ECHL

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ECHL
Logo der ECHL
Voller Name East Coast Hockey League
Aktuelle Saison ECHL 2013/14
Sportart Eishockey
Ligagründung 1988
Mannschaften 21
Land/Länder Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Titelträger Reading Royals
Rekordmeister Hampton Roads Admirals
South Carolina Stingrays (je 3)
Website www.echl.com
American Hockey League

Die ECHL (bis Mai 2003 East Coast Hockey League) ist eine professionelle Eishockeyliga in den USA und nennt sich selbst "Premier AA Hockey League". Der Sieger der Play-offs in der ECHL erhält den Kelly Cup, der bis 1997 Riley Cup hieß. Die Liga firmierte bis zum Mai 2003 unter dem Namen East Coast Hockey League, beschränkt sich aber seit der damaligen Übernahme der West Coast Hockey League offiziell auf die abgekürzte Variante.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Mannschaften der ECHL in der Saison 2013/14. Farbige Punkte entsprechen der Zugehörigkeit zu einer Division.

Die Liga wurde 1988 mit fünf Teams gegründet, den Carolina Thunderbirds (heute die Wheeling Nailers), den Erie Panthers (das Team existiert nicht mehr und spielte zuletzt 2011 als Victoria Salmon Kings), den Johnstown Chiefs, den Knoxville Cherokees (das Team existiert nicht mehr und spielte zuletzt 2005 als Pee Dee Pride), und den Virginia Lancers (das Team existiert nicht mehr und spielte zuletzt 2003 als Lexington Men O’War). Seit dieser Zeit, wuchs die Liga stetig an, bis 2003 die Größe von 31 Teams erreicht worden war. Danach wurde die Liga für die Saison 2004/05 auf 28 Mannschaften reduziert.

Im Jahr 2002 nahm die ECHL die Teams der West Coast Hockey League Alaska, Bakersfield, Fresno, Idaho, Long Beach und San Diego auf und besitzt seitdem zwei Conferences mit jeweils zwei Divisionen. Der offizielle Name wurde danach von East Coast Hockey League zu ECHL geändert. 2004 nahm die ECHL ihre erste kanadische Mannschaft, die Victoria Salmon Kings aus Victoria, British Columbia, auf. Am 1. Februar 2005 wurde bekannt gegeben, dass ein neues Franchise namens Phoenix RoadRunners ab 2005/06 am Ligabetrieb teilnehmen würde. Ferner wurde am 3. Februar 2005 verkündet, dass die Atlantic City Boardwalk Bullies an eine Gesellschaft verkauft wurde, die das Team für die Saison 2005/06 nach Stockton, Kalifornien umsiedelte.

2010 wurde die derzeit aktuelle Gliederung der ECHL eingeführt: die Eastern Conference besteht seither aus den Divisions Atlantic, North und South mit insgesamt 13 Teams, während sich in der Western Conference acht Mannschaften auf die Pacific und Mountain Division verteilen. Durch das Ausscheiden der Victoria Salmon Kings besteht die ECHL seit dem Ende der Saison 2010/11 nur noch aus Teams aus den Vereinigten Staaten. Weitere Änderungen am Teilnehmerfeld folgten in den nächsten Jahren: Chicago Express, die Colorado Eagles, die Orlando Solar Bears und die Fort Wayne Komets kamen hinzu; auch die Trenton Titans und die San Francisco Bulls wurden aufgenommen, verließen die Liga allerdings bereits in der Saison 2013/14 wieder, sodass derzeit 21 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Zur Saison 2014/15 kommt mit den Indy Fuel die 22. hinzu. Zudem wird angestrebt, die Liga auf 26 Mannschaften aufzufüllen und diese vor allem in der kleineren Western Conference anzusiedeln.

Einer der bekanntesten Spieler der ECHL war der US-amerikanische Stanley-Cup-Gewinner Scott Gomez, als er während des Lockouts in der National Hockey League in der Saison 2004/05 in seiner Heimatstadt Anchorage bei den Alaska Aces spielte.

