Winterbach (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Winterbach (Pfalz)
Winterbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winterbach (Pfalz) hervorgehoben

Koordinaten: 49° 18′ N, 7° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Thaleischweiler-Wallhalben
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 7,03 km2
Einwohner: 509 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66484
Vorwahl: 06337
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 228
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 52
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Website: www.vgtw.de
Ortsbürgermeister: Andreas Weizel
Lage der Ortsgemeinde Winterbach (Pfalz) im Landkreis Südwestpfalz
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Über dieses Bild

Winterbach (Pfalz) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterbach liegt im Wiesbachtal an der Stelle, wo der wenig später Auerbach genannte Wiesbach nach Südwesten abknickt und von Nordosten der Winterbach linksseitig einmündet. Oberhalb des Ortes liegen auf zwei Höhenrücken zwischen den konvergierenden Bächen im Norden der Herrenwalderhof etwa in Richtung Wiesbach und näher im Nordosten der Klosterbergerhof in Richtung Biedershausen.

Winterbach ist ein klassisches Straßendorf, das sich entlang der Landesstraße L 469 von Zweibrücken in Richtung Wallhalben erstreckt.

Winterbach gliedert sich in die Ortsteile Winterbach und Niederhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erstmals 1180 erwähnte Ort folgte in seiner Zugehörigkeit stets Pfalz-Zweibrücken. Vom 12. bis 15. Jahrhundert ist aus Winterbach ein Rittergeschlecht bekannt. Der Ort hatte im Mittelalter eine gewisse Bedeutung und war bis zu seiner Verödung während des Dreißigjährigen Krieges Gerichtsort für das Wiesbachtal. Ab 1715 erfolgte die Wiederbesiedelung und 1727 wurde Winterbach ein Teil der Gemarkung des öd gefallenen Dorfes Weiler zugeschlagen.

1479 wurde das ein Kilometer talabwärts gelegene Niederhausen erstmals genannt.

Schon seit 1704 existiert der Klosterbergerhof nördlich des Ortes.

Die Gemeinde Winterbach (Pfalz) wurde am 7. Juni 1969 aus den beiden Gemeinden Niederhausen und Winterbach neu gebildet.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl Winterbach (Pfalz) bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 420
1835 414
1871 417
1905 390
1939 373
1950 437
Jahr Einwohner
1961 426
1970 448
1987 438
1997 469
2005 554
2018 509

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Winterbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4] Bei der Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Weizel wurde am 20. August 2019 Ortsbürgermeister von Winterbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 83,39 % für fünf Jahre gewählt worden. Weizels Vorgänger waren Willi Schwarz (Ortsbürgermeister 1992–2019) und Willi Hamm.[5][6][7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Winterbach
Blasonierung: „In Silber ein blaubewehrter und -bezungter roter Löwe, belegt mit einem blauen Wellenbalken.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal 1914–18 und 1939–45

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelische Pfarrkirche St. Matthäus mit Kräutergarten wurde 1489 erstmals erwähnt. Der Turm stammt aus der Zeit der Romanik um 1200. Das barocke Kirchenschiff wurde um 1720 wiederhergestellt.

Kräutergarten mit ca. 60 bekannten und weniger bekannten Heilpflanzen des Mittelalters bis zur Neuzeit sowie einigen alten Rosensorten. Inspiriert vom Hortulus, einem Gedicht des Walafried Strabo über seinen Klostergarten auf der Insel Reichenau (9. Jh.), und orientierend am St. Galler Klosterplan wurde der Kräutergarten angelegt. Anregungen gaben auch Beschreibungen des pfalz-zweibrückischen Botanikers Hieronymus Bock, der 1545 in Hornbach das New Kreütterbuch verfasste.

Dorfplatz mit Mahnmal an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege, siehe Kriegerdenkmal (Winterbach).

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Winterbach (Pfalz)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Drittes Augustwochenende: im jährlichen Wechsel Dorffest oder Kirchenfest
  • Drittes Septemberwochenende: Kerwe

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindertagesstätte Winterbach
  • Dorfgemeinschaftshaus
  • Evangelische Kirchengemeinde Winterbach
  • Gemeindehaus Johannes-Zwick-Haus

Persönlichkeiten: Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 30. Januar 2020: Willi Schwarz (* 1950), ernannt zum ersten Ehrenbürger der Ortsgemeinde aufgrund seiner besonderen Verdienste um Winterbach. Im Jahr 1984 erstmals in den Gemeinderat gewählt, war er von 1992 bis 2019 Ortsbürgermeister der Gemeinde und auf vielfältige Weise für das Gemeinwesen aktiv.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winterbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 201 (PDF; 2,6 MB).  Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Norbert Schwarz: Wechsel an der Ortsspitze perfekt. Pfälzischer Merkur, 21. August 2019, abgerufen am 29. März 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, Verbandsgemeinde, letzte Ergebniszeile. Abgerufen am 29. März 2020.
  7. Bürgermeister: Willi Schwarz gibt Amt 2019 ab. Die Rheinpfalz, 11. August 2018, abgerufen am 29. März 2020.
  8. Norbert Schwarz: Neuer Ehrenbürger: „Allzweckwaffe“ und „Menschenkümmerer“. Pfälzischer Merkur, 31. Januar 2020, abgerufen am 29. März 2020.