Matthias Strolz

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Matthias Strolz (2013)

Matthias Strolz (* 10. Juni 1973 in Bludenz, Vorarlberg) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker (NEOS). Von 2013 bis 2018 war er Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und dort auch Klubobmann seiner Partei. Er war ab 2012 Gründungsmitglied und Bundesparteivorsitzender der Partei NEOS – Das Neue Österreich, mit der er bei der Nationalratswahl in Österreich 2013 auf Anhieb den Einzug in den Nationalrat erreichte.[1]

Ausbildung und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strolz wuchs in Wald am Arlberg, einem Ortsteil der Gemeinde Dalaas, im Vorarlberger Klostertal auf. Im Jahr 1991 absolvierte er die Matura am Bundesgymnasium Bludenz. Während seiner Schulzeit war er von 1990 bis 1991 Landesschulsprecher von Vorarlberg. Anschließend begann Strolz das Studium der Internationalen Wirtschaftswissenschaften und der Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck; 1994/95 verbrachte er ein Auslandssemester an der Dublin City University. Im Laufe seines Studiums wurde Strolz im Jahr 1996 als Mitglied der AktionsGemeinschaft zum Vorsitzenden der Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck gewählt. In den Jahren 1997 und 1998 arbeitete er zudem als freischaffender Journalist und Publizist und rückte ein Jahr darauf zum Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer ein.

Im Jahr 2000 erlangte Strolz zum einen die Befähigung zum geprüften Unternehmensberater, zum anderen wurde er Trainee bei der Industriellenvereinigung. Nebenbei arbeitete er seit 1997 als freischaffender Trainer und Moderator. Zugleich wurde er parlamentarischer Mitarbeiter des Vorarlberger ÖVP-Nationalratsabgeordneten Karlheinz Kopf. Im Jahr 2003 erlangte er an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt in Wien seinen Doktorgrad mit einer Dissertation zum Thema Organisationsentwicklung.

Im Jahre 2001 gründete Strolz als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen ic2 consulting GmbH. Ab 2008 war er anschließend geschäftsführender Gesellschafter der promitto GmbH.

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine unternehmerischen Tätigkeiten stellte Matthias Strolz im Oktober 2012 ein, als er die Partei NEOS – Das Neue Österreich mitbegründete, zu deren Vorsitzendem er beim Gründungskonvent am 27. Oktober 2012 gewählt wurde.[2] Die neu gegründete Partei ging im Vorfeld der Nationalratswahl 2013 ein Wahlbündnis mit dem Liberalen Forum ein und erreichte bei der Wahl 5,0 % der Stimmen, womit ein Einzug in den Nationalrat ermöglicht wurde.[3]

Am 29. Oktober 2013 wurde Strolz erstmals als Abgeordneter im österreichischen Nationalrat angelobt. Im Parlament fungierte er in der Folge als Klubobmann des Parlamentsklubs von NEOS und LIF. Nach der Fusion von NEOS und LIF zur neuen Partei Neos – Das Neue Österreich und Liberales Forum am 25. Jänner 2014 wurde er von der Mitgliederversammlung erneut zum Parteivorsitzenden gewählt.[4]

Strolz kündigte am 7. Mai 2018 an, Ende Juni 2018 als Parteivorsitzender und in weiterer Folge im Herbst auch als Klubobmann zurückzutreten und aus dem Nationalrat auszuscheiden.[5]

„Ich bin nicht Passagier, ich bin der Pilot meines Lebens. Ich folge dem Ruf meines Herzens.“

Matthias Strolz: Ein Zitat von der Pressekonferenz am 7. Mai 2018 anlässlich seines angekündigten Rücktritts.[6]

Bei einem Parteitag am 23. Juni 2018 wurde er schließlich offiziell als Parteivorsitzender verabschiedet und Beate Meinl-Reisinger von den Delegierten zu seiner Nachfolgerin gewählt.[7] Meinl-Reisinger folgte Strolz im Herbst 2018 auch als Nationalratsabgeordnete und NEOS-Klubobfrau nach. Nach der Nationalratssitzung vom 26. September 2018 schied Matthias Strolz als Nationalratsabgeordneter aus und überließ seiner Nachfolgerin das Mandat.[8]

Musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2018 präsentierte er gemeinsam mit Kurt Razelli im Wiener Flex sein Album Lost in Space.[9] Das Album stieg in der ersten Woche als höchster Neueinsteiger auf Platz 14 der FM4 Charts ein.[10]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strolz ist seit 2005 mit seiner Frau verheiratet und Vater von drei Töchtern. Er wohnt mit seiner Familie in Mauer, einem Teil des 23. Wiener Gemeindebezirks Liesing.[11]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Strolz: Mein neues Österreich: Heimat großer Chancen. Contentkaufmann, Wien 2017, ISBN 978-3-9504371-4-0.
  • Mit Michael Unger (Hrsg.): Matthias Strolz, Michael Unger (Hrsg.): Die mündige Schule: Buntbuch Schulautonomie. Contentkaufmann, Wien 2015, ISBN 978-3-9504027-0-4.
  • Eine pralle Mischung aus Idealismus und Professionalität. In: Thomas Hofer, Barbara Tóth (Hrsg.): Wahl 2013. Macht, Medien, Milliardäre – Analysen zur Nationalratswahl. 2. Auflage. LIT, Wien 2014, ISBN 978-3-643-50549-1, S. 95–105 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Barbara Guwak, Matthias Strolz: Die vierte Kränkung: Wie wir uns in einer chaotischen Welt zurechtfinden. Goldegg Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-902729-98-9.
  • Matthias Strolz: Warum wir Politikern nicht trauen ... und was sie tun müss(t)en, damit sich das ändert. K & S, Wien 2011, ISBN 978-3-218-00821-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Strolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meinl-Reisinger neue NEOS-Chefin. In: news.ORF.at. 23. Juni 2018 (orf.at [abgerufen am 23. Juni 2018]).
  2. Neue Partei NEOS hielt Gründungskonvent ab. Artikel auf DiePresse.com vom 27. Oktober 2012.
  3. Endergebnis der Nationalratswahl 2013 im Webauftritt des BM.I
  4. Geeinte NEOS oder das Ende des Liberalen Forums. Artikel auf DiePresse.com vom 25. Jänner 2014.
  5. NEOS-Chef Strolz tritt zurück. In: ORF.at. 7. Mai 2018, abgerufen am 7. Mai 2018.
  6. "Ich bin der Pilot meines Lebens" In: derStandard.at. Abgerufen am 17. Mai 2018
  7. Marie-Theres Egyed: Meinl-Reisinger mit 94,8 Prozent zur neuen Neos-Chefin gewählt. In: derStandard.at. 23. Juni 2018, abgerufen am 23. Juni 2018.
  8. Walter Hämmerle, Brigitte Pechar: Beginn einer Reise mit kleinem Gepäck. In: Wiener Zeitung. 26. September 2018, abgerufen am 26. September 2018.
  9. orf.at: Matthias Strolz von NEOS ins Flex. Artikel vom 14. Oktober 2018, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  10. Die FM4 Charts vom 20. Oktober - fm4.ORF.at. In: fm4.ORF.at. 20. Oktober 2018 (orf.at [abgerufen am 22. Oktober 2018]).
  11. Ida Metzger: Strolz: „Wollten die Silbermünzenreserven umtauschen“. In: Kurier. 15. September 2013, archiviert vom Original am 21. Oktober 2014; abgerufen am 1. Juni 2017.