Porsche Cayenne

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Der Porsche Cayenne ist ein Modell des deutschen Automobilherstellers Porsche. Mit dem 2002 eingeführten Wagen erweiterte Porsche seine bislang nur aus Sportwagen bestehende Modellpalette um ein Sport Utility Vehicle. Der Hauptmarkt des Cayenne sind die USA.

Entwicklung und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Entwicklungs- und Produktionskosten zu sparen, kooperierten Porsche und Volkswagen. Der VW Touareg und der Audi Q7 basieren auf derselben Plattform wie der Cayenne.

Für die Produktion des SUV errichtete Porsche ein Werk in Leipzig, in dem die Endfertigung mit dem Einbau des Motors und Getriebes in die Karosserie erfolgt. Im Juli 2013 lief dort der 500.000ste Cayenne, ein S Diesel, vom Band.[1] Seit dem 8. Juni 2015 läuft er auch im VW-Werk Osnabrück vom Band, es sollen zusätzlich 20.000 Stück des Cayenne dort montiert werden. Dafür wird die Produktion der Modelle Porsche Boxster und Cayman wieder ins Stammwerk Zuffenhausen verlagert.[2]

Die Karosserie des Cayenne wird zusammen mit denen des VW Touareg, Bentley Bentayga und Audi Q7 im VW-Werk Bratislava (Slowakei) produziert.

Abgasskandal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2017 ergaben Recherchen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, dass beim Porsche Cayenne lange nach Aufdeckung der Manipulationen bei VW weiterhin eine Abschalteinrichtung eingebaut worden sei, die erkennt, ob der Wagen auf dem Prüfstand ist.[3] Beim normalen Straßenbetrieb liegen die Abgaswerte des Porsche Cayenne nach Tests des TÜV Nord weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Während das Porsche-Management die Vorwürfe abstreitet, handelt es sich nach Aussage des Darmstädter Umweltrechtsprofessors Martin Führ bei der verwendeten Software um eine nach EU-Recht verbotene Abschalteinrichtung.[4]

Am 23. Juli 2017 forderte der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück im Hinblick auf die Abgas-Affäre die Entlassung von Vorständen bei der VW-Konzernschwester Audi. Er werde „es nicht zulassen, dass Porsche durch Tricksereien von Audi in Gefahr gerät“.[5] Vier Tage später – am 27. Juli 2017 – verhängte der deutsche Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt aufgrund der illegalen Abgas-Software ein Zulassungsverbot für den Typ Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Motor. Dieser Motor wird von Audi gefertigt und beigestellt. Gleichzeitig ordnete Dobrindt für europaweit 22.000 Fahrzeuge einen Pflichtrückruf an.[6]

Generationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher wurden zwei Generationen gebaut, der

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Porsche Cayenne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 500.000 Porsche Cayenne aus Leipzig. Autosmotor.de, 5. Juli 2013, abgerufen am 27. Juli 2017.
  2. Alexander Klay: Umbau der Produktion: Volkswagen Osnabrück baut künftig Porsche Cayenne. Neue Osnabrücker Zeitung, 14. Juli 2014, abgerufen am 27. Juli 2017.
  3. Frank Dohmen, Dietmar Hawranek, Gerald Traufetter: Abgasgrenzwerte: Porsches schmutzige Tricks. Der Spiegel 24/2017, 10. Juni 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.
  4. Abgas-Manipulation: Wie viel Stickoxid stößt Porsches Diesel wirklich aus? . Manager Magazin, 13. Juni 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.
  5. Porsche-Betriebsratschef keilt gegen Audi: „Wir fühlen uns betrogen“. In: Manager Magazin. 23. Juli 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.
  6. Porsche Cayenne: Abgasbetrug – Alexander Dobrindt verhängt Zulassungsverbot. Spiegel Online, 27. Juli 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.