Spix-Ara

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Spix-Ara
Spix-Ara (Cyanopsitta spixii), zwei Jungtiere

Spix-Ara (Cyanopsitta spixii), zwei Jungtiere

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Neuweltpapageien (Arini)
Gattung: Spix-Aras (Cyanopsitta)
Art: Spix-Ara
Wissenschaftlicher Name
Cyanopsitta spixii
Wagler, 1832

Der Spix Ara (Cyanopsitta spixii), auch bekannt unter dem Namen kleiner blauer Ara, ist endemisch in Brasilien. Die Art wurde erstmals 1638 vom deutschen Naturwissenschaftler Georg Marcgrave beschrieben. Benannt wurde diese Art jedoch nach dem deutschen Naturwissenschaftler Johann Baptist von Spix. Der Spix Ara ist mit ca. 300 g ein mittelgrosser Vertreter der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae). Der Kopf ist blau-grau gefärbt, wohingegen sein gesamtes Federkleid verschiedene Blautöne aufweist. Von der Gefiederfärbung her sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden, die Weibchen sind jedoch im Durchschnitt etwas kleiner als die Männchen. Ursprünglich waren diese Vögel in den Waldlandschaften (Carabieira (Tabebuia aurea)) im Abflussbecken des Rio São Francisco im Trockenwaldklima des Caatinga (innerer Nordosten Brasiliens) verbreitet. Der natürliche Lebensraum dieser Papageien ist sehr begrenzt, da sie zum Nisten, als Nahrungsquelle und zum Ausruhen auf Caraiba Bäume angewiesen sind. Als Nahrungsquelle dienten hauptsächlich Nüsse und Samen des Caraiba Baumes und verschiedener Wolfsmilchsträucher, welche den Hauptbestandteil der Vegetation in Caatinga bilden. Durch die Abholzung des Lebensraum dieser Vögel wurden sie während des 20. Jahrhunderts immer seltener. Da ihr natürlicher Lebensraum so begrenzt und abgelegen ist, wurden nur wenige Tiere gefangen und gehalten. Die IUCN stuft die Spix Aras als vom Aussterben bedroht[1] ein. Mittlerweile ist der Spix Ara in freier Wildbahn ausgestorben. Die letzte bekannte wildlebende Population befand sich im Nordosten von Bahia (Brasilien) und der letzte bekannte wildlebende Spix Ara, ein Männchen, verschwand im Jahr 2000. 2016 wurde jedoch wieder ein wild lebendes Tier gesichtet.[2] In verschiedenen Arterhaltungsprojekten wird nun durch Zuchtprogramme versucht den Erhalt dieser Art zu sichern, was durch die brasilianische Regierung unterstützt wird. Der Spix Ara wurde im CITES Appendix I aufgelistet, welcher den Handel mit den Tieren verbietet (ausgenommen ist der Austausch für seriöse Arterhaltungsprojekte). Das Departement der brasilianischen Regierung für die Erhaltung der Biodiversität (ICMBio) leitet das Projekt Ararinha-Azul, welches mit einem Plan zur Auswilderung (sobald wieder genügend Nachzuchten und Lebensraum vorhanden sind) dieser Spezies verknüpft ist.

Beschreibung und Entdeckung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spix Ara ist als kleiner blauer Ara mit nackter grauer Gesichtshaut rund um die Augenpartie leicht zu erkennen.[3] Insgesamt wird ein Spix Ara ca. 56 cm lang [3], wovon die Länge der Schwanzfedern 26-28 cm ausmachen.[4] Seine Flügellänge beträgt 24.7-30.0 cm.[3] Die Geschlechter dieser Vögel lassen sich vom äusseren Erscheinungsbild her nicht unterscheiden [3], jedoch werden Männchen in Gefangenschaft (ca. 318 g) etwas schwerer als die Weibchen (ca.288 g).[4] Das Gefieder am Kopf und Hals ist grau-blau, die Brustseite ist hellblau (mit einem leichten Grünstich) und die Rückenseite, sowie die Flügel und der Schwanz des Vogels, erscheinen in einem dunkleren Blauton.[5] Die Beine und Füsse sind schwarz-braun. Bei ausgewachsenen Vögeln ist die Gesichtshaut grau, der Schnabel komplett dunkelgrau und die Iris gelb.[3] Die Jungtiere unterscheiden sich von den Adulten durch ihre noch blass graue Gesichtshaut, die braune Iris und den weissen Streifen über der Mittellinie des Oberschnabels (Culmen).[3]

Spix-Ara, Abbildung des Typusexemplares von 1824. Deutlich ist die Schnabelzeichnung eines Jungtieres zu erkennen.

