Philipp von Zesen

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Philipp von Zesen

Philipp von Zesen, auch Filip Cösius oder Caesius, Pseudonym: Ritterhold von Blauen (* 8. Oktober 1619 in Priorau bei Dessau; † 13. November 1689 in Hamburg) war ein deutscher Dichter, evangelischer Kirchenlieddichter und Schriftsteller. Er gilt neben Sigmund von Birken als einer der ersten deutschen Berufsschriftsteller. Sein autobiographischer Roman Die Adriatische Rosemund von 1645 gilt als der erste große deutsche Roman der Barockliteratur, seine Poetik hatte einen hohen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Metrik.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein bei Priorau

Zesen wurde als Sohn des lutherischen Pastors Philipp Zesen und dessen Ehefrau Dorthe in Priorau bei Dessau geboren. Sein Geburtshaus ist bis heute erhalten. Als er etwa 16 Jahre alt war, besuchte er das Gymnasium in Halle unter Christian Gueintz, der den begabten Schüler schon damals dem benachbarten Hof in Köthen vorstellte. Er studierte von 1639 bis 1641 Rhetorik und Poetik an der Universität Wittenberg bei August Buchner. Ab Anfang 1642 hielt er sich in Hamburg auf.[1]

Die Jahre nach seiner Ausbildung waren von der Suche nach einer Anstellung, häufigem Wohnsitzwechsel und finanzieller Not geprägt. Er bewarb sich mehrfach vergeblich bei Hofe und arbeitete notgedrungen als freier Schriftsteller. Die Kriegsjahre 1642 bis 1648 verbrachte er zumeist in Amsterdam, Leiden oder Utrecht, wo er als Übersetzer und Korrektor für niederländische Verleger tätig war, unternahm aber auch ausgedehnte Reisen nach London, Paris, in das Baltikum und nach Dänemark.

Von 1648 bis 1656 wohnte er im Elternhaus in Priorau und wurde bei einem seiner Besuche am benachbarten Köthener Hof mit dem Gesellschaftsnamen Der Wohlsetzende in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Sein eigener Landesfürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau wurde 1652 durch einen Jagdunfall gelähmt, und Zesen verbrachte deshalb mehrere Jahre als Gesellschafter des Fürsten am Dessauer Hof.

Erst ab 1656 hatte er wieder einen ständigen Wohnsitz in den Niederlanden, meistenteils in Amsterdam, wo er 1662 das Bürgerrecht erhielt und als einer der wichtigsten Mitarbeiter im Verlag Elsevier galt. 1672 heiratete Zesen die Leinwandhändlerin Maria Becker, mit der er sich in seinen letzten Lebensjahren wieder in Hamburg niederließ.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zesen hat sich in fast allen Literaturgattungen versucht; sein Werk ist in erster Linie von sprach- und literaturtheoretischer Bedeutung, an zweiter Stelle rangieren seine Gedichte. Theologische und kirchengeschichtliche Bedeutung gewinnt Zesen durch seine Vermittlung biblischer Inhalte in Gedichten und Romanen.

Er sah sich als Sprach-, Vers- und Orthographiereformer sowie als Sprachpuristen, der mit Neologismen den Wortschatz der deutschen Literatursprache erweitern wollte. Wegen der von ihm empfohlenen Orthographie, die von Zeitgenossen als skurril empfunden wurde[2], blieb ihm die Mitgliedschaft in der Fruchtbringenden Gesellschaft lange Zeit versagt. Erst Anfang 1649 besuchte Zesen Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen und wurde von diesem als Mitglied aufgenommen.

Als Gesellschaftsname wurde Zesen der Wohlsetzende verliehen und als Devise der Natur nach zugedacht. Zesens Emblem zeigt das Ruhrkraut. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich unter der Nr. 521 auch Zesens Reimgesetz anlässlich seiner Aufnahme:

Wolsetzend der Natur, bin ich hier genant,
Weil uns das Ruhrkraut pflegt im leibe wol Zu setzen
Was ungesundes drin: Also muß wol bekant
Und flüßig sein die schrift, die einen sol ergetzen:
Man sich für neurung hüt’ in ieder kunst und stand,
Das man nicht red’ darvon und ursach sey Zu schertzen:
Wer dan aufbringen wil was neues, nehm in acht
Das er es stell’ und schreib’ aus gutem vorbedacht.

Angemerkt sei hier, dass es sich bei diesen Zeilen um die von Zesen selbst verbesserte letzte Fassung handelt.

1653 auf dem Reichstag zu Regensburg wurde Zesen von Kaiser Ferdinand III. persönlich geadelt, und 1667 wurde er zum Hofpfalzgrafen erhoben.

Wahrscheinlich gründete Zesen schon 1642 in Hamburg eine Sprachgesellschaft mit Namen Deutsch-Zunfft. Ein Jahr später ging diese aber in die Deutschgesinnte Genossenschaft über. Diese Vereinigung hatte sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die deutsche Sprache zu bewahren und Einflüsse durch Fremdwörter zu vermeiden.

Zesen schrieb nahezu 90 Bücher fast aller poetischer Gattungen und starb im Alter von 70 Jahren am 13. November 1689 in Hamburg.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sämtliche Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philipp von Zesen: Sämtliche Werke. Unter Mitwirkung von Ulrich Maché und Volker Meid hrsg. v. Ferdinand van Ingen. Berlin [u. a.]: deGruyter 1970- (bis 2018 erschienen: Band 1–18(1) in 25 Teilbänden).

Einzeltitel (Auswahl, Kurztitel)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelblatt Leo Belgicus
  • Melpomene (1638)[3], Lyrik
  • Deutscher Helicon (1640)[4], Poetik
  • Himmlische Kleio (1641), Lyrik
  • FrühlingsLust oder Lob-, Lust- und Liebeslieder (1642), Gedichtesammlung
  • Poetischer Rosen-Wälder Vorschmack (1642), Schäferdichtung
  • Hooch-Deutsche Spraach-übung (1643)[5], literaturtheoretische Abhandlung
  • Liebesbeschreibung Lysanders und Kalisten (1644)[6], Romanübersetzung (s. u.)
  • Die Adriatische Rosemund (1645)[7],autobiographischer Roman
  • Lustinne (1645)[8], Gedichtesammlung[9]
  • Die afrikanische Sofonisbe (1646)[10], Romanübersetzung (s. u.)
  • Leo Belgicus (=Lateinische Version, 1660), Niederländischer Leue (=deutsche Version, 1677[11]), Geschichtswerk,
  • Beschreibung der Stadt Amsterdam[12](1664)
  • Schöne Hamburgerin (1668)[13] Lieder
  • Assenat (1670)[14], biblischer Roman
  • Reiselieder (1677)
  • Simson (1679)[15] biblischer Roman

Das Werk „Kurtze Doch grundrichtige Anleitung zur Höfligkeit“ (1649)[16] ist Zesen gewidmet (der Dankesworte schreibt), jedoch nicht von Zesen verfasst. Autor ist „Der Schmäkkende“, Pseudonym von Hans Adolph von Alewein[17]. Im Anhang (S. 84-107) sind Briefe Zesens abgedruckt.

Übersetzungen (Kurztitel)[18][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liebes-beschreibung Lysanders und Kalisten (1644); Übersetzung von: Vital d'Audiguier: Histoire trage-comique de nostre temps. Sous les noms de Lysandre et de Caliste. (1624, frz.).
  • Ibrahims oder Des Durchleuchtigen Bassa und der Beständigen Isabellen Wundergeschichte (1645); Übersetzung von: Ibrahim ou l'illustre Bassa (1644, frz.).
  • Der herzlich-verliebte schmerzlich-betrübte Roselieb (1646); Übersetzung von: Torquato Tasso: Aminta (Ital.).
  • Die afrikanische Sofonisbe (1647); Übersetzung von: François Du Soucy Sieur de Gerzan: L'histoire africaine de Cleomede et de Sophonisbe (1627–1628, frz.).
  • Matthiæ Dögens Heutiges Tages Übliche Kriges Bau-kunst (1648); Übersetzung von: Matthiae Dögen Dramburgensis Marchici Architectura Militaris Moderna (1647, lat.).
  • Eine gedoppelte Rede/ Welche Carolus I. König in Engeland... hette führen können... (o.O.u.J., 1649); Übersetzung von: August Buchner: Quid Carolus I. Britanniarum rex, loqui potuerit... (o.O.u.J., 1649, lat.).
  • Handbuch der itzt üblichen Kriegsbaukunst (1667); Übersetzung von: George Fournier: Traité des Fortifications ou architecture militaire... (1654, frz.).
  • Anweisung zur algemeinen Reis- und Zeichenkunst (1669); Übersetzung von: Willem Goeree: Inleydinge Tot de Al-ghemeene Teycken-konst... (1668, ndl.).
  • Denckwürdige Gesandtschafften der Ost-Indischen Geselschaft in den Vereinigten Niederländern... (1669); Übersetzung von: Montanus Arnoldus: Gedenkwaerdige gesantschappen der Oost-Indische maetschappy... (1669, ndl.).
  • Umbständliche und Eigentliche Beschreibung von Africa... (1670); Übersetzung. von: Olfert Dappert: Naukeurige Beschrijvinge der Afrikaenschen Gewesten...(1668, ndl.).
  • Schatz der Gesundheit (1671); Übersetzung von: Joh. van Beverwyck: Schat der Gesontheyt (o.O.u.J., 1637, ndl.).
  • Schatz der Ungesundheit (o.O.u.J.); Übersetzung von: Joh. van Beverwyck: Schat der Ongesontheyt (1642, ndl.).
  • Kriegsarbeit Oder Neuer Festungsbau (1672); Übersetzung von: Allain Manesson: Les Travaux de Mars ou la Fortification nouvelle (1671–1672, frz.).
  • Filips von Zesen Niederländischer Leue (1677); Übersetzung von: Leo Begicus (1660, lat.); s. o. Werke

Verdeutschungen [19][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolgreiche Verdeutschungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zesen erfand für zahlreiche Fremdwörter Verdeutschungen, die Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben, wie

  • Leidenschaft[20] (Passion),
  • Lustspiel[25] (Komödie),
  • Trauerspiel[35] (Tragödie),
  • Lustwandel[36] (Spaziergang),
  • Blutzeuge[37] (Märtyrer)

Erfolglose Verdeutschungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andere vorgeschlagene Fremdwortübersetzungen wirken heute teilweise kurios oder unbrauchbar, wie

  • Jungfernzwinger[39] (Nonnenkloster),
  • Mannszwinger[40] (Mönchskloster),
  • Obererzvater[51], „Grohs-erz-vater“[52] (Papst),
  • Liebesstein[53] (Magnet),
  • Scheelsüchtigkeit, Liebeseifer[54] (Jalousie),
  • Zwölfbote[57] (Apostel),
  • Schlachtgabe[61] (Opfer),
  • Scheidezeichen[62] (Komma),
  • Urteilsmeister[63] (Rezensent),
  • Schweisslöcher[64] (Poren).
  • Krautbeschreiber[67] (Botaniker),
  • Mengeklumpf[68]([Ur-]Chaos).
  • Zeitblick[69]. (Minute).

Zur Schreibweise ist anzumerken, dass Harbrecht in seiner Dissertation die alternative Orthographie Zesens (s. das Gedicht oben) schonend modernisiert hat (also Geburtsart statt „Gebuhrtsahrt“ etc.).

Alle oben angeführten Wort(neu)bildungen sind in Zesens Werken angeführt. Zu verschiedenen Zeiten hat er oft verschiedene Bildungen protegiert, von anderen wieder Abstand genommen. „So führt er nach und nach die [früher substituierten] Wörter Fenster, Natur, Opfer, Fieber, Altar, Pomeranze, Person, spazieren gehen und andere [später] wieder ein.“ [70]. Oft benutzt er wechselnd mehrere Verdeutschungen für denselben Begriff, ohne dass ein Bedeutungsunterschied immer erkennbar wäre. Nur in Einzelfällen ist entscheidbar, ob die von ihm benutzten Wörter seinen Zeitgenossen schon bekannt waren oder von ihnen sogar übernommen wurden.

Irrtümlich Zesen zugeschriebene Verdeutschungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zesen werden oft Verdeutschungen zugeordnet, die nach Kluge[71] erst später aufgekommen sind: Emporkömmling (Parvenue) erst bei Ramler 1796, Wieland 1809, noch fremd für Campe; Nachruf bei Zesen noch Ersatzwort für Echo, in der Bedeutung Nekrolog noch fremd für Campe, Weltall erst bei Wieland 1751, Kant 1755.

Angelpunkt (Pol), Spottnachbildung (Parodie), Blitzfeuererregung („Electrisirung“) sind für Joachim Heinrich Campe typische Neubildungen, die sich alle in seinem „Wörterbuch der deutschen Sprache“ finden, nicht jedoch vorher bei Johann Christoph Adelung („Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart“).

Außerdem werden Zesen Verdeutschungen von Fremdwörtern nachgesagt, die zu Zesens Lebzeiten noch gar nicht im Deutschen existierten[72], besonders „Mortalität“ (erst 1797 bei Christoph Wilhelm Hufeland), möglicherweise auch „Kolorit“ (erst 1755 aus dem Italienischen, („kolorieren“ dagegen schon 1562 aus dem Lateinischen)) und „Exkursion“ (aus dem Französischen, zivil erst 1770, militärisch bereits 1689). Weiterhin: Moment in der Bedeutung Augenblick durch frz. Neuentlehnung erst bei Seriander[73][Georg Serpilius].„Queruliren“ erst bei Campe.

Die häufig zitierte Verdeutschung „Gesichtserker“ für Nase ist keine Wortschöpfung Zesens, sondern, wie bereits im 19. Jahrhundert in sprachwissenschaftlichen Werken festgestellt, eine zu seiner Verspottung gedachte Erfindung seiner Gegner[74]: „Es wäre Zeit, dass man nach zweihundert Jahren wenigstens diesen Fleck von dem Bilde des Mannes entfernte, der viel gearbeitet, ernst gestrebt, wenn auch oft geirrt hat.“ (Otto von Leixner: Geschichte der Deutschen Literatur).

Eine weitere, von Zesen tatsächlich, aber nur satirisch gebrauchte Umschreibung für Nase ist Löschhorn (originale Schreibung: „Leschhorn“)[75] Auch dieses Wort stammt nicht von Zesen, man findet es in der Bedeutung „grosze unförmliche Nase“ (Grimm) schon bei Folz und bei Fischart.[76]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. M. Gillardon, Karlsruhe in Baden 1912.
  • Ferdinand van Ingen: Philipp von Zesen in seiner Zeit und seiner Umwelt. Berlin: de Gruyter 2013.
  • Alfred Gramsch: Zesens Lyrik. Phil. Diss. Marburg 1921. Edda-Verlag Kassel 1922
  • Eberhard Lindhorst: Philipp von Zesen und der Roman der Spätantike. Ein Beitrag zu Theorie und Technik des barocken Romans. Univ. Diss., Göttingen 1955 (Neudruck 1997).
  • Hans Obermann: Studien über Philipp von Zesens Romane. Univ. Diss., Göttingen 1932.
  • Chrystèle Schielein: Philipp von Zesen. Orthographiereformer mit niederländischen Vorbildern? Univ. Diss., Erlangen 2002.
  • Maximilian Bergengruen; Dieter Martin (Hg.): Philipp von Zesen. Wissen – Sprache – Literatur. Tübingen 2008, ISBN 978-3-4843663-0-5.
  • Michael Klemm: Wenn die Sorre im Gilbhart durch die Zeugemutter fährt… Kleine Geschichte der sprachpflegerischen Eindeutschungen – von erfolgreich bis skurril. In: Lingua et Opinio (studentische Zeitschrift an der TU Chemnitz), 18. Januar 2000.

