Thundercat (Musiker)

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Thundercat 2015
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Apocalypse
  US 194 22.06.2013 (1 Wo.)
Drunk
  DE 63 17.03.2017 (… Wo.)
  AT 72 24.03.2017 (… Wo.)
  CH 56 05.03.2017 (… Wo.)
  UK 37 09.03.2017 (… Wo.)
  US 50 18.03.2017 (… Wo.)
Singles[1]
Wesley’s Theory (mit Kendrick Lamar und George Clinton)
  US 91 04.04.2015 (1 Wo.)
These Walls (mit Kendrick Lamar, Bilal und Anna Wise)
  US 94 04.04.2015 (1 Wo.)
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Thundercat (bürgerlich Stephen Bruner) ist ein amerikanischer Bassist und Musikproduzent. Der aus Los Angeles stammende Musiker ist in verschiedenen Genres tätig, darunter Fusion, Hip Hop und Electronica.

Leben und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thundercat ist der Sohn des Schlagzeugers Ronald Bruner Sr., der unter anderem bei The Temptations, Randy Crawford und Diana Ross tätig war. Sein älterer Bruder Ronald Bruner Jr. ist ebenfalls Schlagzeuger. Für den E-Bass als Instrument entschied sich Thundercat im Alter von vier Jahren. Als Einflüsse nennt er Jaco Pastorius, Stanley Clarke und Marcus Miller. Auch die Musik von John Coltrane, Joe Henderson, dem Mahavishnu Orchestra, Manhattan Transfer und The Cream prägte ihn in seiner Jugend.[2]

Als Teenager war Thundercat zunächst Mitglied der Boygroup No Curfew. Als Bassist tourte er zudem mit Leon Ware. Gemeinsam mit seinem Bruder spielte er ab 2002 bei der Metal-Band Suicidal Tendencies. Daneben trat er auch als Sessionmusiker in Erscheinung und arbeitete unter anderem für Snoop Dogg, Stanley Clarke, John Legend und Eric Benét.[3] Später war er an zwei Alben von Erykah Badu beteiligt.[2]

Thundercat verbindet eine langjährige Freundschaft mit Flying Lotus, die in mehrere Kooperationen mündete, die ihm schließlich nachhaltig zum Durchbruch verhalfen. Auf Flying Lotus’ Album Cosmogramma von 2010 spielt sein Bassspiel eine tragende Rolle; daneben tritt er auch als Sänger in Erscheinung. Auch auf den Nachfolgealben Until the Quiet Comes und You're Dead nimmt Thundercat eine wichtige Funktion ein. Flying Lotus ermutigte ihn schließlich dazu, auch als Leader in Erscheinung zu treten, und veröffentlichte Thundercats Soloalben The Golden Age of Apocalypse und Apocalypse auf seinem Label Brainfeeder.[2] Die Alben sind von Fusion und Soul geprägt, enthalten aber auch elektronische Elemente.[3]

Im Jahr 2015 spielte Thundercat als Bassist und Produzent eine zentrale Rolle auf Kendrick Lamars Album To Pimp a Butterfly, das Platz 1 in den amerikanischen Charts erreichte und von der Kritik durchgängig gelobt wurde.[4] Auch an Kamasi Washingtons Album The Epic war er beteiligt. Im Juni des gleichen Jahres veröffentlichte Thundercat seinerseits die EP The Beyond / Where the Giants Roam, auf der Herbie Hancock und Kamasi Washington Gastauftritte haben.[5] Sie ist teilweise geprägt von der Trauer um den früheren Mitmusiker Austin Peralta, mit dem Thundercat eine persönliche Freundschaft verband.[6]

2017 erschien mit Drunk Thundercats bis dahin erfolgreichstes Soloalbum. Die von der Kritik insgesamt positiv aufgenommene Produktion steht nach Aussage des Bassisten einerseits unter dem Einfluss von Kendrick Lamar, der auch wiederum als Gastmusiker in Erscheinung tritt. Andererseits betonte Thundercat aber, kein durchweg politisches Album in der Art Kendrick Lamars produzieren zu wollen. Während die Rassismusdebatte, die sich um die Kampagne Black Lives Matter und die Musik des Rappers spinne, eine gesellschaftliche Realität widerspiegele, werde es ihm selbst zu viel, ausschließlich in diesem Kontext wahrgenommen zu werden.[6] Das Magazin Pitchfork betonte die Leichtigkeit und Verspieltheit, die Drunk von seinen Vorgängeralben unterscheide, ohne dass dabei jedoch der Bezug zu den ernsthafteren Themen verlorengehe.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigene Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Golden Age of Apocalypse (2011)
  • Apocalypse (2013)
  • Drunk (2017)

EP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Beyond / Where The Giants Roam (2015)

Als Sideman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DEATCHUKUS
  2. a b c Frannie Kelley: Thundercat On Making Music Outside The Lines, National Public Radio, 20. Juli 2013, gesehen am 7. April 2015
  3. a b Thundercat, Laut.de, gesehen am 7. April 2015
  4. Jeff Weiss: Meet Thundercat, the Jazz-Fusion Genius Behind Kendrick Lamar's 'Butterfly, Rolling Stone, 2. April 2015, gesehen am 7. April 2015
  5. Daniel Gerhard: The Beyond / Where The Giants Roam, Spex, 1. Juli 2015, gesehen am 20. November 2015
  6. a b Hannah Ellis-Petersen Thundercat on breakout album Drunk, laughing at racism – and his 'sexy cat', Tron, Guardian am 13. April 2017, gesehen am 3. Juli 2017
  7. Review in Pitchfork, 27. Februar 2017, gesehen am 3. Juli 2017