Steffen Mohr

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Steffen Mohr (* 24. Juli 1942 in Leipzig; † 17. Januar 2018 in Leipzig) war ein Schriftsteller in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. Er wurde einer breiteren Öffentlichkeit vor allem durch seine Kriminalromane und wöchentlichen Rätselkrimis bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in der DDR und einem abgebrochenen Studium der katholischen Theologie legte Steffen Mohr 1966 ein erstes Diplom als Theaterwissenschaftler ab. 1975 kam ein zweites Diplom als Abschluss einer Ausbildung am Leipziger Literaturinstitut hinzu. Ab 1975 arbeitete Mohr als freier Schriftsteller und Kabarettist.[1] Vor der Wende hatte er als Moderatur eine eigene Talkshow im Leipziger Club: „Mohr und Köpfe“.

Seine erste Kriminalstory veröffentlichte Steffen Mohr 1966 unter dem Pseudonym Harald Eger. Mohr war auch der Entdecker von Henner Kotte.

Ost-West-Krimi 1988/89 mit -ky[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmalig ist der gemeinsam mit Horst Bosetzky noch vor der Wende geschriebene ostwestdeutsche Berliner Krimi „Schau nicht hin, schau nicht her“. Es gibt drei Ausgaben: eine westdeutsche vom September 1989, eine fast identische DDR-Ausgabe von 1990 sowie eine spätere von 2009. Die 2009er-Ausgabe beginnt mit einer vierseitigen Einleitung, in der die Autoren den komplizierten Entstehungsprozess in den Jahren 1988 bis 1990 beschreiben. In den Krimi eingeflochten ist auch die Besetzung des Berliner Lenné-Dreiecks im Mai 1988 durch Westberliner Alternative.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Harald Eger: Nachts sind alle Katzen grau. 1966. Serie BLAULICHT Nr. 68.
  • Die merkwürdigen Fälle des Hauptmann Merks. 1980. Verlag "Das Neue Berlin".
  • Blumen von der Himmelswiese. 1983. Verlag "Das Neue Berlin". Erster DDR-Krimi ohne ermittelnde Polizei.
  • Schau nicht hin, schau nicht her. Gemeinsam mit Horst Bosetzky. Westdeutsche Ausgabe beim Rowohlt Verlag, September 1989. DDR-Ausgabe in Mitteldeutscher Verlag, 1990. Neuauflage als "Berliner Mauerkrimi" im Jaron Verlag, Berlin, 2009. Auch 1990 als Hörspiel mit Lieselotte Rau Regie: Ulrike Brinkmann (Hörspiel – RIAS Berlin)
  • Im Auftrag des Herrn : 45 spannende Rätselkrimis für aufgeweckte Christenmenschen. 2010. Leipzig: Verlag St. Benno.
  • Tarcisius. Eine Abenteuergeschichte für Ministranten. 2014.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Behling Die Kriminalgeschichte der DDR. Edition Berolina, Berlin 2017, ISBN 978-3-95841-055-8, darin insbesondere die Seiten 532–552: Literatur: Das geliebte Stiefkind namens Krimi.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon der deutschen Krimi-Autoren