Neuropsychoanalyse

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Neuropsychoanalyse (NPSA) (früher: Neuro-Psychoanalyse) ist eine von Neurowissenschaftlern zur Zeit der Jahrtausendwende etablierte Forschungsdisziplin, die neurowissenschaftliche und psychoanalytische Erkenntnis zu verknüpfen sucht. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das in der über 100-jährigen Geschichte der Psychoanalyse zusammengetragene Verständnis von der Funktion der menschlichen Seele und der Frage, wie Menschen denken, fühlen und zu ihrem Verhalten kommen, auf ihre neurobiologischen Grundlagen zu überprüfen.[1] Von der Existenz einer materiellen Basis für diese Vorgänge war Sigmund Freud bereits in den Anfängen seines Schaffens überzeugt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmund Freud LIFE.jpg
Unterschrift Sigmund Freud

Die Neuropsychoanalyse ist eine interdisziplinäre und noch junge wissenschaftliche Disziplin, deren Wurzeln sich bei Sigmund Freud finden. Im Jahr 2015 veröffentlichte die Zeitschrift neuropsychiatrie[2] ein Streitgespräch zwischen den beiden Psychoanalytikern Stephan Doering und August Ruhs und mit ihnen einem Befürworter (Doering) und einem Kritiker (Ruhs) der Neuropsychoanalyse.[3] Anlässlich dieses Gespräches zitierte Döring Freud aus seiner im Jahr 1920 verfassten Schrift Jenseits des Lustprinzips:

„Hingegen wollen wir uns recht klar machen, dass die Unsicherheiten unserer Spekulation zu einem hohen Grade durch die Nötigung gesteigert wurde, Anleihen bei der biologischen Wissenschaft zu machen. Die Biologie ist wahrlich ein Reich der unbegrenzten Möglichkeiten, wir haben die überraschendsten Aufklärungen von ihr zu erwarten und können nicht erraten, welche Antworten sie auf die von uns gestellten Fragen einige Jahrzehnte später geben würde. Vielleicht gerade solche, durch die unser ganzer künstlicher Bau von Hypothesen umgeblasen wird.“

Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzips (1920)[4]

Freud war stets überzeugt, seine Beobachtungen und das daraus abgeleitete Verständnis vom – wie er es nannte – „psychischen Apparat“[5] würden eines Tages durch biologische Befunde bestätigt und damit abgesichert oder widerlegt werden. Doering erinnerte daran, dass zu Freuds Zeiten die heutigen Mittel noch nicht zur Verfügung standen und beklagte, dass trotz fortschreitender Entwicklung der Forschungsmethoden „neuropsychoanalytische Überlegungen“ lange Jahre „marginalisiert und als biologistisch und reduktionistisch abgelehnt“ wurden.[6] Die Neurowissenschaften, „die Sigmund Freud von seinem Sockel“ gestürzt hätten, würden nun mit ihrer wissenschaftlichen „Avantgarde wieder Interesse an den Ideen des Stammvaters der Psychoanalyse“ entwickeln, so die Journalistin Beate Lakotta im Spiegel.[7]

Der Neurobiologe und Nobelpreisträger Eric Kandel hatte bereits 1979 gefordert, „die Psychoanalyse müsse sich den neurowissenschaftlichen Einsichten stellen, wenn sie in Zukunft noch eine produktive Rolle auf den Gebieten der Psychotherapie, der Psychiatrie und der Erforschung menschlichen Verhaltens spielen wolle“.[5][8] Auch wenn Einzelne ihrer Zeit voraus waren, dauerte es noch 20 Jahre, bis sich eine systematische Zusammenarbeit etablierte.

Zu den Gründervätern, die bestrebt waren, der internationalen Kooperation von Neurowissenschaft und Psychoanalyse eine gemeinsame Plattform zu geben, gehört der südafrikanische Psychiater und Psychoanalytiker Mark Solms.[6] Als Leiter der Abteilung für Neuropsychologie am Groote Schuur Krankenhaus in Kapstadt und Professor für Psychiatrie am Mount Sinai Hospital in New York hatte Solms sämtliche neurowissenschaftlichen Werke von Freud ins Englische übersetzt und herausgegeben. 1999 gründete er die zweimal jährlich bei Routledge erscheinende Fachzeitschrift Neuropsychoanalysis.[9] Ihrem wissenschaftlichen Beirat gehören unter anderem die Hirnforscher Wolf Singer und Antonio Damasio an. Schließlich initiierte Solms die Gründung einer Fachgesellschaft,[10] war im Jahr 2000 ihr Gründungspräsident und band die neue Fachzeitschrift als ihr offizielles Organ ein. Den Vorsitz der Fachgesellschaft übernahm er gemeinsam mit Cristina Alberini,[11] einer Professorin für Neurowissenschaften an der New Yorker Universität.[12]

Noch gilt die Neuropsychoanalyse bisher lediglich als neue Fachwissenschaft und nicht als eigenständige medizinische Fachdisziplin.[13] Ruhs kritisierte sie als „Modeerscheinung“.[14] Mit der Begründung einer eigenen wissenschaftlichen Community und einer Fachgesellschaft, die internationale Kongresse organisiert und eine Fachzeitschrift herausgibt, habe sie sich gleichwohl „als eine eigene translationale wissenschaftliche Disziplin entwickelt“, wie Doering betonte.[6] Die translationale Medizin ist ebenfalls ein noch junges Fach. In Deutschland wird sie beispielsweise seit 2018 vom Land Bayern an der Würzburger Universität durch die Einrichtung zweier sogenannter Elitestudiengänge – Translational Medicine und Translational Neuroscience – gefördert.[15]

Das Verhältnis von Psychoanalyse und Neurowissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August Ruhs beschrieb im Gespräch mit Doering das Dilemma der Psychoanalyse in ihrem Verhältnis zur Neuropsychoanalyse. Er sah eine Minderheit von Befürwortern, die sich von den Neurowissenschaften eine „Aufwertung der als unwissenschaftlich kritisierten Psychoanalyse“ verspreche und eine Mehrheit von Gegnern, die sich ihr als „Neuroskeptiker“ entgegenstelle.[16] Dabei positionierte er sich selbst:

„Ich sehe eine Überbewertung biologischer Vererbung gegenüber sozialer Entwicklung. Wir steuern in Richtung einer Vorherrschaft der Naturwissenschaften über die Geistes- und Sozialwissenschaften, die auf eine Gegenüberstellung von Biologie und Psychoanalyse hinausläuft. Die Psychoanalyse versteht die Menschwerdung als einen Entwicklungsprozess mit lebensgeschichtlichem Charakter und betont die Kultur, nicht die Natur in der Wesensbestimmtheit. Die Menschwerdung ist kein evolutionärer Prozess, sondern Folge einer Entwicklungshemmung: gegenüber anderen Lebewesen sind wir unausgereift und instinktarm – ein Mangel an Natur, der durch kulturelle Prägung Ersatz findet.“

August Ruhs: Interview 2015[16]

Bei aller Hoffnung, die Freud in die naturwissenschaftliche Biologie setzte, war auch ihm seine Kulturtheorie stets wichtiger als alles Andere. Als Therapie verstand er die Psychoanalyse als eine unter vielen, ihre Kulturtheorie aber unterscheide sie von allen anderen.

