Sabina Grzimek

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Sabina Grzimek (* 12. November 1942 in Rom) ist eine deutsche Bildhauerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabina Grzimek ist das älteste Kind des Bildhauers Waldemar Grzimek und der Malerin und Keramikerin Christa von Carnap. Ihre Halbschwester ist die Künstlerin Jana Grzimek.

Sabina Grzimek war von 1973 bis 1979 mit dem Restaurator Peter Schwarzbach (* 1944) verheiratet. Sie hat einen Sohn Anton (* 1975) und eine Tochter Anna (* 1979).

Einem praktischen Jahr an der Porzellanmanufaktur Meißen zwischen 1961 und 1962 folgte bis 1967 das Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und anschließend freischaffende Arbeit als Bildhauerin, Malerin und Grafikerin in Berlin-Prenzlauer Berg und ab 1972 in Erkner. Seit 1997 ist Sabina Grzimek als Gastdozentin an der Grafik-Design-Schule Anklam tätig.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabina Grzimek schuf eine große Anzahl an Skulpturen aus Bronze, Gips, Terrakotta und Ton, die in ihren zahlreichen Ausstellungen gezeigt wurden und werden. Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg steht Grzimeks Skulptur Junge aus der Marienburger Straße (1968–1970), in Berlin-Lichtenberg Mutter mit Kind (1976–1981). Die einst vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten ausgestellte Skulptur Stehende und liegende Gruppe (1980–1985) befindet sich heute auf dem Lützowplatz in Berlin-Tiergarten, dem ehemaligen Sitz der Galerie Eva Poll. Ferner stammt das Denkmal vor dem Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner (1992) und die Weinheimer Reiterin (1996) von ihr. Einige Grafiken und Malereien gehören ebenfalls zum Werk von Sabina Grzimek. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Gustav-Weidanz-Preis (1972), der Käthe-Kollwitz-Preis (1983), der Preis des Kunstfördervereins Weinheim (1994) und der Ernst-Rietschel-Kunstpreis der Stadt Pulsnitz (1996). Am 26. Juni 2011 wurde Sabina Grzimek in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, im Schloss Neuhardenberg der Brandenburgische Kunstpreis verliehen, den die Märkische Oderzeitung in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg ausgeschrieben hat.[2] Zum siebzigsten Geburtstag der Künstlerin wurde im November 2012 auf dem Garnisonkirchplatz in Berlin-Mitte eine erste Figur aus Grzimeks Gruppe Sieben Gesten des aufrechten Gangs aufgestellt.[3]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Grzimek, Rupprecht Grzimek: Die Familie Grzimek aus Oberglogau in Oberschlesien. In: Deutsches Familienarchiv. Band 10, Degener, Neustadt (Aisch) 1958, DNB 451711351. (2000, DNB 964274191)
  • Sabina Grzimek: Köpfe. POLLeditionen Bd. 50, Berlin 2000, DNB 959465502.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sabina Grzimek – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Kunstschule Anklam
  2. MOZ-Kunstpreisträger stehen fest. In: Märkische Oderzeitung. 27. April 2011; Information abgerufen am 22. Juli 2011
  3. Ingeborg Ruthe: Sabina Grzimek. Gesten des aufrechten Gangs, in: Berliner Zeitung, Montag, 12. November 2012.
  4. Sabina Grzimek in der Helios-Galerie. Information abgerufen am 25. August 2010.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]