Thomas Pöck

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OsterreichÖsterreich Thomas Pöck Eishockeyspieler
Thomas Pöck
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 2. Dezember 1981
Geburtsort Klagenfurt am Wörthersee, Österreich
Größe 185 cm
Gewicht 95 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Nummer #22
Schusshand Links
Spielerkarriere
bis 2000 EC KAC
2000–2004 University of Massachusetts Amherst
2004–2009 Hartford Wolf Pack
2008–2009 New York Islanders
2009–2011 Rapperswil-Jona Lakers
2011–2012 MODO Hockey
2012–2013 Lake Erie Monsters
2013–2016 EC KAC
2016–2017 EC Graz 99ers

Thomas Pöck (* 2. Dezember 1981 in Klagenfurt am Wörthersee) ist ein ehemaliger österreichischer Eishockeyspieler und heutiger-trainer. Im Laufe seiner Karriere spielte er unter anderem für den EC KAC in der österreichischen Eishockeyliga, die New York Islanders und New York Rangers in der National Hockey League und das Hartford Wolf Pack in der American Hockey League. Seit Mai 2016 ist Pöck Cheftrainer der Boston Pride aus der National Women’s Hockey League.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pöck, der Sohn von Herbert Pöck, spielte zuerst beim EC KAC und ab Saison 2000/01 für die University of Massachusetts Amherst in der US-Collegeliga National Collegiate Athletic Association, wo der Stürmer in die Verteidigung wechselte. Dabei wurde er 2003 in das First All-Star-Team der Conference Hockey East gewählt. 2004 wurde er in derselben Conference in das First All-Star-Team und das All-Tournament-Team gewählt.

Pöck (hinten) mit Teamkollege Mark Streit

Kurz vor Ende des regulären Saison der NHL-Spielzeit 2003/04 akzeptierte Pöck ein Angebot der New York Rangers und absolvierte alle sechs verbleibenden Spiele. Er erzielte zwei Tore und zwei Assists. In den Playoffs waren die Rangers in dieser Saison nicht vertreten. Ab dem Lockout in der NHL-Saison 2004/05 spielte er vorwiegend in der American Hockey League bei den Hartford Wolf Pack. In der Saison 2005/06 wurde er auch wieder sporadisch von den New York Rangers eingesetzt und kam auf acht Spiele, in denen er ein Tor und einen Assist erzielte. Überwiegend wurde er aber erneut für Hartford in der AHL eingesetzt und am Saisonende in das Second All-Star-Team gewählt und für das All-Star-Game nominiert.

In der Saison 2006/07 stand Pöck mit den Rangers in der zweiten Playoffrunde. Dort trafen sie auf die Buffalo Sabres mit Pöcks Landsmann Thomas Vanek. Pöck stand in den sechs Spielen dieser Serie, die sie verloren, allerdings nicht im Kader der Rangers. Die Saison 2007/08 begann Pöck im NHL-Kader der Rangers, wurde aber nach nur einem Spiel zu den Hartford Wolf Pack in die AHL geschickt, wo er die gesamte Spielzeit verbrachte. Im Herbst 2008 nahm er zwar am Trainingscamp der Rangers teil, wurde aber vor Saisonbeginn auf die Waiver-Liste gesetzt, sodass ihn die New York Islanders verpflichteten.

In der Saison 2009/10 kehrte Thomas Pöck nach neun Jahren in Nordamerika wieder nach Europa zurück und unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag bei den Rapperswil-Jona Lakers aus der Schweizer National League A. Nach zwei Spielzeiten bei den Lakers wechselte er vor der Saison 2011/12 nach Schweden zu MODO Hockey.

Im Juli 2012 unterschrieb Thomas Pöck einen Einjahres-Vertrag bei der Colorado Avalanche, wurde jedoch nicht ins Team der National Hockey League berufen. Daher kam er in der Saison 2012/13 ausschließlich für deren Farmteam, die Lake Erie Monsters, in der American Hockey League zum Einsatz. Im April 2013 kehrte er, nachdem er für sich keine Perspektive in der NHL mehr sah, zu seinem Heimatverein nach Klagenfurt zurück.

Im Oktober 2016 verpflichteten die EC Graz 99ers den Kärntner.[1]

Nach der Saison 2016/17 beendete Pöck seine Spielerkarriere und wurde Cheftrainer der Boston Pride aus der National Women’s Hockey League, der einzigen Profi-Fraueneishockeyliga der Welt.[2]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juniorenbereich spielte Pöck für Österreich bei der U18-C-Europameisterschaft 1998, der U18-B-Europameisterschaft 1999 und den U20-C-Weltmeisterschaften 1999 und 2000.

Für die österreichische Herren-Auswahl, in der er bei der 1:3-Niederlage beim Freundschaftsspiel gegen Deutschland am 13. November 1999 in Rosenheim debütierte, spielte er bei den Weltmeisterschaften der Top-Division 2002, 2003, 2004, 2005 und 2013. Bei der Weltmeisterschaft 2010 spielte er in der Division I. Zudem stand er im Kader der Österreicher bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 und Sotschi 2014 und beim Qualifikationsturnier für die Spiele 2006 in Turin.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1998/99 EC KAC ÖEL 31 0 0 0 0
1999/00 EC KAC ÖEL 33 4 11 15 48
2000/01 University of Massachusetts Amherst NCAA 33 6 6 12 59
2001/02 University of Massachusetts Amherst NCAA 23 5 7 12 26
2002/03 University of Massachusetts Amherst NCAA 37 17 20 37 46
2003/04 University of Massachusetts Amherst NCAA 37 16 25 41 48
2003/04 New York Rangers NHL 6 2 2 4 0
2004/05 Hartford Wolf Pack AHL 50 1 5 6 55 6 0 1 1 8
2004/05 Charlotte Checkers ECHL 3 0 2 2 2
2005/06 Hartford Wolf Pack AHL 67 15 46 61 99 6 0 3 3 15
2005/06 New York Rangers NHL 8 1 1 2 4
2006/07 New York Rangers NHL 44 4 4 8 16 4 0 3 3 4
2006/07 Hartford Wolf Pack AHL 4 0 1 1 2
2007/08 New York Rangers NHL 1 0 0 0 0
2007/08 Hartford Wolf Pack AHL 74 7 37 44 63 5 0 0 0 8
2008/09 New York Islanders NHL 59 1 2 3 35
2009/10 Rapperswil-Jona Lakers NLA 49 11 22 33 58 7 2 7 9 8
2010/11 Rapperswil-Jona Lakers NLA 47 8 17 25 40 10 2 3 5 10
2011/12 MODO Hockey Elitserien 55 9 16 25 32 6 0 0 0 6
2012/13 Lake Erie Monsters AHL 47 11 22 33 61
2013/14 Klagenfurter AC ÖEL 52 10 15 25 50
2014/15 Klagenfurter AC ÖEL 54 6 26 32 70 9 2 3 5 12
2015/16 Klagenfurter AC ÖEL 52 8 17 25 60 6 0 0 0 8
NHL gesamt 118 8 9 17 55 4 0 3 3 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein jüngerer Bruder Markus Pöck ist ebenfalls Eishockeyspieler. Sein Vater Herbert hat für Österreich an drei Olympischen Winterspielen teilgenommen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Graz 99ers verpflichten Thomas Pöck. In: derstandard.at. 3. Oktober 2016; abgerufen am 3. Juli 2017.
  2. Thomas Poeck Named Head Coach of the Boston Pride. In: nwhl.zone. 19. Mai 2017; abgerufen am 3. Juli 2017 (englisch).