Sprachpflege

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Sprachpflege bezeichnet eine bewusste Einflussnahme auf die Entwicklung einer Sprache oder eines Dialekts. Dazu gehören die grammatikalischen Gesichtspunkte ebenso wie der Wortschatz.

Zum Begriff der „Sprachpflege“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der europäischen Aufklärung sind mit dem Begriff der Sprachpflege Vorstellungen der Pflege im Sinne einer Verbesserung der Sprache verbunden. Friedrich Ludwig Jahn schreibt in Merke zum Deutschen Volksthum (J.C.H. Knopf, 1833): „Doch müssen mit strengem Ernst und unerbittlicher Sprachpflege in Bann und Acht getan ewig verfolgt werden: Jene Wälschworte, so Seelengift einschwärzen, unsere Grundansicht verdüstern, die Lebensverhältnisse verwirren, und durch andersartige, sittliche, rechtliche, und staatliche Begriffe das Deutschtum verunstalten, entstellen und schänden.“[1][2] Lutz Mackensen definiert Sprachpflege als „Bemühungen um einen richtigen und guten Gebrauch der Sprache“.[3] So findet man den Begriff der Sprachpflege bis in die Gegenwart besonders häufig in Titeln von Deutschlehrbüchern.[4][5]

Aufgabe der Sprachpflege und damit der Sprachpfleger (Lehrer, Schriftsteller, Eltern, unabhängige Sprachpflegevereine usw.) ist es, die Ausdruckskraft und das Sprachvermögen der Sprachbenutzer durch einen richtigen und guten Gebrauch der Sprache und durch Einüben des natürlich gewachsenen Wortschatzes zu fördern. Täglich kommen neue Wörter und Neuschöpfungen hinzu, die mehr oder weniger Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch, d. h. in den aktiven Wortschatz finden. Sprachpflege soll zu einem kritischen Gebrauch der Sprache und zu besserem Deutsch führen. Voraussetzung hierfür ist demzufolge eine fundierte Sprachkritik, z. B. an falschem oder schlechtem Deutsch, an Neuschöpfungen (Wort des Jahres, Unwort) und schlechtem Sprachstil. Die Sprachpflege befasst sich daher mit verschiedenen Anwendungen sprachlicher Elemente: mit dem Sprachaufbau oder der Grammatik, mit der Rechtschreibung, der Zeichensetzung, dem Sprachstil unter Berücksichtigung der Semantik (Bedeutungslehre) und der Sprachästhetik. Dazu gehört auch die Verwendung oder Vermeidung von Fremdwörtern, aber nicht als Sprachpurismus (Sprachreinigung), den es besonders im 17./18. Jahrhundert gab, als sich eine hochdeutsche Standardsprache als Muttersprache noch nicht entwickelt hatte. Das Wort „Sprachreiniger“ wurde erst in die 9. Auflage des Duden von 1915 aufgenommen. Das Wort „Sprachpflege“ steht dagegen erst seit den dreißiger Jahren im Duden.

Nach Meinung von Sprachkritikern wird die Sprache heute von bestimmten, in der Medienwelt ständig präsenten „Sprechern“, seltener auch Autoren, geprägt und unter Umständen auch gefährdet. Diese hätten eine besondere Verantwortung, der sie oft nicht gerecht würden. Sprachpfleger wenden sich daher gegen eine Sprachverschluderung und einen Sprachverfall, der gerade, aber nicht nur, in den neuen Medien wie E-Mails oder Blogs zu beobachten sei. Die Gründe dafür können auch technischer Natur sein (zum Beispiel nur maximal 140 Zeichen bei Twitter), so dass zugunsten der schnellstmöglichen Verbreitung einer Botschaft die Beachtung der Grammatik als nachrangig angesehen wird. Pauschal ist dies jedoch nicht erforderlich, worauf Sprachpfleger, die sich mit der Güte der Sprache befassen, stets hinweisen sollten. Die Sprachwissenschaft, die vornehmlich theoretisch orientiert ist und sich mit dem Sprachsystem und dem Sprachgebrauch befasst, aber auch mit dem Sprachwandel im Rahmen vergleichender und historischer Linguistik, lehnt die praxisbezogene Sprachpflege traditionell als unwissenschaftlich ab.[6] Spätestens seit Mitte der 1990er Jahre lassen sich aber auch stärker werdende Tendenzen beobachten, das Anliegen der Sprachpflege ernst zu nehmen. Sprachpflegerischen Aufgaben widmet sich z. B. die „Kommission für wissenschaftlich begründete Sprachpflege“ des Instituts für Deutsche Sprache.[7] Eine wissenschaftlich, d. h. linguistisch, begründete Theorie der Sprachpflege bildet die Theorie der Sprachkultur; auf wissenschaftlicher Grundlage betriebene Sprachpflege[8] wird häufig als Sprachkritik bezeichnet.

