ŠK Slovan Bratislava

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Slovan Bratislava
Logo des ŠK Slovan Bratislava
Voller Name ŠK Slovan Bratislava futbal a.s.
Ort Bratislava, Slowakei
Gegründet 3. Mai 1919
Vereinsfarben hellblau-weiß
Stadion Štadión Pasienky
Plätze 13.000
Präsident Ivan Kmotrík
Trainer Dušan Tittel
Homepage skslovan.com
Liga Fortuna liga
2015/16 2. Platz
Heim
Auswärts

Der ŠK Slovan Bratislava, auch als Slovan Pressburg/Preßburg bezeichnet, ist ein Fußballverein aus der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Der Verein ist slowakischer Rekordmeister und Rekordsieger im slowakischen Fußballpokal. Auch in der tschechoslowakischen Fußballmeisterschaft und im tschechoslowakischen Fußballpokal war Slovan Bratislava die erfolgreichste slowakische Mannschaft. Der Verein gewann 1969 den Europapokal der Pokalsieger im Finale gegen den FC Barcelona.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten tschechoslowakischen Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft im Jahr 1919

Der Verein wurde 1919 als 1. ČsŠK Bratislava gegründet. Die Initiative kam von tschechischen Beamten, die die Verwaltung in slowakischem Teil der neugegründeten Ersten Tschechoslowakischen Republik aufgebaut haben. Bis 1935 hat die Mannschaft in der Amateurmeisterschaften der Tschechoslowakei und gleichzeitig in der Amateurmeisterschaften der Slowakei gespielt hat. Die Bilanz war zwei tschechoslowakische und neun slowakische Meistertitel. Ab der Saison 1935/36 hat Slovan in der tschechoslowakischen Profiliga gespielt, wo Slovan unter ungarischem Trainer József Braun einmal den vierten Platz errungen hat.

In der Slowakei 1939–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1940er Jahren wurde der Verein als ŠK Bratislava vier Mal Meister der Slowakei, zwei Mal war die Mannschaft auf dem zweiten Platz. Der herausragende Spieler der Zeit war Ján Arpáš, der dreimal den Titel des besten Torschützen gewann.

In den Jahren 1945 bis 1992[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Slovan Bratislava erneut in der Meisterschaft der Tschechoslowakei. Dort wurde der Verein zu einem der führenden Klubs. In den Jahren 1948 bis 1951 unter dem Trainer Leopold Šťastný wurde Slovan dreimal hintereinander Meister. Auch 1955 gewann die Mannschaft die Meisterschaft. Erneut Meister wurde Slovan 1970 und dann zweimal 1974 und 1975 unter Trainer Jozef Vengloš. Unter Trainer Dušan Galis holte Slovan 1992 den achten und wahrscheinlich den letzten tschechoslowakischen Meistertitel. Der tschechoslowakische Pokal gewann Slovan fünf Mal. Der größte Vereinserfolg wurde 1969 gefeiert. In diesem Jahr gewann Slovan Bratislava mit dem Trainer Michal Vičan den Europapokal der Pokalsieger. Im Finale von Basel wurde der FC Barcelona mit 3:2 geschlagen. Die herausragende Spieler am Platz sind Ľudovít Cvetler, Vladimír Hrivnák, Ján Čapkovič, Karol Jokl, Alexander Horváth, Jozef Čapkovič und Alexander Vencel gewesen. Bei der Fußball-Europameisterschaft 1976 hat die Tschechoslowakei Deutschland geschlagen. Am Turnier haben sieben Spieler von Slovan gespielt. Sechs Slovan-Spieler standen beim Finale auf dem Rasen: Jozef Čapkovič, Koloman Gögh, Anton Ondruš, Ján Pivarník, Ján Švehlík und Marián Masný.

Nach 1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Unabhängigkeit der Slowakei blieb Slovan Bratislava einer der großen und beliebtesten Klubs in der Slowakei. In den 1990er Jahren wurde der Verein vier Mal Meister. In der Saison 2005/2006 spielte Slovan Bratislava in der zweiten Spielklasse, zur Saison 2006/2007 gelang der Wiederaufstieg. In Jahren 2009 und 2011 holte man erneut den slowakischen Meistertitel und in Jahren 2010 und 2011 den Slowakischen Pokal. In der Saison 2011/12 gelang man in die Gruppenphase der UEFA Europa League, als man in den Play offs die AS Rom ausschalten konnte. Im Hinspiel, in Bratislava, gelang ein 1:0-Sieg. Im Rückspiel, in Rom, reichte ein 1:1-Unentschieden aus, um die Überraschung perfekt zu machen.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimspiele wurden bis zur Saison 2010/2011 im etwa 30.000 Zuschauer fassenden Stadion Tehelné pole ausgetragen. Mittlerweile teilt sich Slovan das Stadion Pasienky mit Inter Bratislava. Tehelné pole sollte der Platz des neuen nationalen Stadions sein. Der Eigentümer von Slovan Ivan Kmotrík plant, für seinen Verein ein eigenes Stadion zu bauen.[1]

