuber, Martin Zeidler, Jeremy Chataway, Martin Sadler: Munchausen syndrome by phone. In: The Lancet. Bd. 356, Nr. 9238, 2000, S. 1358, doi:10.1016/S0140-6736(05)74272-0.
  • Eberhard Hildebrand, Klaus Hitzer, Klaus Püschel: Simulation und Selbstbeschädigung. Unter besonderer Berücksichtigung des Versicherungsbetrugs. VVW, Karlsruhe 2001, ISBN 3-88487-906-5.

Die Fachliteratur beschreibt die Übergänge vom Münchhausen-Syndrom zum Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom und umgekehrt als fließend:

  • Roy Meadow: Munchausen syndrome by proxy: The hinterland of child abuse. In: The Lancet. Bd. 310, Nr. 8033, 1977, S. 343–345, doi:10.1016/S0140-6736(77)91497-0.
  • J. O. Warner, M. J. Hathaway: Allergic form of Meadow’s syndrome (Munchhausen by proxy). In: Archives of Disease in Childhood. Bd. 59, Nr. 2, 1984, S. 151–156, (Digitalisat (PDF; 924,73 KB)).
  • Donna A. Rosenberg: Web of deceit: A literature review of Munchausen by proxy syndrom. In: Child Abuse & Neglect. Bd. 11, Nr. 4, 1987, S. 547–763, doi:10.1016/0145-2134(87)90081-0.
  • D. Roth: How „Mild“ is Mild Munchausen Syndrome by Proxy. In: Israel Journal of Psychiatry and Related Sciences. Bd. 27, Nr. 3, 1990, ISSN 0333-7308, S. 160–167.
  • A. B. Prakken, L. den Hartog, J. J. Waelkens: Een nieuwe variant van het syndroom van Münchhausen by proxy: de vader in een actieve rol. In: Tijdschrift voor Kindergeneeskunde. Bd. 59, Nr. 3, 1991, ISSN 0376-7442, S. 91–94.
  • Toni Single, Richard Leigh Henry: An unusual case of Munchausen syndrome by proxy. In: Australian & New Zealand Journal of Psychiatry. Bd. 25, Nr. 3, 1991, ISSN 0004-8674, S. 422–425, doi:10.3109/00048679109062646.
  • C. N. Bools, B. A. Neale, S. R. Meadow: Co-morbidity associated with fabricated illness (Munchausen syndrome by proxy). In: Archives of Disease in Childhood. Bd. 67, Nr. 1, 1992, S. 77–79, doi:10.1136/adc.67.1.77.
  • C. N. Bools, B. A. Neale, S. R. Meadow: Follow up of victims of fabricated illness (Munchausen syndrome by proxy). In: Archives of Disease in Childhood. Bd. 69, Nr. 6, 1993, S. 625–630, doi:10.1136/adc.69.6.625.
  • Abdul Kader Souid, Ken Korins, David Keith, Stephen Dubansky, P. David Sadowitz: Unexplained Menorrhagia and Hematuria: Case Report of Munchausen’s Syndrome by Proxy. In: Pediatric Hematology and Oncology. Bd. 10, Nr. 3, 1993, ISSN 0888-0018, S. 245–248, doi:10.3109/08880019309029491.
  • Herbert A. Schreier, Judith A. Libow: Hurting for love. Munchausen by proxy syndrome. Guilford Press, New York NY u. a. 1993, ISBN 0-89862-121-6.
  • Herbert A. Schreier, Judith A. Libow: Munchausen by proxy Syndrom: A Modern Pediatric Challenge. In: The Journal of Pediatrics. Bd. 125, Nr. 6, Tl. 2, 1994, ISSN 0022-3476, S. S110–S115, doi:10.1016/S0022-3476(05)82934-8.
  • M. Krupinski, M. Soyka, E. Tusch-Bauer, R. Frank: Muenchhausen-by-proxy-Syndrom: eine interdisziplinäre Herausforderung. In: Nervenheilkunde. Bd. 14, 1995, ISSN 0722-1541, S. 348–356.
  • Stephen J. Boros, Janice P. Ophoven, Robin Andersen, Lauren C. Brubaker: Munchausen syndrome by proxy: a profile for medical child abuse. In: Australian Family Physician. Bd. 24, Nr. 5, 1995, ISSN 0300-8495, S. 768–769, 772–773.