Johann Baptist von Spix hat auf seiner Brasilien-Expedition mit C. F. Ph. Martius diesen Ara 1819 in der Caatinga in der Nähe von Joazeiro in Brasilien gesammelt und 1824 in seinem Buch „Avium species novae, quas in itinere per Brasiliam Annis MDCCCXVII-MDCCCXX Iussu et Auspiciis....“ als Ara hyazinthicus beschrieben und auf der Tafel XXIII abgebildet. Spix hat bereits erwähnt, dass diese Papageienart nur selten, aber stets in Gruppen vorkommt und sich durch eine schwache Stimme auszeichnet. Der Artname („hyazinthus“) war aber schon vergeben und war folglich ungültig (ein Homonym). Johann Georg Wagler, Assistent von Spix, gab dem Spix-Ara 1832 in seiner Monographia Psittacorum den heute gültigen Artnamen. Holotypus ist der von Spix gesammelte Balg, der heute noch in der Zoologischen Staatssammlung München aufbewahrt wird, und der vermutlich als Bildvorlage für die Abbildung in dem Buch von Herrn Spix diente. An der Schnabelzeichnung (weißer Vorderrand) sieht man, dass es sich um ein juveniles Tier handelte.

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Natur würden sich die Spix Aras hauptsächlich von Samen und Nüssen des Pinhão (Jatropha pohliana var. mollissima) und Favela Baumes (Cnidoscolus phyllacanthus) ernähren. Da diese Bäume allerdings ursprünglich nicht in dem Verbreitungsgebiet dieser Vögel vorkamen, gehörten deren Früchte ursprünglich nicht zur natürlichen Nahrung.[6] Zusätzlich ernähren sich die Aras von den Samen und Nüssen folgender Pflanzen: Joazeiro (Ziziphus Joazeiro), Baraúna (Schinopsis brasiliensis), Imburana (Commiphora leptophloeos oder Bursera leptophloeos), Facheiro (Pilosocereus piauhyensis), Phoradendron Arten, Caraibeira (Tabebuia caraiba), Angico (Anadenanthera macrocarpa), Umbu (Spondias tuberosa) and Unha-de-gato (Acacia paniculata). Berichte früherer Forschungsarbeiten fügen dem noch zwei weitere Pflanzen hinzu: Maytenus rigida and Geoffroea spinosa. Combretum leprosum könnte noch eine zusätzliche Nahrungsquelle gewesen sein.[4]

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gefangenschaft geborene Spix Aras werden im Alter von sieben Jahren geschlechtsreif. Ein aus der Loro Parque Stiftung stammendes Weibchen legte bereits im Alter von fünf Jahren Eier, allerdings waren diese unfruchtbar.[7] Es wird befürchtet, dass die späte Geschlechtsreife von in Gefangenschaft gehaltenen Tieren eine Folge von Inzucht oder anderen künstlichen Umweltfaktoren sein könnte, da andere Papageien derselben Grössenordnung bereits nach zwei bis vier Jahren geschlechtsreif werden. In der Natur würden aufwendige Balzrituale, wie gegenseitiges Füttern und gemeinsames Fliegen, einer Paarung vorausgehen. Solche Rituale können in anderen Papageienarten durchaus über mehrere Jahre zu den Paarungszeiten wiederholt werden; dies könnte auch bei freilebenden Spix Aras der Fall sein. Der Paarungsruf der Spix Aras klingt wie „whichaka“ [4], zusätzlich geben sie quäkende Geräusche von sich.[8] Hohlräume in grossen, alten Caraibeira Bäumen dienten als Nistplätze, welche jedes Jahr wieder benutzt wurden. Die Brutsaison ist von November bis März und die meisten Küken schlüpfen dann im Januar, zu Beginn der Regenzeit in Caatinga (Januar bis April). Die Gelegegrösse der Spix Aras in freier Wildbahn wird auf drei Eier geschätzt, wohingegen sie sich bei in Gefangenschaft gehaltenen Tieren auf durchschnittlich vier Eiern beläuft (die genaue Anzahl variiert jedoch zwischen einem bis sieben Eiern pro Gelege).[4] Nur die Weibchen bebrüten die Eier während der 25-28 Tage andauernden Brutzeit. Die Küken werden nach 70 Tagen flügge und sind nach 100 bis 130 Tagen unabhängig von den Elterntieren.[4] Die Lebenserwartung wildlebender Spix Aras ist unbekannt; einzig bekannt ist das Alter des letzten wildlebenden Männchens, welches älter als 20 Jahre war. Der älteste Vogel in Gefangenschaft erreichte ein Alter von 34 Jahren.[4]

