Ulrich Strunz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ulrich Ernst Theodor Strunz (* 21. November 1943 in Görlitz) ist ein deutscher Internist, Buchautor und ehemaliger Triathlet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Strunz siedelte 1945 nach Erlangen über und Ulrich absolvierte das Abitur am Gymnasium Fridericianum Erlangen. In den Jahren 1962 bis 1969 studierte er Physik in Erlangen. Seine Diplomarbeit behandelte das Thema Gamma-Spektroskopie im Hochenergiebereich. Von 1964 bis 1971 studierte Strunz zusätzlich Humanmedizin als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Er arbeitete zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik Erlangen und promovierte 1975 mit dem Thema 13-nle-Motilin: Wirkungsanalyse am Gastrointestinaltrakt des Kaninchens, des Meerschweinchens, der Ratte und des Menschen zum Doktor der Medizin. Von 1972 bis 1980 forschte und publizierte er in Erlangen und Los Angeles über die hormonelle Steuerung von Körperfunktionen. Seit 1978 bzw. 1980 wurden ihm diese Qualifikationen als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie anerkannt.

Im Jahr 1988 begegnete er dem Extremsportler Hubert Schwarz, der ihn veranlasste, mit der Sportart Triathlon zu beginnen. So nahm er 1989 an allen fünf Ironman-Veranstaltungen (Roth, Japan, Neuseeland, Kanada und Hawaii) teil.[1]

Beim Ultraman auf Hawaii wurde er Erster seiner Altersklasse. In den Folgejahren bis 1992 war er auf fast allen wichtigen Ironman-Veranstaltungen am Start und belegte 1992 den dritten Platz beim 1000-Kilometer-Race-Texas, einem Radrennen quer durch den US-Bundesstaat Texas.

Zusammen mit Michael Spitzbart veranstaltete Strunz im Jahr 1993 Seminare zum Thema Kreativität und Höchstleistung und Schlank und Fit für immer. Dazu entstanden zwei gleichnamige Bücher, die im Buchhandel nicht frei erhältlich sind. 1998 gab ihm die Zeitschrift Wirtschaftswoche den Titel Fitnesspapst. Im selben Jahr erschien auch sein erstes im Buchhandel erhältliches Buch mit dem Titel Der Weg zu Kreativität und Höchstleistung. Mit dem Buch Forever young – Das Erfolgsprogramm verbuchte er einen großen Erfolg; so wurden im Jahr 2000 innerhalb von neun Monaten 1,1 Millionen seiner Bücher verkauft. In den Folgejahren schrieb Ulrich Strunz zahlreiche weitere Bücher zum Thema Fitness. Dazu trat er zwischen 2002 und 2004 häufig im Fernsehen auf.

Nach einem Unfall mit dem Rennrad auf Mallorca wurde Strunz im Jahr 2006 aufgrund schwerer Verletzungen mehrfach operiert und beendete daraufhin seine Karriere als Triathlet.[2][3][4]

In Zusammenarbeit mit dem Süßwarenhersteller Haribo sind 2002 auf dem Markt die Fruchtgummiprodukte forever fun und forever fun plus erschienen.[5][6]

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.[4]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strunz Wirken als Autor wird teilweise sehr kritisch gesehen. Laut Der Spiegel bekommt er über 12 000 Euro für einen Auftritt gehört damit zu den teuersten Referenten in Deutschland.[7] Sein Buch „Die Diät“ erscheint auf den Bestsellerlisten.[8] Einige Titel werden auch vom Kopp-Verlag angeboten.[9]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 12 Years Ironman 1978–1990, Tri226, (PDF, 1,88 MB)
  2. Zum Unfall Dr. Strunz: Schwerer Sturz beim Training drstrunz.de
  3. Ulrich Strunz: „Ich bin stärker als früher“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 11. Februar 2008, abgerufen am 25. Mai 2017.
  4. a b Was macht eigentlich... ... Dr. Ulrich Strunz? 10. Juni 2007, abgerufen am 15. März 2021.
  5. Katja Thimm: Adlerflug der Ameisen Spiegel.de, 12. Mai 2003, (20/2003)
  6. Haribo forever fun plus: Mehrwert, produkt.at, 06/2002
  7. https://www.spiegel.de/wissenschaft/adlerflug-der-ameisen-a-1a8ff6ce-0002-0001-0000-000027078574
  8. https://www.focus.de/gesundheit/news/medizin-zehn-kilo-in-zehn-tagen_aid_207320.html
  9. Verlagskatalog Juni 2021, Seite 7
  10. 10/11/2014 Results: World Championship, Ironman.com
  11. Avia Ironman Europe, Offizielle Ergebnisliste, Roth 1989. (PDF; 4,4 MB) 30. Juni 1989, archiviert vom Original am 7. Dezember 2013; abgerufen am 13. Juli 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]