Obermaßfeld-Grimmenthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Obermaßfeld-Grimmenthal
Obermaßfeld-Grimmenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Obermaßfeld-Grimmenthal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 32′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs­gemeinschaft: Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 297 m ü. NHN
Fläche: 5,59 km2
Einwohner: 1220 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner je km2
Postleitzahl: 98617
Vorwahl: 036949
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 049
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Einhäuser Str. 3
98617 Obermaßfeld-Grimmenthal
Webpräsenz: www.obermassfeld-grimmenthal.de
Bürgermeister: Martin Hofmann
Lage der Gemeinde Obermaßfeld-Grimmenthal im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
AltersbachAschenhausenBelriethBenshausenBermbachBirxBreitungenBrotterode-TrusetalChristesDillstädtEinhausen (Thüringen)EllingshausenErbenhausenFambachFloh-SeligenthalFrankenheim/RhönFriedelshausenGrabfeldHenneberg (Thüringen)HümpfershausenKaltensundheimKaltenwestheimKühndorfLeutersdorfMehmelsMeiningenMelpersMetzelsNeubrunnOberhofOberkatzObermaßfeld-GrimmenthalOberschönauOberweidOepfershausenRhönblickRippershausenRitschenhausenRohrRosaRoßdorf (Thüringen)RotterodeSchmalkaldenSchwallungenSchwarzaSpringstilleSteinbach-HallenbergStepfershausenSülzfeldUnterkatzUntermaßfeldUnterschönauUnterweidUtendorfVachdorfViernauWahnsWallbachWalldorf (Werra)WasungenWölfershausenZella-MehlisThüringenKarte
Über dieses Bild

Obermaßfeld-Grimmenthal ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im fränkisch geprägten Süden von Thüringen und Mitglied und Außenstelle der Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obermaßfeld-Grimmenthal liegt im Werratal südöstlich von Meiningen. Der Ort und die heutige Gemeinde setzen sich zusammen aus dem früheren Wallfahrtsort Grimmenthal und dem davon westlich liegenden Ort Obermaßfeld.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 837 als Mahesfeld erwähnt.

Der Ortsteil Grimmenthal (alter Name: Grinthal) war ausgangs des Mittelalters (seit 1498) ein Wallfahrtsort. Ein früher dort stehendes Marienbild soll wundertätig gewesen sein. 1498 wurde eine Wallfahrtskapelle eingeweiht. Von den Einnahmen wurde beispielsweise die Obermaßfelder Werrabrücke gebaut. Der Wallfahrtsort fand mit der Reformation um 1536 sein Ende. Unmittelbar danach wurde ein Hospital für Arme geschaffen. Nach 1945 entstand daraus ein Feierabendheim, das bis 1990 bestand.

Grimmenthal war 1627 von Hexenverfolgung betroffen: Die Witwe Barbara Urff (Oerff) geriet in einen Hexenprozess und wurde enthauptet.[2] In Obermaßfeld fanden 1602–1658 Hexenverfolgungen statt: Fünf Personen wurden angeklagt. Als erstes Opfer wurde 1602 die Stahlmart (Margaretha Stahl) hingerichtet. Von einem Prozess ist der Ausgang unbekannt.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Obermaßfeld-Grimmenthal setzt sich aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Die letzte Kommunalwahl fand am 25. Mai 2014 statt. Das Ergebnis lautet wie folgt[4]:

  • CDU 2 Sitze
  • Freie Wähler 4 Sitze
  • Bürgervertretung 3 Sitze
  • FFW Obermaßfeld 1 Sitz
  • Sportverein SC 1921 1 Sitz
  • Obermaßfelder Schützenverein 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Dieter Heinrich wurde am 11. Juli 2004 in einer Stichwahl gewählt und ist am 7. März 2006 zurückgetreten. Der neue Bürgermeister ist Martin Hofmann.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grimmenthal liegt an der Werrabahn und an der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen. Der Bahnhof wird unter anderem durch den Mainfranken-Thüringen-Express bedient.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“. Bereich Grimmenthal, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 240–244, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).
  3. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes. Über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Wehry-Verlag, Untermaßfeld 2012, ISBN 978-3-9813902-8-5, S. 270 f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“. Bereich Obermaßfeld, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 240–244, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).
  4. Bekanntmachung zur Feststellung des Ergebnisses der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014, abgerufen am 19. Januar 2018

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Bechstein: Grimmenthal. Romantisches Zeitbild aus dem sechzehnten Jahrhundert. Kesselring, Hildburghausen 1833, (Digitalisat).
  • Johannes Mötsch (Hrsg.): Die Wallfahrt zu Grimmenthal. Urkunden, Rechnungen, Mirakelbuch (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Große Reihe. Bd. 10). Böhlau, Köln u. a. 2004, ISBN 3-412-14004-X.
  • Grimmenthal. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 3. Band. Schumann, Zwickau 1816, S. 454–457.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Obermaßfeld-Grimmenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien