Rosa (Thüringen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosa
Rosa (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosa hervorgehoben
Koordinaten: 50° 43′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Erfüllende Gemeinde: Breitungen/Werra
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 9,47 km2
Einwohner: 688 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 98590
Vorwahl: 036968
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 059
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Roßdorfer Str. 14
98590 Rosa
Website: www.rosa-georgenzell.de
Bürgermeister: Silvio Hartmann
Lage der Gemeinde Rosa im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
BelriethBirxBreitungenBrotterode-TrusetalChristesDillstädtEinhausen (Thüringen)EllingshausenErbenhausenFambachFloh-SeligenthalFrankenheim/RhönFriedelshausenGrabfeldKaltennordheimKaltennordheimKühndorfLeutersdorfMehmelsMeiningenMeiningenNeubrunnOberhofObermaßfeld-GrimmenthalOberweidRhönblickRippershausenRitschenhausenRohrRosaRoßdorf (Thüringen)SchmalkaldenSchwallungenSchwarzaSteinbach-HallenbergStepfershausenSülzfeldUntermaßfeldUtendorfVachdorfWasungenWasungenZella-MehlisThüringenKarte
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Evangelische Kirche

Rosa ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Rosa ist die Gemeinde Breitungen/Werra. Mit im Verbund vertreten sind die Gemeinden Roßdorf (Thüringen) und Fambach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosa liegt im Rosatal am Fuße der 620 m hohen Stopfelskuppe, einem erloschenen Vulkankegel, und nahe dem Aussichtsberg Pleß.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung von Rosa erfolgte 803 bis 817.[2] Sie stand in Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Fulda. Der Ort wurde 1317 als Lehen an Bertold von Wildprechtroda ausgegeben. 1350 wurde Rosa an Johann Schenk von Lichtenberg verkauft. Als Pfarrstück ist der Ort im Jahr 1390 an Wetzel von Stein gegangen.[3]

Es wird angenommen, die Kirche zu Rosa ist einer befestigten Wehranlage oder aus einem Herrensitz hervorgegangen. 1456 wird eine Kemenate erwähnt, die neben der Kirche gestanden haben soll. Der quadratische Kirchturm weist einen Wehrcharakter nach. Auch die Schießscharten in der Friedhofsmauer lassen darauf schließen.[4]

Rosa war von Hexenverfolgung betroffen: Margaretha, Frau des Hirten Hans von Königshofen, wurde 1597 in einem Hexenprozess hingerichtet.[5]

Der Ort im Amt Sand gehörte seit 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen.

Die Gemeinde gehörte von 1992 bis 1996 der Verwaltungsgemeinschaft Vorderrhön an, zu der auch die Gemeinde Roßdorf gehörte. Mit Auflösung dieser wurde Breitungen/Werra die erfüllende Gemeinde für Rosa.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ergebnis der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1994 wurde der Ort Georgenzell eingemeindet.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Rosa setzt sich aus 8 Ratsmitgliedern zusammen. Bei der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 erhielt die CDU alle Sitze.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Dr. Silvio Hartmann wurde im Juni 2016 gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 238.
  3. Rosa im Rhönlexikon.
  4. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 213.
  5. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes. Über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Wehry-Verlag, Untermaßfeld 2012, ISBN 978-3-9813902-8-5, S. 301 f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“. Bereich Rosa, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 236 und 240, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).
  6. Thüringer Verordnung über die Auflösung der Gemeinde Georgenzell und ihre Eingliederung in die Gemeinde Rosa vom 22. Februar 1994 (GVBl S. 246).
  7. Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen - endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de, abgerufen am 20. Januar 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosa (Thüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien