Mindener Kreisbahnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mindener Kreisbahnen GmbH
Mindener Kreisbahnen logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1893
Sitz Minden / Westf.
Leitung Johannes Marg (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 51
Website www.mkb.de

Die Mindener Kreisbahnen GmbH (MKB) ist eine Eisenbahngesellschaft, die seit Ende des 19. Jahrhunderts das Gebiet des heutigen Kreises Minden-Lübbecke in der Region Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen erschließt. Zunächst als meterspurige Eisenbahn der dritten Kategorie gebaut, hatte sie die Aufgabe, die wirtschaftlichen und personellen Transportleistungen in den damals noch eigenständigen Kreisen Minden und Lübbecke zu bewältigen und damit auch ein Stück Strukturförderung zu leisten. Im Volksmund ist die Bahn auch unter dem Namen Mindener Kleinbahn bekannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mindener Kreisbahnen
Spurweite: 1000 mm, 1435 mm
Minden–Uchte
Kursbuchstrecke (DB): 106, ex 219m
Streckenlänge: 30 km
Maximale Neigung: 25 
   
-1,2 Minden Bf
   
Strecke von Kleinenbremen
Brücke über Wasserlauf (groß)
Weser
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Hafenbahn
Bahnhof, Station
0,0 Minden Stadt
Bahnhof, Station
1,0 Minden Oberstadt
   
Strecke nach Hille(–Lübbecke)
   
Mittellandkanal
   
3,3 Bierpohl Bedarfshalt
   
4,8 Kutenhausen
   
ehem. Strecke nach Wegholm
   
6,0 Todtenhausen
   
7,6 Graßhoff
   
9,5 Heisterholz
   
10,5 Morhoff Bedarfshalt
   
12,2 Petershagen (Weser)
   
13,1 Bad Hopfenberg Bedarfshalt
   
13,8 Pottmühle Bedarfshalt
   
15,8 Gernheim
   
17,0 Ovenstädt
   
Landesgrenze NRW / Niedersachsen
   
18,1 Glissen
   
19,4 Harrienstedt
   
20,8 Kreuzkrug
   
21,8 Jenhorst
   
24,1 Höfen bei Uchte
   
ehem. Steinhuder Meer-Bahn (1899–1935)
   
Uchte Endbahnhof bis 1910
   
nach Rahden
   
28,4 Uchte
   
ehem. Strecke nach Nienburg
Kutenhausen–Wegholm (1915–1976)
Kursbuchstrecke (DB): ex 219h
Streckenlänge: 10 km
Maximale Neigung: 10 
   
ehem. Strecke von Minden
   
4,8 Kutenhausen
   
ehem. Strecke nach Uchte
   
7,1 Stemmer
   
9,2 Nordholz
   
10,6 Südfelde
   
12,6 Friedewalde
   
15,1 Wegholm
Minden–Hille(–Lübbecke)
Diesellok der MKB auf der Mindener Hafenbahn
Diesellok der MKB auf der Mindener Hafenbahn
Kursbuchstrecke (DB): 107, ex 219n
Streckenlänge: 27 km
Maximale Neigung: 14 
Strecke – geradeaus
Strecke von Kleinenbremen / Minden Bahnhof
Bahnhof, Station
1,0 Minden Oberstadt
   
ehem. Strecke nach Kutenhausen–Uchte
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Hafenbahn (Westhafen)
   
2,1 Minden Hahlerstraße
Haltepunkt, Haltestelle
2,8 Minden Königstor
Brücke über Wasserlauf (groß)
Mittellandkanal
Bahnhof, Station
5,9 Hahlen
Bahnhof, Station
8,8 Hartum
   
11,0 Südhemmern
Haltepunkt, Haltestelle
12,1 Specken Bedarfshalt
   
14,4 Hille
   
Mittellandkanal
   
18,3 Eickhorst
   
19,6 Husen Bedarfshalt
   
20,5 Nettelstedt
   
21,6 Landwehr Bedarfshalt
   
23,0 Eilhausen Bedarfshalt
   
23,8 Gehlenbeck (Kr Lübbecke)
   
26,9 Lübbecke Stadt
   
Ravensberger Bahn nach Rahden
Bahnhof, Station
27,9 Lübbecke (Westf)
Strecke – geradeaus
Ravensberger Bahn nach Bünde
Minden–Kleinenbremen
Zug der Museumseisenbahn in Kleinenbremen
Zug der Museumseisenbahn in Kleinenbremen
Kursbuchstrecke (DB): ex 219k
Streckenlänge: 14 km
Maximale Neigung: 28 
Strecke – geradeaus
von Hille / Uchte
Bahnhof, Station
1,0 Minden Oberstadt
   
0,0 Minden Stadt
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Hafenbahn
Brücke über Wasserlauf (groß)
Weser
   
nach Minden Bahnhof bis 1957
Bahnhof, Station
1,6 Friedrich-Wilhelm-Straße
Planfreie Kreuzung – oben
Bahnstrecke Hannover–Minden
   
3,9 Dankersen
   
Bad Eilsener Kleinbahn, 1919–1922
   
Mindener Straßenbahn
   
4,8 Meißen-Notthorn
   
6,0 Meißen Endpunkt Straßenbahn
Haltepunkt, Haltestelle
8,2 Nammen Bad
   
9,5 Nammen Dorf
   
10,9 Nammen Grube
   
11,8 Wülpke
   
13,0 Kleinenbremen Haltestelle
   
13,7 Kleinenbremen
   
Anschluss Grube Wohlverwahrt
Haltepunkt, Haltestelle
14,0 Eingang Besucherbergwerk
   
Grube Wohlverwahrt/Besucherbergwerk

Die Gründung der Mindener Kreisbahnen folgt dem Preußischen Kleinbahngesetz von 1892. Dies Konjunktur- und Strukturförderungsgesetz für bevölkerungsarme Regionen der preußischen Provinzen regelte in allen Einzelheiten die Verfahren und Zuständigkeiten für die Genehmigung von Bau und Betrieb von Kleinbahnen. Dieser dritte Wortbegriff neben Haupt- und Nebenbahnen entstand für Bahnen, die die Fläche erschlossen.

In Minden reagierte man besonders schnell. Schon 1893 wurde eine Dampfstraßenbahn nach Porta Westfalica gebaut, um das dort in Bau befindliche Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu erschließen (Porta selbst hatte nur einen Bahnhof für den Personenzugverkehr).

Die weitere Erschließung des Mindener Landes nahm dann nicht die Mindener Straßenbahn, sondern eine vom Kreis gegründete Kleinbahngesellschaft vor, die 1898 die erste Strecke nach Uchte eröffnete. In den folgenden Jahren bis 1921 folgten die Strecken nach Lübbecke, Wegholm und schließlich nach Kleinenbremen (Erzbahn). Ab 1902 fuhren die Kleinbahnzüge nach Uchte, später auch nach Lübbecke vom Kreisbahnhof in unmittelbarer Nähe des Staatsbahnhofes Minden.

Die Verwaltung des Kreises Minden als Betreiber der MKB eröffnete folgende Linien:

Eröffnungsdatum
Länge
Strecke
1898 30,2 km Minden Übergabebahnhof (Friedrich-Wilhelm-Straße)
–Stadtbahnhof–KutenhausenPetershagen–Uchte
1902 1,2 km Minden Staatsbahn–Minden Stadt
1903–1907 26,9 km Minden–Lübbecke, zunächst bis Eickhorst
1915 10,3 km Kutenhausen–Friedewalde–Wegholm
1918–1921 12,2 km Minden Übergabebahnhof–Kleinenbremen, zunächst bis Nammen

Der Personenbahnhof Friedrich-Wilhelm-Straße wurde im Zusammenhang mit der Aufnahme des Personenverkehrs auf der Strecke nach Nammen 1919 eröffnet. Wegen der Mitbenutzung dieser Strecke durch die normalspurige Bad Eilsener Kleinbahn (1919–1922) wurde der Abschnitt bis Notthorn bereits mit drei Schienen ausgestattet.[1]

Damit waren rund 80 km Strecke in der alten Spurbreite 1000 mm gelegt worden, die günstigste Erschließungskosten durch kleineren Kurvenradius und damit weniger Landankauf und nicht so aufwändigen Bahndammbau versprach. Profitiert von der Kleinbahn hat in erster Linie die Landwirtschaft, kam doch jetzt der Kunstdünger kostengünstig ins Land Minden und landwirtschaftliche Produkte zu den Endverbrauchern. Zudem hatten die Mindener Kreisbahnen Anschluss an die wichtigsten Staatsbahnstrecken in Minden, Lübbecke und Uchte und konnte über diese Verknüpfung weitere Kunden erreichen. In Uchte bestand darüber hinaus bis 1935 eine Verbindung zur ebenfalls meterspurigen Steinhuder Meer-Bahn.

