Schwalbach (Saar)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwalbach
Schwalbach (Saar)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwalbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 6° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Saarlouis
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 27,29 km2
Einwohner: 17.323 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 635 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66773
Vorwahlen: 06831, 06834
Kfz-Kennzeichen: SLS
Gemeindeschlüssel: 10 0 44 118
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 92
66773 Schwalbach
Webpräsenz: www.schwalbach-saar.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Neumeyer (CDU)
Lage der Gemeinde Schwalbach im Landkreis Saarlouis
Frankreich Frankreich Regionalverband Saarbrücken Landkreis Neunkirchen Landkreis St. Wendel Landkreis Merzig-Wadern Rehlingen-Siersburg Wallerfangen Überherrn Dillingen/Saar Saarlouis Wadgassen Bous (Saar) Ensdorf (Saar) Schwalbach (Saar) Saarwellingen Nalbach Schmelz (Saar) LebachKarte
Über dieses Bild
historische Aufnahme der Grube Griesborn

Schwalbach ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Saarlouis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schwalbach liegt rund 15 km nordwestlich von Saarbrücken.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt drei Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwalbach wurde erstmals in der Mettlacher Güterrolle als Swalpach urkundlich erwähnt. 1840 produzierte die Schwalbacher Papierfabrik mit 3 Bütten 15000 Ries Schreibpapier a 12 Pfund, beschäftigte 16 männliche und 33 weibliche Arbeiter.[2]

Am 12. Oktober 1982 wurde der Gemeindename offiziell von Schwalbach/Saar in Schwalbach geändert.[3]

Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Vern-sur-Seiche im Département Ille-et-Vilaine.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bous/Saar, Elm/Saar, Ensdorf und Hülzweiler eingegliedert.[3]

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1982 wurden Bous/Saar und Ensdorf wieder selbständig.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 56,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,2 %
34,4 %
10,1 %
7,7 %
4,0 %
1,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,7 %p
+1,2 %p
-2,6 %p
+0,4 %p
+0,2 %p
-4,0 %p
Parteien und Wählergemeinschaften Sitze
2014
[5]
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 12
Linke Die Linke 3
FBLS Freie Wählergemeinschaft 2
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 1
Gesamt 33

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956–1973: Nikolaus Fery (CDU)
  • 1974–1994: Georg Fleck (CDU)
  • 1994–2010: Eberhard Blaß (SPD)
  • seit 2010: Hans-Joachim Neumeyer (CDU)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Gold, belegt mit einem von Silber und Rot gespaltenen Wellenband; vorn oben in Silber ein Eichenzweig (Blatt mit zwei Eicheln), hinten oben in Rot sich kreuzend Schlägel und Eisen, vorn unten in Silber ein Mühlrad, hinten unten in Rot ein Kreuz.“

Das Wappen wurde der Gemeinde 1974/75 durch den Minister des Inneren des Saarlandes verliehen. Es zeigt Symbole die für die Geschichte der einzelnen Ortsteile stehen. Die Grundfarben zeigen die Zugehörigkeit zu Nassau-Saarbrücken (blau und silber) und zum Herzogtum Lothringen (gold und rot).

Die Grundstruktur des Wappens (Grundfarben, Teilung und Wellenband) bildet das Wappen von Schwalbach.

Der Eichenzweig wurde dem Hülzweiler Ortswappen entnommen und erinnert, wie der Ortsname, an die Geschichte des Ortsteils als Waldrodungssiedlung.

Schlägel und Eisen erinnern an die Bergbautradition in Schwalbach und stammen aus dem Wappen des Ortsteiles Elm.

Ebenfalls aus dem Elmer Wappen stammt das Mühlrad, das auf die Mühlen verweist, die in Elm in früherer Zeit das Erwerbsleben bestimmt haben.

Das Kreuz verweist auf den Einfluss der Abteien Wadgassen und Fraulautern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbühne Hülzweiler e. V. bespielt, neben regelmäßigen Saalaufführungen, die Freilichtbühne Hülzweiler, eine der größten Freilichtbühnen Südwestdeutschlands. Seit 1999 ist im denkmalgeschützten ehemaligen Kompressorenhaus das Schmiede- und Schlossermuseum Schwalbach untergebracht.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball

  • Der FV 09 Schwalbach spielt seit der Saison 2017/18 in der Saarlandliga.

Volleyball

  • Die SSG Schwarzenholz-Griesborn stellt unter anderem die beste saarländische Herrenmannschaft in der Regionalliga Südwest.
  • Der TV Hülzweiler stellte unter anderem die beste saarländische Damenmannschaft in der 2. Bundesliga.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwalbach liegt in der Grenzregion Deutschland/Frankreich/Luxemburg. Enge wirtschaftliche Kontakte zu den Nachbarländern prägen diese Region sowie die Bewegungen von Personen und Gütern. Schwalbach ist über die Bundesautobahn 8 (Perl - Bad Reichenhall) an das überregionale Straßennetz, nicht nur in Deutschland, sondern auch nach Luxemburg und Österreich, angebunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Wilhelm (1920–2015), Politiker (CDU), Innenminister des Saarlandes (1974–1980)
  • Erich Gräßer (1927–2017), Professor für evangelische Theologie (Neues Testament) in Bonn und Mitglied der Tierschutzpartei
  • Albert André (1930–2014), Kaplan seiner Heiligkeit, Regionaldekan der Region Saar-Hochwald im Bistum Trier
  • Werner Groß (* 1935), von 1982 bis 2000 Richter am Bundesgerichtshof
  • Hartmut Mathieu (1944–2009), Journalist und Politiker (CDU)
  • Monika Bachmann (* 1950), Politikerin (CDU)
  • Ignatius Maaß OSB (* 1957), Benediktinermönch und Abt der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Gabriel (* 1947 in Saarlouis), Professor für Wirtschaftsinformatik an der Ruhr-Universität Bochum
  • Manfred Oeming (* 1955 in Kröpelin, Landkreis Rostock), Professor für evangelische Theologie (Altes Testament) an der Universität Heidelberg; aufgewachsen in Schwalbach
  • Stephan Kessler (* 1959 in Bad Ems), Jesuit, Regens am Priesterseminar der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main; aufgewachsen in Schwalbach
  • Heiko Maas (* 1966 in Saarlouis), Politiker (SPD), Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der französischen Gemeinde Vern-sur-Seiche im Département Ille-et-Vilaine in der Bretagne besteht seit 1989 eine Partnerschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwalbach (Saar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saarland.de – Amtliche Einwohnerzahlen Stand 31.12.2015 (PDF; 0,03 MB) (Hilfe dazu).
  2. Friedrich Wilhelm von Reden: Erwerbs- und Verkehrs-Statistik des Königstaats Preußen. Jonghaus, 1853, S. 1530 (Fulltext in der Google-Buchsuche).
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808.
  4. Gemeindeergebnis Schwalbach, Endgültiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2014 Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 16. September 2014
  5. Gemeindeergebnis Schwalbach, Endgültiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2014, Sitzverteilung Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 16. September 2014