Tatort: Fangschuss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Folge der Serie Tatort
OriginaltitelFangschuss
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge89 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
EinordnungFolge 1017 (Liste)
Erstausstrahlung2. April 2017 auf Das Erste, SRF 1
Stab
RegieBuddy Giovinazzo
DrehbuchJan Hinter,
Stephan Cantz
MusikGünther Illi
KameraKay Gauditz
SchnittBernd Schriever
Besetzung

Fangschuss ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom WDR produzierte Beitrag wurde am 2. April 2017 im Ersten und im SRF 1 ausgestrahlt. Das Ermittlerduo Thiel und Boerne ermittelt in Münster in seinem 31. Fall.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der IT-Experte Sebastian Sandberg stürzt von seinem Balkon. Die Kommissare Thiel und Nadeshda Krusenstern ermitteln in dem mutmaßlichen Selbstmordfall und finden in der Wohnung Spuren eines Einbruches. Rechtsmediziner Prof. Boerne, der sich gerade intensiv auf seine Jägerprüfung vorbereitet, findet zunächst keinen Hinweis auf einen Mord. Wenig später wird der Enthüllungsjournalist Jens Offergeld in seinem Haus erschossen aufgefunden. Die junge Leila Wagner, die Offergeld kurz vorher aufgesucht hat und beim Eindringen des Täters in Offergelds Haus mit dessen Wagen geflohen ist, rettet sich zu Thiel, von dem sie annimmt, dass er ihr Vater ist. Ihre krebskranke Mutter hat ihr sowohl Thiel als auch Offergeld als die zwei in Frage kommenden Väter genannt. Thiel nimmt Leila vorübergehend bei sich auf, lässt aber Boernes Assistentin Haller Leilas DNA mit seiner eigenen vergleichen. Dabei stellt sich heraus, dass nicht Thiel, sondern Jens Offergeld der Vater von Leila ist.

Als Leila aus Offergelds Haus floh, hatte sie seinen Autoschlüssel bei sich, an dem ein USB-Stick hing. Leila erhält Drohanrufe und soll den Stick, der ihr zunächst nicht als solcher aufgefallen ist, übergeben. Zugleich erpresst sie jedoch die unbekannten Anrufer und fordert einen sechsstelligen Betrag. Thiel findet heraus, dass Sandberg Offergeld bei seinen Recherchen unterstützt hatte.

Leila entdeckt den Stick und die darauf befindlichen Daten, die das Kosmetikunternehmen von Dr. Freya Freytag, die zugleich Boernes Jagdprüferin ist, belasten. Als Leila versucht, Boerne über ihre Entdeckung zu unterrichten, geht ausgerechnet Freytag an Boernes Mobiltelefon. Diese lässt Leila daraufhin aus Thiels Wohnung entführen und will sie im Wald während einer nächtlichen Jagd töten. Das Vorhaben schlägt fehl, weil Thiel und Krusenstern in letzter Sekunde eingreifen und Freytag festnehmen können. Diese hatte auch einen Auftragskiller auf Sandberg und Offergeld angesetzt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde vom 2. November 2016 bis zum 2. Dezember 2016 unter dem Arbeitstitel Klappe zu Affe tot in Münster, Köln und Umgebung gedreht.[1]

Claus Dieter Clausnitzer, der im Münster-Tatort Frank Thiels Vater Herbert spielt, tritt in dieser Episode nicht auf. Das Drehbuch erklärt seine Abwesenheit mit einem Aufenthalt in Goa.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Handlung strauchelt, und dass die Streichemacher von 'Verstehen Sie Spaß?' auch noch Guido Cantz als lustige Leiche eingeschmuggelt haben, war der Konzentration am Set sicherlich auch nicht dienlich. Aber die Dialoge sind von angeheiterter Eleganz.“

Der Filmdienst urteilte: „Blutleerer (Fernsehserien-)Krimi, der die unspektakuläre Handlung mit dem üblichen zwischenmenschlichen Geplänkel des Münsteraner ‚Tatort‘-Duos nur leidlich streckt.“[3]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Fangschuss am 2. April 2017 wurde in Deutschland von 14,56 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 39,6 % für Das Erste. Damit stellte er neue Bestwerte nicht nur innerhalb des Münsteraner Tatorts auf. Mehr Zuschauer hatte der Tatort zuletzt 1992 mit Stoevers Fall, als 15,86 Millionen Menschen einschalteten.[4] In der Schweiz wurde der Tatort auf SRF 1 von 436.000 Zuschauern geschaut und erreichte einen Marktanteil von 21,1 %.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tatort: Fangschuss bei crew united
  2. Christian Buß: Brutale „Tatort“-Blödelei aus Münster. Waidmannsheil, Waidmannstrank! Spiegel Online, 31. März 2017, abgerufen am 4. April 2017: „7 von 10 Punkten“
  3. Tatort - Fangschuss, in: Filmdienst, abgerufen am 26. März 2020
  4. Robert Meyer: Weit über 14 Millionen: Münster-«Tatort» pulverisiert eigenen Rekord. Quotenmeter.de, 3. April 2017, abgerufen am 4. April 2017.
  5. Publikumszahlen, SRF 1. (PDF) 2. April 2017, abgerufen am 5. April 2017.