Matthias Strolz

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Matthias Strolz (2013)

Matthias Strolz (* 10. Juni 1973 in Bludenz) ist ein österreichischer Politiker. Er ist Gründungsmitglied und Vorsitzender der Partei NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum sowie seit 29. Oktober 2013 Abgeordneter zum Nationalrat.

Ausbildung und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Strolz wurde am 10. Juni 1973 in der Vorarlberger Bezirkshauptstadt Bludenz geboren und wuchs in Wald am Arlberg, einem Ortsteil der Gemeinde Dalaas, im Klostertal auf. Im Jahr 1991 absolvierte Strolz die Matura am Bundesgymnasium Bludenz. Während seiner Schulzeit war er von 1990 bis 1991 Landesschulsprecher von Vorarlberg. Anschließend begann Strolz sowohl das Studium der Internationalen Wirtschaftswissenschaften als auch der Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck, wobei er 1994/95 ein Auslandssemester an der Dublin City University verbrachte. Im Laufe seines Studiums wurde Matthias Strolz im Jahr 1996 als Mitglied der AktionsGemeinschaft zum Vorsitzenden der Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck gewählt. In den Jahren 1997 und 1998 arbeitete Strolz zudem als freischaffender Journalist und Publizist, ehe er ein Jahr darauf zum Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer einrückte.

Im Jahr 2000 erlangte Matthias Strolz zum einen die Befähigung zum geprüften Unternehmensberater, zum anderen wurde er Trainee bei der Industriellenvereinigung, wobei er nebenbei seit 1997 als freischaffender Trainer und Moderator arbeitete. Zugleich wurde Strolz parlamentarischer Mitarbeiter des Vorarlberger ÖVP-Nationalratsabgeordneten Karlheinz Kopf. Im Jahr 2003 erlangte Matthias Strolz an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt in Wien seinen Doktorgrad mit einer Dissertation zum Thema Organisationsentwicklung.

Bereits 2001 gründete Strolz als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen ic2 consulting GmbH, seit 2008 war er anschließend geschäftsführender Gesellschafter der promitto GmbH. Seine unternehmerischen Tätigkeiten stellte er im Oktober 2012 ein, als er die neue Partei NEOS gründete, zu deren Vorsitzendem er beim Gründungskonvent am 27. Oktober 2012 gewählt wurde.[1] Die neu gegründete Partei ging im Vorfeld der Nationalratswahl 2013 ein Wahlbündnis mit dem Liberalen Forum ein und konnte bei der Wahl 5,0 % der Stimmen erreichen, womit ein Einzug in den Nationalrat ermöglicht wurde.[2]

Am 29. Oktober 2013 wurde Matthias Strolz erstmals als Abgeordneter im österreichischen Nationalrat angelobt. Im Parlament fungiert Strolz als Klubobmann des Parlamentsklubs von NEOS und LIF. Nach der Fusion von NEOS und LIF zur neuen Partei Neos – Das Neue Österreich und Liberales Forum am 25. Jänner 2014 wurde Strolz von der Mitgliederversammlung erneut zum Parteivorsitzenden gewählt.[3]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Strolz ist seit 2005 mit seiner Frau Irene verheiratet und Vater von drei Töchtern. Er wohnt mit seiner Familie in Mauer, einem Teil des 23. Wiener Gemeindebezirks Liesing.[4]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Strolz: Mein neues Österreich: Heimat großer Chancen. Contentkaufmann, Wien 2017, ISBN 978-3-9504371-4-0.
  • Matthias Strolz, Michael Unger (Hrsg.): Die mündige Schule: Buntbuch Schulautonomie. Contentkaufmann, Wien 2015, ISBN 978-3-9504027-0-4.
  • Barbara Guwak, Matthias Strolz: Die vierte Kränkung: Wie wir uns in einer chaotischen Welt zurechtfinden. Goldegg Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-902729-98-9.
  • Matthias Strolz: Warum wir Politikern nicht trauen ... und was sie tun müss(t)en, damit sich das ändert. K & S, Wien 2011, ISBN 978-3-218-00821-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Strolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Partei NEOS hielt Gründungskonvent ab. Artikel auf DiePresse.com vom 27. Oktober 2012.
  2. Endergebnis der Nationalratswahl 2013 im Webauftritt des BM.I
  3. Geeinte NEOS oder das Ende des Liberalen Forums. Artikel auf DiePresse.com vom 25. Jänner 2014.
  4. Ida Metzger: Strolz: „Wollten die Silbermünzenreserven umtauschen“. In: Kurier. 15. September 2013, archiviert vom Original am 21. Oktober 2014, abgerufen am 1. Juni 2017.