Im deutschen Sprachraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Geschichte der Sprachpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Älter als das Wort „Sprachpflege“ sind die Begriffe „Pflege der Muttersprache“ und „Pflege der deutschen Sprache“. Diese „Sprachpflege“ geschah zuerst in den Klöstern, in denen Mönche biblische und andere Werke des Altertums ins Deutsche übersetzten und auch deutsch erklärten. Doch in den Lehrplänen der humanistischen Gymnasien war die deutsche Muttersprache streng vom Lehrplan ausgeschlossen.

Erst die Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts begründeten die organisierte Pflege der deutschen Sprache. Damals wurde auch von „Spracharbeit“ gesprochen. Durch die Pflege der Muttersprache in den Sprachpflegegesellschaften der Barockzeit kam es auch in den Gymnasien allmählich zu einer bescheidenen Pflege der deutschen Sprache. Man richtete an den Gymnasien Bürgerklassen ohne Latein und Griechisch ein für die, die nicht studieren wollten, und bald auch gesonderte Realschulen.[9]

Die erste deutsche Sprachgesellschaft, die Fruchtbringende Gesellschaft, wurde 1617 nach dem Vorbild der italienischen Accademia della Crusca gegründet. Sie regte zu weiteren Gründungen ähnlicher Gesellschaften in ganz Deutschland an: So wurde 1644 die Gesellschaft vom „Gekrönten Blumenorden von der Pegnitz“ gegründet („Pegnesischer Blumenorden“). Als Zweck der Gesellschaft wurde angegeben: „Förderung der Verehrung Gottes und der deutschen Treue, Pflege und Verbesserung der deutschen Sprache und Dichtkunst“. Weitere Gründungen waren die Aufrichtige Tannengesellschaft, die Deutschgesinnte Genossenschaft, der Elbschwanenorden und andere. Von ihnen besteht heute nur noch der Pegnesische Blumenorden. Einige dieser Sprachgesellschaften wirkten an der Weiterbildung einer einheitlichen deutschen Sprache mit. Aus jener Zeit der barocken Sprachgesellschaften stammt die Ermahnung von Gottfried Wilhelm Leibniz an die Deutschen, ihren Verstand und ihre Sprache besser zu üben, seine „Gedanken betreffend die Ausführung und Verbesserung der deutschen Sprache“.[10]

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert richtete sich die Sprachpflege besonders gegen die Französisierung der Sprache.[11] In neuerer Zeit folgte zunächst der Allgemeine Deutsche Sprachverein (ADSV). Seine Nachfolgevereine sind die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und der größte Sprachpflegeverein Österreichs, der Verein „Muttersprache“, Wien; in der Schweiz widmet sich der Schweizerische Verein für die deutsche Sprache seit 1904 der Sprachpflege. Der größte deutsche Sprachverein ist der Verein Deutsche Sprache (VDS). Aufgrund weiterer Neugründungen existieren heute zahlreiche Sprachvereine, die sich um die Pflege der deutschen Sprache bemühen. Die privaten Sprachpflegevereinigungen sind dabei von den staatlich geförderten Sprachvereinen zu unterscheiden, die andere Einstellungen haben.

Sprachpflege im 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute richtet sich die Sprachpflege hauptsächlich gegen die Verwendung englischer Wörter („Denglisch“). Andere Themen waren die Rechtschreibreform und das Aussterben der Mundarten. Daneben stehen grammatikalisch fehlerhafte und unlogische Ausdrucksweisen sowie „menschenverachtende Verwendung der Sprache“ (etwa bei der Aktion „Unwort des Jahres“) im Mittelpunkt von Kritik und Pflege.

Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch hat am 5. März 2013 in einem Artikel[12] das forcierte Verdeutschen gewisser Begriffe, z. B. Crowdfunding, durch Benutzer der Wikipedia aufgedeckt, die er als „Eindeutschungsguerilla“ bezeichnete. Hierbei haben anonyme Nutzer der Wikipedia im Deutschen verwendete englische Begriffe mit Verdeutschungen benannt, die dann durch Recherche in der Wikipedia durch Journalisten in die Presse gelangten und von dort in den allgemeinen Sprachgebrauch. Dieses Vorgehen widerspricht den Anforderungen der Wikipedia.[13]

Staatlicher Erziehungsauftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiker, wie der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, sehen sich durch die PISA-Studie in ihrer Meinung bestätigt, dass das Fach Deutsch an den Schulen nicht den gewünschten Stellenwert besitze. Schulen und Universitäten sollen daher vermehrt auf einen sorgfältigen Sprachgebrauch und damit auf ein gutes und verständliches Deutsch in Wort und Schrift hinwirken.[14] Während die Sprachkritik mehr analytisch-theoretisch stattfindet, sollen Sprachpflege und Spracherziehung die Ergebnisse der Sprachkritik praktisch umsetzen.

Staatliche Sprachregelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachpflege ist jedoch abzugrenzen von staatlicher Sprachpolitik, d. h. einer Sprachlenkung mit Hilfe von Sprachregelungen. Beispiele dafür sind die geplante Rechtschreibreform des Dritten Reiches und das Verbot der Benutzung der deutschen Sprache während des Zweiten Weltkriegs und danach in einigen Staaten. Sprachpolitik steht in Gefahr, die Sprache willkürlich zu verändern und den Sprachbenutzern aufzuzwingen. So wurde in der Zeit des Dritten Reiches und in der DDR versucht, auch die Sprachpflege ideologisch gleichzuschalten und für politische Zwecke zu missbrauchen.[15]

Staatliche Sprachregelungen werden daher ambivalent gesehen. Am Beispiel der Rechtschreibreform von 1996 wird deutlich, dass ein solcher staatlicher Eingriff in den Sprachgebrauch einen andauernden Widerstand hervorrufen kann. Repräsentative Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass der Reform die notwendige Akzeptanz fehlt.[16][17] (Eine Übersicht über die in der öffentlichen Debatte angeführten Argumente pro und contra findet sich im Themenartikel Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996: Pro und Kontra.)

Seit einigen Jahren wird zunehmend die Frage diskutiert, ob die deutsche Sprache als schützenswertes Gut Aufnahme in das deutsche Grundgesetz finden soll.

Bekannte Sprachpfleger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachpflegepreise für Sprachpfleger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitschriften zur Sprachpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene sprachpflegerisch tätige Vereine lassen Periodika erscheinen. Die 1947 als Nachfolgeorganisation des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins gegründete Gesellschaft für deutsche Sprache gibt die Zeitschriften Muttersprache und Der Sprachdienst heraus. Der Verein für Sprachpflege verantwortet die Deutsche Sprachwelt, der Verein Deutsche Sprache die Sprachnachrichten. Der österreichische Verein Muttersprache gibt die die Wiener Sprachblätter, der Bund für deutsche Schrift und Sprache Die deutsche Schrift – Vierteljahreshefte zur Förderung der deutschen Sprache und Schrift heraus.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwedisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schweden obliegt die Sprachpflege dem Sprachenrat (Språkrådet) im Institut für Sprache und Volkstum (Institutet för språk och folkminnen). Im staatlichen Auftrag verfolgt und beschreibt er die Entwicklung der gesprochenen und geschriebenen schwedischen Sprache. Das schwedische Wort Språkvård ist eine Lehnübersetzung des deutschen Wortes Sprachpflege.[22]

Französisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frankreich wird die „Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache“ seit 1631 offiziell von der französischen Gelehrtengesellschaft Académie française wahrgenommen. Seit 1994 bestehen durch die Loi Toubon gesetzliche Regelungen zum Schutz der französischen Sprache.

Italienisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die für die italienische Sprache verantwortliche Accademia della Crusca ist die älteste Sprachgesellschaft (u. a. auch Vorbild für die älteste deutsche Gesellschaft, die Fruchtbringende Gesellschaft). Seit ihrer Gründung 1582 widmet sie sich dem „Studium und Bewahren der italienischen Sprache“.

Spanisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Spanien obliegt die Betreuung der Sprache der Königlich Spanischen Akademie (für Sprache) (Real Academia Española). Ihre 46 Mitglieder sind auf Lebenszeit berufene bekannte Autoren des Landes. Sie kooperiert mit den entsprechenden Akademien der anderen spanischsprechenden Länder in der Asociación de Academias de la Lengua Española.

Isländisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Island betreibt man eine der konservativsten Sprachpolitiken. Man achtet konsequent darauf, die Übernahme von Fremdwörtern so gering wie möglich zu halten. Neue Begriffe erschafft man in der Regel aus dem vorhandenen Wortschatz. So entstand das Wort für „Computer“, tölva, aus den Worten tala, „Zahl“, und völva, „Wahrsagerin, Seherin“. Dennoch gibt es eine beträchtliche Anzahl älterer Lehnwörter wie hótel („Hotel“) oder prestur („Priester“); ein Anschwellen von Anglizismen, ähnlich wie im Deutschen, ist seit den 1950er Jahren auch auf Island zu bemerken. Seit 1964 besteht darum in Island ein eigenes Komitee, das für neue Begriffe rein isländische Ausdrücke findet.

Plautdietsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die international aktive Organisation der Plautdietsch-Freunde setzt sich in Deutschland (in Kooperation mit dem Bundesrat für Niederdeutsch) und auch zunehmend in anderen Ländern für die Pflege des von den Russlandmennoniten gesprochenen Plautdietschen ein. Dies geschieht vor allem durch Projekte wie die Zeitschrift Plautdietsch FRIND, das Oral-History-Videoprojekt Moving Memory[23] oder Studienreisen (z.B. 2006 Sibirien[24] oder 2009 Belize[25]).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland

  • Jochen A. Bär: Darf man als Sprachwissenschaftler die Sprache pflegen wollen? – Anmerkungen zu Theorie und Praxis der Arbeit mit der Sprache, an der Sprache, für die Sprache. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik (ZGL) 30/2002, S. 222–251.
  • Uwe Förster: Sprachpflege auf wissenschaftlicher Grundlage. Beiträge aus drei Jahrzehnten. Hrsg. von der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Duden, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 3-411-71091-8.
  • Albrecht Greule und Elisabeth Ahlvers-Liebel: Germanistische Sprachpflege. Geschichte, Praxis und Zielsetzung. Darmstadt 1986.
  • Wolfgang Hendlmeier: Sprach- und Schriftpflege dienen der Kultur (Schriftenreihe Bund für Deutsche Schrift und Sprache; Heft 1). Bund für Deutsche Schrift und Sprache, Seesen 2002, ISBN 3-930540-19-3 (16 Seiten, Fraktur).
  • Horst Hensel: Sprachverfall und kulturelle Selbstaufgabe – eine Streitschrift. Kettler, Bönen/Westfalen 1999, ISBN 3-925608-61-3 (119 Seiten).
  • Theodor Ickler: Kritischer Kommentar zur „Neuregelung der deutschen Rechtschreibung“, mit einem Anhang zur „Mannheimer Anhörung“ (Erlanger Studien, Band 116). 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Palm & Enke, Erlangen/Jena 1999, ISBN 3-7896-0992-7 (289 Seiten).
  • Walter Krämer: Sich einmischen oder wegschauen – Problemfall deutsche Sprache (Vortrag zur Verleihung des Deutschen Sprachpreises 1999; Weimar, 24. September 1999). In: Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache (Hrsg.): Deutscher Sprachpreis 1999. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen 1999 (40 Seiten).
  • Wolfgang Lindner: Sprach-Kultur neben der Kultur-Sprache. Mundart-pflegerische Vereinigungen in Altbayern. Dissertation, Universität Regensburg, 2006 (Volltext).
  • Thomas Paulwitz: Grundlagen und Ansätze für eine gemeinsame Sprachpflege. In: Gesellschaft für freiheitliches Denken (Hrsg.): Genius, 4/2000, S. 256–263.
  • August Pick: Der Neuhumanismus und die deutsche Sprachpflege in den gelehrten Schulen der deutschen Länder. Frankfurt, Phil. Diss., 1927. Landau/Rheinpfalz 1927 (139 Seiten).
  • Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band III: 19. und 20. Jahrhundert. Walter de Gruyter, Berlin / New York 1999.
  • Max Preitz: Von deutscher Sprache und Art. Beiträge zur Geschichte der neueren deutschen Sprache, zur Sprachkunst, Sprachpflege und zur Volkskunde. Hrsg. von der 22. Hauptversammlung des Deutschen Sprachvereins als Festgabe. M. Diesterweg, Frankfurt a.M. 1925 (177 Seiten).
  • Heinz-Günter Schmitz: Die Amerikanisierung und Internationalisierung der deutschen Sprache nach dem Zweiten Weltkrieg. Unser-Land-Studie Nr. 1, 1999 (Unser Land – Wissenschaftliche Stiftung für Deutschland e.V., Arbeitskreis Unsere Sprache, ARKUS, Starnberg). Starnberg 1999 (21 Seiten; gründlich überarbeitete Neuauflage im April 2006 als Unser-Land-Studie Nr. 1, 2006).
  • Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 2. Köln/Hamburg 2005, ISBN 3-462-03606-8.
  • Gerd Simon: Sprachpflege im „Dritten Reich“. In: Konrad Ehlich (Hrsg.): Sprache im Faschismus (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft, 760). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-518-28360-X, S. 58–81.
  • Leo Weisgerber: Wissenschaft und Sprachpflege. In: Sprache der Gegenwart, Band 2: Sprachnorm, Sprachpflege, Sprachkritik. Jahrbuch 1966/1967. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1968, S. 204–210.
  • Dieter E. Zimmer: Deutsch und anders – Die Sprache im Modernisierungsfieber. Text und Schrift in den Zeiten des Internet. Hamburg 2000, ISBN 3-455-10421-5.
  • Sprachpflege im Dritten Reich. Ruf, Widerhall und Wirkung. Deutscher Sprachverein, Berlin 1935 (15 Seiten).

Schweiz

  • August Steiger: Pflege und Schutz der deutschen Sprache in der Schweiz. Finckh, Basel 1917 (35 Seiten).
  • Roland Stiefel: Sprachpflege in der deutschen Schweiz. Bisherige Leistungen, neue Pläne und ihre Realisierbarkeit. Eine Bestandsaufnahme (Schriftenreihe des Philipp-Albert-Stapfer-Hauses auf der Lenzburg, Heft 5). Sauerländer, Aarau 1971 (40 Seiten).
  • Daniel Erich Weber: Sprach- und Mundartpflege in der deutschsprachigen Schweiz. Sprachnorm und Sprachdidaktik im zweisprachformigen Staat (Studia Linguistica Alemannica, Band 9; zugleich: Dissertation 1982/83, Universität Zürich). Huber, Frauenfeld/Stuttgart 1984, ISBN 3-7193-0933-9 (IX, 243 Seiten).
  • Sprache, Sprachgeschichte, Sprachpflege in der deutschen Schweiz. 60 Jahre Deutschschweizerischer Sprachverein. Deutschschweizerischer Sprachverein, Zürich 1964 (100 Seiten).

Österreich

  • Maria Hornung: Sprachpflege in Österreich. In: Sprache der Gegenwart. Band 2: Sprachnorm, Sprachpflege, Sprachkritik. Jahrbuch 1966/1967. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1968, S. 215–219.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Sprachpflege – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart: 19. und 20. Jahrhundert. Walter de Gruyter, Berlin 1999.
  2. Gisela Harras, Kristel Proost, Edeltraud Winkler: Von Intentionalität zur Bedeutung konventionalisierter Zeichen. Festschrift für Gisela Harras zum 65. Geburtstag. Gunter Narr Verlag, Tübingen 2006.
  3. Lutz Mackensen: Neues Wörterbuch der deutschen Sprache. Rechtschreibung, Grammatik, Stil, Worterklärung, Fremdwörterbuch. 3. Auflage, Südwest-Verlag, München [1962].
  4. Max Krauße: Sprachpflege in metallgewerblichen Fachklassen. Beiträge zur Unterhaltung des Deutschunterrichts in Berufs- und Gewerbeschulen. H. Broedel & Co., Leipzig 1925.
  5. Anton Veltman: Sprachübung und Sprachpflege in der Volksschule. Gilde-Verlag, Köln 1931.
  6. Willy Sanders: Sprachkritikastereien. 2. überarbeitete Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, ISBN 3-534-14110-5.
  7. Empfehlungen zum Gebrauch des Konjunktivs. Beschlossen von der Kommission für wissenschaftlich begründete Sprachpflege des Instituts für Deutsche Sprache. Formuliert von Siegfried Jäger aufgrund seiner Monographie Der Konjunktiv in der deutschen Sprache der Gegenwart (Sprache der Gegenwart; Bd. 10). Schwann, Düsseldorf 1970.
  8. Uwe Förster: Sprachpflege auf wissenschaftlicher Grundlage. Beiträge aus drei Jahrzehnten. Hrsg. von der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Duden, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 3-411-71091-8.
  9. Gymnasium (geschichtliche Entwickelung in Deutschland). In: Meyers Konversationslexikon. Band 7, S. 960.
  10. Gottfried Wilhelm Leibniz: Ermahnung an die Deutschen. Von deutscher Sprachpflege. Unveränderter reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1916 (Libelli, Bd. 216). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1967.
  11. Eduard Engel: Sprich deutsch! Ein Buch zur Entwelschung. Hesse & Becker, Leipzig 1917.
  12. Sprachschmuggler in der wikipedia von Anatol Stefanowitsch auf sprachlog.de (5. März 2013)
  13. Wikipedia:Keine Theoriefindung
  14. Claudia Ludwig, Astrid Luise Mannes (Hrsg.): Mit der Spaßgesellschaft in den Bildungsnotstand. 1. Auflage. Leibniz-Verlag, St. Goar 2003, ISBN 3-931155-20-X (2. Auflage, Stolz-Verlag, Düren 2004).
  15. Ewald Geißler: Sprachpflege als Rassenpflicht (Flugschriften des Deutschen Sprachvereins, 1). Deutscher Sprachverein, Berlin 1937.
  16. Allensbacher Berichte, 2002 / Nr. 7 (Online (Memento vom 31. Juli 2004 im Internet Archive), PDF, 11 kB).
  17. Allensbacher Berichte, 2005 / Nr. 11 (Online (Memento vom 15. Oktober 2005 im Internet Archive)).
  18. Gottfried Fischer: Dem Sprachpfleger Eduard Engel zum 150. Geburtstag. In: Wiener Sprachblätter, Zeitschrift für gutes Deutsch, Heft Nr. 1, 2002, S. 3–5.
  19. Gottfried Fischer: Ludwig Reiners – Stillehrer Deutschlands. In: Wiener Sprachblätter, Zeitschrift für gutes Deutsch, 2. Heft, 2002, S. 39–41.
  20. Gottfried Fischer: Wilhelm Emanuel Süskind – Dichter und Sprachpfleger. In: Wiener Sprachblätter, Zeitschrift für gutes Deutsch, 4. Heft, 2002, S. 111–113.
  21. Gottfried Fischer: Sprachpfleger Gustav Wustmann (1844–1910): Der Genaue. In: Wiener Sprachblätter, Zeitschrift für gutes Deutsch, Heft 3, 2002, S. 76 f.
  22. Schwedischer Sprachenrat
  23. http://movingmemory.blogspot.com/
  24. http://www.plautdietsch-freunde.de/home.php4?action=1&artikelnr=3098
  25. http://mienbelies.blogspot.com/