Als Kritiker mahnte Ruhs an, die Befunde der Psychoanalyse auf eine Weise zu operationalisieren, die mit ihrer ganz anderen Methodologie auch kompatibel sei. Dies geschehe seiner Einschätzung nach zum Teil nicht. Andernfalls wären verzerrte Effekte zu erwarten.[16] Der Neurophysiologe und Psychoanalytiker Mauro Mancia[17] mahnte bei aller Befürwortung der Neuropsychoanalyse, einen grundlegenden Unterschied zwischen beiden Disziplinen nicht aus dem Auge zu verlieren:

„Die Neurowissenschaften beruhen auf einer Logik des Erklärens, während die Psychoanalyse vor allem durch eine Logik des Verstehens gekennzeichnet ist.“

Doering als erklärter Befürworter der Neuropsychoanalyse verwies darauf, dass für manche Konzepte von Freud, wie beispielsweise jenes vom Unbewussten, der wissenschaftliche Nachweis längst mit einer „eindrucksvolle[n] Menge an empirischen Forschungsergebnissen“ erbracht sei. Dazu gehören unter anderem die Arbeiten von Heather Berlin, einer Professorin für Psychiatrie an der Mount Sinai School of Medicine in New York.[19] Durch diese Arbeiten sei bekannt, dass es für das Unbewusste keinen Ort im Gehirn gebe. Vielmehr laufe ein „Großteil der Hirntätigkeit unbewusst“ ab, woran viele Netzwerke beteiligt seien.[14] Auch lägen inzwischen sogenannte Outcome-Studien vor, die zeigen, dass sich durch Psychotherapie „Anomalien der Hirnfunktion normalisieren können“, wenngleich, wie Ruhs kritisch anmerkte, das Subjektive „nicht auf das Objektive reduziert werden“ könne.[14]

Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International Neuropsychoanalysis Society
Zweck: Förderung der Zusammenarbeit von Neurowissenschaften und Psychoanalyse
Vorsitz: Mark Solms, Cristina Alberini
Gründungsdatum: 2000
Sitz: London
Website: The International Neuropsychoanalysis Society

Neuropsychoanalysis (NPSA)[20] als ein internationales Netzwerk von Non-Profit-Organisationen[21] gliedert sich organisatorisch in eine internationale Fachgesellschaft (Society),[22] in zahlreiche regionale und spezialisierte Gruppen[23] und einen Dachverband (Association).[24]

Im Jahr 1999 begannen verschiedene Vorbereitungen, um für das Fach angemessene Organisationsstrukturen zu schaffen.[24] So wurde in einem ersten Schritt im Juni 2000 eine Fachgesellschaft mit Namen The International Neuropsychoanalysis Society gegründet, die ihren Mitgliedern einen Rahmen für ihre wissenschaftlichen Aktivitäten gab. Die bereits zuvor gegründete Fachzeitschrift wurde offizielles Organ und erste Kongresse und Fachvorträge organisiert.

Nachdem sich in London,[25] in New York[26] und in Kapstadt[27] drei Organisationseinheiten gebildet hatten, die von Anbeginn eng miteinander kooperierten, wurden sie im Jahr 2012 auch förmlich unter dem Namen The Neuropsychoanalysis Association zusammengeführt. Eine zugehörige Stiftung mit Sitz in der New Yorker Niederlassung[20] ermöglichte es, internationale Forschungsförderprogramme anlaufen zu lassen. Seit 2015 werden eigene Kongresse und wissenschaftliche Tagungen organisiert.[28]

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Methoden dieses interdisziplinären Faches sind jene, die in den Neurowissenschaften verwendet werden von den Verfahren der Psychoanalyse zu unterscheiden.

Beim Einsatz als Psychotherapie stellt die Psychoanalyse je nach Indikation verschiedene Verfahren zur Verfügung, unter anderem analytische Kurztherapie, Fokaltherapie und Gruppenanalyse, ein tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren und die analytische Langzeittherapie als sogenanntes Standardverfahren.

