Sporthalle Hamburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Sporthalle Hamburg
Alsterdorfer Sporthalle
Die Sporthalle Hamburg im März 2017
Die Sporthalle Hamburg im März 2017
Daten
Ort Krochmannstraße 55
DeutschlandDeutschland 22297 Hamburg-Winterhude, Deutschland
Koordinaten 53° 36′ 10″ N, 10° 0′ 7″ OKoordinaten: 53° 36′ 10″ N, 10° 0′ 7″ O
Eigentümer Stadt Hamburg
Betreiber Bezirksamt Hamburg-Nord
Eröffnung 1968
Oberfläche Beton
Parkett
Kapazität 4.144 Plätze (Sport)
7.000 Plätze (Konzert, maximal)
Verein(e)
Veranstaltungen

Die Sporthalle Hamburg, oder auch Alsterdorfer Sporthalle, ist eine Mehrzweckhalle im Stadtteil Winterhude, Bezirk Nord, der Freien und Hansestadt Hamburg.[1] Sie bietet insgesamt 4.144 Sitzplätze. Diese setzen sich 2.080 fest montierten Sitzen auf den Rängen, den 1.344 Sitzplätzen auf den ausfahrbaren Tribünen sowie den 720 Plätzen auf der Teleskoptribüne auf der Südseite zusammen. Ohne Bestuhlung des Innenraums sind bei Konzerten bis zu 7.000 Besucher zugelassen.[2] Die Alsterdorfer Sporthalle ist nach der Barclaycard Arena die zweitgrößte Veranstaltungshalle der Stadt.[3] Sie wird vom Bezirksamt Hamburg-Nord betrieben und liegt an der Grenze zum Stadtteil Alsterdorf.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von ihrer Fertigstellung 1968, besonders seit dem Abriss der Ernst-Merck-Halle Ende der 1980er-Jahre, bis zur Eröffnung der Barclaycard Arena 2002 im Volkspark war sie die wichtigste Halle für Musik- und Sportveranstaltungen in Hamburg. Auch heute finden hier, neben den Sportveranstaltungen, regelmäßig Konzerte bekannter Künstler und Bands statt.[5] Seit 1970 findet die Polizei-Show Hamburg in der Halle statt.[4] Neben der Veranstaltungshalle befindet sich seit 2006 die Leichtathletik-Halle für Training und Wettkämpfe.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erstes Endspiel eines deutschen Sportverbandes nach Eröffnung der Halle fand hier am 15. Juni 1969 das Endspiel um den DBB-Pokal zwischen dem VfL Osnabrück und dem MTV Gießen (74:75) statt.[6] Die Fechtweltmeisterschaften 1978 und die Deutschen Tischtennis-Meisterschaften 1980 und 2008 wurden in der Halle veranstaltet. Vom 8. bis zum 12. Mai 2013 wurde die siebte U-19-Floorball-Weltmeisterschaft in der Halle ausgetragen.[7]

2014 wurden in der Sporthalle die 53. Deutschen Meisterschaften im Hallenhockey ausgespielt. Bei den Frauen siegte der Uhlenhorster HC und den Titel der Herren konnte der HTC Uhlenhorst Mülheim feiern.[8] 2016 machten die Deutschen Turnmeisterschaften in der Alsterdorfer Sporthalle Station. Die Austragung Ende Juni war eine von zwei nationalen Veranstaltungen zur Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 im August des Jahres.[9]

Seit der Saison 2016/17 werden hier, neben der Barclaycard Arena, regelmäßig die Heimspiele des Handball-Sportvereins Hamburg (momentan in der 2. Handball-Bundesliga) ausgetragen.[10] Die Profiabteilung des Vereins musste in der Vorsaison Insolvenz anmelden. Die bis dahin zweite Mannschaft stieg aus eigener Kraft aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein in die 3. Liga Nord auf. Seit 2018 ist der Verein in der 2. Bundesliga vertreten. Vom 25. August bis 2. September 2017 war die Sporthalle Hamburg Austragungsort der 19. Weltmeisterschaften im Amateurboxen des Weltverbandes AIBA. 280 Boxer aus über 80 Nationen gingen an den Start. Das Turnier wurde von kubanischen Boxern dominiert, die fünf der in zehn Gewichtsklassen zu vergebenen Titel gewannen. Die weiteren Sieger kamen aus Aserbaidschan, Frankreich, Kasachstan, Usbekistan und der Ukraine.[11]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sporthalle Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sporthalle Hamburg. In: hamburg.de. Abgerufen am 25. Dezember 2020.
  2. Alsterdorfer Sporthalle. In: hamburg-tourism.de. Stadt Hamburg, abgerufen am 25. Dezember 2020.
  3. Sporthalle Hamburg – Fakten. In: hamburg.de. Abgerufen am 25. Dezember 2020.
  4. a b Sporthalle Hamburg. (PDF) In: sporthalle.hamburg. Bezirksamt Hamburg-Nord, 30. April 2015, abgerufen am 25. Dezember 2020.
  5. Konzertliste der Sporthalle Hamburg bzw. der Alsterdorfer Sporthalle. In: setlist.fm. Abgerufen am 25. Dezember 2020 (englisch).
  6. Saison 1968/69 (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)
  7. Hamburg wird Tor zur Floorballwelt (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive)
  8. Deutsche Hallenhockey Meisterschaft. In: hamburg.de. Stadt Hamburg, abgerufen am 25. Dezember 2020.
  9. Hambüchens Comeback. In: hamburg.de. Stadt Hamburg, abgerufen am 25. Dezember 2020.
  10. Preise und Saalplan. In: hamburg-handball.de. Handball Sport Verein Hamburg, abgerufen am 25. Dezember 2020.
  11. Kubaner dominieren in Hamburg. In: hamburg.de. Stadt Hamburg, abgerufen am 25. Dezember 2020.