  • Judith A. Libow: Munchausen by proxy victims in adulthood: a first look. In: Child Abuse & Neglect. Bd. 19, Nr. 9, 1995, ISSN 0145-2134, S. 1131–1142, doi:10.1016/0145-2134(95)00073-H.
  • Paul DiBiase, Hilary Tirnmis, Jose A. Bonilla, Wasyl Szeremeta, J. Christopher Post: Munchausen syndrome proxy complicating ear surgery. In: Archives of Otolaryngology – Head & Neck Surgery. Bd. 122, Nr. 12, 1996, ISSN 0003-9977, S. 1377–1380, doi:10.1001/archotol.1996.01890240083018.
  • Jenny Gray, Arnon Bentovim: Illness Induction Syndrome. In: Child Abuse & Neglect. Bd. 20, Nr. 8, 1996, S. 655–673, doi:10.1016/0145-2134(96)00055-5.
  • Roy Meadow: Munchausen Syndrome by Proxy. In: Roy Meadow (Hrsg.): ABC of Child Abuse. 3. Auflage. BMJ, London 1997, ISBN 0-7279-1106-6, S. 47–50.
  • Michelle Bryk, Pamela T. Siegel: My mother caused my illness: The story of a survivor of Münchausen by proxy syndrome. In: Pediatrics. Bd. 100, Nr. 1, 1997, S. 1–7, doi:10.1542/peds.100.1.1.
  • Klaus M. Keller, Meinolf Noeker, C. Hilliges, Hans-Gerd Lenard, Michael J. Lentze: Münchhausen-by-proxy-Syndrom. In: Monatsschrift Kinderheilkunde. Bd. 145, Nr. 11, 1997, S. 1156–1162, doi:10.1007/s001120050211.
  • Kenneth W. Feldman, Robert O. Hickman: The Central Venous Catheter as a Source of Medical Chaos in Munchausen Syndrome by Proxy. In: Journal of Pediatric Surgery. Bd. 33, Nr. 4, 1998, ISSN 0022-3468, S. 623–627, doi:10.1016/S0022-3468(98)90329-3.
  • Roy Meadow: Munchausen syndrome by proxy abuse perpetrated by men. In: Archives of Disease in Childhood. Bd. 78, Nr. 3, 1998, S. 210–226, (Digitalisat (PDF; 80,40 KB)).
  • Roy Meadow: Unnatural sudden infant death. In: Archives of Disease in Childhood. Bd. 80, Nr. 1, 1999, S. 7–14, (Digitalisat (PDF; 124,35 KB)).
  • David E. Hall, Laura Eubanks, Swarnalatha Meyyazhagan, Richard D. Kenney, Sherry Cochran Johnson: Evaluation of Covert Video Surveillance in the Diagnosis of Munchausen Syndrome by Proxy: Lessons From 41 Cases. In: Pediatrics. Bd. 105, Nr. 6, 2000, S. 1305–1312, doi:10.1542/peds.105.6.1305.
  • S. J. Denny, C. C. Grant, R. Pinnock: Epidemiology of Munchausen syndrome by proxy in New Zealand. In: Journal of Paediatrics and Child Health. Bd. 37, Nr. 3, 2001, S. 240–243, doi:10.1046/j.1440-1754.2001.00651.x.
  • H. M. C. Munro, M. V. Thrusfield: ‚Battered Pets‘: Munchausen syndrome by proxy (factitious illness by proxy). In: Journal of Small Animal Practice. Bd. 42, Nr. 8, 2001, ISSN 0022-4510, S. 385–389, doi:10.1111/j.1748-5827.2001.tb02486.x.
  • H. S. Tucker, F. Finlay, S. Guiton: Munchausen syndrome involving pets by proxies. In: Archives of Disease in Childhood. Bd. 87, Nr. 3, 2002, S. 263–265, doi:10.1136/adc.87.3.263.
  • Herbert Schreier: On the importance of motivation in Munchausen by Proxy: the case of Kathy Bush. In: Child Abuse & Neglect. Bd. 26, No 5, 2002, S. 537–549, doi:10.1016/S0145-2134(02)00329-0.
  • Julie Gregory: Du hast mich krank gemacht. Meine Mutter ließ mich leiden. Ehrenwirth, Bergisch Gladbach 2004, ISBN 3-431-03602-3.