Nach wie vor befindet sich die Neuropsychoanalyse im Stadium der Grundlagenforschung. In ihren Anfängen wurden Patienten, die unter bereits diagnostizierten neurologischen Erkrankungen litten, psychoanalytisch untersucht und behandelt. Aus ihren Reaktionen konnten Rückschlüsse auf ihre Hirnfunktionen gezogen werden. So legte beispielsweise das Ehepaar Solms im Jahr 2000 mit ihren Clinical Studies of Neuro-Psychoanalysis die Ergebnisse ihrer 14 Jahre währenden Studie vor, in der Patienten mit diversen Hirnläsionen untersucht wurden.[29]

Inzwischen stellen elektrophysiologische, neuropsychopharmakologische und neurobildgebende Verfahren die bevorzugten Methoden der Neuropsychoanalyse dar.[6] Neben bildgebenden Verfahren, wie der Magnetresonanztomografie (MRT) kommen auch andere Methoden medizinischer Diagnostik, wie u. a. das Elektroenzephalogramm (EEG) zum Einsatz, wie beispielsweise in einer Langzeitstudie von Buchheim und anderen.[30]

Fragestellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihren Forschungen beschäftigt sich die Neuropsychoanalyse mit sehr verschiedenen Fragestellungen, angefangen von der Entwicklungspsychologie über einzelne psychische Funktionen bis hin zur Psychopathologie. Auch konnten sogenannte Marker für Persönlichkeitsstörungen gefunden werden, die auf psychoanalytischen Konzepten über die Persönlichkeitsstruktur beruhen,[31] und die in die neue DSM-5-Klassifikation für psychische Erkrankungen aufgenommen wurden.[16]

Im Jahr 1996 verfasste Manfred Spitzer, Leiter des 2004 an der Universität Ulm eingerichteten Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen seine Schrift Geist im Netz,[32] die sich zwar mit Neurodidaktik befasste, später jedoch als „Einführung in die Grundlagen der Neurowissenschaften“ verstanden wurde. Spitzer bezog sich dabei auf eine Abbildung, die Freud verwendet hatte und „die bereits die Idee eines neuronalen Netzwerkes als Baustein des von ihm 1895 konzipierten psychischen Apparates transportiert“ hätte.[5]

Elf Jahre später lief 2007 in der Universität Innsbruck die Hanse-Neuro-Psychoanalyse-Studie an, deren differenziertes Forschungsdesign 2008 veröffentlicht wurde.[30] Gefördert vom Hanse-Wissenschaftskolleg fand sie im Jahr 2010 ihren Abschluss.[33] Die Forscher, darunter die Psychologin Anna Buchheim, Horst Kächele und Manfred Cierpka, interessierten sich für die Frage, ob die Behandlung chronisch depressiver Patienten durch erfahrene Psychoanalytiker einen messbaren Erfolg hervorbringe. Die Patienten waren neben einer umfangreichen klinischen Diagnostik mit anerkannten psychometrischen Verfahren, unter anderem der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD),[34] untersucht worden und wurden mit einer Frequenz von zwei oder mehr Therapiesitzungen pro Woche behandelt.[35]

Im Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) wird seit 2014 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Projekt unter der Leitung von Stephanie Eichberg und Sigrid Weigel gefördert, das den Namen Neuro-Psychoanalyse und Schmerz trägt.[36] Es soll im Jahr 2019 abgeschlossen sein und widmet sich dem unter dem demografischen Wandel zunehmend an Bedeutung gewinnenden Thema Schmerz.[37] Mit Blick auch auf das Forschungsprogramm der Neuroästhetik, deren Ideengeber im Jahr 2001 der Neurobiologe Semir Zeki war, hat sich das Projekt einem „internationalen Netzwerk für den Dialog zwischen Geistes-/Kulturwissenschaften und Neurowissenschaften“ angeschlossen und arbeitet mit der Neuropsychoanalyse in einem seiner Teilprojekte zusammen.[36] Von 2008 bis 2010 gab es beim ZfL ein Teilprojekt Freud und die Naturwissenschaften,[38] das unter anderem mit einer Veröffentlichung schloss,[39] die den vom ZfL beabsichtigten „Brückenschlag“ von Freud zu den Neurowissenschaften einleiten sollte.[36] Im Jahr 2013 richtete das ZfL in Berlin ein dreitägiges Symposium zum Thema Empathie aus,[40] das sich der Frage nach den neurobiologischen Grundlagen und der kulturellen und konzeptuellen Geschichte dieses Begriffes widmete.[41] An beides knüpft das Schmerz-Projekt an:

„Ein spezieller Fokus liegt auf dem Spannungsfeld zwischen geistes- und naturwissenschaftlichen Verfahren der Datenerhebung. Die Spannung zwischen den Epistemen des Deutens und des Messens wird als konstitutiv für das Unternehmen einer Neuro-Psychoanalyse verstanden.“

Zentrum für Literatur- und Kulturforschung[36]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Buchheim, Horst Kächele, Manfred Cierpka u. a.: Psychoanalyse und Neurowissenschaften. Neurobiologische Veränderungsprozesse bei psychoanalytischen Behandlungen von depressiven Patienten. In: Nervenheilkunde. Nr. 5, 2008, S. 441–445 (uibk.ac.at [PDF; 88 kB; abgerufen am 4. Juni 2018]).
  • Anna Buchheim, Manfred Cierpka, Horst Kächele, Gerhard Roth: Das Hirn heilt mit. In: Gehirn&Geist. Nr. 11, 2012, ISSN 1618-8519, S. 50–53.
  • Sigmund Freud: Entwurf einer Psychologie. In: Marie Bonaparte, Anna Freud, Ernst Kris (Hrsg.): Aus den Anfängen der Psychoanalyse. Briefe an Wilhelm Fliess, Abhandlungen und Notizen aus den Jahren 1887–1902. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1962, S. 303–384 (Erstausgabe: 1895).
  • Eric R. Kandel: Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes. Mit einem Vorwort von Gerhard Roth. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-518-58451-4 (englisch: Psychiatry, psychoanalysis and the new biology of mind. Übersetzt von Michael Bischoff und Jürgen Schröder).
  • Karen Kaplan-Solms, Mark Solms: Neuro-Psychoanalyse. Eine Einführung mit Fallstudien. 3. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-95989-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – englisch: Clinical Studies of Neuro-Psychoanalysis. 2000. Übersetzt von Ricarda Kranz, Erstausgabe: 2003).
  • Martha Koukkou, Marianne Leuzinger-Bohleber, Wolfgang Mertens (Hrsg.): Erinnerung von Wirklichkeiten. Psychoanalyse und Neurowissenschaften im Dialog (= Bestandsaufnahme. Band 1). Verlag Internationale Psychoanalyse, Stuttgart 1998, ISBN 978-3-608-91954-7.
  • Marianne Leuzinger-Bohleber, Wolfgang Mertens, Martha Koukkou (Hrsg.): Erinnerung von Wirklichkeiten. Folgerung für die psychoanalytische Praxis (= Bestandsaufnahme. Band 1). Verlag Internationale Psychoanalyse, Stuttgart 1998, ISBN 978-3-608-91955-4.
  • Marianne Leuzinger-Bohleber, Gerhard Roth, Anna Buchheim (Hrsg.): Psychoanalyse, Neurobiologie, Trauma. Schattauer, Stuttgart, New York 2008, ISBN 978-3-7945-2547-8.
  • Alexander Lindemeier: Neuropsychoanalyse. Modeerscheinung oder Rückkehr zu den Freud’schen Urkonzepten? Interviewpartner: Stephan Doering, August Ruhs. In: Neuropsychiatrie. Nr. 29. Springer, Wien 2015, S. 39–42, doi:10.1007/s40211-015-0137-y (springer.com [PDF; 735 kB; abgerufen am 22. Mai 2018]).
  • Mauro Mancia: The dream in the dialogue between psychoanalysis and neuroscience. In: Mauro Mancia (Hrsg.): Psychoanalysis and Neuroscience. Springer Italia, Milano 2006, ISBN 88-470-0334-2, S. 305–326 (englisch).
  • Georg Northoff: Neuropsychoanalysis in Practice, Brain, Self and Objects. Oxford University Press, New York 2011.
  • Mark Solms, Oliver Turnbull: Das Gehirn und die innere Welt. Neurowissenschaft und Psychoanalyse. 4. Auflage. Walter, Mannheim 2010, ISBN 978-3-530-50650-1 (englisch: The brain and the inner world. Übersetzt von Elisabeth Vorspohl).
  • Sigrid Weigel, Gerhard Schubert (Hrsg.): A Neuro-Psychoanalytical Dialogue for Bridging Freud and the Neurosciences. Springer International Publishing, Cham 2015, ISBN 978-3-319-17604-8 (englisch).
