Piazza Armerina

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Piazza Armerina
Wappen
Piazza Armerina (Italien)
Piazza Armerina
Staat: Italien
Region: Sizilien
Provinz: Enna (EN)
Lokale Bezeichnung: Ciazza/Chiazza
Koordinaten: 37° 23′ N, 14° 22′ OKoordinaten: 37° 23′ 0″ N, 14° 22′ 0″ O
Höhe: 697 m s.l.m.
Fläche: 302 km²
Einwohner: 21.886 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einw./km²
Postleitzahl: 94015
Vorwahl: 0935
ISTAT-Nummer: 086014
Volksbezeichnung: Piazzesi
Schutzpatron: Santa Maria delle Vittorie
Website: Piazza Armerina
Blick auf Piazza Armerina mit dem Colle Mira

Piazza Armerina ist eine Gemeinde in der Provinz Enna in der Region Sizilien in Italien mit 21.886 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015).

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piazza Armerina liegt 32 km südlich von Enna. Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft oder in der Industrie. In der Industrie werden insbesondere Bekleidung, Baumaterialien und Werkzeug produziert.

Die Ortsteile von Piazza Armerina sind Monte mit dem Colle mira,[2] Floristella, Grottacalda, Polleri, Santa Croce, Ileano, Azzolina, Farrugio und Serrafina. Die Nachbargemeinden sind Aidone, Assoro, Barrafranca, Caltagirone (CT), Enna, Mazzarino (CL), Mineo (CT), Mirabella Imbaccari (CT), Pietraperzia, Raddusa (CT), San Cono (CT), San Michele di Ganzaria (CT) und Valguarnera Caropepe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend ist seit der vorgeschichtlicher Zeit von Menschen bewohnt. Auf dem Gemeindegebiet wurden Reste von Siedlungen und einer Nekropole aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. gefunden.[2] Auch die Römer haben sich später hier niedergelassen, wie die Villa Romana del Casale erkennen lässt. Ab dem 14. Jahrhundert wanderten vor allem Lombarden ein und siedelten auf dem Berg. Die wachsende Stadt wurde mit einer Mauer umgeben, die jedoch bald nicht mehr alle neuen Wohnviertel fassen konnte. Die Stadt dehnte sich auf den Hügeln und Hängen der Umgebung weiter aus.

Das heutige Piazza Armerina wurde im Jahre 1080 gegründet. Im Jahre 1161 wurde die Stadt von den Normannen zerstört. Sie wurde dann im Jahre 1163 wieder aufgebaut. Im Mittelalter entwickelte sich dann die eigentliche Stadt. Im Jahre 1296 tagte hier das sizilianische Parlament. Seit 1817 ist die Stadt Bischofssitz.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Bahnlinien nach Piazza Armerina zwischen 1969 und 1971 eingestellt wurden, ist die Stadt heute nur noch auf der Straße zu erreichen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathedrale
  • Kathedrale Maria Santissima Assunta, ab 1604 erbaut mit einem Glockenturm, der von der Vorgängerkirche stammt.
    Die Kirche auf dem Hügel beherrscht weithin sichtbar das Stadtbild. Ein kleines Museum (Museo Diocesano) ist der Kirche angeschlossen, in dem Gewänder, Monstranzen und Schreine der Erzbischöfe gezeigt werden.[2]
  • Palazzo Trigona am Domplatz mit der Gemäldegalerie
  • Palazzo Senatoro an der Piazza Garibaldi
  • Kirche Sant’Ignazio, eine Kirche im Barockstil
Kirche S. Stefano

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Piazza Armerina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. a b c d Fabrizio Ardito, Christina Gambaro et al.: Sizilien. Antike Stätten, Tempel, Geschichte, Architektur, Strände, Vulkane. Reihe Vis-à-Vis. Verlag Dorling Kindersley 2007/2008; ISBN 978-3-928044-16-5; Seite 125