Sparkassen-Arena (Kiel)

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Sparkassen-Arena
Südansicht der Sparkassen-Arena
Südansicht der Sparkassen-Arena
Frühere Namen

Ostseehalle (bis Ende 2007)[1]

Daten
Ort Europaplatz 1
DeutschlandDeutschland 24103 Kiel, Deutschland
Koordinaten 54° 19′ 14″ N, 10° 7′ 50″ OKoordinaten: 54° 19′ 14″ N, 10° 7′ 50″ O
Eigentümer Provinzial Versicherungen, Kieler Nachrichten, Citti Großmarkt
Betreiber Konzert- und Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Kiel
Baubeginn 10. November 1950[1]
Eröffnung 1. März 1952[1]
Renovierungen 1974–1978
2000–2001[1]
Oberfläche Beton
Parkett
PVC-Bodenbelag
Kapazität 13.500 Plätze (Konzert)[2]
10.285 Plätze (Handball)[3]
Verein(e)
Veranstaltungen

Die Sparkassen-Arena in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel ist eine der größten Veranstaltungshallen in Deutschland. Durch einen Vertrag mit den Eigentümern hält die Sparkassen-Finanzgruppe seit dem 1. Januar 2008 die Namensrechte an der Halle, zuvor hieß sie Ostseehalle. Sie liegt in Kiel-Vorstadt zwischen dem Exerzierplatz und dem Europaplatz zentrumsnah in Sichtweite des Kieler Rathauses.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht von Südost

Der Bau der Ostseehalle wurde 1950 von der Kieler Ratsversammlung beschlossen und der Architekt Wilhelm Neveling mit ihrer Errichtung beauftragt. Als Standort wurde im stark kriegszerstörten Kiel das zentrumsnahe Areal des ehemalig kleinteilig bebauten Kuhbergviertels gewählt. Für die Hallenkonstruktion wurden Teile ausgedienter Flugzeughangars des Fliegerhorstes auf der Insel Sylt wiederverwendet, mit denen der Bau innerhalb kurzer Zeit entstehen konnte: Nach Baubeginn im Dezember 1950 wurde die Halle am 17. Juni 1951 zur Kieler Woche eingeweiht und 1952 fertiggestellt.[4]

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Halle mehrfach saniert und ausgebaut. Der umfangreiche Umbau im Jahr 2000 wurde von dem Architekten-Büro Schnittger kreiert.[5] Seit dem September 2001 ist die Halle in einem Zustand, der die Ostseehalle nach Meinung der Betreiber, der Ostseehalle Kiel Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, „für die nächsten 50 Jahre gerüstet“ erscheinen lässt. Am 1. Januar 2008 wurden die Namensrechte an die Sparkassen-Finanzgruppe verkauft und seitdem heißt die Halle Sparkassen-Arena.

Daten & Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht von Südwest

Die Halle bietet Platz für bis zu 13.500 Besucher, 10.250 Plätze in den Rängen und optional 2.250 auf dem Spielfeld, sowie 11 VIP-Logen.

Die Sparkassen-Arena ist in erster Linie Veranstaltungsort für Konzerte sowie Austragungsort von Handballspielen des THW Kiel.

Weiterhin ist die Halle Ort von Kongressen, Verkaufsmessen, Reit- und Box-Veranstaltungen und politischen Großkundgebungen.

Außergewöhnliche Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. Mai 1984, am 31. Oktober 1987, am 14. Dezember 1991 und am 5. Oktober 2002 wurden in der Ostseehalle Folgen der Fernsehshow Wetten, dass..? aufgenommen.
  • Im Bundestagswahlkampf 1998 fand hier eine politische Großkundgebung mit Gerhard Schröder statt.
  • Von 1989 bis 2000 fand jährlich die Verleihung des Musikpreises RSH-Gold des Radiosenders Radio Schleswig-Holstein in der Ostseehalle statt.
  • Am 20. Dezember 2003 wurde ein Boxkampf zwischen Wladimir Klitschko und Danell Nicholson ausgetragen.
  • The Dome wurde in der Ostseehalle schon mehrmals (1. Dezember 2001, 6. September 2002 und 21. Mai 2004) aufgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Jessen-Klingenberg: Die Ostseehalle: Aus Schwertern werden Pflugscharen. In: Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Hrsg. v. Werner Paravicini. Wachholtz, Neumünster 1992, ISBN 3-529-02722-7 S. 320–322.
  • Ulrich Höhns: Umbau der Ostseehalle in Kiel. In: Bauwelt 93 (2002), Heft 14, S. 2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sparkassen-Arena (Kiel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Von der Vision zum Schmuckstück - Chronik der Sparkassen-Arena-Kiel, abgerufen am 2. Mai 2012
  2. Allgemeine Informationen auf der Betreiberseite www.sparkassen-arena-kiel.de, abgerufen am 2. Mai 2012
  3. Halle – Sparkassen-Arena-Kiel, Website THW Kiel, abgerufen am 29. August 2014.
  4. Manfred Jessen-Klingenberg: Die Ostseehalle: Aus Schwertern werden Pflugscharen. In: Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Hrsg. v. Werner Paravicini. Wachholtz, Neumünster 1992, S. 320.
  5. Ulrich Höhns: Umbau der Ostseehalle in Kiel. In: Bauwelt 93 (2002), Heft 14, S. 2.