  • Sabine Nowara: Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. In: Günther Deegener, Wilhelm Körner (Hrsg.): Kindesmisshandlung und Vernachlässigung. Ein Handbuch. Hogrefe, Göttingen u. a. 2005, ISBN 3-8017-1746-1, S. 128–140.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In: Lancet. 1951 Feb 10;1(6650), S. 339–341 doi:10.1016/S0140-6736(51)92313-6.
  2. a b c d e f g Annegret Eckhardt: Artifizielle Störungen. A-1622 (52) Deutsches Ärzteblatt 93, Heft 24, 14. Juni 1996.
  3. a b c d Birger Dulz,‎ Sabine C. Herpertz,‎ Otto F. Kernberg:‎ Handbuch der Borderline-Störungen. Schattauer Verlag, 2. Auflage, 2011, ISBN 3-794-52472-1.
  4. A. Eckhardt-Henn: Artifizielle Störungen. Heimliche Selbstmisshandlung. Psychotherapeut (2015) 60: 18–24.
  5. a b c d e f g h i Volker Faust: Vorgetäuschte Gesundheitsstörungen. Psychiatrie heute, Kap. 1, 2017, Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit, abgerufen am 10. Februar 2018, (PDF 42 Seiten, 320 kB).
  6. a b c d e H.-P. Kapfhammer: Artifizielle Störungen. Nervenarzt 5/2017, 88:549–570, DOI 10.1007/s00115-017-0337-8, Online publiziert: 27. April 2017.
  7. a b »Ich war süchtig danach, mein Kind krank zu machen« – Was geht in einer Mutter vor, die ihre Tochter immer wieder in Lebensgefahr bringt, damit sie sich kümmern kann? Die Geschichte einer Frau mit Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Brigitte 26/2015, abgerufen: 30. Januar 2018. (Webarchiv: https://archive.is/VTZoq)
  8. a b Die fürsorgliche Täterin. Neue Zürcher Zeitung (NZZ), Nr. 43, Zürich (Schweiz), 26. Oktober 2003, abgerufen: 30. Januar 2018. (Webarchiv: https://archive.is/46tts).
  9. Frank Heinz Diebel: Virtuelle Lügenbarone. In: taz. 10. Juni 2011, S. 18 (Online [abgerufen am 11. Februar 2018]).
  10. A. Pulman, J. Taylor: Munchausen by Internet: current research and future directions. J Med InternetRes (2012) 14:e115
  11. M. D. Feldman: Munchausen by Internet: detecting factitious illness and crisis on the Internet. South. Med. J. (July 2000) 93 (7): 669–672. doi:10.1097/00007611-200093070-00006. PMID 10923952.
  12. a b Sammelreferenz, siehe: Dulz et al. (2011), Faust (2017), Institut für Rechtsmedizin (2017), Feldman (2004), Bools et al. (1994), Meadow (2002), Hamilton (2008), Noeker (2002), Sachsse (2005), Nowara (2005), Schreier (2004), Schreier & Libow (1993), Bools et al. (1994), Degener & Körner (2005), Sigal et al. (1991), Burton et al. (2015), Burton et al. (2015), Adams & Sutker (2001).
  13. a b Annegret Eckhardt: Das Münchhausen-Syndrom – Formen der selbstmanipulierten Krankheit. Urban und Schwarzenberg, München, 1989, ISBN 3-541-11821-0.
  14. a b c AWMF Leitlinien Nr. 071/003 „Kindesmißhandlung und Vernachlässigung“, 13.10.2010, 071-003_S2_Kindesmisshandlung_und_Vernachlaessigung_09-2008_12-2012. (PDF).
  15. Münchhausen Syndrome by Proxy (Münchhausen Stellvertreter Syndrom) – Institut für Rechtsmedizin (2017), web.archive.org
  16. a b Marc D. Feldman: Playing Sick: Untangling the Web of Munchausen Syndrome, Munchausen by Proxy, Malingering, and Factitious Disorder. Routledge Verlag, London, 3. Juni 2004, ISBN 0-415-94934-3.
  17. C. Bools., B. Neale R. Meadow: Munchausen Syndrome by Proxy: A Study of Psychopathology. Child Abuse & Neglect (1994), 18, S. 773–788.