  • Andreas Cremonini, Christoph Keul, Michael Schmid: Neuropsychoanalyse. Hrsg.: Andreas Cremonini, Christoph Keul, Michael Schmid. Nr. 80. Turia & Kant, Wien, Berlin 2013, ISBN 978-3-85132-713-7, S. 144.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuropsychoanalysis (NPSA). Abgerufen am 24. Mai 2018 (englisch): „Neuropsychoanalysis is interested in the neurobiological underpinnings of how we act, think, and feel. As we begin to link brain activity with a psychoanalytic model of the mind, even at the deepest levels, a truly dynamic understanding can emerge.“
  2. neuropsychiatrie. SpringerLink, abgerufen am 12. Juni 2018.
  3. Alexander Lindemeier: Neuropsychoanalyse. Modeerscheinung oder Rückkehr zu den Freud’schen Urkonzepten? (PDF; 735 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Neuropsychiatrie 29. 2015, S. 39–42, archiviert vom Original am 28. Juli 2018; abgerufen am 22. Mai 2018.
  4. Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzips. Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig / Wien / Zürich 1920, S. 303–384 (Erstausgabe: 1895).
  5. a b c Anna Buchheim, Horst Kächele, Manfred Cierpka et al.: Psychoanalyse und Neurowissenschaften. 2008, S. 441.
  6. a b c d Alexander Lindemeier: Neuropsychoanalyse. 2015, S. 39.
  7. Beate Lakotta: Die Natur der Seele. In: Der Spiegel. Nr. 16, 2005 (online).
    Die Natur der Seele (= Spiegel Special. Nr. 6). 2007, S. 58–70 (spiegel.de – ausführlicher).
  8. Siehe auch Eric R. Kandel: Biology and the future of psychoanalysis. A new intellectual framework for psychiatry. In: American Journal of Psychiatry. Nr. 156, 1999, S. 521–37.
  9. The Journal. Abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).
    Neuropsychoanalysis. An Interdisciplinary Journal for Psychoanalysis and the Neurosciences. Taylor & Francis, abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).
  10. About the Society. Abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).
  11. Society Leadership. Abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).
  12. Alberini Lab. NYU Center for Neural Science. Abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).
  13. Alexander Lindemeier: Neuropsychoanalyse. 2015, S. 42.
  14. a b c Alexander Lindemeier: Neuropsychoanalyse. 2015, S. 41.
  15. Andreas Ofenbeck: Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Förderung von fünf neuen Elitestudiengängen und sechs Internationalen Nachwuchsforschergruppen im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern bekannt. Pressemitteilung Nr. 261. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 6. Juli 2017, abgerufen am 3. Juni 2018.
  16. a b c d Alexander Lindemeier: Neuropsychoanalyse. 2015, S. 40.
  17. A Tribute to Mauro Mancia 1929–2007. Mauro Mancia passed away on July 24, 2007. He was 78. PMC 2082088 (freier Volltext)
  18. Mauro Mancia: Die Psychoanalyse im Dialog mit den Neurowissenschaften. In: Marianne Leuzinger-Bohleber, Gerhard Roth, Anna Buchheim (Hrsg.): Psychoanalyse, Neurobiologie, Trauma. Schattauer, Stuttgart / New York 2008, ISBN 978-3-7945-2547-8, S. 19 ff.
  19. Heather A. Berlin: The Neural Basis of the Dynamic Unconscious. In: Neuropsychoanalysis. Band 13, Nr. 1, 2011, S. 5–71.
  20. a b Who we are. Neuropsychoanalysis (NPSA), abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  21. Neuropsychoanalysis (NPSA). Abgerufen am 24. Mai 2018 (englisch).
  22. The International Neuropsychoanalysis Society. (Nicht mehr online verfügbar.) The International Neuropsychoanalysis Society (NPSA), archiviert vom Original am 23. Mai 2018; abgerufen am 23. Mai 2018 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/npsa-association.org
