Tatort: Fakten, Fakten …

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelFakten, Fakten …
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge87:42 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 517 (Liste)
Erstausstrahlung1. Dezember 2002 auf Das Erste
Stab
RegieSusanne Zanke
DrehbuchWolfgang Panzer
ProduktionSonja Goslicki
MusikRainer Michel
KameraTamas Ujlaki
SchnittIngo Ehrlich
Besetzung

Fakten, Fakten … ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom WDR produziert und am 1. Dezember 2002 zum ersten Mal gesendet. Er ist die 517. Folge der Tatort-Reihe und der zweite Fall mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers als Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Haustür von Professor Bernhard Dreiden, einem Freund von Professor Boerne, wird Jürgen Wilken erschossen. Kurz zuvor hatte Dreiden seine Kinder von seiner geschiedenen Frau in Empfang genommen. Wilken wiederum ist der Freund von Juliane Kraft, die gleichzeitig ein Verhältnis mit Dreiden hatte. Juliane hat selbst einen Sohn; der kleine Max wächst abwechselnd bei der Großmutter, der Mutter und Julianes Ex-Mann Felix Kraft, dem Vater von Max, auf.

Jürgen Wilken wurde im Auto erschossen. Die Tatwaffe findet sich in Dreidens Wäschekorb, Dreiden selbst hat Glassplitter an der Kleidung, jedoch keinerlei Schmauchspuren, die beweisen würden, dass er geschossen hat. Für die Staatsanwältin ist der Fall dennoch so gut wie gelöst und sie hält eine entsprechende Pressekonferenz ab. Boerne ist der einzige, der Dreidens Täterschaft bezweifelt. Über die Verformung der Kugel, aber auch aufgrund von Schmauchspuren auf der Rückseite von Dreidens Kleidung, kann Boerne rekonstruieren, dass sich der Täter einige Meter von Wilkens Auto entfernt befunden haben muss, als er die Waffe abfeuerte. Dreiden muss eher in die Richtung des Schützen gesehen haben. Die Tatwaffe wiederum hatte laut Untersuchung nach dem ersten Schuss eine Ladehemmung, was erklären würde, warum Dreiden nicht im Anschluss erschossen wurde. Da Dreidens Kinder schweigen, obwohl sie den Tathergang möglicherweise von ihrem Zimmer aus gesehen haben, kommen Boerne und Thiel nicht weiter.

Thiel befragt gemeinsam mit Boerne Juliane Kraft zu ihrem Verhältnis zu Dreiden und Wilken. Kurz darauf wird Juliane von ihrem Ex-Mann abgeholt, der Max vorbeibringt. Max erklärt, dass beide zusammen ausgehen können, weil er abends selbst ins Bett gehen kann. Nach Mitternacht erhält Thiel vom besorgten Max einen Anruf, weil seine Mutter noch nicht nach Hause gekommen sei. Thiel und Boerne suchen vier Uhr morgens die Universität auf, wo Juliane arbeitet, und finden ihr Büro unverschlossen vor. An der Wand und auf dem Boden sind Blutlachen zu sehen, die nachlässig aufgewischt wurden. Es handelt sich um Julianes Blut. Zwar kann Boerne in der Folgezeit rekonstruieren, dass Juliane mit einer Waffe aus kurzer Distanz beschossen und anschließend zu einem Wagen geschleift wurde, doch fehlen die Leiche, der Täter und ein Motiv.

Thiel verdächtigt Felix Kraft, seine Ex-Frau ermordet zu haben. Eine erste Hausdurchsuchung seiner Wohnung, seines Wagens und der Wohnung von Felix’ Eltern bringen keine Funde. Der Wagen wurde allerdings intensiv gereinigt und einige Sachen von Felix, die verdächtige Flecken aufweisen, mehrfach gekocht. Beim Verhör gibt sich Felix abgebrüht und überlegen und raubt Thiel den letzten Nerv. Boerne widmet sich noch einmal den Papieren in Großmutter Krafts Haus und findet eine Rechnung, die sich als Bezahlung eines Vaterschaftstests entpuppt. Über DNA-Proben können Boerne und Alberich nachweisen, dass Felix zeugungsunfähig ist. Sein Sohn Max ist in Wirklichkeit von Dreiden, der mit Juliane seit Jahren ein Verhältnis hat. Später können in einer Müllverwertungsanlage blutige Sachen von Felix sowie die Waffe gefunden werden, mit der Juliane ermordet wurde. Die Leiche fehlt jedoch immer noch. Ein Blick auf die verschiedenen Stellen, die der arbeitslose Felix in den letzten Jahren angenommen hat, bringt Boerne auf die richtige Spur: Felix war auch in einem Krematorium angestellt. In einem der dortigen Särge, die noch auf die Verbrennung warten, finden Boerne und Thiel Julianes Leiche. Die Staatsanwältin ist zufrieden mit dem neuen Ermittler Thiel, und Boerne gelingt es, seine wesentlichen Verdienste als Teamarbeit von ihm und Thiel zu präsentieren. Thiel wiederum hat nun die schwere Aufgabe, dem kleinen Max den Tod seiner Mutter beizubringen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tatort-Folge sahen bei ihrer Erstausstrahlung 9,45 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 26,60 % entsprach.[3]

TV Spielfilm schrieb nach Ausstrahlung des Films: „Fakt ist: Das Duo ist ein Segen für die Reihe“.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Fakten, Fakten …. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 118854-a/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Tatort-Fundus: Fakten, Fakten … , abgerufen am 11. Oktober 2012
  3. Quoten von tatort-fundus.de
  4. TV Spielfilm: Filmkritik zu Fakten, Fakten…