Plattfuß räumt auf

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Filmdaten
Deutscher Titel Plattfuß räumt auf
Originaltitel Piedone a Hong Kong
Produktionsland Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Steno
Drehbuch Lucio de Caro
Stefano Vanzina
Franco Verucci
Musik Guido & Maurizio De Angelis
Kamera Giuseppe Ruzzolini
Schnitt Mario Morra
Besetzung
Synchronisation

Plattfuß räumt auf (Originaltitel: Piedone a Hong Kong, alternative deutsche Titel: Plattfuß in Hong Kong und Buddy in Hong Kong) war der zweite von vier Teilen der erfolgreichen Kriminalfilmserie, in deren Mittelpunkt der füllige, aber friedliebende Kriminalkommissar Manuele Rizzo – Spitzname Plattfuß – und sein Assistent Pedro Caputo standen.

Die Musik zum Film stammt von Guido & Maurizio De Angelis, die Erstaufführung des Films in Deutschland war am 26. Juni 1975.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriminalkommissar Rizzo geht in Neapel gegen den Drogenschmuggel vor. Unterstützung soll er von der amerikanischen Drogenfahndung in Person von Sam Accardo bekommen. Ein geplanter Undercover-Einsatz schlägt fehl und der Druck auf die neapolitanische Polizei wächst. Accardo vermutet eine undichte Stelle in der Polizei. Als Rizzo der Kragen platzt und er den Drogenlord der Stadt, Willy Pastrone, vernehmen möchte, findet er diesen ermordet auf. Nachdem auch der Kommissar selbst unter Verdacht gerät, muss er versuchen den Schuldigen und den Kontaktmann der Mafia bei der Polizei zu finden, um seinen Namen wieder reinzuwaschen.

Zu allem Überfluss taucht aus Amerika noch ein gewisser Frank Barella auf. Dieser ist ein berüchtigter Krimineller mit guten Kontakten, den die Amerikaner nach Neapel abschieben. Die Wege von Ihm und Rizzo werden sich daraufhin mehrmals kreuzen.

Von Dealer Tom Ferramenti erfährt Rizzo, dass der Kontaktmann - der angeblich als einziger die undichte Stelle kennt - in Thailand sitzt. Für den Kommissar geht es also nach Bangkok. Über den von Ferramenti genannten Kontakt trifft er auf drei mysteriöse Chinesen, denen er sich gegenüber als Nachfolger von Pastrone ausgibt. Er bekommt eine große Menge Drogen angeboten - über den großen Boss erfährt er leider nichts. Allerdings wird ihm ein weiterer Kontakt in Hongkong genannt namens "Bambusrohr". Rizzo trifft auch auf den von den dreien gefesselten Barella, der wohl die gleiche Spur verfolgt und ebenfalls den Kontaktmann sucht, um eine große Ladung Drogen durch Neapel zu schleusen. Nach einer Schlägerei lässt er die drei Dealer hochgehen und diese werden festgenommen.

Rizzo's nächster Weg führt also nach Hongkong. Als Treffpunkt mit "Bambusrohr" wird ihm ein Restaurant genannt. Dort trifft nicht auf den Kontakt - aber wieder auf Barella. Beide werden dort von Handlangern der Drogendealer angegriffen. Barella und Rizzo schließen sich danach zusammen und suchen gemeinsam nach "Bambusrohr". Dieser entpuppt sich als eine zierliche Frau mit ihrem kleinen Sohn Yoko. Sie wird allerdings vor einem Zusammentreffen mit den beiden vom Drogenkartell getötet. Ihr Freund Yamato - ein Sumo-Ringer - wird ebenfalls ermordet bevor Rizzo ihn befragen kann.

Dann hilft Rizzo der Zufall: Er trifft am Hafen von Hongkong auf den Mann, der ihn zu "Bambusrohr" führen sollte. Er verfolgt diesen nach Macau in ein Casino. Dort ergibt sich eine weitere Schlägerei, in Folge dessen Rizzo festgesetzt wird. Auch Barilla wird zeitgleich festgenommen. Dann taucht Accardo in Macau auf, um beide nach Italien zu holen. Rizzo wird in Neapel in ein Gefängnis gesteckt, aus diesem er aber fliehen kann.

Mittlerweile ahnt Rizzo, wer die undichte Stelle ist. Barella entpuppt sich inzwischen als FBI-Agent. Beide stellen dem Verräter eine Falle: Es ist Sam Accardo, der auch Pastrone auf dem Gewissen hat. Rizzo nimmt Yoko bei sich auf, da der Junge nun ein Waisenkind ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man entschied die Fortsetzung des erfolgreichen ersten Plattfuß-Films in Hongkong spielen zu lassen, um vom Erfolg des Bruce-Lee-Films Todesgrüße aus Shanghai profitieren zu können. Es wurden auch Stuntmen eingesetzt, die bereits mit Bruce Lee gearbeitet hatten. Im Gegensatz zu früheren Filmen wurde Bud Spencer in der Originalfassung nicht synchronisiert und ist mit seinem eigenen neapolitanischen Akzent zu hören.[1]

Deutsche Fassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1975 in den Ateliers der Deutschen Synchron Film GmbH Berlin. Für das Dialogbuch zeichneten Karlheinz Brunnemann und Arne Elsholtz verantwortlich. Elsholtz führte auch Regie.[2] Bud Spencer wurde wie im vorhergehenden Plattfuß-Film wieder von Wolfgang Hess gesprochen.

Sprecher:

Darsteller Charakter Synchronsprecher
Bud Spencer Kommissar Manuele Rizzo Wolfgang Hess
Al Lettieri Frank Barella Michael Chevalier
Enzo Cannavale Pedro Caputo Friedrich W. Bauschulte
Renato Scarpa Kommissar Morabito Lothar Blumhagen
Francesco de Rosa „Goldhand“ Arne Elsholtz
Robert Webber Sam Accardo Heinz Petruo
Enzo Maggio Gennarino Hans F. Wilhelm
Dominic Barto Tom Ferramenti Jürgen Thormann

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Klamottenhafte Unterhaltung mit und für Bud Spencer.“

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erschien am 3. März 2005 bei Paramount auf DVD. 2013 wurde eine Neuauflage bei Universum auf DVD mit verbessertem Bild veröffentlicht. Die gleichzeitig herausgegebene Blu-ray bietet erstmals auch eine HD-Fassung des Films in Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2011. S. 163–165
  2. Plattfuß räumt auf in der Deutschen Synchronkartei
  3. Plattfuß räumt auf. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.