Werk- und Literaturverzeichnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Gebhardt: Untersuchungen zur Biographie Philipp Zesens. Dissertation an der Kaiser-Wilhelms-Universität Strassburg, Berlin 1888, S. 17.
  2. So schrieb Zesen regelmäßig i statt ie wie in si und di. Außerdem benutzte er zz statt tz, kk statt ck und Buchstabenverbindungen wie chch, etwa im Wort versprochchen. Quelle: Adriatische Rosemund. Fünftes Buch. Kurzer entwurf der alten und izigen Deutschen.
  3. Online-Ausgabe: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN594535239
  4. Online-Ausgeabe (Teil 1): http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN664528147
  5. Online-Ausgabe: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:23-drucke/ko-3442
  6. Online-Ausgabe: http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN738520667
  7. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv
  8. Online-Ausgabe: http://diglib.hab.de/drucke/135-5-eth-2s/start.htm?image=00315
  9. Zusammen mit Die Adriatische Rosemund veröffentlicht (ab S. 298) und teilweise als dazugehörig angesehen.
  10. Online-Ausgabe: http://diglib.hab.de/drucke/xb-4546/start.htm
  11. Online-Ausgabe: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN742109194
  12. Vollständiger Titel: „Darinnen von Derselben ersten ursprunge bis auf gegenwärtigen zustand/ ihr unterschiedlicher anwachs/ herliche Vorrechte/ und in mehr als 70 [andere Ausg.: "und in 60"] Kupfer-stükken entworfene führnehmste Gebeue/ zusamt ihrem Stahts-wesen/ Kauf-handel/ und ansehnlicher macht zur see/ wie auch was sich in und mit Derselben märkwürdiges zugetragen vor Augen gestellet werden“
  13. Online-Ausgabe: http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN726086312
  14. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv
  15. Online-Ausgabe: http://diglib.hab.de/drucke/lo-8311/start.htm
  16. Online-Ausgabe: http://diglib.hab.de/drucke/lo-49/start.htm
  17. Philipp von Zesen: Sämtliche Werke Bd XII: Gesellschaftsschriften, S. 463.
  18. Herbert Blume: Die Morphologie von Zesens Wortneubildungen. 1967 (Diss.).
  19. Die im Folgenden bei Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.) und Herbert Blume: Die Morphologie von Zesens Wortneubildungen. 1967 (Diss.) angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf Zesen-Originale. (Ausnahme: Für Adriatische Rosemund werden bei beiden die Seitenzahlen der Neuausgabe (Philipp von Zesen: Adriatische Rosemund. Hrsg. v. Max Hermann Jellinek. Halle a. S.: Niemeyer 1899=1645.) zugrundegelegt.
  20. a b c d e f Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960.
  21. zit. nach: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 49.
  22. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960, bei Commenius 1658 nach nl. 'boekerij'.
  23. Bei Zesen auch 'Buchkammer'
  24. Nach Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960 bei Harsdörffer 1644.
  25. Nach Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960, schon Buchtitel 1536, von Gryphius(1616-1664) gebraucht, von Gottsched 1757 durchgesetzt.
  26. Nach Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960 bei Kepler 1613.
  27. Von Zesen dafür auch „Urschreiber, Urverfasser = Autor“ s. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 22
  28. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960, für lat. projectum
  29. zit. nach: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 59
  30. zit.nach: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 21
  31. zit. nach: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 26
  32. zit. nach: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 39, S. 56
  33. Bei Zesen hierfür auch 'Überschrift'
  34. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gryuter 1960, für lat.symbolum
  35. zit. n.: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 22