In Minden gestaltete sich der direkte Anschluss an die Staatsbahn am Bahnhof Minden (Westfalen) von Anfang an als Problem. Nachdem die ersten Personenzüge im Bahnhof Minden-Stadt auf dem linken Weserufer begannen, entstand 1902 der damals als „Kleinbahnhof“ bezeichnete Bahnhof Minden Staatsbahn (bzw. Reichsbahn) in Höhe des Gebäudes der ehemaligen Oberpostdirektion Minden in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof der Staatsbahn an der Kaiserstraße. Da die Strecke vom Stadtbahnhof zum Bahnhof Minden Staatsbahn nicht umgespurt wurde, konnten regelspurige Personenzüge, die es ab 1950 auch auf der Strecke nach Uchte gab, den Bahnhof an der Staatsbahn nicht mehr anfahren und endeten in Minden-Stadt, zwischen den beiden Bahnhöfen verkehrten Busse. Nachdem auch die Strecke nach Lübbecke umgespurt war, wurde der Kreisbahnhof am Staatsbahnhof 1956 aufgegeben.

Ab 1914 versuchten die Mindener Kreisbahnen mit dem Erwerb und Bau mehrerer Hafenbahnen die Verknüpfung zwischen Schiene und Schiff zu erreichen. Die ansässige Industrie schloss sich mit Schienenanschlüssen an die MKB an, und gewann so den Anschluss an die Staatsbahn und damit an deutschlandweiten Verkehr. Die Haltepunkte Meißen-Notthorn (ab Dezember 1929) und Meißen (Dezember 1930) wurden bis 1956 von der Straßenbahn mitbenutzt.

Die Fahrzeit betrug 1939 laut Kursbuch[2] ab Minden Reichsbahnhof bis Lübbecke oder Uchte etwa 70 bis 80 Minuten. Ab Minden Stadt brauchten die Züge bis Kleinenbremen rund 40 Minuten.

Die Meterspur erwies sich recht bald als Hindernis. Durch die Umladung in Wagen für regelspurige Gleise verlor der Transport der Güter Zeit. Daher wurde das Netz der MKB von 1924 bis 1957 etappenweise auf die Normalspur umgestellt. Dazu wurde auf den Kernstrecken zunächst ein dreischieniger Betrieb eingerichtet.

Doch gleichzeitig nahm der Individualverkehr zu, und die Nebenbahnen verloren gegenüber den damals als schneller, moderner und preisgünstiger betrachteten Überlandbussen ihr Ansehen. Zunächst wurden einzelne Fahrten der Kreisbahn durch Busse ersetzt, dann wurden nacheinander die Linien für den Personenverkehr eingestellt.

Einstellungsdatum
Länge
Strecke
1957 1,2 km Minden Bundesbahnhof–Minden Stadt (wurde nicht auf Normalspur umgestellt)
1959 10,3 km Kutenhausen–Wegholm
30.9.1962 14,0 km Minden–Kleinenbremen
1967 29,7 km Petershagen–Uchte und Hille–Lübbecke
26.5.1974 25,6 km Minden–Petershagen
29.9.1974 12,3 km Minden–Hille

Auch im Güterverkehr wurden Streckenabschnitte nicht mehr bedient und anschließend stillgelegt.

Einstellungsdatum
Länge
Strecke
1957 1,2 km Minden Bundesbahnhof–Minden Stadt (wurde nicht auf Normalspur umgestellt)
30.9.1973 Petershagen–Uchte
1.12.1980 Kutenhausen–Petershagen
31.5.1999 Minden–Kutenhausen (offizielle Stilllegung 2007)

Auf der Strecke Minden–Uchte verkehrten letztmals im September 1977 Personenzüge (Dampf) im Rahmen von Sonderfahrten. An vielen Orten wurden die Gleise entfernt. Teile der ehemaligen Trassen wurden für den Bau von Radfernwegen verwendet, zum Beispiel im Bereich Petershagen (Strecke Minden–Uchte) für den Weserradweg und die Mühlenroute.

Im Gegensatz zu anderen Kleinbahnen bestehen die Mindener Kreisbahnen jedoch weiterhin, wenn auch zeitweise vor allem durch den Busverkehr.

Auf dem restlichen Schienennetz (2002: 48 km) der MKB wurde abschnittsweise noch Güterverkehr durchgeführt.

Seit 1997 war es durch die Bahnreform für die MKB möglich, bundesweit Güterverkehr auf den Strecken der Deutschen Bahn durchzuführen.

Seit Dezember 2007 ist es der MKB durch den Gewinn der Streckenausschreibung auf dem „Teutoburger-Wald-Netz“ und die Gründung der Westfalenbahn GmbH (mit drei Partnern) möglich, den Personenverkehr auf der Schiene wieder aufzunehmen.

