Museo Revoltella – Galleria d’Arte Moderna

Das Civico Museo Revoltella – Galleria d’Arte Moderna (deutsch: Städtisches Museum Revoltella – Galerie für Moderne Kunst) ist das größte kunsthistorische Museum der norditalienischen Stadt Triest. Es wurde 1872 aus dem Nachlass des Triester Barons Pasquale Revoltella gegründet und umfasst neben der historischen Einrichtung und der Kunstsammlung des Barons auch weitere Werke aus dem 19. und 20. Jahrhunderts.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Museum wurde 1872 aus dem Nachlass des Triester Barons Pasquale Revoltella gegründet und befindet sich in dessen ehemaligen Stadtresidenz, dem Palazzo Revoltella, im Stadtviertel Borgo Giuseppino. Revoltella ließ sein Palais bereits zu Lebzeiten so konzipieren, dass es später als Museum genutzt werden konnte.[1]
Bei seinem Tod 1869 vermachte Revoltella der Stadt Triest auch seinen Stadtpalast und die darin enthaltene Kunstsammlung mit der Auflage, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Da eine Klausel der Schenkung bestimmte, dass alle zeitgenössischen Kunstrichtungen durch entsprechende Ankäufe berücksichtigt werden müssen, umfasst das Museum neben den historischen Wohn- und Gesellschaftsräumen die Kunstsammlung des Barons, ergänzt um Werke des späten 19. und 20. Jahrhunderts.
Auf der Suche nach neuen Räumen für die stetig wachsende Sammlung erwarb die Stadt Triest 1907 den benachbarten Palazzo Brunner und später den daran angrenzenden Palazzo Basevi, so dass sich die Räumlichkeiten des Museums heute über einen kompletten Gebäudeblock erstrecken.
Erst 1963 wurde mit der Renovierung und dem Umbau der beiden zusätzlich erworbenen Gebäude begonnen. Das Projekt wurde dem italienischen Architekten Carlo Scarpa übertragen, aber erst nach dessen Tod 1992 vollendet.
Die gegenwärtige Ausstellung des Museums umfasst rund 350 Werke, die auf knapp 40 Räume und sechs Stockwerke verteilt sind.


Die Sammlung (Auszug)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemälde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Tito Agujari: Ritratto di Pasquale Revoltella, Öl auf Leinwand, 1862
- Afro Basaldella: Ricercarii, 1952
- Giuseppe Capogrossi: Surface 322, 1959
- Ladislao de Gauss – Riva del mare, Aquarell, 1950
- Carlo Carrà: Donna al mare, Öl auf Leinwand, 1931
- Felice Casorati: Meriggio, Öl auf Holz, 1923
- Giorgio de Chirico: Gladiatori, Öl auf Leinwand, 1932
- Cesare Dell’Acqua: La dedizione di Trieste all'Austria nel 1382, Beginn der Schutzherrschaft Österreichs über Triest, Öl auf Leinwand, 1855/1856
- Cesare Dell’Acqua: La proclamazione del Porto Franco nel 1719, Rekonstruktion der Erhebung Triests zum Freihafen, Öl auf Leinwand, 1855/1856
- Antonio Rotta – Vecchia Nonna, Öl auf Leinwand, 1869
- Antonio Rotta – Meditation, Öl auf Leinwand, 1860
- Otto von Faber du Faur: Rückkehr vom Rußlandzug, Öl auf Leinwand
- Pietro Magni: Il taglio dell'istmo di Suez (zur Eröffnung des Suezkanals), 1863
- Giorgio Morandi: Paesaggio, 1944
- Giuseppe De Nittis: Signora col cane, 1878
- Gaetano Previati: Il giorno sveglia la notte, Öl auf Leinwand, 1905
- Alberto Rieger: Palazzo Revoltella, 1865
- Mario Sironi: Il pastore, Öl auf Leinwand, 1932
- Carl Frithjof Smith: Nach der ersten Communion, 1892
- Franz von Stuck: Neckerei, Öl auf Leinwand, 1909
- Giuseppe Tominz: Autoritratto, Selbstporträt, 1830
- Emilio Vedova: Ciclo della Protesta, 1956
- Carlo Wostry: Scena Boschereccia, 1902
- Cesare Saccaggi: Preludio, 1914
Skulpturen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Donato Barcaglia: Donna che trattiene il tempo, Marmor, 1875
- Pietro Magni: La ninfa di Aurisina (Allegorie auf den Bau eines Aquäduktes in Triest), Marmor, 1858
- Domenico Trentacoste: La derelitta, 1893
Leitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Direktoren des Museums waren und sind:
- Augusto Tominz (1872–1883)
- Alfredo Tominz (1883–1926)
- Piero Sticotti (1927–1929)
- Edgardo Sambo (1929–1956)
- Giulio Montero (1960–1989)
- Maria Masau Dan (1992)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Maria Masau Dan und Susanna Gregorat (Hg.): Museo Revoltella. Il Palazzo baronale. Comune di Triest 2022. ISBN 978-8-89808805-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Dan / Gregorat: Museo Revoltella, S. 56.
Koordinaten: 45° 38′ 49″ N, 13° 45′ 47″ O