Verbreitung und Erlöschen im Freiland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spix-Ara (Bahia)
Spix 1819[9]
Spix 1819[9]
Reiser 1903, Kämpfer (1928), Hellmayr 1929[9][10]
Reiser 1903,
Kämpfer (1928),
Hellmayr 1929[9][10]
Sichtungen 1971[9]
Sichtungen 1971[9]
Letzte Sichtungen 2000[9][11]
Letzte
Sichtungen
2000[9][11]
Sichtungen 1986/7[12]
Sichtungen 1986/7[12]
Sichtungen und Sammelpunkte von Spix-Aras in Brasilien. Kartenbasis: Positionskarte des brasilianischen Bundesstaates Bahia
Sammelpunkte (Red pog.svg), Typusexemplar  (Blue pog.svg) und Sichtungen  (Orange ff8040 pog.svg); Name des Forschungsreisenden und Beobachtungsjahr, bzw. (Veröffentlichungsjahr).

Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet lag in Brasilien im Bundesstaat Bahia und angrenzenden Regionen. Es muss von jeher klein gewesen sein und sich vermutlich auf die Galeriewälder entlang des Rio São Francisco und seiner Nebenflüsse beschränkt haben. Die Datenlage zum Verbreitungsgebiet ist recht dünn, die meisten in Museen lagernden Exemplare stammen aus Gefangenschaft und besitzen somit keine Fundortangaben. Auch Berichte über die Beobachtungen wildlebender Spix-Aras waren von jeher selten. Ein Bericht von Otmar Reiser datierte vom Juni 1903,[13] Emil Kämpfer sichtete mit seiner Frau am Lake Parnagua, Piauhy bei seinem Aufenthalt 1924–1928 mehrere Gruppen Spix-Aras, die am See tranken.[10] Eine weitere Beobachtung stammt aus dem Jahr 1974. 1985 sollte eine Expedition den Spix-Ara in seinem natürlichen Lebensraum beobachten, sie konnten nur noch fünf Individuen feststellen.[14]

Spix-Aras waren im Freiland Lebensraumspezialisten, die in großen, alten Carabeira-Bäumen (Tabebuia caraiba) brüten. Sie ernähren sich vorwiegend von den Früchten der Pflanzengattung Jatropha und Cnidoscolus.[14] Zu der Seltenheit in freier Wildbahn trug auch ein offenbar lebhafter Handel während der 1970er und frühen 1980er Jahre bei. Mit zunehmender Seltenheit stieg dabei der Preis, den Liebhaber für den Erwerb eines Spix-Aras zu bezahlen bereit waren. 1985 lag der Preis bei 20.000 US-Dollar.[14]

Ein weiterer Grund für den Bestandsrückgang war Lebensraumverlust. Die Böden, auf denen Caraibeiras gedeihen, sind auch für den Anbau von Mais sehr gut geeignet. Der hohe Siedlungsdruck in Brasilien führte dazu, dass der Lebensraum des Spix-Aras sehr schnell zerstört wurde. Heute geht man davon aus, dass von dem ursprünglichen Gebiet, das dem Spix-Ara Lebensraum bot, nur noch 30 Quadratkilometer so unzerstört sind, dass dort diese Papageienart überleben könnte.[14]

Durch illegalen Fang und Verlust des Lebensraumes hat die Zahl der frei lebenden Spix-Aras bis Anfang der 1980er stark abgenommen. Seit etwa 1985 warnte die Arbeitsgruppe Papageien der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) vor dem Erlöschen des Freilandbestandes des Spix-Aras.[15]

