MOL Fehérvár FC

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MOL Fehérvár FC
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Basisdaten
Name MOL Fehérvár Futball Club
Sitz Székesfehérvár, Ungarn
Gründung 1941
Farben rot – blau
Website molfehervarfc.hu
Erste Mannschaft
Spielstätte MOL Aréna Sóstó
Plätze 14.201
Liga Nemzeti Bajnokság I
2018/19 2. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ
altes Logo

Der MOL Fehérvár FC (ugs.: „Vidi“) ist ein ungarischer Fußballclub aus Székesfehérvár, einer mittelgroßen Stadt 60 km südwestlich der Hauptstadt Budapest. Der Name verdankt sich dem ungarischen Mineralölkonzern MOL, der bereits seit 2010 den Hauptsponsor des Vereins darstellt und seit 2018 auch als Namensgeber dienen soll. Der Namenswechsel wurde am 1. Juli 2018 vorgenommen, nachdem der Klub jahrzehntelang unter dem Namen „Videoton FC“ bekannt war, benannt nach dem ortsansässigen ungarischen Elektrogerätehersteller Videoton; dies obwohl der Konzern nie Vereinssponsor war.[1] Die Vereinsfarben des 1941 gegründeten Klubs sind rot und blau. Die Mannschaft trug ihre Heimspiele bis 2016 im Sóstói-Stadion aus (Zuschauerrekord: 40.000, gegen Real Madrid, 8. Mai 1985). Nach dem Abriss wurde auf dem Grund die MOL Aréna Sóstó erbaut und am 21. November 2018 eingeweiht. Der FC Fehérvár wurde 2006 ungarischer Pokalsieger und gewann dreimal die Meisterschaft.[2]

In der Saison 1984/85 sorgte Videoton Székesfehérvár international für Aufsehen. Der Verein spielte im Finale des UEFA-Pokals, für den sich der Verein als Dritter der ungarischen Liga qualifiziert hatte. Auf dem Weg dorthin bezwang Videoton Dukla Prag (1:0/0:0), Paris Saint-Germain (4:2/1:0), Partizan Belgrad (0:2/5:0), Manchester United (0:1/1:0) und FK Željezničar Sarajevo (3:1/1:2). Im Finale traf Videoton auf Real Madrid, das sich als eine Nummer zu groß erwies. Die Ungarn verloren das Hinspiel auf eigenem Platz mit 0:3, überraschten aber im Rückspiel mit einem wenn auch wertlosen 1:0-Sieg im Bernabéu-Stadion.[3]

Die Spielzeit 2010/11, die der Verein als Meister abschloss,[4] war die 40. Saison des Klubs in der ersten ungarischen Liga, der Nemzeti Bajnokság I. In der Spielzeit 2012/13 setzte sich der Videoton FC in der Qualifikation zur Europa League gegen die favorisierten Klubs ŠK Slovan Bratislava, KAA Gent und Trabzonspor durch und qualifizierte sich für die Teilnahme an der Europa League. Dort traf man in der Gruppenphase auf den KRC Genk, Sporting Lissabon und auf den FC Basel und schied als Gruppendritter aus.

Größte Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1941: Vadásztölténygyár, Vadásztölténygyári Sport Kör
  • 1942: MOVE, Magyar Országos Véderő Egylet Sport Kör
  • 1944: Székesfehérvár, Székesfehérvári Sport Egyesület
  • 1948: FDSE, Fejér Megyei Dolgozók Sport Egyesülete
  • 1950: Vadásztölténygyár, Vadásztölténygyári Vasas Sport Kör
  • 1952: Székesfehérvár, Székesfehérvári Vasas Sport Kör
  • 1962: Székesfehérvár, Székesfehérvári Vadásztölténygyári Vasas Sport Kör (VT Vasas)
  • 1968: Videoton, Videoton Sport Club
  • 1990: Videoton, Videoton - Waltham Sport Club
  • 1992: Videoton, Videoton - Waltham Futball Club
  • 1993: Parmalat, Parmalat Futball Club
  • 1995: Fehérvár, Fehérvár Parmalat Futball Club
  • 1996: Fehérvár, Fehérvár '96 Futball Club
  • 1996: Videoton Fehérvár, Videoton Futball Club Fehérvár
  • 1997: Videoton, Videoton Futball Club
  • 2005: Fehérvár, Futball Club Fehérvár
  • 2009: Videoton, Videoton Futball Club
  • 2018: MOL Vidi, MOL Vidi Futball Club
  • 2019: Fehérvár, MOL Fehérvár Futball Club

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • UngarnUngarn Péter Disztl (1977–1987), Torhüter, 37 Länderspiele für Ungarn.
  • UngarnUngarn SerbienSerbien Nemanja Nikolics (2010–2015), Stürmer, 16 Länderspiele für Ungarn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit dem Klubbesitzer von MOL Vidi (englisch)
  2. rsssf.com Ergebnisse der Pokalsaison 2005/06
  3. rsssf.com: UEFA-Pokal Saison 1984/85
  4. transfermarkt.de