Sickinger Höhe

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Franz von Sickingen, ein namhafter Vertreter des Adelsgeschlechts von Sickingen

Die Sickinger Höhe (früher auch „Landstuhler Höhe“) ist eine Landschaft im südwestlichen Rheinland-Pfalz. Als Naturraum gehört die Sickinger Höhe zur Westricher Hochfläche. Der Name erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zentraler Teile des Gebiets zur Herrschaft Landstuhl im Besitz der Herren von Sickingen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Sickinger Höhe bildet im Südwesten der Pfalz den Nordteil der Westricher Hochfläche und liegt etwa zu einem Drittel im Landkreis Kaiserslautern und zu zwei Dritteln im Landkreis Südwestpfalz. Sie erstreckt sich von der Sickingenstadt Landstuhl im Norden bis fast zur Stadt Zweibrücken im Süden und von der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Westen bis zum Pfälzerwald im Osten.

Geologie[Bearbeiten]

Die Sickinger Höhe gehört zur Großlandschaft Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet.[1] Die hügelige Hochfläche mit Höhen von 300 bis 430 m ü. NN fällt im Norden in mehreren dichtbewaldeten Stufen recht steil zum Landstuhler Bruch hin ab. Entlang der Abbruchkante treten häufig kleinere und mittelgroße Felsformationen aus dem Buntsandstein der Karlstalschichten zu Tage, so z. B. der Heidenfelsen bei Hauptstuhl, der gleichnamige Felsen beim Bärenloch in Kindsbach oder die Felsenlandschaft im Fleischackerloch bei Landstuhl. Etwas weniger schroff gestaltet sich der Übergang nach Westen zum Saarland hin und noch weniger derjenige im Osten, wo das weite Tal der Moosalb die Grenze bildet. Im Süden geht die Sickinger Höhe fast unmerklich in das Zweibrücker Hügelland über.

Gewässer[Bearbeiten]

Der größte Teil der Sickinger Höhe wird entwässert über Moosalb, Wallhalb und Auerbach nach Süden zum Schwarzbach und dann weiter über Blies, Saar und Mosel zum Rhein. Nach Westen direkt zur Blies hin fließt der Lambsbach.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

  • Im 1836 erbauten ehemaligen Schulhaus von Queidersbach bietet das Museum Sickinger Höhe seit 1976 auf 500 m² einen Überblick von der Frühgeschichte bis in die jüngste Vergangenheit der Region.[2]

Besiedelung und Verkehr[Bearbeiten]

Das Land ist dünn besiedelt und weist nur außerhalb, an den tieferliegenden Rändern, größere Städte auf. Auch überregionale Verkehrswege gibt es nicht, mit Ausnahme eines überwiegend erst zweispurig ausgebauten Abschnitts der Autobahn 62 Landstuhl–Pirmasens.

Wegen ihrer Abgeschiedenheit eignet sich die Gegend gut zum Wandern, z. B. auf dem Mühlenweg im Wallhalbtal. Über die Sickinger Höhe verläuft auch die ausgeschilderte Nordroute der pfälzischen Abschnitte des historischen Jakobsweges.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. naturschutz.rlp.de: Landschaftsräume in Rheinland-Pfalz – Sickinger Höhe. Abgerufen am 20. September 2013.
  2. Ortsgemeinde Queidersbach: Museum Sickinger Höhe Queidersbach. Abgerufen am 20. September 2013.
  3. Pfälzischer Merkur: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDer große Knall bleibt unvergessen. Zweibrücken, 20. Juli 2009, abgerufen am 2. März 2010 (PDF; 947 kB).
  4.  Der Knall aus dem All. In: Die Rheinpfalz am Sonntag. Ludwigshafen, 28. Februar 2010.
  5. Landkreis Südwestpfalz, ILE: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTeilprojekt Wander- und Radwanderland Sickinger Höhe. Wallhalben, Januar 2009, abgerufen am 2. März 2010.
  6. VG Thaleischweiler-Fröschen - Wallhalben: Mundart. Abgerufen am 20. September 2013.

49.3255555555567.51Koordinaten: 49° 19′ 32″ N, 7° 30′ 36″ O