Abbildung eines Spix-Aras (Hintergrund) und eines Türkisaras bei einem Vogelhändler in Hamburg von Karl Neunzig (1895)

Der letzte im Freiland lebende Spix-Ara, ein Männchen, wurde intensiv beobachtet. Er war in Ermangelung einer artgleichen Partnerin mit einem Rotrückenara (Primolius maracana) verpaart. Das Paar legte Eier, die nach genetischen Analysen die erfolgreiche Befruchtung belegen.[16]

Am 18. Juni 2016 gelang es Einwohnern des Ortes Curaçá in Bahia einen zunächst unidentifizierten blauen Ara zu filmen. Der Papagei konnte von Biologen der Society for the Conservation of Birds in Brazil anhand des Videos und der aufgenommenen artspezifischen Lautäußerungen als Spix-Ara identifiziert werden.[2] Fraglich ist aber die Herkunft des Vogels. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich bei dem Vogel um einen Gefangenschaftsflüchtling handelt.

Aufbau und Stand der Nachzucht in Gefangenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zum Erlöschen des Freilandbestandes begannen Bemühungen um die Erfassung und die Nachzucht des Spix-Ara in Gefangenschaft. 1988 waren weltweit 17 Tiere in Gefangenschaft bekannt, im Jahr 2000 waren es 42 Spix-Aras.[17]

Aktuell versucht die brasilianische Regierung ihre Spix-Aras an einheimische Vogelzüchter zu vergeben, so dass diese für Nachzuchten sorgen. Anscheinend ist dies bereits einmal gelungen. Eine weitere Organisation, die sich um die Vermehrung dieser seltenen Vogelart sorgt, ist der Tierpark Loro Parque auf Teneriffa, Spanien, dessen Spix-Aras dem brasilianischen Staat gehören. Die brasilianische Regierung hatte bereits vor einigen Jahren dem Gründer des Parks ein Pärchen übergeben, doch das hatte sich nicht vermehrt. Erst durch den dort tätigen Tierarzt Lorenzo Crosta konnte festgestellt werden, dass das Männchen unfruchtbar war. Aus diesem Anlass tauschte man dieses Tier gegen ein anderes aus und bereits einige Monate später fand man mehrere Eier im Nest, aus denen zunächst ein Junges, sechs Monate später ein weiteres Jungtier schlüpfte. Beide Jungtiere sind Weibchen.

Weitere Spix-Aras befinden sich seit 2005 in Deutschland. 2008 brüteten sie erfolgreich, 2011 schlüpften dort zwei weitere Spix-Aras.[18][19]

Das Al Wabra Wildlife Preservation (AWWP) Center in Katar betreibt ein eigenes Zuchtprogramm. Dort befindet sich die zur Zeit größte Population des Spix-Aras. Im Jahr 2010 wurden hier insgesamt 6 Spix-Aras (1 männlich, 5 weiblich) ausgebrütet. 2011 gelang die Nachzucht eines weiblichen Exemplars.

Neueste Bemühungen in der Zucht des Spix-Aras liegen in der assistierten Reproduktion.

Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen, rund um die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Michael Lierz (Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische), gelang die Entwicklung einer Methode, bei Papageien Sperma zu entnehmen, welche auch beim Spix-Ara erfolgreich war.[20]

2013 gelang es AWWP und den Tierärzten des Exotengesundheitsteams (Parrot Reproduction Consulting), einer deutschen tierärztlichen Praxis, die weltweit ersten fertilen Eier und folglich Küken dieser bedrohten Art mit Hilfe künstlicher Besamung zu erhalten. Im Fokus der Zusammenarbeit der beiden Institutionen stand die Entwicklung sowie Etablierung einer Methode, die erfolgreiche Spermaentnahmen und künstliche Besamung beim Spix-Ara ermöglicht. Dies kann nun helfen, die Nachzuchtraten des Spix-Aras zu erhöhen und damit zum Erhalt dieser Art beizutragen. Der weltweit erste nach künstlicher Besamung geschlüpfte Spix-Ara wurde „Neumann“ genannt, nach dem durchführenden Tierarzt der Insemination. [21]

Eine Aufstellung über den Bestand in Gefangenschaft zeigt folgende Tabelle:

Institutionen[22] Männchen Weibchen Unbekannt Summe
Al Wabra Wildlife Preservation (AWWP), Katar[23] 24 36 4 64
Association for the Conservation of Threatened Parrots (ACTP), Deutschland[24] 4 3 0 7
Loro Parque Fundación (LPF), Teneriffa, Spanien[25] 0 1 0 1
Lymington Foundation (LF) São Paulo, Brasilien[26] 1 0 0 1
São Paulo Zoo (SPZ), São Paulo, Brasilien 3 7 0 10
Nicht Teil des internationalen Zuchtprogramms (Schätzung) 0 0 ~13 ~13
Summen 32 47 17 96

Spix-Aras in den Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im US-amerikanischen Animationsfilm Rio von 2011 sind die letzten beiden Spix-Aras die Hauptfiguren. Die Geschichte handelt von Zuchtversuchen zum Erhalt dieser Art und von skrupellosen Tierhändlern, denen der Profit wichtiger ist als der Artenschutz. Die Geschichte der männlichen Hauptfigur zeigt deutliche Parallelen zur Geschichte eines realen in den USA lebenden, einzelnen, männlichen Spix-Ara, der heute in Brasilien lebt. Die Federhaube der Filmaras ist dagegen ebenso wie der Rest der Handlung filmische Freiheit.

Am 25. und 26. Dezember 2010 sendete das SWR-Fernsehen einen Film, der die Rückführung eines Spix-Aras und eines Lear-Aras aus Teneriffa nach Brasilien schilderte. Eine Wiederholung der Sendung erfolgte am 8. Januar 2011 im Ersten Fernsehprogramm der ARD.[27] In der Zoodoku Papageien, Palmen & Co. der ARD wird die Zucht von Spix-Aras im Loro Parque[28] auf Teneriffa gezeigt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tony Juniper: Spix's Macaw: The Race to Save the World's Rarest Bird. 2003, ISBN 1-84115-651-5.
  • A. T. Juniper, C. Yamashita: The habitat and status of Spix's Macaw Cyanopsitta spixii. In: Bird Conservation International. 1, 1991, S. 19 online (2010)
  • Paul Roth (1990): Spix-Ara. Was wissen wir heute über diesen seltenen Vogel. Bericht über ein 1985 bis 1988 durchgeführtes Projekt. In: Papageien Nr. 3 und 4 1990 (online auf den Webseiten des Fonds für bedrohte Papageien)

Erfahrungsberichte aus der Erhaltungszucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sven Hammer, Ryan Watson: The challenge of managing Spix Macaws (Cyanopsitta spixii) at Qatar – an eleven-year retrospection/ Erfahrungsbericht über 11 Jahre Haltung und Zucht des Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) in der Al Wabra Wildlife Preservation, Katar. In: Der Zoologische Garten. Volume 81, Issues 2–3, 2012, S. 81–95 (online)
  • Matthias Reinschmidt, David Waugh: Haltung und Zucht des Spix-Aras in der Loro Parque Fundación. In: Papageien. 3/2010, S. 81–86. (online) (PDF; 1,5 MB)
  • Michael Lierz et al. (2013): „A novel method of semen collection and artificial insemination in large parrots (Psittaciformes)“ In: Scientific Reports 3, Article number 2066. http://www.nature.com/srep/2013/130625/srep02066/full/srep02066.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spix-Ara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BirdLife International. 2015. Cyanopsitta spixii. The IUCN Red List of Threatened Species 2015. doi:10.2305/IUCN.UK.2015-4.RLTS.T22685533A79740294.en.
  2. a b Shaun Hurrell: Spix's Macaw reappears in Brazil. In: Spix's Macaw reappears in Brazil. birdlife.org, 24.06.2016, abgerufen am 26.06.2016 (englisch).
  3. a b c d e f Joseph M. Forshaw: Parrots of the World; an Identification Guide, Illustrated by Frank Knight, Princeton University Press, 2006, ISBN 0-691-09251-6. plate 70.
  4. a b c d e f g "Spix Macaw Fact File 2010". Al Wabra Wildlife Preservation.
  5. "Species factsheet: Cyanopsitta spixii". BirdLife International (2008). Retrieved 24 July 2008
  6. Juniper, T.; Yamashita (March 1991). "The habitat and status of Spix's Macaw Cyanopsitta spixii" (PDF). Bird Conservation Intl 1 (1): 1–9. doi:10.1017/S0959270900000502
  7. "News from the Loro Parque Fundación Parrot collection" (2011) Cyanopsitta 99:11
  8. "Spix's Macaws: Physical Description, Behavior and Calls / Vocalizations".
  9. a b c d Ortsangabe aus: A. T. Juniper, C. Yamashita: The habitat and status of Spix's Macaw Cyanopsitta spixii. In: Bird Conservation International. 1, 1991, S. 19. online (2010)
  10. a b Ortsangabe aus: Marco Antonio Rego, Luís Fábio Silveira, Vítor de Queiroz PiacentiniI, Fabio Schunck, Érika Machado, Renato Torres Pinheiro, Elivânia Reis: As aves da Estação Ecológica Serra Geral do Tocantins, Centro do Brasil. The birds of Estação Ecológica Serra Geral do Tocantins. In: Biota Neotrop. vol.11 no.1 Campinas Jan./Mar. 2011. doi:10.1590/S1676-06032011000100027; Originalquellen laut Literaturverzeichnis, zu Kämpfer: Naumburg, E.M.B. 1928. Remarks on Kaempfer's collections in eastern Brazil. Auk 45(1), S. 60–65. Voller Name: Ernst Kaempfer online sora.unm.edu; für Hellmayr: HELLMAYR, C.E. 1938. Catalogue of birds of the Americas, Part. XI. Field Mus. Nat. Hist. Zool. Ser. 13, S. 1–430 online www.archive.org Bei Reiser und In der Literatur ist ein See als Sichtungsort angegeben.
  11. Jahr nach Geographische Angaben IUCN aufgerufen am 30. Oktober 2012.
  12. Roth 1990
  13. Otmar Reiser: Die Ergebnisse der Zool. Expedition der Akad. der Wissenschaften nach Nordostbrasilien im Jahre 1903. In: Denkschriften der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der K.u.K Akademie der Wissenschaften. Bd. 76 (1903). (Volltext nach www.bluemacaws.org)
  14. a b c d Dominic Couzens: Seltene Vögel – Überlebenskünstler, Evolutionsverlierer und Verschollene. Haupt Verlag, Bern 2011, ISBN 978-3-258-07629-4, S. 164f.
  15. Berichte über Spix-Aras im Mitgliederinformation der ZGAP Oktober 1987, Berichte über Spix Aras im Mitgliederinformation der ZGAP Dezember 1986
  16. Cristina Y. Miyaki, Patricia J. Faria u. a.: The last wild Spix’s Macaw and an Illiger’s Macaw produced a hybrid. In: Conservation Genetics. In: Conservation Genetics. 2, S. 53–55, doi:10.1023/A:1011584225656.
  17. D. R. Waugh: Parrot conservation and Loro Parque Fundacion, Puerto de la Cruz. In: Int. Zoo Yb. (2000) 37, S. S. 288–298, hier S. 290. doi:10.1111/j.1748-1090.2000.tb00734.x.
  18. FAZ: Seltener Zuchterfolg, ACTP: Frieda – der erste deutsche Spix-Ara, Frankfurter Rundschau: Zucht eines seltenen Papageis geglückt
  19. ACTP: Erste Spix-Aras in 2011 geschlüpft, Berliner Morgenpost: Nachwuchs bei seltenen Spix-Aras in Schöneiche
  20. Michael Lierz, Matthias Reinschmidt, Heiner Müller, Michael Wink, Daniel Neumann: A novel method for semen collection and artificial insemination in large parrots (Psittaciformes). In: Scientific Reports 3, Article number 2066. NPG 2013. doi:10.1038/srep02066.
  21. Qatar efforts give hope to rare parrot species. Gulf Times. Abgerufen am 20. Oktober 2013.
  22. Quelle für Bestandszahlen: Spix’s Macaw Fact File 2010
  23. Quelle für den Namen: http://awwp.alwabra.com/
  24. Quelle für den Namen: http://www.act-parrots.eu/
  25. Quelle für den Namen: http://www.loroparque-fundacion.org/
  26. Quelle für den Namen: http://www.fundacaolymington.org/
  27. Des Mannes blaues Wunder. In: FAZ. 22. Dezember 2010, S. 35.
  28. Folge 4 der ARD-Doku Papageien,Palmen & Co.