Rudolf Henke

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Rudolf Henke (2013)

Rudolf Henke (* 5. Juni 1954 in Birkesdorf, jetzt Düren) ist ein deutscher Internist und Politiker (CDU). Er war von 2007 bis 2019 Erster Vorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und ist Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Er ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Stiftischen Gymnasium in Düren und dem Medizinstudium in Aachen erhielt Henke 1979 seine Approbation. Er ist seit 1988 Facharzt für Innere Medizin. 1988 wurde er Oberarzt an der Klinik für Hämatologie und Onkologie am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler[1] und ist auch als Bundestagsabgeordneter weiter tätig.[2]

Standesvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1981 ist Henke Mitglied der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein, seit 1985 in deren Kammervorstand, seit November 2011 als Präsident.[3] 1995 wurde er erstmals in den Vorstand der Bundesärztekammer gewählt. Seit 1991 bekleidet er den Posten des ersten Vorsitzenden des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz im Marburger Bund. Am 10. November 2007 wurde Henke als Nachfolger von Frank Ulrich Montgomery zum Vorsitzenden des Marburger Bundes gewählt. Er stand bis Oktober 2019 als Erster Vorsitzender an dessen Spitze.[4] Henke ist weiterhin deutscher Delegierter des Weltärztebund es.[5] Am 26. Oktober 2013 wurde Henke zum dritten Mal wiedergewählt.

Abgeordnetenlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henke auf dem CDU-Parteitag 2012
Henke im Bundestag, 2019

Seit 1992 ist Henke Mitglied der CDU.[6] Von 1995 bis 2009 vertrat er den Wahlkreis Aachen-II als Direktkandidat der CDU im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 wurde Henke im Bundestagswahlkreis Aachen in direkter Wahl zum Bundestagsabgeordneten gewählt.[7] Henke konnte sich dabei gegen die amtierende Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt (CDU) durchsetzen, die bis dahin in Aachen direkt gewählt war. Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte Henke mit 40,79 % der Erststimmen wieder den Einzug in den Bundestag.

Henke schied aus dem nordrhein-westfälischen Landtag aus, als Nachfolgerin rückte Claudia Middendorf nach. Henke ist im Bundestag stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

Im 19. Deutschen Bundestag ist Henke ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit sowie im Unterausschuss Globale Gesundheit. Zudem gehört er als stellvertretendes Mitglied dem Ausschuss für Arbeit und Soziales, dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie der Enquete-Kommission "Berufliche-Bildung" an.[8]

Sonstiges Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Kulturgesellschaft Aachen e. V.[9]
  • Vorsitzender von Ärzte helfen Obdachlosen e. V.
  • Mitglied im Caritasverband für die Regionen der Stadt Aachen und Aachen Land e. V.
  • Mitglied im Förderverein Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler e. V.
  • Mitglied der Medizinischen Gesellschaft Aachen e. V.
  • Kuratoriumsmitglied der AIDS-Hilfe Nordrhein-Westfalen
  • Mitglied der Europa-Union Deutschland[10]

Nebeneinkünfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Einkünften für seine Tätigkeiten als Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses erhält Henke jährlich laut Bundestagsstatistik mindestens 147.000 Euro.[11] LobbyControl warf ihm 2014 Interessenkonflikte durch seine Arbeit für Lobbygruppen vor.[11][12]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henke ist verheiratet, Vater von vier Kindern und wohnt in Aachen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rudolf Henke – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesärztekammer - Rudolf Henke Lebenslauf vom 16. November 2006, archiviert vom Original, abgerufen am 13. Dezember 2018
  2. Biografie beim Deutschen Bundestag, abgerufen am 13. Dezember 2018
  3. Vorstand: Präsident der Ärztekammer Nordrhein auf aekno.de
  4. Heike Korzilius: Henke, Rudolf. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Heft 51–52, 23. Dezember 2019, S. B 1960.
  5. a b Lebenslauf (Memento des Originals vom 18. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rudolf-henke.de auf rudolf-henke.de
  6. Heike Korzilius: Henke, Rudolf. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Heft 51–52, 23. Dezember 2019, S. B 1960.
  7. Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 in Aachen (Memento vom 1. Oktober 2009 im Internet Archive) auf bundeswahlleiter.de
  8. Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 23. Juni 2020.
  9. Impressum Deutsch-Japanischen Kulturgesellschaft Aachen e. V.
  10. Rudolf Henke. In: Webseite der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 19. August 2020.
  11. a b Lobbycontrol: Lobbyisten im Bundestag: fragwürdige Doppelrollen, heruntergeladen am 29. März 2014
  12. Volksvertreter und Lobbyisten in Personalunion auf abgeordnetenwatch.de, 28. März 2014