Onsernone

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Onsernone (Begriffsklärung) aufgeführt.
Onsernone
Wappen von Onsernone
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Onsernone
BFS-Nr.: 5136i1f3f4
Postleitzahl: 6662
Koordinaten: 691029 / 117411Koordinaten: 46° 12′ 7″ N, 8° 37′ 5″ O; CH1903: 691029 / 117411
Höhe: 802 m ü. M.
Fläche: 107,4 km²
Einwohner: 245 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 2 Einw. pro km²
Website: www.onsernone.swiss
Ortsteil Spruga

Ortsteil Spruga

Karte
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Onsernone ist eine politische Gemeinde im Kreis Onsernone, im Bezirk Locarno des Kantons Tessin in der Schweiz. Sie liegt im oberen Teil des Onsernonetals. Nachbargemeinden sind Centovalli, Maggia und Terre di Pedemonte sowie die italienischen Gemeinden Craveggia (IT-VB) und Re (IT-VB).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand 1995 durch die Zusammenlegung von Comologno, Crana und Russo.[2]

Comologno wurde 1438 erstmals erwähnt als Comolognium, Crana 1228 als Grana sowie 1265 als Crana, Russo 1231 als de Ruxi.

Die Planung für diesen Zusammenschluss begann bereits in den 1970er Jahren und hatte ursprünglich die Vereinigung aller neun Talgemeinden zum Ziel. 1995 kam es zur ersten Fusion von sechs Gemeinden im oberen Teil des Tals. 2000 hatte die entstandene Gemeinde 322 Einwohner. Nach anfänglicher Ablehnung schlossen sich 2016 auch Gresso, Mosogno und Vergeletto sowie zusätzlich Isorno, das auch erst seit 2001 als politische Gemeinde existierte, mit Onsernone zusammen.[3], das damit die einzige Gemeinde im Tal wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Onsernone hatte im Jahr 2015 245 Einwohner, davon 47,5 % männlich und 52,5 % weiblich.[4] Im Jahr 2008 waren 5,1 % davon Ausländer. Im Zeitraum von 1997 bis 2007 sank die Bevölkerung um 11,2 %. Die Umgangssprachen verteilen sich auf Italienisch (79,5 %), Deutsch (14,9 %) und Französisch (4,0 %). 68,7 % der Bevölkerung zwischen 25 und 64 hat einen höheren Bildungsabschluss (Hochschule, Fachhochschule, o. Ä.)[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 betrug die Arbeitslosigkeit 3,18 %. Die Verteilung der Tätigkeiten (2005 erhoben) ergab 13 Personen in Land- und Forstwirtschaft, 16 Personen in industrieller Fertigung, sowie 90 Beschäftigten im Dienstleistungs-Sektor und 124 in der Verwaltung.[4]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Comologno: Palazzo della Barca[5][6][7]
  • Pfarrkirche San Giovanni Battista[6][7]
  • Im Ortsteil Russo: Pfarrkirche Santa Maria Assunta[6][7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paolo Mordasini (* 25. März 1830 in Comologno (heute Gemeinde Onsernone); † 17. Dezember 1882 in Locarno), Freidenker, Advokat, Grossrat, Ständerat[8]
  • Augusto Mordasini (* 8. September 1846 in Comologno; † 3. Februar 1888 in Locarno), Advokat, Politiker, Grossrat[9]
  • Jakob Trommer (* 1905 in Zürich; † 1990 in Onsernone), Pianist und Komponist[10]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione Sportiva Onsernone[11]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Bär: Die Vegetation des Val Onsernone (Kanton Tessin). Rascher, Zürich 1918[12].
  • Laurentius Zawadyński: Geologisch-petrographische Untersuchungen in der Valle Onsernone (Tessin): Zur Petrographie der Kataklasite. Aus: Schweizerische mineralogische und petrographe Mitteilungen. Band 32, Heft 1, Zürich 1952.
  • Alfred Canale: Geomorphologie der Valle Onsernone. Bellinzona 1956.
  • Peter Knup: Geologie und Petrographie des Gebietes zwischen Centovalli-Valle Vigezzo und Onsernone. Aus: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen. Band 38, Heft 1, Zürich 1958,
  • Hetty De Beauclair und andere: Dal Monte Verità di Ascona... a Berzona in Onsernone: Hetty De Beauclair racconta il meraviglioso mondo della sua infanzia. Edizioni Serodine, Ascona 2004[13].
  • Stef Stauffer: Steile Welt. Leben im Onsernone. Lokwort Verlag, Bern 2012, ISBN 978-3-906786-44-5.
  • Luciano Chiesa und andere: Onsernone: das Tal und sein Museum. Hrsg. Museo Onsernonese, Loco 2012[14].
  • Vasco Gamboni: Onsernone. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  • Vasco Gamboni: Comologno. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  • Vasco Gamboni: Crana. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  • Vasco Gamboni: Russo. In: Historisches Lexikon der Schweiz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Onsernone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis der Schweiz abgerufen 14 Januar 2010
  3. Historisches Lexikon der Schweiz
  4. a b c Schweizer Bundesamt für Statistik, abgerufen August 2016
  5. Palazzo della Barca
  6. a b c Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 225–228.
  7. a b c Elfi Rüsch: Distretto di Locarno IV. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 284–370.
  8. Fabrizio Mena: Mordasini, Paolo. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  9. Fabrizio Mena: Mordasini, Augusto. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  10. Jakob Trommer auf ticinarte.ch
  11. Associazione Sportiva Onsernone
  12. Johann Bär: Die Vegetation des Val Onsernone (Kanton Tessin).
  13. Hetty De Beauclair und andere: Dal Monte Verità di Ascona a Berzona in Onsernone: Hetty De Beauclair racconta il meraviglioso mondo della sua infanzia.
  14. Luciano Chiesa und andere: Onsernone: das Tal und sein Museum.