Nick Kamen

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Nick Kamen (eigentlich Ivor Neville Kamen, * 15. April 1962 in Harlow (Essex), England) ist ein britisches Fotomodell, Sänger und Songwriter. Kamen wurde Mitte der 1980er Jahre mit einem Werbespot für die Jeansmarke Levi’s bekannt, in dem er sich in einem Waschsalon bis auf die Boxershorts auszog. Daraufhin wurde er von Madonna und Stephen Bray engagiert und hatte Ende 1986 mit der von ihnen produzierten Single Each Time You Break My Heart einen europaweiten Top-10-Hit. Sein zweiter großer Single-Erfolg war die im Frühjahr 1990 veröffentlichte Single I Promised Myself.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamens erster Auftritt war 1984, als Ray Petri sein Foto auf der Titelseite des Magazins The Face platzierte.[1] Das Foto zeigte ihn mit einem Skihut, orangefarbenem Rollkragenpullover und einer Ray-Ban-„Aviator“-Sonnenbrille. Seine Lippen waren mit Zink geweißt und er trug ein gelbes Heftpflaster über einer Augenbraue. Über ihm war in großen Buchstaben das Wort „HOT“ zu lesen. Ironie mitten in einem kalten Winter in London.

Auf seine Popularität aufbauend und mit der Unterstützung von Madonna entstand 1986 die Single Each Time You Break My Heart, mit der er einen internationalen Charterfolg landen konnte. In den USA belegte die Single Platz 5 der Billboard Dance Music/Club Play Singles.[2]

Im Sommer 1988 veröffentlichte Kamen sein zweites Album Us. Es wurde von Patrick Leonard produziert und wie schon bei seiner Debütsingle war Madonna im Lied Tell Me als Backgroundsängerin zu hören (im Video ist sie lediglich als kurze Fotoeinblendung zu sehen). In Italien belegte Tell Me eine Woche Platz 1 der Charts.

Den größten Erfolg seiner Karriere feierte Kamen im Frühjahr 1990. I Promised Myself, die erste Single aus seinem vierten Album Move Until We Fly, eroberte sowohl in Deutschland als auch der Schweiz die Top Ten der Singlecharts. In Österreich belegte die Single ab Juni 1990 für sechs Wochen Platz 1 der Charts. Remixe von I Promised Myself konnten sich 2003 und 2004 nicht in den Charts platzieren.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1987 Nick Kamen 59
(3 Wo.)
12
(6 Wo.)
34
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. März 1987
1990 Move Until We Fly 44
(10 Wo.)
4 Gold
(15 Wo.)
12 Gold
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. März 1990

weitere Alben

  • 07/1988: Us
  • 05/1992: Whatever, Whenever

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Loving You
  • 1991: Each Time You Break My Heart

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1986 Each Time You Break My Heart
Nick Kamen
8
(13 Wo.)
25
(4 Wo.)
2
(10 Wo.)
5 Silber
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1986
Autoren: Madonna, Stephen Bray
1987 Loving You Is Sweeter Than Ever
Nick Kamen
51
(6 Wo.)
15
(7 Wo.)
16
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1987
Autoren: Ivy Jo Hunter, Stevie Wonder
1987 Nobody Else
Nick Kamen
47
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1987
Autoren: Brenda Russell, Jeff Hull
1988 Tell Me
Us
40
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1988
Autoren: D. Williams, N. Kamen, P. Leonard
1990 I Promised Myself
Move Until We Fly
5 Gold
(43 Wo.)
1 Gold
(20 Wo.)
3
(25 Wo.)
50
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1990
Autor: Nick Kamen

weitere Singles

  • 09/1987: Come Softly to Me
  • 1987: Win Your Love (nur Italien)
  • 1987: Don’t Hold Out (nur Italien)
  • 07/1988: Bring Me Your Love
  • 07/1990: Oh How Happy
  • 10/1990: Looking Good Diving
  • 12/1990: Agony and Ecstasy
  • 04/1992: You’re Not the Only One
  • 07/1992: We’ll Never Lose What We Have Found
  • 06/2003: I Promised Myself (Recall)
  • 05/2004: I Promised Myself 2004

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Verkäufe Quellen
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI) 0! 1 0! 250.000 musikindustrie.de
OsterreichÖsterreich Österreich (IFPI) 0! 2 0! 50.000 ifpi.at
SchweizSchweiz Schweiz (IFPI) 0! 1 0! 25.000 hitparade.ch
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) 1 0! 0! 250.000 bpi.co.uk
Insgesamt 1 4

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ognyan Yordanov: Ray Petri – Urban Guerrilla. In: Wound Magazine. Band 1, Nr. 2. Francis Malone, Januar 2008, ISSN 1755-800X, S. 116–117 (woundmagazine.com).
  2. Billboard Awards
  3. a b Chartquellen: Singles / Alben
  4. Gold-/Platin-Datenbanken: DE AT CH UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]