Franchises der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Western Conference[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner AHL-Partner
Pacific Division
Bakersfield Condors Bakersfield, Kalifornien Rabobank Arena Edmonton Oilers Oklahoma City Barons
Las Vegas Wranglers Las Vegas, Nevada Orleans Arena
Ontario Reign Ontario, Kalifornien Citizens Business Bank Arena Los Angeles Kings
Winnipeg Jets
Manchester Monarchs
St. John’s IceCaps
Stockton Thunder Stockton, Kalifornien Stockton Arena Edmonton Oilers Oklahoma City Barons
Mountain Division
Alaska Aces Anchorage, Alaska Sullivan Arena Calgary Flames Abbotsford Heat
Colorado Eagles Loveland, Colorado Budweiser Events Center
Idaho Steelheads Boise, Idaho CenturyLink Arena Dallas Stars Texas Stars
Utah Grizzlies West Valley City, Utah Maverik Center Anaheim Ducks Norfolk Admirals

Eastern Conference[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner AHL-Partner
Atlantic Division
Elmira Jackals Elmira, New York First Arena Ottawa Senators
New Jersey Devils
Binghamton Senators
Albany Devils
Reading Royals Reading, Pennsylvania Sovereign Center Washington Capitals Hershey Bears
Wheeling Nailers Wheeling, West Virginia WesBanco Arena Pittsburgh Penguins
Montréal Canadiens
Wilkes-Barre/Scranton Penguins
Hamilton Bulldogs
North Division
Cincinnati Cyclones Cincinnati, Ohio US Bank Arena Florida Panthers
Nashville Predators
San Antonio Rampage
Milwaukee Admirals
Evansville IceMen Evansville, Indiana Ford Center Columbus Blue Jackets Springfield Falcons
Fort Wayne Komets Fort Wayne, Indiana Allen County War Memorial Coliseum
Kalamazoo Wings Kalamazoo, Michigan Wings Stadium St. Louis Blues
Vancouver Canucks
Chicago Wolves
Utica Comets
Toledo Walleye Toledo, Ohio Huntington Center Detroit Red Wings
Chicago Blackhawks
Grand Rapids Griffins
Rockford IceHogs
South Division
Florida Everblades Estero, Florida Germain Arena Carolina Hurricanes
Tampa Bay Lightning
Charlotte Checkers
Syracuse Crunch
Greenville Road Warriors Greenville, South Carolina BI-LO Center New York Rangers Hartford Wolf Pack
Gwinnett Gladiators Duluth, Georgia Arena at Gwinnett Center Phoenix Coyotes Portland Pirates
Orlando Solar Bears Orlando, Florida Amway Center Minnesota Wild
Toronto Maple Leafs
Iowa Wild
Toronto Marlies
South Carolina Stingrays North Charleston, South Carolina North Charleston Coliseum Boston Bruins Providence Bruins

Inaktive Teams[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner aktueller Status
Columbia Inferno Columbia, South Carolina Carolina Coliseum seit 2008 inaktiv; Wiederaufnahme des Spielbetrieb war für Herbst 2011 geplant

Nicht mehr bestehende Eishockeyclubs der ECHL[Bearbeiten]

Nicht verwirklichte Franchises[Bearbeiten]

  • Gulf Coast Swords
    • Das Franchise sollte 2004 den Spielbetrieb aufnehmen. Da sich jedoch der Bau der Lakewood Arena in Bradenton im US-Bundesstaat Florida jahrelang verzögerte, entschied die ECHL im September 2006 das Franchise wieder aufzulösen.

