PepsiCo

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PepsiCo, Inc
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US7134481081
Gründung 1965
Sitz Purchase, New York, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Leitung Indra Nooyi (CEO)
Mitarbeiter 263.000 (2015)[1]
Umsatz 63,056 Mrd. US-Dollar (2015)[1]
Branche Getränke und Lebensmittel
Website www.pepsico.com

PepsiCo, Inc. ist ein US-amerikanischer Getränke- und Lebensmittelkonzern mit Firmensitz in Purchase im Bundesstaat New York. PepsiCo ist derzeit der größte Konkurrent der Coca-Cola Company.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Firma PepsiCo ging 1965 aus einem Zusammenschluss von Pepsi-Cola und Frito-Lay hervor. 1990 beschäftigte das Unternehmen rund 308.000 Mitarbeiter. 1998 wurde Tropicana aufgekauft. 2001 wiederum schloss man sich mit der Quaker Oats Company zusammen und schuf dadurch den weltweit fünftgrößten Lebensmittel- und Getränkehersteller.[2]

CEO Zeitraum
Donald Kendall 1971–1986
D. Wayne Calloway[3] 1986–1996
Roger Enrico 1996–2001
Steven Reinemund 2001–2006
Indra Nooyi 2006–

Beteiligungen und Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tochterunternehmen ist das im Aktienindex S&P 500 geführte Unternehmen Pepsi Bottling Group. Im Mai 2005 erwarb PepsiCo von der US-amerikanischen Getränkefirma Sunny Delight Beverages unter anderem die deutsche Marke Punica und stieg damit auch in den deutschen Fruchtsaft-Markt ein.

Bis 1997 gehörten einige Fastfood-Ketten unter der Dachmarke Tricon Restaurants Inc. (firmiert seit 2002 als Yum! Brands) zum PepsiCo-Konzern. Darunter waren Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und Taco Bell.

Im Jahr 2011 gründete PepsiCo ein Gemeinschaftsunternehmen seiner Tochter Quaker Oats mit dem Milchkonzern Unternehmensgruppe Theo Müller namens Muller Quaker Dairy. PepsiCo beabsichtigte damit angesichts rückläufiger Nachfrage nach Süßgetränken eine Diversifizierung seines Produktspektrums, Müller den Einstieg in den amerikanischen Markt. 2013 nahm man in Batavia (New York) ein Joghurtwerk in Betrieb.[4] Ende 2015 wurde das Joint-Venture wegen zu niederer Umsätze aufgelöst, das Joghurtwerk an Dairy Farmers of America verkauft.[5]

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PepsiCo besitzt neben den sechs großen Marken Pepsi, Rockstar (in Deutschland), Tropicana, Frito-Lay, Quaker und Gatorade viele kleinere.

  • Pepsi, mit Pepsi-Cola, Caffeine-Free Pepsi, Diet Pepsi, Pepsi Light, Caffeine-Free Diet Pepsi, Caffeine-Free Pepsi Light, Wild Cherry Pepsi, Pepsi BOOM!, Pepsi Vanilla, Pepsi With Lime, Pepsi Max, Pepsi Twist, Pepsi ONE, Pepsi X und Pepsi Ice.
  • Mountain Dew
  • andere amerikanische kohlensäurehaltige Softgetränke wie etwa Frawg, Mug Root Beer, Sierra Mist und Tropicana Twister Soda
  • 7 Up (in Europa)
  • andere amerikanische Getränke wie Aquafina, die Säfte von Dole, Gatorade, Mountain Dew AMP, Propel Fitness Water, SoBe, Quaker Milk Chillers und Tropicana
  • Getränke, die außerhalb der Vereinigten Staaten vermarktet werden: Alvalle, Concordia, Copella, Evervess, Fiesta, Frui’Vita, Fruko, Kas, Loóza, Manzanita Sol, Mauby Fizzz, Mirinda, Paso de los Toros, Punica, Radical Fruit, San Carlos, Schwip Schwap,[6][7] Shani, Teem, Triple Kola und Yedigün
  • Frito-Lay-Marken: Baken-ets, Barcel, Bocabits, Cheese Tris, Cheetos, Chester’s, Chizitos, Churrumais, Cracker Jack, Crujitos, Doritos, Fandangos, Fritos, Funyuns, Gamesa, Go Snacks, Grandma’s Cookies, Hamka’s, Lay’s, Miss Vickie’s, Munchies, Munchos, Nik Naks, Oberto Meat Snacks, Quavers, Rold Gold, Ruffles, Rustler’s Meat Sticks, Sabritas, Sabritones, Santitas, Smartfood, The Smith’s Snackfood Company, Sonric’s, Stacy’s Pita Chips, Sun Chips, Tor-tees, Tostitos, Walkers und Wotsits
  • Quaker-Oats-Marken: Aunt Jemima, Cap’n Crunch, Coqueiro, Crisp’ums, Cruesli, FrescAvena, King Vitaman, Life, Quake, Quisp, Rice-A-Roni und Spudz

Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Coca-Cola Company wurde stets als Hauptkonkurrent im Lebensmittelmarkt gesehen und im Dezember 2005 überholte PepsiCo Coca-Cola im Marktwert zum ersten Mal in ihrer 112-jährigen Konkurrenzgeschichte. 2009 hatte Coca-Cola noch einen höheren Marktanteil bei den kohlensäurehaltigen Getränken in den USA. Im selben Jahr hielt PepsiCo aber bereits einen höheren Marktanteil bei den Erfrischungsgetränken, was die Unterschiede in den Produktpaletten der beiden Unternehmen widerspiegelt. Als Resultat von Firmenübernahmen und Partnerschaften durch PepsiCo in den 1990ern und 2000ern wurde das Produktportfolio von PepsiCo breiter und umfasste nun neben Getränken auch essbare Lebensmittel. Die Mehrheit von PepsiCos Einkünften kommt nun nicht mehr aus den kohlensäurehaltigen Getränken, diese machten nur noch weniger als 50 % aus. PepsiCos Frito-Lay und Quaker Oats halten einen wesentlichen Marktanteil am US-Markt mit ca. 39 % aller verkauften Snacks 2009. Einer von PepsiCos Hauptkonkurrenten im gesamten Lebensmittelmarkt ist die Kraft Foods Group, die im selben Jahr 11 % des amerikanischen Snackmarktes für sich erobern konnte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Annual Report 2015. PepsiCo, abgerufen am 16. April 2016 (PDF; 4,4 MB, englisch).
  2. PepsiCo, Inc. History bei FundingUniverse
  3. Andrea Rothman: Can Wayne Calloway Handle The Pepsi Challenge? In: Bloomberg.com. 27. Januar 1992, abgerufen am 19. Juni 2016.
  4. Unternehmensgruppe Theo Müller und PepsiCo vor Einstieg in den amerikanischen Milchmarkt mit Premium-Joghurt nach europäischer Art
  5. PepsiCo Ends U.S. Yogurt Joint-Venture With Müller. WSJ, 10. Dezember 2015
  6. Marken: Schwip Schwap
  7. Der Krieg der Flaschen. In: Zeit Online. 13. August 1976, abgerufen am 19. Juni 2016.