Terry McAuliffe

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Terry McAuliffe (2013)

Terence RichardTerryMcAuliffe (* 9. Februar 1957 in Syracuse, New York) ist ein US-amerikanischer Unternehmer, Politiker der Demokratischen Partei und seit 2014 Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia.[1] Er wurde auch bekannt als ein Parteispendensammler und früherer Parteivorsitzender der Demokraten. Er war Vorsitzender des Democratic National Committee von 2001 bis 2005, war Co-Leiter der Wiederwahlkampagne von Präsident Bill Clinton 1996 und 2008 Chef der Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton. Bei der Gouverneurswahl 2013 trat er gegen den Republikaner Ken Cuccinelli und den libertären Kandidaten Robert Sarvis an. Er schlug beide mit 48 Prozent der Wählerstimmen[1] und übernahm die Amtsgeschäfte als Gouverneur am 11. Januar 2014.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McAuliffe ist der Sohn des Immobilienmaklers Jack McAuliffe, der nebenher Schatzmeister der lokalen Demokratischen Partei war.[2] Er ist Abkömmling irischer Einwanderer und praktizierender Katholik.[3] Seinen Highschool-Abschluss machte er 1975 an der Bishop Ludden Junior/Senior High School.

Seinen Bachelor erhielt McAufiffe 1979 an der Catholic University of America in Washington, D.C. Nach seiner Graduierung übernahm er einen Job bei der Wiederwahlkampagne von Jimmy Carter und wurde als 22-Jähriger deren nationaler Finanzchef. Im Anschluss absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Georgetown University in Washington, D.C., erhielt seinen juristischen Doktortitel 1984.[4]

Bereits mit 14 Jahren startete McAuliffe sein erstes eigenes Kleinunternehmen[5]: McAuliffe Driveway Maintenance, eine Parkplatzbewachung. Die Washington Post fasste zusammen, McAuliffe habe ein Millionenvermögen erworben als "Banker, Immobilienmakler, Bauunternehmer, Hotelbesitzer und Internet Venture Capitalist".[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo seines Wahlkampfes von 2013

Bereits im Jahr 2009 bewarb sich McAuliffe darum, demokratischer Kandidat für die Wahl zum Gouverneur von Virginia zu werden. In der Primary seiner Partei erreichte er aber lediglich 26,4 Prozent der Stimmen und damit Platz zwei hinter Creigh Deeds, der auf einen Anteil von 49,8 Prozent kam.[7] Deeds unterlag anschließend dem Republikaner Bob McDonnell.

Vier Jahre später wurde McAuliffe ohne Gegenkandidat von den Demokraten nominiert.[8] Bei der Wahl im November 2013 gewann er auch ohne die absolute Mehrheit gegen den republikanischen Bewerber Ken Cuccinelli, da der libertäre Kandidat Robert Sarvis 6,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Der Wahlkampf galt als eine der am härtesten geführten Auseinandersetzungen in der Politik der Vereinigten Staaten und galt als Test für bundespolitische Strategien. So gilt die Arbeit von McAuliffes Wahlkampfmanager Robby Mook, dem ein großer Anteil am Sieg zugeschrieben wird, als Voraussetzung dafür, dass Hillary Clinton ihn 2015 als Manager ihrer Präsidentschafts-Kampagne für 2016 vorstellte. An McAuliffes Seite wurde mit Ralph Northam ein weiterer Demokrat zum Vizegouverneur gewählt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Terry McAuliffe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wahlergebnis: Terry McAuliffe gewinnt gegen Ken Cuccinelli, Politico vom 6. November 2013, abgerufen 19. November 2013
  2. Terry McAuliffe Candidate Profile, WAVY.com vom 16. Oktober 2013, abgerufen 19. November 2013
  3. Define ‘practicing Catholic;’ report the Virginia options, Patheos.com vom 30. Oktober 2013, abgerufen 19. November 2013
  4. Financing the Road to the White House (PDF; 122 kB), Leaders Magazine vom 3. Juli 2007, abgerufen 19. November 2013
  5. Life of the party: McAuliffe and the Democrats, MSNBC vom 22. Januar 2007, abgerufen 19. November 2013
  6. McAuliffe's Background Could Prove A Liability, Amy Gardner in The Washington Post vom 3. Mai 2009, abgerufen 19. November 2013
  7. Virginia State Board of Elections
  8. PilotOnline.com: McAuliffe named Dem governor nominee, 4 others make ballot (2. April 2013)