Pizza Hut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Pizza Hut, Inc.

Logo
Rechtsform Corporation
Gründung 1958
Sitz Plano, Texas,
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Branche Quickservice-Systemgastronomie
Website www.pizzahut.de

Pizza Hut [ˈpiːtsəˌhʌt] (englisch für Pizza-Hütte) ist eine auf Pizza spezialisierte Franchise-Schnellrestaurantkette, die vielerorts auch Lieferservice anbietet. Pizza Hut gehört zum Unternehmen Yum! Brands und ist mit rund 13.000 Restaurants in 130 Ländern vertreten.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Pizza-Hut-Restaurant

1958 kamen die beiden Studenten Dan und Frank Carney aus Wichita (Kansas) auf die Idee, ein Pizza-Restaurant zu eröffnen. Das Startkapital liehen sie sich von ihrer Mutter. Mit 600 US-Dollar mussten die Brüder die Geräte aus zweiter Hand kaufen. An einer Straßenkreuzung in Wichita bauten sie ihr erstes Restaurant, das sie in Anlehnung an das eher unscheinbare Gebäude Pizza Hut („Pizza-Hütte“) nannten.

Am 31. Mai 1958 begann der Geschäftsbetrieb. Zehn Jahre nach der Eröffnung in Wichita wurden bereits mehr als eine Million Gäste in 310 Restaurants begrüßt, und mit der ersten Niederlassung in Kanada begann die Eroberung der internationalen Märkte. Im Jahre 1969 wurde das rote Dach als Firmenlogo eingeführt, das auf Grund der ähnlichen Gestaltung und der Namensähnlichkeit im deutschsprachigen Raum des Öfteren mit einem Hut verwechselt wird.

Das Unternehmen wurde 1977 von PepsiCo übernommen. Im Oktober 1997 wurde es an die Tricon Global Restaurants weiterverkauft, die sich heute Yum! Brands, Inc. nennt und neben Pizza Hut auch KFC und Taco Bell besitzt. Heutiger Firmensitz von Pizza Hut ist Dallas, Texas.

Pizza-Hut-Restaurant in den USA

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pizza Hut betreibt rund 13.000 Restaurants in 130 Ländern.[1] Teilweise sind es Franchise-Restaurants oder YUM-eigene Märkte. Es gibt neben den Geschäftsstellen in Europa und Amerika weitere in Afrika, Asien und Australien.

Die Teigrohlinge werden zentral hergestellt und tiefgekühlt an die Franchisenehmer geliefert, wo sie frisch belegt werden. Die meisten europäischen Restaurants werden von einer französischen Fabrik beliefert.

Verbreitung in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo bis 1999

Pizza Hut kam 1983 als „Pepsico Food Services“ nach Frankfurt am Main. Nach der Auflösung eines Joint Ventures mit Tengelmann gehörte Pizza Hut ab 1992 vollständig zu Pepsico. Im Oktober 1997 wurde Pizza Hut als eigenständige, börsennotierte Gesellschaft ausgegliedert. Seit März 2002 gehört Pizza Hut zur Yum! Brands, Inc.[1][2]

Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Düsseldorf. In Deutschland werden inklusive der Express-Stores 72 Filialen betrieben[3] und rund 2.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Restaurants sind vorwiegend in den Ballungsräumen Hamburg, Bremen, Oldenburg, Rostock, Berlin, Dresden, Leipzig, Hannover, Osnabrück, Bielefeld, Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Saarbrücken, Stuttgart, Nürnberg und München angesiedelt.

Neben Dine-in-Restaurants findet man in Deutschland auch die kleineren Pizza Hut Express Stores, bei denen einzelne Pizzastücke verkauft werden und die mit einem Stehimbiss vergleichbar sind. Store-in-Store-Restaurants sind in sechs KFC-Restaurants zu finden: Bensheim, Darmstadt, Eschborn, Frankfurt am Main, Offenbach und Viernheim.

Seit 2014 betreibt das Unternehmen in Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, Münster und Osnabrück rein auf Lieferbetrieb ausgerichtete Filialen ohne oder mit nur wenigen Sitzgelegenheiten.

Im Mai 2017 übernahm AmRest das Deutschland-Geschäft von Pizza Hut. Man plant, mit der Marke künftig stärker zu expandieren und die Zahl der derzeit rund 80 Filialen in Deutschland mehr als zu verdoppeln, was insbesondere durch Delivery- und Express-Filialen geschehen soll.[4]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine „Pan Pizza“

