Mennekrath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mennekrath
Stadt Erkelenz
Koordinaten: 51° 5′ 28″ N, 6° 20′ 26″ O
Höhe: ca. 88 m
Einwohner: 184 (31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 41812
Vorwahl: 02431
Mennekrath (Nordrhein-Westfalen)
Mennekrath

Lage von Mennekrath in Nordrhein-Westfalen

Mennekrath (Bahnunterführung)

Mennekrath ist ein ländlicher Ortsteil der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Südlich, getrennt durch die Eisenbahnlinie und die Autobahn liegt der Weiler Neuhaus. Das Dorf hat 184 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mennekrath liegt in der Erkelenzer Börde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mennekrath liegt im Nordosten von Erkelenz. Umliegende Ortschaften sind im Uhrzeigersinn Rath-Anhoven (Gemeinde Wegberg), Herrath (Stadt Mönchengladbach), der Weiler Etgenbusch, Venrath, Kaulhausen, der Weiler Neuhaus, Terheeg und Erkelenz.

Westlich von dem Dorf entsteht ab 2006 Neu-Borschemich, der neue Standort für die vom Tagebau Garzweiler II verdrängte Ortschaft Borschemich.

Nordwestlich von Mennekrath befindet sich auch das Wasserwerk Mennekrath.

Zwei bedeutende Verkehrswege liegen im Westen des Dorfes; die Eisenbahnlinie Aachen-Düsseldorf und die Autobahn A 46.

Baumschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis vor einigen Jahren lagen große Baumschulen um den Ort, diese sind heute teilweise gerodet. Die Stadt Erkelenz hat die Flächen der noch vorhandenen Baumschulen aufgekauft, um hier in Zukunft einen Stadtwald zu erhalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1309 wurde das Dorf erstmals als Menkenraide urkundlich erwähnt. Mennekrath gehörte zur geldrischen Stadt Erkelenz. Der Propst des Aachener Marienstiftes besaß im Ort Bauernhöfe, die sogenannten Manngüter.

Am 26. Februar 1945 wurde Mennekrath von amerikanischen Soldaten der 102. Infanteriedivision der 9. US-Armee im Zuge der Operation Grenade eingenommen.

Ortsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsnamen gehört zur Gruppe der mittelalterlichen Rodungsnamen. Siedlungen mit einer solchen Endung auf -rath sind im Erkelenzer Raum zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert entstanden.

Im Bestimmungswort ist vermutlich ein Rufname oder Spitzname enthalten, nämlich Mannekin.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch und gehört zur Kapellengemeinde Terheeg, die wiederum Teil der Pfarre St. Lambertus Erkelenz ist. Bis um 1960 stand in dem Dorf eine kleine Kapelle, die dem Heiligen Antonius von Padua geweiht war, sie wurde später abgerissen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Die Mennekrather“, so nennt sich heute das ehemalige Fanfarenkorps Mennekrath.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mathias Baux stammte aus Mennekrath[2] und war von 1544 bis 1558 Stadtschreiber im Rathaus von Erkelenz. Von ihm sind drei Schriften überliefert; die Erkelenzer Chronik, das Erkelenzer Rechtsbuch und eine Geldrische Chronik. Besonders die ersten beiden sind wichtige Quellen für die Geschichte der Stadt. Nach ihm wurde 1969 in der Nähe der Gymnasien eine Straße benannt, der Bauxhof.

Neuhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler Neuhaus (51° 5′ 11″ N, 6° 20′ 28″ O) besteht nur aus wenigen Wohnhäusern. Ein Bauernhof ist nicht vorhanden. Vermutlich ist die Siedlung im 19. Jahrhundert entstanden. Seit den 1960er Jahren stehen am Rand städtische Notunterkünfte. Der Ort hat 67 Einwohner (Stand 30. Juni 2006).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fortschreibung Bevölkerungstand am 31.12.2016 (PDF). In: Internetseite der Stadt Erkelenz. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  2. In einer Urfehde, die Baux am 3. Oktober 1549 für Hanß van Kerpen schreibt, unterfertigt er: Per e Mathiam Baux de Mennekeraid, secretarium, scriptum. – vgl. Die Urkunden des Stadtarchivs Erkelenz, bearb. von Dieter Kastner, Brauweiler 2001, S. 81 (Nr. 145).