  23. Regional and Specialist Groups. Neuropsychoanalysis (NPSA), abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  24. a b The Neuropsychoanalysis Association. Neuropsychoanalysis (NPSA), abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  25. The Neuropsychoanalysis Fund. NPSA, abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  26. The Neuropsychoanalysis Foundation. NPSA, abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  27. The Neuropsychoanalysis Trust. NPSA, abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  28. Past Events. NPSA, abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  29. Karen Kaplan-Solms, Mark Solms: Neuro-Psychoanalyse. Eine Einführung mit Fallstudien. 3. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-95989-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – englisch: Clinical Studies of Neuro-Psychoanalysis. 2000. Übersetzt von Ricarda Kranz, Erstausgabe: 2003).
  30. a b Anna Buchheim, Horst Kächele, Manfred Cierpka u. a.: Psychoanalyse und Neurowissenschaften. Neurobiologische Veränderungsprozesse bei psychoanalytischen Behandlungen von depressiven Patienten. In: Nervenheilkunde. Nr. 5, 2008, S. 441–445 (uibk.ac.at [PDF; 88 kB; abgerufen am 4. Juni 2018]).
  31. Gerd Rudolf, Tilman Grande, Peter Henningsen (Hrsg.): Die Struktur der Persönlichkeit. Theoretische Grundlagen zur psychodynamischen Therapie struktureller Störungen. Schattauer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7945-6492-7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. Juni 2018]).
  32. Manfred Spitzer: Geist im Netz. Modelle für Lernen, Denken und Handeln. Spektrum, Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2000, ISBN 978-3-8274-0572-2 (Erstausgabe: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1996).
  33. Svenja Taubner, Anna Buchheim, Roman Rudyk, Horst Kächele, Georg Bruns: How does neurobiological research influence psychoanalytic treatments? Clinical observations and reflections from a study on the interface of clinical psychoanalysis and neuroscience. In: The American Journal of Psychoanalysis. Nr. 72, 2012, ISSN 0002-9548, S. 269–286 (englisch, researchgate.net [abgerufen am 8. Juni 2018]).
  34. Anna Buchheim, Horst Kächele, Manfred Cierpka et al.: Psychoanalyse und Neurowissenschaften. 2008, S. 443.
  35. Anna Buchheim, Horst Kächele, Manfred Cierpka et al.: Psychoanalyse und Neurowissenschaften. 2008, S. 442.
  36. a b c d Neuro-Psychoanalyse und Schmerz. Neurowissenschaft zwischen Natur- und Kulturwissenschaft. Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, abgerufen am 9. Juni 2018.
  37. Wo tut’s denn weh? Vom Sinn des Schmerzes. Radio-Feature. HR2 Kultur, abgerufen am 9. Juni 2018.
  38. Freud und die Naturwissenschaften: um 1900 und um 2000. Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, abgerufen am 9. Juni 2018.
  39. Sigrid Weigel, Gerhard Scharbert (Hrsg.): A Neuro-Psychoanalytical Dialogue for Bridging Freud and the Neurosciences. Springer International Publishing, Cham 2015, ISBN 978-3-319-17604-8 (englisch).
  40. Vanessa Lux, Sigrid Weigel (Hrsg.): Empathy. Epistemic Problems and Cultural-Historical Perspectives of a Cross-Disciplinary Concept. Palgrave Macmillan, London 2017, ISBN 978-1-137-51298-7 (englisch).
  41. Empathy. A neurobiological capacity and its cultural and conceptual history. Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, 2013, abgerufen am 9. Juni 2018.