  18. Meadow R. (2002). Different Interpretations of Munchausen Syndrome by Proxy. Child Abuse & Neglect, 26, 501–508.
  19. J. C. Hamilton, M.D. Feldman, A.J. Cunnien (2008) Factitious disorder in medical and psychiatric practices. In: R. Rogers (Hrsg.) Clinical assessment of malingering and deception, 3. Aufl. Guilford Press, New York, S. 128–144.
  20. T. F. Parnell, D. O. Day: Munchausen by proxy syndrome: Misunderstood Child Abuse. SAGE Publications (1997). H. Schreier, J. Libow: Hurting for Love: Munchausen by Proxy Syndrome. New York: Guilford Press (1993).
  21. H. Schreier, J. Libow: Hurting for Love: Munchausen by Proxy Syndrome. New York: Guilford Press (1993).
  22. M. Noeker & K. M. Keller: Münchhausen-by-proxy-Syndrom als Kindesmisshandlung. Monatsschrift Kinderheilkunde, 150 (2002), 1357–1369.
  23. Gunther Degener, Wilhelm Körner: Kindesmisshandlung und Vernachlässigung – ein  Handbuch. Hogrefe-Verlag, Göttingen – Bern – Toronto 2005 – Auflage: 1 (1. März 2005) ISBN 3-8017-1746-1.
  24. Gert Jakobi: Kindesmisshandlung und Vernachlässigung. Epidemiologie, Diagnostik und Vorgehen. Huber Verlag, Bern; Auflage: 1 (5. September 2008) ISBN 3-456-84543-X.
  25. Ulrich Sachsse: Proxy – dunkle Seite der Mütterlichkeit, Schattauer Verlag, 1. September 2015. ISBN 3-7945-3153-1.
  26. Mary J. Sanders: Symptom coaching: Factitious disorder by proxy with older children. Clinical Psychology Review, Volume 15, Issue 5, 1995, S. 423–442.
  27. Verena Mertens: Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom und seine zivil- und strafrechtliche Bedeutung. In: NJOZ. 2009, 1665, 1665.
  28. Bernd Brinkmann, Burkhard Madea: Handbuch der gerichtlichen Medizin. Band I. Springer-Verlag, Berlin – Heideberg – New York (25. September 2003) ISBN 3-540-00259-6.
  29. a b Marc D. Feldman: Playing Sick: Untangling the Web of Munchausen Syndrome, Munchausen by Proxy, Malingering, and Factitious Disorder. Routledge Verlag, London, 3. Juni 2004, ISBN 0-415-94934-3.
  30. M. D. Sigal, D. Altmark, M. Gelkopf.: Munchausen syndrome by adult proxy revisited. Isr. J. Psychiatry Relat. Sci. 1991; 28(1):33–36.
  31. M. C. I . Burton, M. B. Warren, M. I. Lapid, J. M. Bostwick: Munchausen syndrome by adult proxy: a review of the literature. J Hosp Med. 2015 Jan; 10(1):32–35. doi: 10.1002/jhm.2268. Epub 2014 Oct 1.
  32. Henry E. Adams, Patricia B. Sutker: Comprehensive Handbook of Psychopathology. Springer; 3. Auflage, 30. Juni 2001, ISBN 0-306-46490-X.
  33. G. P. Yates, M. D. Feldman (2016) Factitious disorder: a systematic review of 455 cases in the professional literature. Gen Hosp Psychiatry 41:20–28.
  34. M. Caroline Burton, Mark B. Warren, Maria I. Lapid, J. Michael Bostwick: Munchausen syndrome by adult proxy: A review of the literature. J. Hosp. Med. 2015 January; 10(1): 32–35.
  35. Michael Zaudig, Hans-Ulrich Wittchen, Henning Saß: Fallübungen zur Differentialdiagnose nach DSM-IV und ICD-10. Hogrefe Verlag, Göttingen/Bern/Toronto/Seattle 2000, ISBN 978-3-8017-0916-7.
  36. ICD-11: 6D71 Factitious disorder imposed on another: ICD-11 Beta Draft – Mortality and Morbidity Statistics. icd.who.int, abgerufen am 30. Januar 2018 (englisch).
  37. H. M. C. Munro, M. V. Thrusfield: Battered Pets. In: Journal of Small Animal Practice. 42 (8) 2001, S. 385–389.
  38. H. S. Tucker, F. Finlay, S. Guiton: Munchausen syndrome involving pets by proxies. In: Archive of Disease in Childhood. 2002; 87 (3), S. 263.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!