Mutter, der Mann mit dem Koks ist da (Falco-Lied)

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Mutter, der Mann mit dem Koks ist da ist eine Single des österreichischen Musikers Falco aus dem Jahr 1996. Der Titel beruht auf dem gleichnamigen Alt-Berliner Gassenhauer Mutter, der Mann mit dem Koks ist da aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, hat mit diesem allerdings lediglich den Text des Refrains gemein. Musikalisch besteht zwischen den beiden Liedern kein Zusammenhang. Geschrieben wurde das Lied von Peter Hoffmann, Franz Plasa und Edgar „Eddy“ Höfler.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Falco im Sommer 1992 sein letztes Album Nachtflug veröffentlicht hatte, zog er sich für einige Jahre zurück. Gegen Ende 1994 begann er, sein musikalisches Comeback vorzubereiten. Als er einige Songs, darunter beispielsweise Push! Push! und Europa in einem noch unvollendeten Zustand seiner Plattenfirma vorführte, kam diese auf die Idee, Falcos Stil dem Dance zuzurichten.

Im Februar 1996[1] wurde die Single Mutter, der Mann mit dem Koks ist da veröffentlicht. Um dem hohen Erwartungsdruck der Medien zu entgehen, wählte Falco als Interpret das Pseudonym T>MA (später wurde es zu T>MA a.k.a Falco erweitert). Produziert wurde der Titel von Eddy Höfler, Peter Hoffmann und Franz Plasa. Auch der Berliner Produzent George Glueck war beteiligt.[2] Falco spielt im Text dieses Liedes, das durch schnelle Dance-Beats gekennzeichnet ist, mit den Doppelbedeutungen der Worte „Koks“ (hier als Kokain) und dem Kohleprodukt „Koks“ und er spielt auch mit dem Wort Kohle welches auf das Koks (Kohleprodukt) und auf das Geld anspielt (als umgangssprachliche Bezeichnung).

Angesichts der ungewohnten musikalischen Stilrichtung erzielte die Single einen respektablen Erfolg. In den europäischen Charts kam Mutter, der Mann mit dem Koks ist da bis auf Platz 25. In Österreich stieg die Single bis auf Platz 3, in Deutschland erreichte sie Platz 11.

Es war Falcos vorletzte Single, die sich zu seinen Lebzeiten in den Charts befand. Falco starb 1998 bei einem Autounfall.

Ende Dezember 2012 veröffentlichte die deutsche Dark-Metal-Band Eisregen eine Coverversion des Songs auf ihrer Kompilation Krebskollektion.[3]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Entschuldige George, dass es so lange gedauert hat, aber ich war draußen, Gartenzwerge abschießen“, berichtet Falco am Telefon George Glueck, welcher dies in das Musikvideo einbaute.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VÖ-Datum
  2. a b Peter Lanz: Falco. Die Biographie. Ueberreuter, Wien 2007, ISBN 978-3-8000-7281-1, S. 229.
  3. Eisregen, Details zum Doppelalbumg Krebskollektion bei Metal 4, 9. November 2012 (Memento vom 26. November 2012 im Internet Archive)