Das erste Pizza-Hut-Restaurant wurde in der Schweiz 1988 eröffnet. Der Höchststand betrug zehn Filialen. Der Umsatz betrug 2004 rund 10 Mio. Franken. Mit dem Verkauf von drei Restaurants in Bern und Rickenbach zum Jahresbeginn 2004 wurde das Ende von Pizza Hut Schweiz eingeläutet, das sich zu diesem Zeitpunkt in Nachlassstundung befand. Im November 2004 folgte der Konkurs. Ab dem 25. November 2004 waren alle sechs verbleibenden Filialen geschlossen; die rund 100 Mitarbeiter wurden entlassen.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich wurde das erste Pizza-Hut-Restaurant 1996 in Wien eröffnet. Der Franchisenehmer, die ProRest Gastronomiebetriebe AG, hatte anfangs große Ausbaupläne und wollte fünfzig Filialen in ganz Österreich eröffnen. Tatsächlich realisiert wurden fünf Filialen, die sich alle in Wien befanden. Zum 3. September 2003 wurde die letzte Filiale geschlossen.[5]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Niederlanden existierten bis 2008 drei "Dine In" Restaurants[6]. Diese befanden sich in Scheveningen, Den Haag und Rotterdam. Aktuell existiert nur noch das "Dine In" Restaurant in Rotterdam sowie zwei Express Stores in Utrecht und Almere.[7]

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der „Pan“, einer Pfannenpizza nach amerikanischer Art, gibt es auch die „Italian-Style“ mit knusprig dünnem Teig und die „Cheezy Crust“ mit Käserand, jeweils mit verschiedenen Pizzabelägen. Daneben bietet Pizza Hut eine Auswahl an Salaten und verschiedenen Pasta-Variationen von Barilla an.

Formate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klassisches Format Das typische Pizza Hut ist eine klassische Gaststätte mit Bedienung am Sitzplatz. In einigen Filialen wird auch ein Mittagsbüffet mit All you can eat angeboten.

Delivery Diese in Deutschland seit 2014 existierenden Filialen entsprechen einem klassischen Pizza-Bringdienst mit wenig bis keinen Sitzplätzen im Restaurant und dem Fokus auf Lieferservice und Abholer.

Express Die kleinen Pizza Hut Express bieten eine reduzierte Auswahl an Pizzen an und befinden sich in Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfen, Kaufhäusern, Hotels, Tankstellen, größeren Schulen und anderen Orten. Manche Filialen sind mit den Express-Versionen von KFC oder Taco Bell kombiniert oder befinden sich innerhalb von KFC- oder Taco-Bell-Filialen. Manchmal bieten auch die klassischen Pizza Hut-Restaurants zusätzlich ein Express-Format an.

Italian Bistro Das Pizza Hut Italian Bistro ähnelt dem klassischen Format, ist jedoch in Design und Menü aufgewertet und bietet 25 zusätzliche Speisen zum klassischen Pizza-Hut-Menü an. Das Format wurde 2004 eingeführt und existiert nur in Nordamerika.

WingStreet

Das Format Pizza Hut WingStreet erweitert die Menüs um eine Auswahl an Geflügelprodukten. Die Idee ist es, Hähnchenfilets oder Chicken Wings in Variationen mit verschiedenen Saucen anzubieten. Auch dieses Format wird nur in den USA und Kanada angeboten.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Pizza Hut betreibt zweifellos Fundraising für wohltätige Zwecke. Für den Fall Idaho/2012 wird hier aber leider keine Quelle angegeben. Auch die übrigen Punkte sollten bequellt werden.
  • In der deutschen Version des Filmes Demolition Man ist Pizza Hut nach den Franchise-Kriegen das einzige verbleibende Restaurant. In der Originalversion nimmt Taco Bell diesen Platz ein.
  • Die ehemalige First Lady Barbara Bush hat 1989 bei Pizza Hut bestellt, anlässlich einer Wohltätigkeitsveranstaltung, welche sie für 200 Kinder organisiert hat. Daraufhin wurde zum ersten Mal das Weiße Haus von Pizza Hut beliefert.
  • Während des russischen Augustputsches 1991 lieferte Pizza Hut 300 Pizzen zu Boris Jelzin, der sich im Weißen Haus in Moskau verschanzt hatte.
  • Das Österreichische Werbemuseum hat in seiner Sammlung den ersten Pizza-Hut-Werbespot von 1965, in dem ein Mann mit einem Kindertretfahrzeug (Ford Mustang) Junior-Pizza kauft und das Ganze in einer Szenerie endet, die vielen Verfolgungsjagden in damals gängigen Kinofilmen ähnelt. Der Mann trägt einen markanten Hut; es könnte also interpretiert werden, dass die Wortspielerei Hut ganz bewusst als Werbemittel eingesetzt wurde.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pizza Hut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die Pizza Hut Geschichte. Abgerufen am 2. Januar 2016.
  2. Branchennews – Re-Franchising-Prozess jetzt abgeschlossen FoodNews vom 23. Mai 2003, abgerufen am 17. Juli 2018.
  3. Pizza Hut
  4. Pizza Hut: AmRest übernimmt Deutschland-Geschäft. In: https://www.food-service.de/. (food-service.de [abgerufen am 10. August 2018]).
  5. Pizza Hut nimmt den Hut – Rückzug vom österreichischen Markt nach sieben Jahren. APA-Meldung vom 7. September 2003, abgerufen am 12. November 2014.
  6. Pizza Hut Nederland. Abgerufen am 3. Mai 2017.
  7. Utrecht CS. In: Pizza Hut. (pizzahut.nl [abgerufen am 3. Mai 2017]).
  8. Österreichisches Werbemuseum, A-1140 Wien, Hauptstraße 150/5