Sächsisches Staatsministerium der Finanzen

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Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
— SMF —
Wappen des Freistaates Sachsen
Staatliche Ebene Land
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 1990
Hauptsitz Dresden, Sachsen
Behördenleitung Georg Unland (CDU), Staatsminister
Haushaltsvolumen 549,95 Mio. Euro (2016)[1]
Website www.smf.sachsen.de
Blick vom gegenüberliegenden Elbufer auf das Sächsische Staatsministerium der Finanzen

Das Sächsische Staatsministerium der Finanzen (SMF) ist als Finanzministerium eine Oberste Landesbehörde des Freistaates Sachsen mit Sitz in der Landeshauptstadt Dresden. Das Gebäude befindet sich am Carolaplatz 1 im Dresdner Regierungsviertel in der Inneren Neustadt.

Staatsminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Finanzministerium wird vom Staatsminister Georg Unland (CDU) geleitet, Staatssekretär ist Hansjörg König.

Unlands Vorgänger waren:

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giebelbild

Das Gebäude des Finanzministeriums wurde lt. Inschrift zwischen 1890 und 1896[2] im Stil der Neorenaissance[2] am Neustädter Elbufer zwischen Carolabrücke und Augustusbrücke für das sächsische Finanzministerium erbaut. Vorher war das sächsische Finanzministerium im Fürstenbergschen Haus untergebracht. Das nach Entwürfen von Otto Wanckel und Ottomar Reichelt[2] errichtete Gebäude umfasst mehrere Innenhöfe. Die Elbfront trägt ein aus Majolikaplatten bestehendes Giebelbild des Malers Anton Dietrich, das Saxonia umgeben von den allegorisch dargestellten Künsten sowie den Einnahmen des Staates zeigt. 1945 während der Bombardierung Dresdens wurde das Gebäude zerstört, aber bereits in den 1950er Jahren wiederaufgebaut. Von 1985 bis 1989 wurde die Eingangshalle originalgetreu hergerichtet. Zwischen 1992 und 1994 wurde das Gebäude rekonstruiert, dabei wurde das Dach in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt. Bis 1990 hatten die Bezirksbehörde der Volkspolizei und die Ingenieurschule für Geodäsie und Kartographie hier ihren Sitz. Seit 1990 ist es Sitz des Finanzministeriums des Freistaats Sachsen.

Aufgaben des Ministeriums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allgemeine Finanzpolitik und öffentliche Finanzwirtschaft
  • Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen
  • Finanzplanung
  • Finanzbeziehungen zu Bund, Ländern und Gemeinden
  • Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifrecht einschließlich Reise- und Umzugskostenrecht
  • Beihilferecht
  • Steuerwesen und Steuerverwaltung
  • Landes-, Gemeinde- und Bundessteuern
  • Kosten- und Gebührenwesen
  • Steuerberatungswesen
  • staatlicher Hochbau
  • Verwaltung der staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten
  • Vermögen und Schulden
  • staatliche Liegenschaften (ohne Forsten)
  • staatliche Unternehmen und Beteiligungen
  • Staatsschuldenverwaltung
  • Kreditfragen
  • staatliche Bürgschaften (Förderfibel Sachsen)
  • Behördenunterbringung
  • Wohnungsfürsorge für Bedienstete des Freistaates Sachsen
  • Verteidigungslasten und Liegenschaftsfragen der Streitkräfte
  • Lastenausgleich und Entschädigung daraus
  • Geld- und Kreditwesen einschließlich Sparkassenwesen
  • Abschluss von Rahmenverträgen für den Freistaat Sachsen

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sächsische Staatsministerium der Finanzen gliedert sich in vier Abteilungen, die sich wiederum in 30 Referate unterteilen.[3]

Nachgeordnete Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 31. Dezember 2010 Oberfinanzdirektion Chemnitz mit Finanzämtern in Annaberg, Auerbach, Bautzen, Borna, Chemnitz-Süd, Chemnitz-Mitte, Döbeln, Dresden I, Dresden II, Dresden III, Eilenburg, Freital, Freiberg, Görlitz, Grimma, Hohenstein-Ernstthal, Hoyerswerda, Leipzig I, Leipzig II, Löbau, Meißen, Mittweida, Oschatz, Pirna, Plauen, Schwarzenberg, Stollberg, Zschopau, Zwickau-Land, Zwickau-Stadt
  • bis 31. Dezember 2010 Landesamt für Finanzen, mit Außenstellen in Chemnitz und Leipzig
  • ab 1. Januar 2011 Landesamt für Steuern und Finanzen, mit Dienststellen in Chemnitz und Leipzig, mit untergeordneten Finanzämtern in Annaberg, Auerbach, Bautzen, Borna, Chemnitz-Süd, Chemnitz-Mitte, Döbeln, Dresden-Nord, Dresden-Süd, Eilenburg, Freital, Freiberg, Görlitz, Grimma, Hohenstein-Ernstthal, Hoyerswerda, Leipzig I, Leipzig II, Löbau, Meißen, Mittweida, Oschatz, Pirna, Plauen, Schwarzenberg, Stollberg, Zschopau, Zwickau
  • Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Zentrale Dresden mit Niederlassungen in Bautzen, Chemnitz, Dresden I, Dresden II, Leipzig I, Leipzig II, Zwickau
  • bis 31. Dezember 2012 Staatsbetrieb Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, Zentrale Dresden mit Niederlassungen in Albrechtsburg Meißen, Barockgarten Großsedlitz, Schlösser und Gärten Dresden, Burg Gnandstein, Burg Kriebstein, Schloss Moritzburg, Schloss Nossen / Klosterpark, Altzella, Schloss Rammenau, Burg Stolpen, Schloss Weesenstein, Schlösser und Burgen im Muldental
  • Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Vorgängerbehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Finanzministerium gab es seit Verabschiedung der Verfassung von 1831 bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952.

Die Minister der Vorgängerbehörden:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sächsisches Staatsministerium der Finanzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haushaltsplan 2015/2016. Gesamtplan, Haushaltsgesetz, Gesamtpläne, Übersichten zu den Haushaltsplänen. In: finanzen.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, S. 19, abgerufen am 24. Februar 2016 (PDF; 2,3 MB).
  2. a b c Jürgen Paul: Stadtentwicklung und Architektur. In: Geschichte der Stadt Dresden. Bd. 3: Von der Reichsgründung bis zur Gegenwart. Hrsg. von Holger Starke unter Mitw. von Uwe John. Stuttgart: Theiss 2006. S. 83.
  3. Organigramm Sächsisches Staatsministerium der Finanzen. In: smf.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, 31. Dezember 2015, abgerufen am 24. Februar 2016 (PDF; 50 kB).

Koordinaten: 51° 3′ 25″ N, 13° 44′ 41″ O