Die Konkurrenz, Derbys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bratislava war der Konkurrent der FK Inter Bratislava, beide Vereine spielten schon in der tschechoslowakischen Liga gegeneinander. Rivalität mit Petržalka kam erst nach dem Jahr 2000 auf. Als richtiges Derby in der Slowakei gilt aber Slovan Bratislava gegen Spartak Trnava.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Torschützenkönige von Slovan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der tschechoslowakischen Liga

In der slowakischen Liga

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 15. August 2015

Nr. Position Name
2 SerbienSerbien AB Boris Sekulić
4 MontenegroMontenegro MF Vukan Savićević
5 SlowakeiSlowakei AB Dávid Hudák
7 SlowakeiSlowakei ST František Kubík
8 ArgentinienArgentinien MF Mauro González
9 SlowakeiSlowakei ST Adam Zreľák
10 SerbienSerbien MF Marko Milinković (C)Kapitän der Mannschaft
11 SlowakeiSlowakei ST Filip Oršula
12 SlowakeiSlowakei ST Karol Mészáros
13 SlowakeiSlowakei MF Patrik Sabo
14 SlowakeiSlowakei AB Timotej Záhumenský
15 SlowakeiSlowakei MF Lukáš Gašparovič
16 ArgentinienArgentinien AB Nicolás Gorosito
17 SlowakeiSlowakei MF Samuel Štefánik
Nr. Position Name
19 SlowakeiSlowakei AB Kornel Saláta
20 UngarnUngarn ST Tamás Priskin
22 SlowakeiSlowakei TW Dominik Greif
23 Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago ST Lester Peltier
25 SlowakeiSlowakei ST Róbert Matejka
26 SlowakeiSlowakei ST Filip Ďuriš
27 SerbienSerbien MF Slobodan Simović
28 SlowakeiSlowakei AB Juraj Kotula
29 SlowakeiSlowakei MF Matej Jakúbek
30 SlowakeiSlowakei TW Martin Krnáč
33 SlowakeiSlowakei ST Róbert Vittek
39 TschechienTschechien AB Jakub Podaný
82 SlowakeiSlowakei TW Ján Mucha

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ŠK Slovan Bratislava wurde 1919 als 1. ČsŠK Bratislava gegründet, das Kürzel ČsŠK stand für Česko-slovenský Športový Klub. Die erste Umbenennung in der Vereinsgeschichte fand 1939 statt, ab diesem Jahr lautete die offizielle Bezeichnung ŠK Bratislava. Nach der Februarrevolution 1948 wurde der Vereinsname in Sokol Bratislava geändert, kurze Zeit später in Sokol NV Bratislava. Im Zuge der Vereinheitlichung der Vereinsnamen in der damaligen Tschechoslowakei hieß der Klub ab 1953 TJ Slovan Bratislava ÚNV, ab 1961 TJ Slovan Bratislava CHZJD. Nach der samtenen Revolution 1989/90 wurde der Name in ŠK Slovan Bratislava geändert.

Vereinswappen unter dem Namen TJ Slovan Bratislava CHZJD (1969–1984)

Überblick:

  • 1919–1939 1. ČsŠK Bratislava (1. Československý Športový Klub Bratislava)
  • 1939–1948 ŠK Bratislava (Športový Klub Bratislava)
  • 1948 Sokol Bratislava
  • 1948–1953 Sokol NV Bratislava (Sokol Národný výbor Bratislava)
  • 1953–1961 TJ Slovan Bratislava ÚNV (Televýchoná Jednota Slovan Bratislava Ústredný národný výbor)
  • 1961–1990 TJ Slovan Bratislava CHZJD (Televýchovná Jednota Slovan Bratislava Chemické závody Juraja Dimitrova)
  • seit 1990 ŠK Slovan Bratislava (Športový Klub Slovan Bratislava)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Štát opäť hovorí o výstavbe Národného štadióna. futbal.sme.sk, 14. Dezember 2011, abgerufen am 1. Februar 2012.
  2. Úspechy a trofeje. www.skslovan.com, 31. Januar 2012, abgerufen am 31. Januar 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]