  36. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 23
  37. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S .49
  38. zit. n.: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 20.
  39. original: „nonnen-kloster; Jungfer-zwünger“ (Zesen: Die Adriatische Rosemund, S. 367)
  40. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 27.
  41. zit. n.: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 21.
  42. Zesen hierfür auch „pistohl/reit-puffer“ (Zesen: Die Adriatische Rosemund, S. 366).
  43. zit. n.: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 22, S. 35, S. 25, (Argumentation)
  44. zit. n.: Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 23
  45. Bei Zesen auch „Geburtsart = Natur, Charakter“ s. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 16.
  46. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 57; Johann Heinrich Campe ist nicht der Urheber!
  47. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 21; Campe später „Kunsthöhle“!
  48. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 56; bei Campe später „Dörrleichen“
  49. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 21
  50. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 23
  51. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 27
  52. Zesen: Die Adriatische Rosemund, S. 366
  53. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 21
  54. original: „schähl-sichtigkeit/libes-eifer“ (Zesen: Die Adriatische Rosemund, S. 367.)
  55. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 22
  56. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 23
  57. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 41
  58. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 42
  59. Zesen, Philipp von: Assenat. Amsterdam, 1670. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, S. 439, 488 „Abspühler“.
  60. Zesen, Philipp von: Assenat. Amsterdam 1670. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, S. 506.
  61. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 24
  62. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 39
  63. zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 39
  64. zit. n. Harbrecht a. a. O. S. 57; Campe ist nicht der Urheber!
  65. original: „lihb-reiz/oder lust-kind“ (Philipp von Zesen: Ritterholds von Blauen Adriatische Rosemund. Amsteltam: Elzevihr 1645, S. 366. Online-Ausgabe: http://diglib.hab.de/drucke/135-5-eth-2s/start.htm
  66. zit. n. Harbrecht a. a. O., S. 56.
  67. zit. n. Harbrecht a. a. O., S. 59
  68. in Zesens Schreibung „Mängeklumpf“: Zesen, Philipp von: Der erdichteten Heidnischen Gottheiten, wie auch Als- und Halb-Gottheiten Herkunft und Begäbnisse, den Liebhabern nicht allein der Dicht-, Bild- und Mahler-Kunst, sondern auch der gantzen Welt- und Gottes-Gelehrtheit zu erleuterung ihres Verstandes zu wissen nöhtig / kurtzbündig beschrieben durch Filip von Zesen. Nürnberg: Hofman 1688, S.3-5. Online-Ausgabe: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN737521171
  69. original: „zeit-blik“ (Zesen: Die Adriatische Rosemund, S. 366.)
  70. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912 (Diss.), S. 80
  71. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: deGruyter 1960.
  72. Hans Schulz, Otto Basler: Deutsches Fremdwörterbuch. Bd. 7: Quellenverzeichnis, Wortregister, Nachwort. Hrsg. v. Alan Kirkness. Berlin: de Gruyter 1988.
  73. Grimm: Deutsches Wörterbuch
  74. Siehe Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 18. Aufl. Berlin: de Gruyter 1960, unter 'Gesicht'.
  75. „[...] wenn er sein klugelweises Löschhorn [...] hätte hineinstecken wollen.“ (zit. n. Hugo Harbrecht: Philipp von Zesen als Sprachreiniger. Karlsruhe in Baden: Gillardon 1912, S. 51.)
  76. Grimm Deutsches Wörterbuch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philipp von Zesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Philipp von Zesen – Quellen und Volltexte