Auszeichnungen und Trophäen[Bearbeiten]

Mannschaftstrophäen
Name Verleihungsgrund Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
Kelly Cup
  • Gewinner der Kelly-Cup-Playoffs
seit 1997
E. A. „Bud“ Gingher Memorial Trophy
  • Bestes Playoff-Team der Eastern Conference
  • Gewinner des Eastern-Conference-Finales
seit 1998
Bruce Taylor Trophy
  • Bestes Playoff-Team der Western Conference
  • Gewinner des Western-Conference-Finales
seit 1998
Henry Brabham Cup
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison
seit 1989
Spieler- und Trainertrophäen
Name Verleihungsgrund Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
ECHL Most Valuable Player seit 1989
  • keine Mehrfachgewinner
Kelly Cup Playoffs Most Valuable Player
  • Wertvollster Spieler der Playoffs
seit 1989
ECHL Goaltender of the Year
  • Bester Torhüter der regulären Saison
seit 1994
ECHL Defenseman of the Year
  • Bester Verteidiger der regulären Saison
seit 1989
ECHL Rookie of the Year
  • Bester Rookie der regulären Saison
seit 1989
  • Trophäe kann maximal einmal in der Karriere gewonnen werden
ECHL Leading Scorer
  • Bester Scorer der regulären Saison
seit 1989
ECHL Plus Performer Award
  • Bester Spieler der Plus/Minus-Wertung der regulären Saison
seit 2000
  • keine Mehrfachgewinner
ECHL Sportsmanship Award
  • Hoher sportlicher Standard und vorbildliches Verhalten
seit 1997
John Brophy Award
  • Bester Trainer der Saison
seit 1989

ECHL All-Star Game[Bearbeiten]

Das erste All-Star Game der East Coast Hockey League fand in der Saison 1992/93 statt. Seither treten, berücksichtigt man das variable Format, gewöhnlich jedes Jahr Spieler der beiden ECHL-Conferences gegeneinander an (mit Ausnahme der Jahre 1997, 1998 und 2011). Die Startformationen der beiden Mannschaften werden von Spielern, Trainern und Offiziellen vor dem All-Star Game mittels Voting gewählt. Als Trainer dienen üblicherweise die Cheftrainer der beiden Mannschaften, die zum Zeitpunkt der Bekanntgebung der beiden All-Star-Mannschaften mit ihren Teams die jeweilige Conference anführen. Wie beim NHL All-Star Game und dem AHL All-Star Classic gibt es auch beim ECHL All-Star Game eine Skill Competition vor dem Spiel.

Hall of Fame[Bearbeiten]

Jahr Name Funktion
2008 Henry Brabham ECHL-Gründer
Patrick J. Kelly Funktionär
Chris Valicevic Spieler
Nick Vitucci Spieler
2009 John Brophy Trainer
Blake Cullen Teambesitzer
Tom Nemeth Spieler
Rod Taylor Spieler
2010 Cam Brown Spieler
E. A. „Bud“ Gingher Teambesitzer
Olaf Kölzig Spieler
Darryl Noren Spieler
2011 Richard Adams ECHL-Präsident
Phil Berger Spieler
Luke Curtin Spieler
Joe Ernst Schiedsrichter
Jahr Name Funktion
2012 Bill Coffey Teambesitzer
Sheldon Gorski Spieler
John Marks Trainer
Dave Seitz Spieler
Bob Woods Spieler
2013 David Craievich Spieler
Marc Magliarditi Spieler
Steve Poapst Spieler
Darren Schwartz Spieler
2014 James Edwards Funktionär
Wes Goldie Spieler
Al MacIsaac Spieler, Funktionär & Trainer
John Spoltore Spieler

Zum 20. Jahrestag der Gründung der ECHL führte die Liga 2008 eine eigene Hall of Fame ähnlich der Hockey Hall of Fame der National Hockey League ein. Die ersten vier Persönlichkeiten wurden im Rahmen des in der Stockton Arena in Stockton im Bundesstaat Kalifornien stattfindenden ECHL All-Star Game der Saison 2007/08 in die Hall of Fame aufgenommen. Zukünftig kann pro Jahr ein Maximum von fünf Persönlichkeiten (davon maximal drei Spieler) in die ECHL Hall of Fame aufgenommen werden.

Das prominenteste Mitglied der Hall of Fame ist seit 2010 der deutsche Torwart Olaf Kölzig.

ECHL-Logos[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. echl.com, Frequently Asked Questions

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ECHL – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien