DB Cargo Deutschland

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DB Cargo Deutschland Aktiengesellschaft
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 2003
Sitz Mainz, Deutschland

Leitung

  • Michael Anslinger (Vorstandsvorsitzender)
  • Clemens Först (Produktion)
  • Andreas Busemann (Vertrieb)
  • Ursula Biernert (Personal)
  • Otto G. Niederhofer (Produktionsgesellschaften Region Central)
  • Matthias Reichel (Finanzen und Controlling)[2]
Mitarbeiter 20 400 (2013)[3]
Branche Güterverkehr
Website www.dbcargo.com
Stand: 4. September 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die DB Cargo Deutschland Aktiengesellschaft (bis 29. Februar 2016 DB Schenker Rail Deutschland Aktiengesellschaft, bis 15. Februar 2009 Railion Deutschland Aktiengesellschaft) ist das größte europäische Eisenbahnverkehrsunternehmen im Schienengüterverkehr. Sie ist zu 100 Prozent eine Tochter der DB Cargo AG und ist dem Geschäftsfeld DB Cargo (bis 31.  Dezember 2015 DB  Schenker Rail) innerhalb des Konzerns Deutschen Bahn AG zugeordnet. Die Zentrale befindet sich in Mainz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Railion-Zentrale in Mainz

Das Unternehmen ging als DB Cargo AG im Zuge der zweiten Stufe der Bahnreform zum 1. Januar 1999 aus dem Unternehmensbereich Güterverkehr der Deutschen Bahn AG hervor.[4]

Zum 1. April 2001 wurde die Organisationsstruktur des Unternehmens verändert. Das Cargo-Geschäft wurde dabei in die Segmente Wagenladungsverkehr und Kombinierter Verkehr aufgeteilt und als Vorstandsressorts organisiert. Um die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern zu stärken, wurde darüber hinaus die Unternehmensentwicklung in ein eigenständiges Vorstandsressort überführt.[5] Zum gleichen Stichtag stellte das Unternehmen den Transport lebender Tiere ein.[6]

Anfang 2002 kündigte das Unternehmen an, die Mehrheit der Geschäftsanteile der Spedition Nieten Fracht-Logistik – vorbehaltlich einer Genehmigung der Kartellbehörden – zu übernehmen.[7]

Zum 1. September 2003 wurde das Unternehmen aufgrund einer stärkeren internationalen Ausrichtung in Railion Deutschland AG umfirmiert.[8] Die zuvor durch den DB-Konzern übernommene Stinnes AG wurde damit in die Logistiksparte integriert. Das neue Unternehmen gliederte sich in vier Geschäftsbereiche: Railion Deutschland (zuvor DB Cargo), Intermodal, Freight Logistics und Schenker (Speditionsgeschäft).[9]

Zu Beginn des Jahres 2008 ordnete die Deutsche Bahn ihre Markenarchitektur neu. Dabei wurde die Logistiksparte unter dem Namen DB Schenker zusammengefasst. In Bereichen, in der Kunden von Railion in einer Konkurrenzsituation zu Schenker stehen, wie zum Beispiel im kombinierten Verkehr, soll nur die Marke DB angewandt werden.[8] Zum 16. Februar 2009 wurde der Name erneut geändert, diesmal in DB Schenker Rail Deutschland Aktiengesellschaft, und nochmals zum 1.  März 2016 in DB Cargo Deutschland Aktiengesellschaft.

Kennzahlen und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lokomotiven (noch mit Railion-Logo) in Singen (Hohentwiel)
Ein Güterzug von DB Cargo auf der Dillstrecke bei Ehringshausen (Oktober 2015)

Im Jahr 2007 erwirtschaftete Railion nach eigenen Angaben 182 Mio. Euro Gewinn bei einem Umsatz von 3,66 Mrd. Euro. Dabei wurde eine Verkehrsleistung von 91.013 Mio. Tonnenkilometern (tkm) erbracht und 279 Mio. Tonnen Güter transportiert. Laut Angaben des Unternehmens[10] vom Januar 2007 lag der Marktanteil im deutschen Schienengüterverkehr bei rund 85 %, in Europa bei 22,5 %. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen lag im ersten Halbjahr bei rund 104 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 15 Millionen Euro Verlust).

DB Schenker Rail Deutschland AG gelang es nach der Finanzkrise den Umsatz im Jahr 2010 um 10,8 % auf 3,242 Milliarden Euro zu steigern, nachdem dieser im Vorjahr gegenüber 2008 um 20,8 % auf 2,927 Milliarden Euro eingebrochen war. In gleicher Weise entwickelte sich die Verkehrsleistung, die 2010 79,441 Milliarden tkm betrug. Zum Umsatz trugen insbesondere die Beförderung von Montan- (30 Prozent), Intermodal- (21 Prozent) sowie Baustoff-, Industrie- und Konsumgütern (18 Prozent) bei. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) war jedoch 2010 mit −104 Millionen Euro negativ, so dass der Jahresfehlbetrag in Höhe von −148 Millionen Euro durch den DB-Konzern ausgeglichen werden musste.[11]

Im Geschäftsjahr 2014 konnte das Geschäftsfeld DB Schenker Rail (das neben Deutschland noch 14 weitere europäische Gesellschaften umfasst) trotz Rückgang des Verkehrsaufkommens um 15,6 % auf 329 Millionen Tonnen, der zum Teil durch die verschärfte Wettbewerbssituation verursacht wurde, den Gesamtumsatz noch um 0,4 % auf 4,86 Milliarden Euro leicht steigern.[12]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Anfang 2009 gültiges Firmenlogo von Railion auf der Lokomotive 189 100.

Das Unternehmen ist eine Tochter der DB Cargo. Da DB Cargo Deutschland das größte Unternehmen der Gruppe ist, sind die Mitglieder des Vorstandes gleichzeitig in der Geschäftsleitung der DB Cargo tätig.

Die DB Cargo Deutschland unterhält unter anderem folgende Beteiligungen:[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Railion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NS-Baureihe 6400 mit Railion-Beschriftung in Emmerich
  1. Amtsgericht Mainz HRB 7498
  2. Die führenden Köpfe der DB Cargo Deutschland AG (Memento des Originals vom 29. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dbcargo.com
  3. Im Zentrum der europäischen Güterströme (Memento des Originals vom 15. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dbcargo.com
  4. Meldung Zweite Stufe der Bahnreform. In: Eisenbahn-Revue International, Ausgabe 1/2, 1998, ISSN 1421-2811, S. 2
  5. Meldung Neupositionierung von DB Cargo. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 6/2001, ISSN 1421-2811, S. 250
  6. Meldung Aktuelles in Kürze. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2001, ISSN 1421-2811, S. 198
  7. Meldung DB Cargo übernimmt Bahnspedition. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2002, ISSN 1421-2811, S. 168
  8. a b Deutsche Bahn ordnet ihre Marken neu. In: Das Unternehmen DB. Deutsche Bahn AG, 18. April 2008, abgerufen am 19. Februar 2009.
  9. Aus DB Cargo wird Railion. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2003, ISSN 1421-2811, S. 437
  10. Peter Kirnich: "Schnellster Postzug der Welt". In: Berliner Zeitung. 3. Februar 2007, abgerufen am 10. Juli 2015 (Interview mit Railion-Vorstand Klaus Kremper (Herr Kremper irrt beim Superlativ, siehe TGV postal)).
  11. a b Geschäftsbericht 2010. (Nicht mehr online verfügbar.) DB Schenker Rail Deutschland AG, 2. März 2011, ehemals im Original; abgerufen am 12. August 2013 (PDF, 2,09 MB).@1@2Vorlage:Toter Link/www1.deutschebahn.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Geschäftsbericht 2014. DB Mobility Logistics AG, März 2015, archiviert vom Original am 10. März 2016; abgerufen am 3. April 2015 (PDF). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.deutschebahn.com

Koordinaten: 49° 59′ 39,6″ N, 8° 16′ 52,3″ O