Fambach

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Dieser Artikel behandelt den Ort Fambach. Für den namensgebenden rechten Zufluss der Werra siehe Fambach (Werra).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fambach
Fambach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fambach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 44′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Erfüllende Gemeinde: Breitungen/Werra
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 18,05 km²
Einwohner: 2137 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98597
Vorwahl: 036848
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 022
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Platz der Republik 6
98597 Fambach
Webpräsenz: www.gemeinde-fambach.de
Bürgermeister: Jürgen Herrmann (BI-SPD)
Lage der Gemeinde Fambach im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Über dieses Bild
Evangelische Pfarrkirche zu Fambach

Fambach ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Fambach ist die Gemeinde Breitungen/Werra.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fambach liegt im oberen Werratal zwischen Meiningen und Bad Salzungen unmittelbar an der Bundesstraße 19, die seit den 1990er Jahren schrittweise auf die Trasse der in den 1930er Jahren geplanten und unvollendet gebliebenen Reichsautobahnstrecke 85 verlegt wurde.

Zur Gemeinde Fambach gehört die Ortsteile Oelmühle und Heßles.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1183 als Vanebach urkundlich erwähnt. Die Burg Todenwarth wurde bereits 1185 als Befestigungsanlage genannt. 1456 belehnte man die Wölffe von Todenwarth mit der Burg. Diese Burgvögte wurden später Reichsfreiherren und saßen bis in das 19. Jahrhundert in der Befestigungsanlage. Die unregelmäßige viereckige Burg war das Eingangstor zur Landwehr im Raum Schmalkalden. Die Straße führte einst direkt durch die Anlage.[2][3] Eine in die USA ausgewanderte Fambacherin Katherina Krech stiftete das erste Fambacher Gemeindehaus mit Schwesternstation, einem Kleinkinderschulraum, den Räumen des Frauenvereins und der Biebelstunde, es wurde am 10. November 1912 als „Katharienenheim“ eingeweiht.[4] Ebenfalls 1912 wurde im Ortsteil Oelmühle die Rommel'sche Fabrik errichtet, ein Metallbetrieb. Nach enteignung des Fabrikbesitzers F. Rommel im Jahr 1947 wurde die Fabrik zum VEB Werkzeuge Fambach Oelmühle und gehörte ab 1969 zum Werkzeugkombinat Schmalkalden (Smalcalda), einem der vier Kombinate des VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge. Ein weiterer Betrieb im Ortsteil Oelmühle war das VEB Trusetal-Werk, welches 1979 als VEB Sportgeräte Fambach bzw. Betrieb II in das VEB Kombinat Sportgeräte Schmalkalden integriert wurde. Hier wurden beispielsweise Schlittschuhe für die Marke Germina gefertigt.

Von 1993 bis 1996 gehörte die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Werratal. Mit ihrer Auflösung wurde Breitungen/Werra die erfüllende Gemeinde für Fambach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Dezember 2008 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Heßles in die Gemeinde Fambach eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1995 – 2093
  • 2000 – 2063
  • 2005 – 1956
  • 2010 – 2215
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik - Werte vom 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Fambach setzt sich aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jürgen Herrmann (BI/SPD) wurde am 4. November 2012 gewählt, nachdem Ronny Römhild Bürgermeister von Breitungen wurde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Fambach
Wappenbeschreibung:

„Geviert von Gold und Blau; im Feld 1 eine grüne Linde, im Feld 2 und 3 je zwei silberne Pfähle, im Feld 4 ein roter Wolf mit silberner Bewehrung“[6]

Wappenbegründung:

Bereits 1950 führte die Gemeinde Fambach ein Dienstsiegel mit einer Linde in der Mitte und der Umschrift: Gemeinde Fambach. Die Gemeindevertretung legte 1991 fest, dieses Dienstsiegel als provisorisches Wappen zu verwenden. Walter Nickel aus Roßdorf übernahm den Auftrag, ein neues Gemeindewappen zu gestalten. Im Januar 1995 erhielt die Gemeinde Fambach die Genehmigung, dieses Wappen zu führen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Jakobus (Fambach)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte September ist immer drei Tage lang Kirmes im Ort. Am 1. Mai findet jährlich das Feuerwehr-Fest statt. Jedes Jahr findet der Famberglauf statt. Im Herbst findet das Kürbisfest statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fambach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Thomas Bienert: Mitteldeutsche Burgen in Thüringen Wartberg Verlag 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 251
  3. Todenwarth
  4. Thüringer Vereinigung für Heimatpflege (Hrsg.): Jahrbuch 1912. Selbstverlag, Erfurt 1913, Die Einweihung des Katharinenheims in Fambach am 10. November 1912, S. 153.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
  6. Homepage der Gemeinde Fambach