Suchoi Su-12

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f2
Suchoi Su-12 (RK)
Typ: Aufklärungsflugzeug
Entwurfsland: Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Hersteller:

OKB Suchoi

Erstflug: 1947
Stückzahl: 1

Die Suchoi Su-12 (russisch Сухой Су-12, NATO-Codename: Type 23), auch als Projekt RK bezeichnet, war ein sowjetisches zweimotoriges Aufklärungsflugzeug, das kurz nach dem Zweiten Weltkrieg realisiert wurde. Es war der letzte im OKB Suchoi entwickelte Typ mit Kolbenmotor.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Experimental-Konstruktionsbüro (OKB) Suchoi orientierte sich dabei stark an dem deutschen Aufklärer Focke-Wulf Fw 189. Einige Exemplare dieses Typs waren während des Krieges von der Roten Armee erbeutet und im Wissenschaftlichen Forschungsinstitut der sowjetischen Luftstreitkräfte (NII WWS) getestet worden. Viele Baugruppen des von den sowjetischen Soldaten als „Fliegender Rahmen“ bezeichneten Flugzeugs wurden für das neue Projekt nachgestaltet, so etwa die im Tragflächenmittelstück angeordnete und eine ausgezeichnete Rundumsicht bietende vollverglaste Besatzungsgondel sowie die Auslegung mit Doppelrümpfen, deren vordere Teile die Motoren aufnahmen. Der Antrieb erfolgte durch zwei Schwezow ASch-82-Sternmotoren, die vierblättrige Luftschrauben antrieben. Die Tragflächen waren in Mitteldeckerbauweise an den Rümpfen angeordnet.

Die Flugerprobung begann nach etwa einjähriger Konstruktionszeit im Dezember 1947 mit dem Erstflug des Prototyps. Ein Jahr später wurde die Su-12 auf der Luftparade von Tuschino öffentlich vorgeführt. Die Su-12 besaß gute Flugeigenschaften und auch die Leistungen waren vielversprechend. Ihre Auslegung als Kolbenmotorflugzeug entsprach in der anbrechenden Strahltriebwerk-Ära jedoch nicht mehr den gestellten Anforderungen, daher kam es zu keiner Serienproduktion.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreiseitenriss
Kenngröße Daten
Hersteller    OKB Suchoi
Baujahr(e)    1947
Länge    13,05 m
Tragflächenspannweite    21,58 m
Tragflügelfläche    52,4 m²
Antrieb    zwei Schwezow ASch-82FN
Leistung    1.361 kW (1.850 PS)
Höchstgeschwindigkeit    530 km/h in 5.300 m Höhe
Marschgeschwindigkeit    460 km/h
Steigzeit    5,3 min auf 5.000 m Höhe
Dienstgipfelhöhe    11.000 m
Reichweite    1.140 km
Start- /Landerollstrecke    beide 220 m
Leermasse    7.552 kg
Startmasse    9.510 kg
Besatzung    4
Bewaffnung    vier 20-mm-Kanonen B-20E mit insgesamt 200 Schuss
Bombenlast    450 kg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried Bergholz: Russlands große Flugzeugbauer. Das vollständige Typenbuch. Jakowlew, Mikojan/Gurewitsch, Suchoj. Aviatec, Oberhaching 2002, ISBN 3-925505-73-3, S. 170.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]