2015 baute die Mindener Kreisbahnen auf ihrem Gelände an der Karlstraße eine neue Wartungshalle für die Züge der Westfalenbahn. Die Halle wird als Bahnbetriebswerks Minden II bezeichnet. Das Gebäude ist eine Erweiterung und Umbau des alten Lok- bzw. Busschuppens an der gleichen Stelle. Hier entstehen 15 Arbeitsplätze.[3] Die Haupthalle ist 173 Meter lang und setzt sich aus einem Alt- und einem Neubau zusammen. Im inneren befindet sich ein Grubengleis mit Dacharbeitsbühne sowie ein weiteres Instandhaltungs- und Messgleis.[4]

Kapitalformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Mindener Kreisbahnen zunächst ein Eigenbetrieb des Kreises Minden war, wurde sie 1978 in eine GmbH umgewandelt, die damit auch eigenständig arbeitet. Durch die Gründung der zwei Tochtergesellschaften wurde es zur Unternehmensgruppe, die mit rund 100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 12 Millionen Euro erwirtschaftet. Auf den Geschäftsbereich Eisenbahn entfallen dabei ein Transportaufkommen von 505.000 Tonnen bzw. eine Transportleistung von 89.530.000 Tonnenkilometern.

Streckennetz heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Streckennetz der Mindener Kreisbahnen wurde im Laufe der Jahre zunehmend reduziert: Aus dem rund 80 km langen Kleinbahnnetz wurde ein nur noch rund 40 km langes Netz, welches im Wesentlichen aus den ehemaligen Stammstrecken nach Kleinenbremen und nach Hille besteht. Damit gibt es einen Streckenast östlich der Weser und einen Ast westlich der Weser. Über die Weser sind sie verbunden mit der Kleinbahnbrücke in Minden. Außerdem umfasst das Gleisbett den kompletten Mindener Hafen.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrolok der Mindener Kreisbahn

In ihrer Geschichte hatte die Mindener Kreisbahn über 402 Schienenfahrzeuge: 30 Dampflokomotiven, 10 Triebwagen, 16 Dieselloks, 52 Personen- und Packwagen, 138 schmalspurige Güterwagen, 96 Rollböcke und 60 normalspurige Güterwagen.

Die Museums-Eisenbahn Minden (MEM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museumszug bei Hille-Hartum (2007)
Fahrkarte der Museums-Eisenbahn Minden

Die Museums-Eisenbahn Minden (MEM) ist ein Verein, der auf den Schienen der ehemaligen Wittlager Kreisbahn (heute VLO, Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück) und auf den Strecken der Mindener Kreisbahnen (MKB) einen musealen Eisenbahnverkehr mit historischem Wagenpark betreibt.

Zu besonderen Anlässen (wie dem 100. Jubiläum der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn im Juni 2012) sind Züge der MEM auch auf Strecken befreundeter Eisenbahnvereine im Einsatz.

Geschichte der Museums-Eisenbahn Minden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1977 wurde der Verein Museums-Eisenbahn Minden (MEM) aus den Mindener und Preußisch Oldendorfer Arbeitsgruppen der Dampfeisenbahn Weserbergland (DEW), die bereits ab 1974 auf den WKB- und MKB-Strecken Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen veranstalteten, heraus gegründet. Ziel war es, historische Eisenbahnfahrzeuge zu erhalten und im Betrieb zu zeigen. Bald wurde der erste Museumszug mit einer Diesellok auf die Strecke geschickt. Gefahren wird auf den Strecken der Mindener Kreisbahnen und der Wittlager Kreisbahn. An den beiden Standorten Minden und Preußisch Oldendorf gibt es je eine Fahrzeughalle. In den Jahren 1991 bis 2002 wurde zudem auch auf der Strecke Rahden–Uchte gefahren, bevor sich die dortige Gruppe von der MEM trennte und als Museumseisenbahn Rahden-Uchte e.V. selbständig wurde. Ein Teil der dort eingesetzten Fahrzeuge ging in den Besitz des neuen Vereins über, der T 2 und einige Wagen befinden sich noch im MEM-Besitz.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Gründungsjahr kam die erste Dampflok von der DEW zur MEM, die „Mevissen 4“. In den folgenden Jahren wurde der Dampflokbestand immer weiter ausgebaut, so kamen noch im gleichen Jahr die Dampfloks „Alice Heye“ und die preußische T 13 „Stettin 7906“ (ehemals 92 638) von der VEB Erfurter Industriebahn hinzu. Im Jahr 1981 kam noch die Dampflok 89 6237 hinzu, im Jahre 1991 folgte die Dampflok 86 744 und seit dem Jahr 2000 dampft nun die T 11 „Hannover 7512“ vor dem Preußenzug der MEM.

Derzeit verfügt die MEM über sieben Dampflokomotiven (eine betriebsfähig), sechs Diesellokomotiven (vier betriebsfähig) und zwei Dieseltriebwagen (nicht betriebsfähig).

Loknummer (MEM) Bauart Hersteller/Baujahr Bei der MEM seit Standort
Dampflokomotiven:
7512 HANNOVER (pr. T 11) 1'C n2t UNION, Königsberg 1908 2000 Kesselschaden, Minden
7906 STETTIN (pr. T 13) D n2t UNION, Königsberg 1912 1977 betriebsfähig, Minden
7371 SAARBRÜCKEN (pr. T 9.3) 1'C n2t Hohenzollern, Düsseldorf 1907 2004 in Wiederaufbau
86 744 1'D 1' h2t Orenstein & Koppel, Berlin 1942 1991 abgestellt in Pr. Oldendorf
89 6237 C n2t Linke-Hofmann, Breslau 1924 1981 abgestellt in Pr. Oldendorf
Mevissen 4 C h2t Krupp, Essen 1952 1977 abgestellt in Minden
Alice Heye B n2t Hohenzollern, Düsseldorf 1910 1977 abgestellt in Pr. Oldendorf
Diesellokomotiven:
DL 2 Achsfolge C MaK, Kiel 1958 1997 betriebsfähig, Pr. Oldendorf
V 3 Achsfolge B Windhoff, Rheine 1946 1988 betriebsfähig, Minden
V 4 Achsfolge B Jung, Jungenthal 1934 1994 betriebsfähig, Pr. Oldendorf
V 5 Achsfolge B Deutz, Köln 1936 1977 in Aufarbeitung, Minden
Rangiertrecker 1 Achsfolge B Windhoff, Rheine 1938 1984 betriebsfähig, Minden
Breuer Achsfolge B Breuer, Frankfurt 1954 1999 in Aufarbeitung, Minden
Dieseltriebwagen:
T 1 Achsfolge AA Waggonfabrik Wismar 1933 1978 betriebsfähig, Pr. Oldendorf
T 2 Achsfolge A1 Waggonfabrik Uerdingen/Umbau Moerser Kreisbahn 1953 1984 noch immer in Rahden

Busverkehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MKB-MühlenkreisBus GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo MühlenkreisBus GmbH

Als ein Standbein der Mindener Kreisbahn dient der Omnibusverkehr, der neben den Linien im Verlauf der alten Strecken auch darüber hinausgehende Linien bedient. Die erste über das Eisenbahnnetz hinausgehende Linie wurde 1948 von Minden nach Rinteln eingerichtet. 2002 summierte sich die Länge der Buslinien auf rund 600 km. Seit Oktober 2008 trägt die Omnibustochter den Namen MKB-MühlenkreisBus GmbH. Im Dezember 2009 übernahm die Gesellschaft von der Busverkehr Ostwestfalen GmbH circa 20 Buslinien im Bereich Lübbecke.

WeserBus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der WeserBus ist ein ÖPNV-Verkehrskonzept für die Stadt Petershagen. Das System besteht aus 14 Buslinien und 4 TaxiBus-Linien. Die Linien werden überwiegend im Stunden-Takt bedient.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Schütte, Werner Schütte: Die Mindener Kreisbahnen. Uhle & Kleimann, Lübbecke 1990, ISBN 3-922657-77-X.
  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 6: Nordrhein-Westfalen (Nordöstlicher Teil). EK-Verlag, Freiburg 2000, ISBN 3-88255-664-1, S. 9–56.
  • Bau und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 50: Stadt Minden, bearbeitet von Fred Kaspar und Ulf Dietrich Korn, Teil V: Minden ausserhalb der Stadtmauern, Teilband 2, S. 1721–1744, Hrsg.: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Klartext Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-635-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mindener Kreisbahnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Museums-Eisenbahn Minden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bau und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 50: Stadt Minden, Teil V Minden ausserhalb der Stadtmauern, S. 1726, 1731
  2. Kursbuch Sommer 1939
  3. Mindener Tageblatt: Neue Wartungshalle für die Westfalenbahn fast fertig gestellt Ausgabe vom 5. Mai 2015, abgerufen am 5. Mai 2015
  4. Neue Westfälische: Die Westfalenbahn fährt jetzt doppelstöckig Ausgabe vom 8. August 2015, abgerufen am 12. Dezember 2015